Zypern: Merkel hat einen grossen Fehler begangen

Euro muerteerschienen bei Alles Schall und Rauch

Merkel hat der EU ein Ei gelegt, denn sie hat aus wahltaktischen Gründen gemeint, die „bösen“ russischen Kontoinhaber dürfen nicht durch den Bundesbürger gerettet werden, die ihr „Schwarzgeld“ in Zypern bunkern. Eine entsprechende Medienkampagne läuft ja schon länger und hat die Bild-Leser aufgehetzt. Deshalb besteht sie auf die Enteignung der Bankguthaben, um die Russen zu treffen, weil sie meint das kommt bei den deutschen Wählern gut an.

Merkel sagte noch am Montag, die Einleger der Banken in Zypern müssten einen Beitrag zur Rettung der Institute leisten „… und nicht nur die Steuerzahler anderer Länder – und ich finde, das ist richtig.“ Die Bundesregierung hätte auf eine Einleger-Beteiligung gedrungen.

Nur, sie spielt wohl kein Schach und denkt keine zwei Züge voraus. Der Schuss ging nach hinten los. Denn, nicht nur sind die Menschen in Zypern jetzt aufgebracht und wütend auf die EU, auf Deutschland und die eigenen Regierung, die Russen auch. Die lassen sich nicht einfach so Milliarden stehlen zur Rettung der EU und des Euro. Es kann jetzt sein, Moskau macht ein Angebot und springt ein. Die zypriotische Regierung und das Parlament haben die Nötigung aus Brüssel satt und wenden sich den Russen zu, bitten sie um Hilfe.

Merkel hat ihren Fehler möglicherweise erkannt, die Regierung Zyperns könnte sich an die Russen um Hilfe wenden und so sich der Beherrschung durch die EU entziehen. Merkel soll gestern Abend mit Präsident Anastasiades telefoniert haben und sie hat ihn dabei gewarnt, die Gespräche haben nur mit der EU-EZB-IWF Troika stattzufinden. Es geht also darum wer Zypern kontrolliert, weil militärstrategisch wichtig und wegen der Gas- und Ölvorkommen. 6 oder 10 Milliarden Euro wäre auch eine Kleinigkeit für Russland, wenn dadurch die Insel ein russischer Flugzeugträger im Mittelmeer wird.

Das Ausspielen der russischen Option hätte viele Vorteile für Zypern. Ersten wäre die Enteignung der Bankguthaben vom Tisch und das Volk beruhigt. Auch die ausländischen Kontoinhaber. Es gebe keine Kapitalflucht und der Bankenplatz Zypern wäre gerettet. Die Regierung würde man als Helden feiern. Die Russen bekommen dafür gewisse Rechte, wie Schürfrechte nach Gas und Öl und auch die Nutzung einer Militärbasis. Die Briten müssten den Platz räumen und werden durch die Russen ersetzt die Geld bringen. Durch die Finger schaut dann die EU und NATO.

Das kommt davon wenn man nur an seinen eigenen Machterhalt denkt, gell Merkel!

Wir werden sehen wie sich Zypern entscheidet. Sollte es nicht so kommen und Zypern doch die Enteignung auf Druck der Troika durchführen, egal welche Variante, dann ist die Insel so oder so am Ende. Keinenfalls werden die Russen sich das gefallen lassen und einen Milliardenverlust hinnehmen. Es wird eine ungeahnte Kapitalflucht geben und russische Firmen, deren Angestellten und auch die russischen Touristen die Insel verlassen, was Zypern nicht verkraften kann. Aus der Sicht Zyperns gibt es nur die Möglichkeit, die Russen um Hilfe zu bitten, um den Raub an den Konten nicht durchführen zu müssen.

Eine Zustimmung zur Forderung der Troika kommt im Parlament einfach nicht zu Stande und es kann der Plan B in Arbeit sein. Wann hat es das schon mal im Westen geben, das Banken eine Woche geschlossen blieben? Wie können sie jemals wieder öffnen, ohne eine Kapitalflucht zu erleben?

16:30 – Der Finanzminister Zyperns ist zurückgetreten!!! Eigentlich sollte Michalis Sarris auf dem Weg nach Moskau sein, um über die Verlängerung des 2,5 Milliarden Euro Kredits zu verhandeln.

17:00 – Der britische Verteidigungsminister hat ein Flugzeug mit 1 Million Pfund nach Zypern geschickt, um die britischen Truppen mit Geld zu versorgen, da sie nicht an ihre Bankkonten kommen.

18:30 – Der Präsident hat den Rücktritt von Sarris abgelehnt. Im Parlament läuft die Debatte über die Annahme des EU-Rettungsplans.

19:20 – Das Parlament lehnt den EU-Rettungsplant mit 39 zu 0 Stimmen ab, 19 Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Was für eine Ohrfeige für die Euro-Turbos.

Quelle: Alles Schall und Rauch

7 Gedanken zu „Zypern: Merkel hat einen grossen Fehler begangen

  1. Erstes und oberstes Ziel der russisch-orthodoxen Kirche war und ist die Rückeroberung der Hagia Sophia in Istanbul. Damit verbunden war der militärische Auftrag aller Zaren, die Dardanellen dem russischen Reich einzuverleiben. Insofern ist es durchaus denkbar, daß die christlich orthodoxen Länder Zypern, Griechenland und Serbien schon bald unter russischem Schutz stehen werden.

  2. Historisch beansprucht die russisch-orthodoxe Kirche den alleinigen Anspruch auf die Nachfolge von OST-ROM mit der Hauptstadt Byzanz, welche zuvor Konstantinopel genannt wurde. Die Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 durch die Osmanen beendete das Byzantinische Reich, welches auch OST-Rom genannt wurde. Die Türken sind also erst seit 600 Jahren die Herren am Bosporus!

  3. Geht vollkommen am eigentlichen Uebel vorbei – der Rothschildchen City of London. Solange Geld ueber seine Zentralbanken geschoepft wird und solange dieses ZINESZINSSYSTEM besteht, solange ist die Katze immer im Sack. (Zinsen sind volkwirtschaftlich sinnvoll,erst der Zinseszins bringt die Verheerungen)

    „Wahltaktik“ ist nur „demokratischer“ Schwachsinn fuer Dummbeutel, solange dieses Geldsystem existiert. Egal wer wen waehlt und egal welche – noch so volksnahe Partei da mitmischt, es laeuft IMMER auf das Gleiche hinaus. Der Beitrag fuehrt in die Irre und lenkt vom eigentlichen Thema ab.

  4. @Raffael
    stimme Dir zu. Das Grundübel ist tatsächlich unser Geldsystem und ihre Herren darüber. Das hat auch ein genialer Politiker ende des letzten Jahrtausends sehr wohl erkannt. Aber in jedem Falle halte ich nur volkstreue Parteien, die keinen Solidarpakt mit Israel abgeschlossen haben,für die Deutschen wählbar und nicht die 5erBande von Besatzers Gnaden. Besatzer führen mit den Besetzten nie! Gutes im Schilde.
    Reichlich Grüße
    DiTa

  5. @ Raffael

    FALSCH: Auch das Erheben von Zinsen ist eine Satanstat! Nirgendwo in der Natur werden Zinsen erhoben. Und die Natur ist das am perfektesten erprobte Wirtschaftssystem. Hier arbeitet man sogar mit exponentiellem Wachstum, aber ganz ohne Zinsen. Wer Geld verleiht kann nur am dadurch erwirtschafteten Gewinn, aber entsprechend auch am Verlust teilhaben. Es kann doch nicht angehen, daß sich jemand Geld leiht, einen Betrieb gründet, sich kaputt schuftet, alles verliert und obendrein auch noch die Zinsen bezahlen soll! Wer nach Reibach giert, der soll sich am vollen Risiko beteiligen. Wenn das eingesetzte Geld weg ist, dann hat der Gierhals Pech gehabt! Nur das ist gerecht und sozial. Und damit wird Arbeit wieder zum höchsten Wirtschaftsgut. Geldverleiher sind von Anfang an wirtschaftlich total überflüssige Parasiten! Geld darf nur als Tauschmittel dienen, aber niemals ein Spekulationsobjekt werden.

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