Syrien-Konflikt: Israel greift ein

von John Schacher

Israel verteilt Gegenmittel zu chemischen Waffen an syrische Rebellen

Die syrisch-arabische Armee soll an ihre Einheiten im südlichen Syrien und auf dem Golan Schutzanzüge gegen Chemiewaffen ausgegeben haben – in Anrechnung der Tatsache, daß in der Region Damaskus schon Chemiewaffen eingesetzt wurden.

Die Rebellen waren es, die bisher zu Chemiewaffen gegriffen haben. Weder in Libyen noch in Syrien kam es bislang von Seiten der Regierungstruppen zu einem Giftgaseinsatz – soviel Kultur hatte man.

DEBKA, die militärnahe israelische Nachrichtenagentur meldet:

Da beide Seiten zur chemischen Kriegsführung bereit scheinen, haben die israelischen Truppen damit begonnen Atropin-Spritzen (gegen Sarin und VX-Nervengas) an die syrischen Rebellen auf dem Golan und entlang der israelisch-syrischen Grenze auszugeben. Dies ist die bislang erste Einmischung Israels in den syrischen Konflikt.

Erste Einmischung? Schön wär´s… Ungezählte Tonnen an Mordwerkzeug „made in Israel“ schwirrt durch ganz Syrien, einen massiven israelischen Luftschlag gegen syrisches Hohheitsgebiet gab´s erst kürzlich zu bewundern – aber natürlich ist „dies bislang die erste Einmischung Israels“…

Wenn Israel zudem auf dem von ihm völkerrechtswidrig besetzten Golan-Höhen – die syrisches Eigentum sind – Rebellen beherbergt, ausrüstet und in seinem Grenzraum duldet/unterstützt, ist dies eine Kriegshandlung. Kann man drehen und wenden, wie man will. Durch die Formulierung „Rebellen auf dem Golan“ von israelischer Seite ergibt sich vielleicht auch in rechtlicher Hinsicht ein Ansatz. Jedenfalls scheint sich für Syrien einiges zusammenzubrauen. Beste Wünsche an die braven Menschen dort.

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