Hollande: Merkel soll französische Spareinlagen garantieren

merkelsarkerschienen bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Die französischen Sozialisten wollen, dass die deutschen Sparer in Solidarität für die französischen Banken geradestehen. Das Euro-Projekt erforderte mehr finanzielle Großzügigkeit von Deutschland. Angela Merkel dürften die scharfen Töne aus Paris gar nicht ungelegen kommen.

Frankreich will von Angela Merkel eine Garantie für französische Sparer. In einem Partei-Papier fordern die französischen Sozialisten, dass Deutschland in einem gemeinsamen Europa nicht nur an die eigenen Sparer denken dürfe, sondern auch Solidarität mit den Franzosen zeigen müsse. Die EU hat beschlossen, zur Banken-Rettung auch die Sparer, Anteilseigner und Gläubiger zu rasieren (mehr hier).

Das gemeinsame EU-Projekt sei heute nur noch eine „Allianz der Bequemlichkeit“ zwischen David Cameron und Merkel, zitiert Le Monde das Partei-Papier der Sozialisten. Unter den großen Ländern in Europa sei Frankreich das einzige mit einer wirklich europäischen Regierung.

„Die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland  ist nicht die Freundschaft zwischen Frankreich und der europäischen Politik von Angela Merkel“,

heißt es in dem Papier. Die Partei sei vielmehr empört über ihre Politik: Die Politik die zu einer Verschlechterung der Lebensbedingung und Vernachlässigung der europäischen Werte geführt hat.

Die französischen Sozialisten werfen Merkel nationalen Egoismus vor und machen die deutsche Kanzlerin für die derzeitige Lage in der EU verantwortlich. Der wichtigste Kritikpunkt der Sozialisten dabei  ist, dass Merkel sich nur um die Sicherheit der deutschen Spareinlagen kümmere.

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4 Gedanken zu „Hollande: Merkel soll französische Spareinlagen garantieren

  1. Michael Winkler hierzu:

    Frankreichs Präsident Hollande hatte mittlerweile eine tolle Idee. Toll wie tollwütig, übergeschnappt, verrückt. Er muß ganz schön verzweifelt sein, der Francois. Frankreich hat schließlich beeindruckende Kulturtraditionen, bei denen der Rasierapparat des Dr. Guillotin eine wichtige Rolle spielt. Damit wird eine Regierung dauerhaft abgewählt und Platz für eine neue geschaffen. Um es kurz zu machen: Hollande will, daß Merkeldeutschland für die Sparguthaben der Franzosen bürgt. Also so eine Art Einlagensicherungsfonds für französische Sparbücher. Ohne den anderen Francois, den Herrn Mitterand, ohne sein Versailles ohne Krieg, den Euro, wäre das sogar möglich gewesen. Das von Kohls und Mitterands Mißgeburt verwüstete Europa muß ständig Banken retten, deshalb ist für die Bankkunden nichts mehr übrig. Nicht für die deutschen und nicht für die französischen.

    Merkeldeutschland mutiert vielleicht nicht zum Armenhaus, aber zum Arbeitslager Europas. Nach einer Studie der Bundesbank gehören die Deutschen zu den Armen in Europa, mit sehr geringen Vermögen. Deutschland wurde durch zwei Weltkriege und den real existierenden Sozialismus verwüstet, das 20 Jahrhundert hat uns zudem drei bzw. vier Währungsreformen beschert. Die Schattenwirtschaft ist relativ klein in Deutschland, und Steuerhinterzieher werden fast so gnadenlos verfolgt wie politisch Andersdenkende. Seit über zwanzig Jahren stagnierende Reallöhne tun ein übriges. Vermögen konnten keine gebildet werden, dafür müssen Deutsche arbeiten, arbeiten, arbeiten. Rente mit 67, bald mit 70, prekäre Arbeitsverhältnisse, ausufernde Leiharbeit, ohne Aussicht, der Tretmühle je zu entrinnen. Wir arbeiten für Europa, nicht für uns

  2. Bring dem Hollande der Raubzug gegen Mali nicht genug?
    Und kann das die SuperNase Hollande nicht im B’nai B’rith auswürfeln, nicht umsonst (so wurde erst neulich berichtet) hat „Mutti“ polnischstämmige Juden als Vorfahr.

  3. ohne Aussicht, der Tretmühle je zu entrinnen. Wir arbeiten für Europa, nicht für uns


    Wie das „Pferd Boxer“ arbeiten wir für „Schneeball und Napoleon“ in der fröhlichen „Farm der Tiere“ …

  4. An die Zeitungsschmierer von Le Monde: Es gibt keine deutsch-französische Freundschaft!
    http://schwertasblog.wordpress.com/2012/08/01/die-mar-von-der-deutsch-franzosischen-freundschaft-i/

    Aber, wen wundert´s? Unsere „lieben“ Nachbarn sind ja gewöhnt, daß sie bloß die Hand aufhalten zu brauchen. Denn ähnliche Forderungen kamen doch vor nicht allzu langer Zeit auch aus Polen:

    Außenminister Sikorski:
    „Wegen Eurer Größe und Eurer Geschichte habt ihr eine spezielle Verantwortung Frieden und Demokratie auf dem Kontinent zu gewährleisten. Jürgen Habermas hat klug gesagt, das „wenn das Europäische Projekt scheitert, dann entsteht die Frage, wie lange es dauert um den Status Quo wieder zu erreichen. Erinnern Sie sich an die Deutsche Revolution von 1848: Als sie scheiterte, benötigten wir 100 Jahre, um denselben Grad von Demokratie zu erreichen wie zuvor.“

    Und dann haben wir in unseren „eigenen (Blogger-)Reihen“ doch tatsächlich Hirnakrobaten, die auf den Stand von 1848 zurück wollen… 👿

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