syrische Schriftstellerin Nadia Khost über das, was in ihrem Land passiert

israel snakeerschienen bei einartysken

Danke an Yvonne

Den bewaffneten, vom Ausland unterhaltenen Milizen zu widerstehen, ist für das syrische Volk eine Überlebensfrage

 

Die syrische Bevölkerung ist Opfer gewalttätiger islamistischer Milizen und fürchtet diese bewaffneten Oppositionellen, die Angst und Chaos säen. Die syrische Schriftstellerin Nadia Khost – Autorin zahlreicher Essays und Bücher zur Geschichte, Architektur, Erhaltung und Schutz des Erbes der arabischen Zivilisation – lebt in Damaskus. Was sie uns hier sagt über das, was wirklich in Syrien passiert, muss sehr ernst genommen werden. Ihr Zeugnis entspricht in keinster Weise dem, was uns von den sogenannten französischen „großen Reportern“ erzählt wird. (Mir ist leider unbekannt, von wem dieser Vorspann stammt.)

Es gibt kein Heizöl mehr in Aleppo … die Verkäufer können ihre Hilflosigkeit nur den von der Arabischen Liga geschickten Beobachtern klagen: „Wir sind arme Arbeiter, die bewaffneten Banden sperren die Straßen, stehlen das Heizöl, klauen oder zerstören die Fahrzeuge … wenn sie uns nicht töten!“ Das ist der wahre Grund des Mangels, was die Armen daran hindert, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Die bewaffneten Banden wüten, wo sie können … Die Beobachter hören die Zeugnisse der Verwundeten, das Weinen der Kinder, die nach ihren gekidnapten Vätern rufen, konstatieren die Verwundungen an den Leichen, notieren die Identitäten, die Berichte, die Orte, die Zeitpunkte …

Unterdessen filmt das syrische Fernsehen im nachhinein und versucht die Bilder des Schreckens, der Massaker zu rekonstruieren, von denen die Syrer sich nicht vorstellen konnten, dass sie auf ihrem Boden stattfinden könnten. Bilder, die sie nie gesehen haben im Lauf ihrer jüngsten Geschichte: verstümmelte Leichen, abgeschnittene Gliedmaßen, herausgerissene Herzen, verbrannte  und offenbar gefolterte Körper.

So haben wir am 8. Januar alle das Unglück und die Trauer einer Gruppe von Bewohnern der Stadt Homs sehen können, beim Schein der noch brennenden Kerzen beim abendlichen Begräbniszug ihrer Opfer, als sie erneut von bewaffneten Banden angegriffen wurden und neue Opfer zu beklagen hatten … Tote und Verwundete. Ebenfalls in Homs, am 10. Januar, beklagten wir einen ermordeten Ingenieur, seinen verwundeten Kollegen und einen gekidnapten Lehrer. Schließlich haben diese Mörderbanden es so weit gebracht, dass die Kinder keine Schulen mehr besuchen können. Ungefähr 1000 Schulgebäude liegen in Trümmern!

Folglich hat das aktuelle Problem Syriens nichts zu tun mit dem, was die westlichen Medien berichten; und zwar, ein Konflikt zwischen einer politischen Opposition, die Reformen verlangt und einer Regierung, die sie verweigert. Das Problem Syriens sind die bewaffneten Banden und kriminellen Gruppen, die das Chaos säen, indem sie eine Gesellschaft angreift, die seit Jahrzehnten gewohnt ist, in Sicherheit zu leben. Wie eine Krankenschwester den Beobachtern der Arabischen Liga erklärt: „Vorher konnten wir nachts um ein Uhr beruhigt nachhause gehen und jetzt wagen wir uns bei Einbruch der Dunkelheit nicht mehr aus dem Haus.“ Das ist die unerhörte Wirklichkeit in Syrien.

Tatsächlich ist eines der Ziele mit der Ermordung von Soldaten und Polizisten, das Chaos allgemein zu machen. Das gleiche Chaos, das Georges Bush in Irak geschaffen hat mit der vorhersehbaren Konsequenz der Auflösung des Staates und der Herrschaft bewaffneter Gangs. In ihrem Krieg gegen Syrien hat der Westen zu derselben Methode gegriffen. Der Beweis ist, als die syrische Regierung eine General-Amnestie für alle, die ihre Waffen niederlegen, erklärte, da hat Frau Clinton die Rebellen aufgefordert: „Liefert nicht eure Waffen aus!“

Niemand, der ehrlich die Wahrheit gewinnen will, kann leugnen, dass die Mörder und schändlichen Kriminellen benutzt werden, um Schrecken zu verbreiten mit dem Ziel, ein politisches Projekt zu verwirklichen, das gegen die Autorität des Staates gerichtet ist, auf die Teilung Syriens und dadurch auf die Vernichtung einer der Bastionen des Widerstands gegen das zionistische Projekt. Im Zweifel erinnern wir uns an das Projekt des Weltzionismus: „Die Auflösung Syriens und des Irak in ethnische oder religiös homogene Provinzen … ist eine der Prioritäten Israels … der erste Schritt zu diesem Ziel geht über die Auflösung ihrer Armeen.“

Dieses Ziel ist im Irak erreicht, wo eine der ersten Entscheidungen von Paul Bremer [Zivilverwalter 2003 im Irak. A.d. Ü.] die war, die irakische Armee aufzulösen. Das ist auch für Syrien vorgesehen, wo die Armee das Ziel der Attacken der bewaffneten Banden ist. Mehr als 1000 Soldaten und Offiziere sind bereits getötet worden; und während die westlichen und arabischen Medien unsere Soldaten zur Fahnenflucht auffordern, haben Offiziere in unseren Zeitungen und Fernsehanstalten gesagt, dass sie gekidnapt, gefilmt und gefoltert wurden, um dadurch falsche Beweise für die Fahnenflucht zu liefern, die dann von Al Dschasira verbreitet wurden.

Die übelsten Methoden werden angewandt, um das syrische Volk zur Unterwerfung zu zwingen. So haben bewaffnete Banden in den Vororten Harasta und Darayya von Damaskus die Schließung von Geschäften erzwungen unter dem Vorwand, einen „Generalstreik“ zu respektieren, und gleichzeitig zu drohen, dass alle, die nicht gehorchen, getötet werden oder ihre Kinder entführt und getötet würden! In Deraa, wurde ein Mann der sich weigerte, getötet und seine Frau verwundet. In Homs hat mir ein Händler anvertraut, dass er nach dutzenden Droh-Anrufen gezwungen war, seinen Laden zu schließen.

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3 Gedanken zu „syrische Schriftstellerin Nadia Khost über das, was in ihrem Land passiert

  1. Sollte der Bericht stimmen und flächendeckend es so im Lande zugehen, dann wäre dies ein weiterer schlimmer Fehler der Syrischen Regierung.
    Die Bevölkerung, Männer und Frauen, müssen bewaffnet werden und im lautlosen Partisanenkampf agieren, in ihren Dorfgemeinschaften, Stadtbezirken, wo sie sich auskennen.
    ANDERNFALLS KÖNNTE ES DER BEVÖLKERUNG REICHEN UND SIE GEMEINSAM MIT DEN REBELLEN GEGEN DIE REGIERUNG KÄMPFEN, FALLS DIESE IHRE LEUTE OHNE WAFFEN IM STICH LÄSST, wie gesagt, falls es so flächendeckend ist.

  2. Das ist nicht so, Nadia sie haben nicht die Wahrheit gesagt. Rebellen aus anderen Ländern sind ins Land gekommen, aus Katar, Saudi Arabien – sie wurden von Amerika aus gebildet. Das ist Fakt. Nun möchten sie Wissen warum ich das so genau Weiß. Ich kenne viele in Syrien – Ehrliche Menschen. Sie Sprechen die Wahrheit. Ich kenne viele Persönlich. Was in ihrem Land passiert ist der Abschaum der Menschheit. Das Passiert in ihrem. Der Abschaum sie kommen über die Türkei. Warum Lügen sie so Nadia. Sagen sie doch mal die Wahrheit. Ich verstehe das sie Angst haben und nach Deutschland wollte. Kann ich gut verstehen. Aber sie sollten die Wahrheit sagen. Sind sie nicht auch der Meinung. Andere Kämpfen für ihr Land – in ein Flüchtlingslagen da wollten sie nicht, das ist mir Klar. Und noch eins Präsident Al-Assad ist kein Diktator. Der Präsident ist ein Feinfühliger Mensch. Würde nie etwas unrechtes tun. Außerdem, meinen sie Deutschland würde anders Handel als der Präsident Al-Assad, die Deutsche Regierung würde genau so gegen Rebellen und Terroristn vorgehen wie der Präsident Al-Assad es tut. Und das ist Richtig so.

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