Syrien: gefangene Ukrainerin aus Rebellenhand geflüchtet

Ankhar Kotschnewaerschienen bei Ria Novosti

Danke an André

Der ukrainischen Journalistin Anchar Kotschnewa, die vor fünf Monaten von syrischen Rebellen entführt worden war, ist offenbar die Flucht gelungen. In einem Interview sprach sie über Details. 

Der frühere Ehemann der Reporterin, Dmitri Petrow, teilte am Montag RIA Novosti mit, dass Kotschnewa, die die Rebellen hinrichten wollten, sich in Sicherheit befinde. „Sie hat mich angerufen und mitgeteilt, dass ihr die Flucht gelungen ist.“ Jemand habe seiner Ex-Frau bis zu dem Territorium geholfen, das unter Kontrolle der syrischen Regierungsarmee stehe. Sie sei jetzt auf dem Weg nach Damaskus.

Der russische Radiosender Business FM veröffentlichte kurz danach ein Exklusivinterview mit Kotschnewa. „Ich dachte, dass sie mich umbringen und die (Regierungs-) Armee dafür verantwortlich machen werden. Deshalb habe ich mich für die Flucht entschieden“, erzählte die Reporterin. „Ich bin einfach rausgegangen und ging weg.“ Nach etwa 15 Kilometern sei sie „auf normale Menschen“ getroffen, die sie zur Armee brachten.

Kotschnewa erzählte, dass sie während der Gefangenschaft fast 30 kg abgenommen habe und die Kidnapper sie immer wieder bedroht hätten. „Sie logen mich ständig an, dass sie mich mit AIDS anstecken würden. Aber ich wusste, dass das nicht wahr ist.“

Kotschnewa war kurz nach Beginn des Bürgerkonfliktes nach Syrien gekommen. Sie arbeitete unter anderem für das Internetportal utro.ru, die Fernsehsender NTV, RenTV und Russia Today und begleitete Journalistenteams aus Russland.

Im Oktober wurde sie entführt. Die Kidnapper forderten Lösegeld. In einer im November auf Facebook geposteten Videobotschaft bat Kotschnewa die ukrainischen und russischen Diplomaten, die Forderungen der Entführer zu erfüllen. Kurz danach veröffentlichten die Kidnapper ein Video, auf dem die Journalistin gesteht, sie sei im Auftrag des russischen Auslandsgeheimdienstes nach Syrien gekommen. Im Dezember drohte die Freie Syrische Armee erneut, die Geisel hinzurichten.

Quelle: Ria Novosti

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