Hensel´s Sonntagsmatinée: wie ein Mensch funktioniert oder auch nicht

von H.-P. Schröder

Einführung in die Betriebsanleitung

Im Menschen wirken drei Kräfte oder besser gesagt Eigenschaften, die in ihrem Zusammenspiel sein Verhalten bestimmen und seine Stellung in dem, was er als Welt betrachtet, und in dem, was er als sein Leben ansieht, definieren.

Die Kenntlichmachung der drei Kräfte oder Eigenschaften in einer schematischen Darstellung hilft zu verstehen, warum intelligente Menschen Dummheiten begehen, warum dumme Menschen ein goldenes Herz besitzen können, warum Heilige auf (fast) alles Eine Antwort haben und was ein Teufel ist. Alles Extreme ist Einseitiges, aus dem Lot Gekommenes, in einem unübersichtlichen Raum irgendeine Mitte suchendes. … .

Die Offenlegung hilft zu verstehen, warum die kasernierte Bildung, die gerade eben in der BRD-GmbH, im vollen Galopp die Zuschandenreiterin gewechselt hat, ohne sich einen Deut um die Pferde zu scheren, scheitern muß, warum sie als künstliche Mißbildung ihren eigenen Mißerfolg lehrt.

Das verfemte Dreieck lehrt Substantielles. Erst seit es begonnen hat mit einem Auge in der Gegend herumzuschielen, zumindest auf den allseits bekannten volkstümlichen Abziehbildern, hat das Dreieck seinen guten Ruf eingebüßt. Ein Auge kann keine Tiefe wahrnehmen. Pythagoras hat bei diesem Anblick mehrere Tage lang geweint, ist aber jetzt wieder stabil.

Das äugende Dreieck kam aus denselben Ursachen in Mißkredit, die dazu führen, daß institutionalisierte Fragment-Bildung, die das Weglassen lehrt und nicht die durch das uns mitgegebene Selbst mögliche Erkenntnis, an der eigenen Ignoranz zerbrechen muß. Ausschluß ist eben nicht Made in Germany sondern woanders her.

Aus der gleichseitigen Drei wird das Einssein, aber aus der Eins kann nicht die Drei entstehen. Zumindest nicht ohne Körperverletzung. Also weg mit dem Auge, das nichts sieht und Spaß daran hat. Das Dreieck ist leer. Mehr noch, es besitzt auch keine Seitenlinien.

Seine gleichwertigen Hilfskonstruktions-Seitenlinien tragen Namen:

Die erste und primitivste Seitenlinie heißt Wissen

Die Zweite heißt Intelligenz

Die Dritte Bewußtsein

Allen gemeinsam ist, daß keiner ohne des anderen Sein sein kann.

Eine Linie ist eine Linie, aus der Verborgenheit in die Verborgenheit laufend, zwei Linien bilden einen Winkel, der sich an alle möglichen Revers angeheftet findet, ohne sich dort allzu wohl zu fühlen. Ihr Meister von Irgendwas….. .

Drei Linien umschließen eine Fläche, der erste Raum erster Ordnung ist geschaffen, die Bühne auf der Geschehen möglich wird. Drei Winkel = drei Linien.

Wissen, Intelligenz, Bewußtsein.

Wissen sammelt. Sagen wir vereinfacht: Wissen sammelt Schachteln. In unterschiedlichen Quantitäten, von einer einzigen bis zu 10 Millionen. Von faul, über genügsam, bis fanatisch.

Wissen

Intelligenz beschriftet die Schachteln. Sind viele vorhanden, werden viele beschriftet. Manche falsch. Intelligenz ist in der Lage, die Neugier des Wissens zu wecken und das Wissen zu lenken, indem es ihm die Beschriftung einer Schachtel zeigt. Oft irrt es sich in der Beschriftung. Eine korrekte Beschriftung ist nur mit Hilfe des Bewußtseins möglich.

Drei Faktoren , Intelligenz

Das Bewußtsein übernimmt die Sortierung der Schachteln. Es verbringt sein ganzes Leben im Schachtellager. Das Bewußtsein ist im Besitz (Leihgabe) eines Universalschlüssels, mit dem sich jede Schachtel öffnen und ihr Inhalt begreifen, klassifizieren lässt. Alle Schachteln enthalten etwas. Das Bewusstsein stößt manchmal auf leere Schachteln, die fast überquellen.

 Drei Faktoren , ein Mensch III (2)

Die Drei ist die Eins und die Eins ist alle Dinge, bunt oder schwarzweiß, hochtrabend etikettiert oder ungewußt. Wo bleibt die Null? Die Null wurde erfunden. Vom Wissen. Um die Seiten zu stützen. Ein Kontrastprogramm zum Leerstellen. Die Null ist überflüssig. Die Seiten bestehen aus eigener Kraft. Ita missa est.

2 Gedanken zu „Hensel´s Sonntagsmatinée: wie ein Mensch funktioniert oder auch nicht

  1. Sehr gut, aber noch mas zusammenfassen und vereinfachen, wenn man von einem Bild ausgeht, das „Dreieck“ heißt, dann sollte man nicht zu „Schachteln“ springen. In diesem Dreieck lassen sich doch dann beliebige Zustände ganz praktisch darstellen?

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