Archiv für den Monat: Juni 2013

Hensel´s Sonntagsmatinée: von wem wird unsere Intelligenz ermordet?

von H.-P. Schröder

 

der Fall Boris F. und die abhörsichere Kommunikation

Spitzel I (2)

kein Einzelfall: der Fall „TRON“

 

Wissen Sie, daß ein Trojaner alles mögliche auf ihrem Rechner deponieren kann, wenn wer will? Zum Beispiel Beweise für Ihre geistige Unzurechnungsfähigkeit oder für Ihre Beteiligung an illegaler Atommülllagerung, oder Ihre Abrechnungszettel von den europäischen Triaden. Oder unflätige Schimpfworte, die an unsere weise Führung adressiert sind. Jede Simulation ist möglich, dem der keine Hemmungen hat und die Technik besitzt.

Wer von uns weiß, daß ein Stimmenanalysator, wie er seit Jahrzehnten vom Bundeskriminalamt zur Stimmenanalyse genutzt wird, umgepolt zum Stimmensynthetisizer, fähig ist, eine Stimme derart zu synthetisieren, daß ein zweiter Analysator, diese als „echt“ identifizieren würde? Wenn bei Ihnen das Telefon klingelt, können sie seit einigen Jahrzehnten nicht mehr sicher sein, wer am anderen Ende ist. Derselbe „Trick“ soll mittlerweile auch im Bildbereich möglich sein. In Nullzeit. Künstliche Intelligenz am anderen Ende der Leitung, die mit der Stimme ihrer Mutter spricht und ihre Mutter „darstellt“. In der Dokumentation „Das Netz“ tritt der Programmierer und Multimillionär David Gelernter auf, der bei einem Bombenanschlag eine Hand und ein Auge verloren hat. Herr Gelernter möchte die Welt mit allen ihren Abläufen und Interaktionen als Software verfügbar machen. Zwecks Lebenserleichterung, sagt er. Er nennt es das Spiegelwelten-Prinzip. Wer von uns weiß, daß Gelernters Papa, in den Fünfzigern, einer der Pioniere der Künstlichen Intelligenz (KI) war ? Wer von uns hat schon einmal davon gehört, daß in Israel eine Biotechfirma existieren soll, die in der Lage ist DNA-Spuren nachzubauen? Angesichts der erwähnten Punkte, wird jeder Anwalt demnächst in der Lage sein, nahezu jeden „Beweis“, der sich auf Telefonanrufe, Telefonüberwachung, Internetkommunikation, Festplatteninhalte und DNA-Spuren stützt, sofort anzufechten.

Das Schlüsselwort heißt Kontrolle: Ihr Haus wird fotographiert und das Foto ohne ihre Erlaubnis in das Internet gestellt. Google verkauft Sie. Machen Sie dasselbe mit Ihrem Nachbarn, kann der Sie verklagen. Wer fotographiert Ihr Haus ohne Ihre Erlaubnis? Wer vermummt sich und versucht gleichzeitig Sie „nackt zu machen“? Technik soll uns bespitzeln und die sogenannte Biowissenschaft, die es gar nicht gibt, denn es handelt sich um Bio-Kybernetik ohne Bio, setzt alles daran, Sie als Individuum zuerst zu identifizieren, dann zu lokalisieren, um sie schlußendlich  zu entpersonalisieren. Wer erzwingt „Toleranz“ mit den Mitteln absoluter Intoleranz? Der Ungeist ist losgebrochen und tobt gegen schöpferische Freiheit, gegen vorurteilsfreie Forschung, gegen das kindliche Staunen und gegen die Experimentier- und die Lebensfreude. Zuerst kommt das Ausspionieren, dann kommt die Diktatur. Planen die Möchtegerndiktatoren.

Ich bin davon überzeugt, sie haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Hensel´s Sonntagsmatinée: von wem wird unsere Intelligenz ermordet? weiterlesen

Syrien: Christen sind besonderes „angreifbar“

siria 61erschienen beim Fidesdienst

Während seit Beginn des Konflikts in Syrien bereits fast 100.000 Menschen ums Leben kamen, dokumentiert ein von der Organisation „Open Doors International“ herausgegebener Bericht, der dem Fidesdienst vorliegt auf 78 Seiten anhand von objektiven Daten die besondere „Angreifbarkeit“ der christlichen Gemeinden in Syrien und die verheerenden Auswirkungen des Bürgerkriegs auf diese Gemeinden. Verantwortlich für die Herausgabe des Berichts mit dem Titel „Vulnerability Assessment of Syria’s Christians ist der Experte für geo-politische Fragen, Nicholas Heras, der anhand wissenschaftlicher Methoden die Faktoren der „Angreifbarkeit“ auflistet, die auf die Bedingungen der Christen im Szenarium des heutigen Syrien einwirken.

Im Unterschied zu anderen Minderheiten, wie Alawiten und Kurden, die sich auf die Seite der Opposition stellen – heißt es in dem Bericht – ist die Position der Christen im Verhältnis zu den gegnerischen Parteien eher komplex und unklar. Im Unterschied zu dem, was die Oppositionellen behaupten, stehen Christen nicht als ganze Gruppe und bedingungslos auf der Seite Assads. Christliche Intellektuelle, wie Michel Kilo, Faiz Sara und Georg Sabra (der derzeitige Präsident der Syrian National Coalition) spielten von Anfang an eine anerkannte Rolle im oppositionellen Kreisen. Auch viele Christen hatten an den Anti-Regime-Kundgebungen teilgenommen, bei der mehr Freiheit und Demokratie gefordert wurde, bevor sich der Konflikt auf das ganze Land ausbreitete. Die Open-Doors-Studie berichtet auch von Christen, die in den Reihen der Free Syrian Army kämpfen. Auf der anderen Seite sollen auch viele Christen von den Selbstschutzgruppen rekrutiert worden sein, die die eigenen Dörfer und Siedlungen vor Überfällen der oppositionellen Milizen schützen sollten.

Wie aus der Analyse von Nicholas Heras hervorgeht, gab es in der ersten Phase des Konflikts keine gezielten Übergriffe auf Christen als solche. Im Laufe der Zeit haben sektiererische Tendenzen des Bürgerkriegs dazu geführt, dass Morde, Entführungen, Vergewaltigungen und Gewalt gegen Christen seitens salafistischer und dschihadistischer Gruppen zugenommen, was zu Panik unter den Christen führte.

Der Bericht von Open Doors sammelt Informationen verschiedener Quellen zu Episoden der Gewalt gegen Christen und beschreibt im Detail die objektiven Faktoren, die christliche Gemeinden in der blutigen Spirale, die das Land vernichtet, besonders angreifbar machen, angefangen bei ihre Ansiedelung in strategischen Zonen (Damaskus, Homs und Aleppo und Gebiete an der Grenze zum Libanon und zur Türkei), an den zentralen Orten des Bürgerkriegs. Christen – heißt es in dem Bericht – zahlen den Preis dafür, dass „sie sich im Kreuzfeuer des Konflikts befinden und der Gewalt von beiden Seiten ausgesetzt sind“. Sie sind eine „einfache“ Zielscheibe für alle kriminellen Gruppen, die vom Chaos profitieren. Sie leiden besonders unter Feindseligkeiten und Misshandlung in Flüchtlingscamps. Sie sind immer öfter Ziel von Übergriffen islamistischer Banden. Es gibt im Vergleich zu anderen ethnischen und religiösen Gruppen mehr Flüchtlinge und Vertriebene aus christlichen Gemeinden. Und ihre Angreifbarkeit wird durch den Widerstand gegen eine Organisation in bewaffneten Selbstschutzgruppen noch größer. Diese Elemente tragen dazu bei, dass auf den letzten Seiten des Berichts, unabhängig vom Ausgang des Bürgerkriegs, finstere Zukunftsperspektiven für Christen in Aussicht gestellt werden. (GV) (Fidesdienst, 28/06/2013)

Quelle: fidesdienst

brasilianische Bewegung lässt sich von Zapatistas inspirieren

Subcomandante Marcos, pfeiferauchend auf Pferd in Chiapas, Mexico - Bild: Wikipedia
Subcomandante Marcos, pfeiferauchend auf Pferd in Chiapas, Mexico
Bild: Wikipedia

erschienen bei einartysken

von Tatiana Farah

Die autonome Bewegung, die an der Spitze von Brasiliens Protesten stand, ließ sich direkt vom horizontalen Modell der Zapatista Gemeinden in Mexiko inspirieren.

„Abajo a la izquierde está el corazón“ – ‚Das Herz liegt unten und links‘. Dieser Satz von Subcomandante Marcos der Zapatista Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) in Mexiko wurde in der Eröffnungsrede der Freien Fahrkarten Bewegung (MPL) benutzt, von der die Proteste in ganz Brasilien begonnen wurden, die zu einer Senkung der Fahrpreise führten. ‚Unten‘ bezieht sich auf die marginalisierten Gruppen und Minoritäten, die von der MPL „der Boden“ genannt werden und „links“ bezieht sich auf die anti-kapitalistische Haltung. Gebildet von Studenten der Universität von São Paulo (USP) und Arbeitern aus der Peripherie, bezeichnet sich die Bewegung als anti-kapitalistisch, unparteiisch, friedlich, autonom und horizontal.

Einige MPL-Aktivisten, wie die 19-jährige Luiza Calagian aus São Paulo, haben den Kontinent durchquert, um die Zapatista Gemeinden in Chiapas zu besuchen, die weltweite Aufmerksamkeit 1994 gewannen, als die Zapatistas die Waffen niederlegten, um über indigenen Rechte mit der mexikanischen Regierung zu verhandeln. Sie wurden bald ein Beispiel für die neuen sozialen Bewegungen, die sich gegen die Auswirkungen der Globalisierung bildeten. Wie die Zapatistas unterscheidet sich die MPL von traditionellen politischen Parteien durch die horizontale Form ihrer Organisation, in der alle Entscheidungen kollektiv getroffen werden. Es gibt keine Posten oder Führer. Alle sprechen im Namen der Bewegung. Auf den Straßen hört man bei Wahlveranstaltungen nicht die Stimme von Autoradios, weil sie vermeiden wollen, ihre Haltung denen ‚unten‘ aufzudrängen.

„Marcos ist gay in San Francisco, ein Schwarzer in Südafrika, ein Asiate in Europa, ein Chicano in San Isidro, ein Anarchist in Spanien …“ In den 90-er Jahren wurde Subkomandante Marcos, der Intellektuelle von der Autonomen Universität von Mexiko, der in den Dschungel von Chiapas eintauchte, um an der Seite der indigenen Gemeinden zu kämpfen, zu einer Legende. Wenn gefragt, wer der Subcomandante ist – das ’sub‘ bezieht sich auf die Tatsache, dass die wahren Führer die indigenen Völker sind, die Zapatistas, die ihre Gesichter mit Masken bedecken – dann antworten sie ‚Wir alle sind Marcos‘.

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