Tote bei schwerem Erdbeben im Iran – Russisches Atomkraftwerk hält stand

iran reaktorenerschienen bei Ria Novosti

Danke an Armeeverkauf

Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hat sich am Dienstag im Süden des Iran in der Nähe des Atomkraftwerkes Buschehr ereignet. Iranische Medien berichteten von mindestens vier Toten. Der von Russland gebaute Atommeiler blieb unversehrt.

Das Beben ereignete sich um 13:52 Uhr MESZ. Rund 13 Minuten später folgte ein zweiter Erdstoß mit der Stärke 5,4. Dabei wurden mindestens vier Menschen getötet, rund 100 weitere erlitten Verletzungen, wie die Nachrichtenagentur Fars meldete.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum 91 km von der Stadt Buschehr entfernt, in der sich der erste iranische Atommeiler befindet. Laut Medienberichten war das iranische Erdbeben in vielen Golf-Staaten zu spüren.

Das russische Unternehmen Atomstroyexport, das das AKW in Bushehr gebaut hat, bestätigte, dass die Erdstöße auf dem Kraftwerkgelände zu spüren waren, jedoch keine Betriebsstörungen verursacht haben. „Das Personal arbeitet weiter ohne Beeinträchtigung, die Strahlung ist in der Norm“, teilte ein Atomstroyexport-Sprecher RIA Novosti mit.

Im Dezember 2003 hatte ein Erdbeben der Stärke 6,3 im südöstlichen Iran mehr als  31 000 Menschen getötet, weitere 42 000 kamen mit Verletzungen davon. Das AKW in Buschehr ist nach russischen Angaben hochsicher und erdbebenresistent.

Der Bau des Atomkraftwerkes in Buschehr war bereits 1974 von der deutschen Kraftwerk Union AG (Siemens/KWU) begonnen worden, die sich aber nach der Revolution im Iran, dem Islamisten-Überfall auf die US-Botschaft in Teheran und dem von den USA verhängten High-Tech-Embargo aus dem Mullah-Staat zurückzog. Im Januar 1995 übernahm Russland die Fertigstellung der Atomanlage.

Die Inbetriebnahme hätte bereits 1999 stattfinden sollen, wurde jedoch mehrmals verschoben. Im vergangenen Jahr musste die Anlage wegen Problemen mit dem Kühlsystem für mehrere Monate stillgelegt werden. Nach den jüngsten Informationen soll die Anlage noch in diesem April an die Iraner übergeben werden.

Quelle: Ria Novosti

Anmerkung: Zufälle gibt´s! Hätten auch 88 Kilometer sein können statt der 91… (10 Kilometer Tiefe oder schreibt man das nicht mehr?)…und alles ein paar Tage vor der Eröffnung bzw. Übergabe an den Iran. Nach Jahrzehnt-Verzögerung. Zufälle… Kompliment an die Kraftwerks-Architekten & -Ingenieure. 6,3 Richter sind kein Picknick – für jede Struktur. Hoffentlich haarpt´s nicht noch stärker. Und warum ist den öffentlich-rechtlichen das 6,3er-Beben immer noch keine web-Meldung wert?

Nachtrag – 17:20 Uhr: IRNA – 3 Städte fast völlig zerstört!

Am stärksten wurde die Stadt Kaki mit etwa 10.000 Einwohnern betroffen. Starke Zerstörungen wurden auch aus Khormoj und Kengan gemeldet, wo entsprechend 30.000 und 20.000 Menschen leben. Bei Khormoj wurden zwei Dörfer mit rund 3000 Bewohnern komplett zerstört. Nach jüngsten Erkenntnissen gab es mindestens 20 Tote und rund 500 Verletzte.

Nach Angaben des US-Geologiedienstes lag das Epizentrum des Bebens 91 Kilometer von der Stadt Buschehr in einer Tiefe von zehn Kilometern. In Buschehr befindet sich das erste mit russischer Hilfe gebaute Atomkraftwerk, das die Naturkatastrophe gut überstanden hat. Iranische Seismologen behaupten, dass sich das Epizentrum des Bebens bei Kaki befand. Nach dem ersten Erdstoß wurden einige Nachbeben registriert, darunter ein Stoß mit der Stärke 5,4. (Quelle: Ria Novosti)

5 Gedanken zu „Tote bei schwerem Erdbeben im Iran – Russisches Atomkraftwerk hält stand

  1. @Titus

    Ich bin zwar kein Strahlen-Techniker, aber ich glaube mal bei einer Werner Altnickel Interview das mal gehört zu haben, das wenn man diese Strahlen auf die Ionosphäre schießt, man mehr Energie zurückbekommt, als man reingesteckt hat. Ich halte diese Theorie für nicht unmöglich.

  2. Man beachte die Chronologie der letzten bekanntesten Ereignisse:

    1. Haiti Beben mit katastrophalen Folgen, nachdem Haiti bekanntgab seine Ölvorräte anzuzapfen und auf den Markt zu werfen. Am selben Tag des Bebens Einmarsch von US Marines und Besetzung des einzigsten Flughafens. Begründung der Vereinigten Lügner von Amerika dazu wie üblich: humanitäre Mission…
    Das Land ist noch immer nicht wieder aufgebaut, an Ölverkauf ist nicht zu denken, ein Konkurrent weniger…

    2. Japanisches Beben mit verheerenden Folgen in Fukushima, nachdem die japanische Regierung nicht so richtig wollte, wie die US-Besatzungsmacht es zur Lösung der selbst verursachten Finanzkrise vorgab.

    3. Beben im Iran, Busher, einem bislang als tektonisch relativ sicher geltendem Gebiet vor der Eröffnung der Energiegewinnungsanlage und vor dem Hintergrund des Atomstreits mit der „einzig verbliebenen Weltmacht“

    Wie kann man u.a. Beben erzeugen? Man benötigt nicht zwangsläufig Harp. Es geht auch so:

    Man befestigt 2, besser 3 Schwingungsquellen irgendwo an der Erdkruste. Diese erzeugen Schwingungen, die einzeln harmlos sind, sich aber an einem Ort treffen und überlagern. Zusammengenommen sollten sie den Resonanzbereich dieses Teils der Erdkruste haben. Dort entsteht ein seismisches Aufschwingen und eine Resonanzkatastrophe. Man benötigt dazu kaum Energie. Die Erde transportiert solche Schwingungen über weite Entfernungen und fast verlustfrei. Elefanten kömmunizieren im Infraschallbereich über diese Methode und hören mit den Füßen. So kann man auch als sicher geltende Gebiete an jedem Platz der Erde treffen und das tektonische Aufschwingen erzeugen. Sicher alles nur Verschwörungstheorie, was meinen Sie?

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