Syrien: USrael will Lieferung von S-300 Luftabwehr verhindern – Moskau schickt Schiffe

Luftabwehr-System S-300
Luftabwehr-System S-300

von John Schacher – Danke an André

Israel hat sich am Donnerstag an Russland mit der Bitte gewandt, keine Luftabwehrsysteme des Typs S-300 an Syrien zu verkaufen, teilt die türkische Zeitung  „Hürriyet“ unter Berufung auf die israelischen Behörden mit.

Zuvor hatte die US-Zeitung „The Wall Street Journal“ geschrieben, das Abkommen über die Lieferung der russischen „Boden-Luft“-Systeme S-300 an Syrien werde “unweigerlich“ umgesetzt.

„Laut Informationen, die Israel in den letzten Tagen bekommen hat, überweist Syrien seine Zahlungen gemäß dem Abkommen mit Moskau aus dem Jahre 2010 über den Erwerb von vier Batterien in einem Gesamtwert von 900 Millionen US-Dollar“, schreibt die US-Zeitung.

Geliefert sollen sechs Startanlagen und 144 Raketen mit einer Reichweite von 125 Meilen. Laut den israelischen Quellen soll die erste Lieferung in den nächsten drei Monaten erfolgen.

USA bitten Moskau um S-300 Liefersperre

Auch der Besuch von John Kerry in Moskau hängt mit der russischen Qualiätstechnik zusammen: laut AP hat auch Kerry Moskau gebeten, von einer angeblich geplanten Lieferung  von „Boden-Luft“-Raketen des Typs S-300 an Syrien Abstand zu nehmen.

russischer Schiffsverband für Syrien

Diese Meldung findet sich nur im russischen Dienst von RIA-Novosti und zitiert das Verteidigungsministerium so:
„Voraussichtlich am 15. Mai wird im Mittelmeer eine Abteilung von Kampfschiffen der Pazifikflotte eintreffen, bestehend aus dem großen ASW (Anti U-Boot-Zerstörer)-Schiff „Admiral Panteleev“, den großen Landungsschiffen „Pereswet“ und „Admiral Gennady Nevelskoy“, dem Tanker „Petschenga“ sowie dem Spezial-Schlepper „F. Krylov“.“
Fazit: Mit den S-300 Luftabwehrsystemen steht und fällt die syrische Sache. Schon im Falle von Libyen war die Katastrofe nicht mehr aufzuhalten, weil Medjedjew die längst bestellten S-300 nicht lieferte. Man liess den Großkunden Libyen am ausgestreckten Arm verhungern und über die Klinge springen… Russlands Haltung in Sachen S-300 wird also die nähere Zukunft entscheiden. Mit den Luftabwehrmöglichkeiten des Flottenverbandes wäre es zudem möglich, bei weiteren israelischen Luftangriffen Syriens Luftabwehr zu unterstützen.
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Quellen: RIA, RIA, RIA.ru, telegrafist.org
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10 Gedanken zu „Syrien: USrael will Lieferung von S-300 Luftabwehr verhindern – Moskau schickt Schiffe

  1. eine Korrektur, der Schiffsverband soll am 15. Mai, nicht am 5. im Mittelmehr eintreffen. Sorry, war mein Fehler.
    Die Meldung mit der „Bitte“ die s300 nicht zu liefern, die ursprünglich die Bitte Israels an Washington war doch dafür zu sorgen, daß die Russen nicht…, tauchte nach der Mitteilung über die Entsendung des Schiffsverbandes auf, beides könnte mit Putins Telefonat mit Bibi N. zusammenhängen. Quasi der Schiffsverband als Untermalung der Drohung S-300 zu liefern, wenn Israel nicht die Luftangriffe einstellt (Spekulation). Die Landungsschiffe machen Sinn um die S 300 Systemen zu transportieren. Warten wir mal ab, ob die Schiffe auftauchen.

  2. „Kriegsschiff Rußlands zu Freundschaftsbesuch im israelischen Haifa“

    Quelle: HM-Nachrichten vom 07.05.13

    Was für Botschaften die wohl im Gepäck hatten?

  3. Erstaunlich ist es schon warum die Israelis die Russen „bitten“. Der Ton gegenüber anderen Ländern hört sich sonst immer ruppiger an.

    1. @ Freddy
      Das ist der Gipfel – war anhand des Pilzes im Explosionsfilm (Nachtangriff zur Tarnung und weil dann möglichst viele Soldaten in der Wohnanlage anwesend waren) ziemlich klar, dass es eine Depleted-Uranium-Bombe oder vergleichbares sein muss. Was mich am meisten befremdet, ist die „Informationspolitik“ der Syrer: so schlechte Informationen, wie nicht vorhanden, … Der Grund hierfür macht mir Angst – irgendwas stimmt da ganz und gar nicht…

  4. Hier noch ein deutlicheres Video vom Israelichem Angriff auf Damaskus
    http://german.ruvr.ru/2013_05_05/Israel-verubt-Raketenangriff-auf-Damaskus/

    Sieht wirklich nach einer Nuklearbombe aus .

    Die Lage spitzt sich weiter zu .
    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/221184-us-general-dempsey-kritisiert-russische-waffenlieferungen-an-syrien

    Amis wettern .
    Israel will weiter zündeln
    http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/221181-cia-direktor-brennan-in-tel-aviv

    Russland hat besondere Mumpeln geliefert
    http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/221167-russland-schickt-anti-schiff-jachont-raketen-nach-syrien

    und ist mit seiner Kriegsflotte im Kriesengebiet präsent .

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/221161-russland-schickt-kriegsschiffe-nach-zypern

    http://german.ruvr.ru/2013_05_17/Russische-Kampfschiffe-laufen-zypriotischen-Hafen-Limassol-an/

    und unser Westerwelle
    http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/221168-westerwelle-will-freundschaftliche-beziehungen-zu-israel-ausbauen

    Al Kuds (AFP/dpa/IRIB) – Bei seiner Ankunft in den besetzten Gebieten Palästinas hat der Bundesaußenminister Guido Westerwelle für die Vertiefung der Freundschaft mit dem israelischen Regime in diesen sehr schwierigen Zeiten, wie er es nannte, plädiert.
    Vor seinem Treffen mit Präsident Schimon Peres und Premierminister Benjamin Netanjahu, versicherte er Israel, dass Deutschland in dieser „sehr schwierigen Zeit“ an der Seite Israels stehe und dass Israel der Partner Deutschlands sei. Auch Netanjahu bezeichnete Angela Merkel und Deutschland als Freunde Israels.

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