Sarkozy/Gaddafi-Wahlhilfe-Skandal: Polizei durchsucht Büro des französischen Ex-Innenministers

gaddafis freundeerschienen bei RT

Übersetzung John Schacher

Am vergangenen Mittwoch durchsuchte die französische Polizei das Büro des ehemaligen Innenministers Claude Guéant als Teil der Ermittlungen, ob der ehemalige Präsident Nicolas Sarkozy einen Beitrag  des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi für seine Wahl-Kampagne angenommen hat, berichtet die französische Zeitung Le Monde.

Dies geschieht, nachdem die Nachrichtenagentur Mediapart Sarkozy im letzten Jahr vorgeworfen hat, vom ehemaligen libyschen Führer zur Finanzierung seiner 2007er-Wahl-Kampagne 50.000.000 € akzeptiert zu haben. Die Agentur veröffentlichte eine vom ehemaligen libyschen Außenminister Mussa Kussa unterzeichnete Erklärung, welche angeblich die Wahrheit der Behauptungen beweisen würde.

Sarkozy beschuldigt die Organisation der Verleumdung und nannte die Vorwürfe „grotesk.“ Er reichte kurz danach eine Verleumdungsklage ein.

Aber nicht nur französische Medien behaupten, dass Sarkozy großzügige Unterstützung vom späten libyschen Staatschef erhalten hat.

Letzten Monat behauptete der französisch-libanesische Geschäftsmann Ziad Takieddine einen Nachweis der Finanzierung zu besitzen. Er erklärte gegenüber einem französischen Richter, dass Sarkozy libysche Gelder schon seit dem Jahr 2006 erhielt und versicherte, dass Sarkozys 2007er-Kampagne von Gaddafi „überreichlich“ finanziert worden war. Der Geldfluss bestand auch noch fort, nachdem Sarkozy schon Präsident war, so Takieddine.

Takieddine, ein Vermittler für legale und vermutlich auch illegale Geschäfte zwischen Frankreich und dem Nahen Osten, sagte, er sei bereit, den Beweis für seine Forderungen im Rahmen einer Untersuchung zu erbringen.

Gaddafis Sohn Saif al-Islam hatte ähnliche Anschuldigungen gemacht: „Sarkozy muss uns das Geld zurückgeben, das er aus Libyen nahm, um seine Wahlkampagne zu finanzieren. Wir haben ihn finanziert, wir haben alle Belege und wir sind bereit, alles zu offenbaren „, sagte er Euronews in 2011.

10 Gedanken zu „Sarkozy/Gaddafi-Wahlhilfe-Skandal: Polizei durchsucht Büro des französischen Ex-Innenministers

  1. Das war so ein hinterhältiger Mord. Unvergesslich die Freude der geisteskranken Weltpolitiker. Wie kann man solchen Menschen jemals wieder vertrauen?

  2. Man darf ja nicht vergessen, das Libyen gar kein Mitgliedsstaat der EU werden wollte und das er sich auch gegenüber Marrokko, Algerien oder auch Tunesien von der EU oder den USA bevormunden ließ! Wichtiger noch der Krieg im IRAK, war bezeichnend, denn Bush mußte ja um Stillhalten betteln! Der Frieden wurde auch lange durch Libyen dirigiert in Afrika!
    Und Freunde des Friedens, wir haben es schon lange beschrieben, der Kapitalismus, der braucht den Krieg um sich seiner Mechanismen im Staat und auch gegenüber den Menschen seinen Platz zu sichern! So sind die Vergleiche mit 1921 und sogar mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges erlaubt, bis hin zu heute. Schade, das sich die Menschen nicht an die erkämpften Werte – in der Demokratie erworben – halten! Und Humanismus, ist doch wohl auch wertlos, wenn sich ein Staat nicht an Normen und eigene Gesetzgebung hält, siehe Besatzung zum Deutschen Reich und der Freiheit des libyschen Staates.
    Allerdings, wozu befreite die USA mit den Allierten die Deutschen? Um alle Dinge zu beseitigen, die man in Libyien auch vor hatte: Wasser, Landwirtschaft, freie Schulbildung, Studium auf Staatskosten und so weiter, das war doch im Deutschen Reich auch möglich, siehe sogar den sozialen Wohnungsbau unter der Maßgabe des Mietrechts und der Deutschen Rechtsprechung unter römisch-katholischem Recht!

    Und selbst Spanien, Frankreich und UK sind doch nicht bei den Arbeitern so gierig auf den Krieg, sondern nur die Gehilfen der NWO-Politiker, wie auch damals die Initiatoren des Faschismus und des Wirkens einiger Generalissimusse, siehe Franco, General, Moussolini, General, Stalin, General und oder Mao, bevor dann Hitler zu einem Oberbefehlshaber wurde!
    Und wollt Ihr vergessen, was es heißt alle paar Jahre dann auch den Krieg der USA zu verfolgen, die nun vor aller Welt als Banrotter da stehen und siehe auch deren gesetzlich vorgeschriebenen Sparvolumen!
    So Glück Auf, meine Heimat und Dank für den Beitrag, der auch die gute Seite von Frankreich wieder beleuchtet!

  3. “Sarkozy muss uns das Geld zurückgeben, das er aus Libyen nahm, um seine Wahlkampagne zu finanzieren. Wir haben ihn finanziert, wir haben alle Belege und wir sind bereit, alles zu offenbaren “

    Er wird wohl nicht im Ernst glauben, dass Sarkozy als Jude einem Nichtjuden irgendetwas zurück gibt.
    Das wäre ein klarer Verstoß gegen deren Gesetze.

  4. Ja, bisschen spät. Der Krieg ist fast 2 Jahre her. Aber ich glaube nicht, dass dieser französische Hochdruckreiniger in den Knast gehen wird.

  5. „…wir haben alle Belege und wir sind bereit, alles zu offenbaren “, sagte er Euronews in 2011.“

    Und genau deshalb wird er nie wieder Gelegenheit haben, irgend etwas öffentlich zu sagen.

    Und noch einmal: Wer Freunde hat wie Sarkotzi, braucht keine Feinde mehr. Siehe auch „Freunde Syriens“.

    Auch den Meinungen der Kommentatoren oben kann ich mich nur anschließen. Senati hat es schön ausführlich dargelegt.

  6. Und da fällt mir noch ein. Hatte Gaddafi nicht noch andere, echte Freunde. Z.B. die DDR. Diese gibt es ja nicht mehr. Sie ist u.A. auch von Frankreich (Minol an ELF) zum Schleuderpreis verkauft worden.
    Insgesamt 8000 Betriebe unter der Treuhand verhökert. Und somit schließt sich der Kreis. Wir sind wieder beim Gauckler.
    Das ist nur die Spitze des Eisberges.
    Ohne Vergangenheit keine Zukunft. Der Lebenslauf des Hosenanzugs beginnt erst 1990.

  7. Dem Hosenanzug wurde von Heinz Gerhard Vogelsang (dem Warner vor Euro-Scheinen, die das Fortpflanzungsgift TBT (Tributylzinn) enthalten) – laut Psiram ala Esowatch ein ganz anderer Lebenslauf zugeordnet.

    Aber egal wer Vater und Mutter von dem Mädchen des Hennoch Kohl ist ;-(

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