Syrien: warum stehlen westliche Terroristen 1400 Jahre alte Leichen?

syria ibn adierschienen bei Muslim Markt

Danke an Christoph

von Yavuz Özoguz

Was in Syrien derzeit passiert, ist eine große Chance für alle nachdenkenden Menschen dieser Welt zu verstehen, wer dort gegen wen kämpft und worum es eigentlich geht!

 

Anhänger der radikal salafistischen Ideologie haben das Grab des Prophetengefährten Hujr ibn ‚Adi (r.) in Syrien zerstört und dessen sterbliche Überreste verschleppt.

Die Stadt Adra ist eine Kleinstadt ca. 40 km nordöstlich von Damaskus in Syrien. Die berühmteste Pilgerstätte des kleinen Ortes ist der Schrein von Hudschr ibn Adi. Genau jener Schrein wurde am 2. Mai 2013 von Terroristen, die massiv von der westlichen Welt unterstützt werden, und die verlogene Bezeichnung „Freie Syrische Armee“ tragen, gestürmt, alle Einrichtungen zerstört, der 1400 Jahre alte (!) Leichnam ausgegraben und gestohlen.

Fotos zu dem Verbrechen gibt es unter anderem bei Press TV:

http://www.presstv.ir/detail/2013/05/02/…rate-holy-site/

Selbstverständlich muss man jegliche Menschlichkeit verloren haben, um solch eine Wahnsinnstat zu begehen. Selbstverständlich muss man geradezu wahnsinnig sein und zu einer Art seelisches Monster mutiert sein, um solch ein Verbrechen zu begehen. Aber die Terroristen der sogenannten Freien Syrischen Armee sind nur vorgeschoben. Sie sind die Vollstrecker des Verbrechens der Westlichen Welt gegen Syrien und alle Muslime der Welt! Und sollte irgendein Muslim nach diesem Verbrechen immer noch zu jenen Terroristen stehen, dann steht er auch gegen einen geehrten Gefährten des Propheten!

Bei aller scheinbaren Absurdität der Tat, muss festgestellt werden, dass die Auftraggeber jenes Verbrechens sich sehr wohl genau überlegt haben, zu was sie ihre Söldner animieren. Denn Syrien ist voll mit Schreinen von Gefährten des Propheten. Warum wurde also ausgerechnet dieser Schrein geplündert und der Leichnam bzw. die Überreste nach 1400 Jahren verschleppt? Zum einen liegt es sicherlich daran, dass viele Gefährten in den großen Städten liegen und dort die syrischen Behörden immer noch die Kontrolle haben. Zum anderen aber liegt es an der Person jenes Hudschr. Wer war dieser Hudschr?

Hudschr ibn Adi al-Kindi zuweilen auch Hidschr ibn Adi genannt, war ein treuer Gefährte des Propheten Muhammad (s.) und von Imam Ali (a.). Am Tag der Kamelschlacht dichtete er in arabischer Reimform: „Oh unser Herr! Erhalte uns Ali, den Gesegneten und hell Erleuchteten, den Gläubigen, den nicht an der Einheit Allahs Zweifelnden, den Frommen, der kein eitles Gerede kennt und der nicht vom rechten Weg abweicht, ihn, der uns zum rechten Glauben hingeleitet. Allah beschütze ihn und mit ihm den Propheten, dessen ‚Wali’ er ist, und der ihn zum Regenten nach seinem Ableben bestimmte.“

Er gehörte zu jenen, die sich darüber beschwerten, dass Muawiya ibn Abu Sufyan bei Antritt seines Kalifats anordnete, dass fortan in den Moscheen Imam Ali (a.) verflucht werden sollte. Daraufhin veranlasste Muawiya seine Ermordung und Verbrennung. So wurden Hudschr ibn Adi al-Kindi, sein Sohn Humam und seine Anhänger getötet, von denen einige lebendig in Mardsch Azra begraben wurden, weil sie sich bis zuletzt geweigert haben, Imam Ali (a.) zu verfluchen, und dies lautstark missbilligten. Der vor allem unter Sunniten berühmte Autor des 20. Jh. Sayyid Abul A’la Maududi würdigt ihn in seinem Buch „Kalifen und Könige“.

Hudschr steht also im Kampf Muslime gegen Muslime – wie es während der Kamelschlacht bedauerlicherweise erfolgt ist – für die Verteidigung des amtierenden Kalifen und Imams. Er steht gegen die Verflechtung von Macht und Reichtum, wie es Muawiya vorgelebt hat. Er steht für die Treue zur Wahrheit, selbst wenn es das eigene Leben kostet. Und er steht – übertragen auf die heutige Zeit – für eine Befreiungstheologie, die von der Islamischen Revolution im Iran inzwischen in die ganze Welt scheint. Diese Befreiungstheologie greift allein durch ihre bloße Existenz das gesamte Zins- Geld- und Unterdrückungssystem des imperialistischen Westens an. Sie greift allein durch ihre bloße Existenz die Unmenschlichkeit der westlichen Herrenmenschen an und setzt sich Frieden und Freiheit in Gerechtigkeit ein. In diesem Zusammenhang ist diese Grabplünderung zu sehen!

Und wer die Auftraggeber jenes Verbrechens nicht kennt, der suche in den westlichen Mainstream-Medien nach der obigen Nachricht. Er wird sie kaum finden, denn kein Verbrecher berichtet gerne über seine eigenen Verbrechen!

Die Welt steht in Syrien am Scheideweg. Soll die Herrschaft der Grausamkeit weitere Erfolge verzeichnen und weitere Unterdrückungshöhepunkte erzielen, oder wird das System der Unterdrückung eines Tages zurückgedrängt, nicht durch Waffen, sondern durch den Geist der Befreiung, der letztendlich im jedem Herzen scheint!

Wer den Schrein eines Prophetengefährten zerstört, wird auch keine Skrupel haben Synagogen, Kirchen und Moscheen zu zerstören, wie es teilweise auch schon geschehen ist. Es ist die Aufgabe eines jeden freiheitsliebenden Menschen in der Westlichen Welt darauf hinzuweisen, dass jene Verbrechen im Auftrag oder zumindest mit Unterstützung der Westlichen Welt geschehen! Es ist unsere Aufgabe, darauf hinzuweisen, dass Juden, Christen und Muslime in Syrien verfolgt werden im Auftrag des Kapitalismus und des Zionismus. Und Menschen, die jegliche Skrupel verloren haben, können noch viel wahnsinnigere Taten begehen. Gott schütze uns davor.

Hudschr selbst ist nach menschlichem Ermessen schon längst ins Paradies eingegangen. Denn er lebt noch, wie es der Heilige Qur’an für Märtyrer prophezeit, nur dass wir es nicht verstehen. Sein gestohlener Leichnam ist ein Beweis dafür, wie ihre Taten auch 1400 Jahre nach ihrem Martyrium die Verbrecher der Zeit ärgern. Das sind alles Zeichen für Menschen, die bereits sind zu verstehen.

Quelle: Muslim Markt

Ein Gedanke zu „Syrien: warum stehlen westliche Terroristen 1400 Jahre alte Leichen?

  1. Es könnte einen tieferen Grund für den Diebstahl des Leichnams geben. Die Reliqiuen haben immer noch eine Verbindung zur Seele des verstorbenen Menschen:

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