vaya con Díos, Hugo Chávez, mi amigo – geh mit Gott, Hugo Chávez, mein Freund

erschienen bei einartysken

Vorwort Einar Schlereth: Hugo Chávez zu Ehren übersetze ich hier den Artikel eines seiner wahren Freunde – Greg Palast. Er hat ihn mehrmals besucht, hat mit ihm diskutiert und Dokumentarfilme gedreht. Auch wer nichts anderes kennt als die Lügen der Mainstreammedien sollte sich eine Frage stellen: Welches Land hat Chávez bedroht, angegriffen oder besetzt, wen hat er gefoltert oder ermordet? Nichts von alledem. Er hat ein einfaches, arbeitsames Leben geführt, für sein Volk das Beste getan, aber nicht nur für sein Volk, sondern für viele Völker hat er großzügige Hilfsprogramme durchgeführt, auch für die Armen in den Vereinigten Staaten und Englands. Und genau dies hat ihm den Hass der US-Elite und der einheimischen Milliardärselite eingebracht. Aber das hat Hugo Chávez nie bekümmert, im Gegenteil, es zeigte ihm, dass er auf dem richtigen Wege war.

 

Vaya con Díos, Hugo Chávez, mi amigo – Geh mit Gott, Hugo Chávez, mein Freund

 

von Greg Palast

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Als ein Heilmittel gegen den Mist, mit dem die Amerikaner über Chávez gefüttert werden, bietet meine Stiftung, der ‚Palast Untersuchungs-Fond‘ den Film ‚The Assassination of Hugo Chávez‘ als FREIEN Download an. Auf Basis mehrerer Treffen mit Chávez, seinen Entführern und seinen Möchtegern-Mördern wurde er für BBC-TV gedreht. Er ist auch als DVD erhältlich.

Der venezolanische Präsident fragte mich einmal, warum die US-Elite ihn töten wolle. „Mein lieber Hugo: Es ist das Öl. Und es sind die Gebrüder Koch – und das Ketchup.“
Der Pastor Pat Robertson sagte:
„Hugo Chávez glaubt, wir versuchten, ihn zu ermorden. Ich denke, dass wir das wirklich in Angriff nehmen und tun sollten.“ Das war 2005 und Robertson gab nur die Frustration des Außenministeriums von George Bush wieder.
Trotz der von Bush gelieferten Geheimdienstberichte, Gelder und sogar Glückwünsche an die Bande, die Chávez kidnappte (wir kommen darauf zurück), blieb Chávez im Amt, wurde wiedergewählt und blieb ungeheuer populär. Aber warum dieser Hass, Hass, HASS des Bush-Regimes auf Venezuelas Präsident?

Pastor Pat zierte sich nicht mit einer Anwort. Es es das Öl.
„Dies ist ein gefährlicher Feind in unserem Süden, der einen riesigen Ölsee kontrolliert.“

Ein wirklich GROSSER Ölsee. In der Tat, laut Guy Caruso, vormaliger Chef für Erdöl-Geheimnachrichten für den CIA, hat Venezuela eine förderwürdige Reserve von 1.36 Billionen Barrel und das ist eine ganze Menge mehr als Saudiarabien.

Wenn wir Chávez nicht töten, müssten wir ein ‚Irak‘ in seinem Land machen. Deshalb schlägt der Pastor vor: „Wir brauchen aber keinen neunen 300 Mrd. $ Krieg .. . Es ist viele einfacher, den Job von ein paar Geheimagenten erledigen zu lassen und Schluss.“

Chávez sagte zu mir, er sei verblüfft über die Attacken von Bush. Chávez war recht freundlich mit dem alten Bush und mit Bill Clinton umgegangen. Was hat Chávez also plötzlich zu „einem gefährlichen Feind“ gemacht? Hier kommt die Antwort, die ihr nicht in der New York Times finden werdet.

Gleich nach der Amtseinführung von Bush 2001 verabschiedete Chávez und sein Kongress ein neues Gesetz, das „Kohlenwasserstoffgesetz“. Von da an durften Exxon, British Petroleum, Shell Oil und Chevron nur noch 70% vom Verkauf des Erdöls behalten, dass sie aus Venezuela herauspumpten. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass sich der Ölpreis den 100 $ pro Barrel näherte.

Aber die Erölgesellschaften hatten die früheren Regierungen in Venezuela gezwungen, ihnen 84% der Verkäufe zu geben, weshalb der Fall auf 70% „no bueno“ war. Schlimmer noch: Venezuela hatte zuvor als Royalties nur 1% für das schwere Öl aus dem Orinoco-Bassin verlangt – ein Witz – und nun sagte Chávez zu Exxon und ihren Freunden, sie müssten 16.6% bezahlen. Ganz klar, dass man dem Chávez eine Lektion erteilen musste, wie er mit dem Großen Öl umzugehen hatte.

Am 11. April 2002 wurde Präsident Chávez mit vorgehaltener Pistole gekidnappt und auf eine Gefängnis-Insel in der Karibik geflogen. Am 12. April hat Pedro Carmona, ein Geschäftspartner der US-Ölgesellschaften und Präsident der Handelskammer in Venezuela, sich selbst zum Präsidenten des Landes erklärt – womit er dem Begriff „Übernahme durch die Multis“ eine ganz neue Bedeutung gab.

US-Botschafter Charles Shapiro sauste sofort von seiner Botschaft auf einem Hügel hinunter, um ein Bild von sich machen zu lassen, wie er zusammen mit dem selbst-ernannten „Präsidenten“ und den Staatsstreichführern in die Kamera grinste.

Die Sprecherin des Weißen Hauses gab zu, dass Chávez „demokratisch gewählt“ war, aber, so fügte sie hinzu, „wird Legitimität manchmal nicht einfach nur durch eine Mehrheit von Stimmen übertragen“. (!)

Unter dem Eindruck einer bewaffneten und wütenden Menge, die auf den Präsidentenpalast zumarschierte, um die Coupmacher aufzuhängen, hat der Alsob-Präsident von Exxons Gnaden seinen Gefangenen innerhalb von 48 Stunden wieder an seinen Arbeitsplatz gelassen. (Wie? Besorgt euch den Film ‚Die Ermordung von Hugo Chávez‘ zusammen mit meinen Berichten für das BBC Fernsehen. Ihr könnt ihn für die nächsten Tage herunterladen.)

Chávez hat den Coup provoziert, nicht nur indem er sich einen Teil der aufgeblasenen Royalties von den Ölgesellschaften zurückholte. Sondern was er mit diesen Geldern machte, das trieb die EIN PROZENT von Venezuela zur Gewalt.

In Caracas traf ich eine Reporterin einer Fernsehstation, deren Besitzer als einer angesehen wird, der den Coup gegen den Präsidenten geplant hat. Während ein Werbefoto gemacht wurde und sie sich an einen Baum lehnte und ihre weit geöffneten alles zeigten bis fast zum Höschen, wies sie den Hügel hinunter zu den „ranchos“, den Slums oberhalb von Caracas, wo Hütten, die einst aus Karton und Zinnblech waren, sich schnell in Heime aus Porenbetonsteinen und Zement verwandeln.

„Er [Chávez] gibt ihnen Brot und Ziegelsteine, deswegen stimmen sie für ihn natürlich.“ Sie war von „denen“ angewidert, den 80% der Venezolaner, die Neger und Indios (Schwarze und Indios) waren – und arm. Chávez, auch eine Mischung aus schwarz und indio, hatte zum ersten Mal in der venezolanischen Geschichte den Ölreichtum von den privilegierten Klassen, die sich selbst „Spanier“ nannten, zu den dunklehäutigen Massen geleitet.

Als ich in den armen Vierteln von Caracas herumlief, stieß ich auf einen Bewohner, Arturo Quiran, ein Handelsseemann und kein großer Fan von Chávez. Aber bei einem Bier an seinem Küchentisch erzählte er mir:

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2 Gedanken zu „vaya con Díos, Hugo Chávez, mi amigo – geh mit Gott, Hugo Chávez, mein Freund

  1. Mit dem Volk so oder so eng verbunden, siehe auch die Kontakte zu den neuen Deutschen in Venezuela, die Grünen, das Land NRW, man sollte nicht vergessen, was das Volk unter den Spaniern zu leiden hatte und alles nur, wegen deren Schätzen!

    Ich bin ganz klar auch – weil selber Besetzter und Nachkriegskind – erschüttert, was sich unserer Vorbilder so alles herausnehmen!
    Glück Auf, meine Heimat und Glück Auf, dem Volk Venezuelas, in tiefer Anteilnahme und den Helden dieser Nation!

  2. Grausame Wahrheit: Es ist billiger, einen unliebsamen Staatschef direkt auszuschalten, als mal wieder das ganze Land mit Terrorbanden zu überziehen in Schutt und Asche zu bomben.

    Ich hoffe, die Rechnung geht nicht auf, und Chavez‘ Nachfolger macht in seinem Sinne weiter.

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