Russische Oligarchen: über Zypern-Haircut können wir nur lachen

"Soll" und "Haben" in Frankfurt - Bild: wikipedia
„Soll“ und „Haben“ in Frankfurt – Bild: wikipedia

erschienen bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Die meisten russischen Oligarchen sehen dem Kahlschlag in Zypern gelassen entgegen: Sie haben ihre Gelder längst außer Landes gebracht – oft über andere Firmen in Steueroasen wie den British Virgin Islands.

Die meisten russischen Oligarchen haben beim Zypern-Haircut nichts zu befürchten: Sie haben ihr Geld schon längst außer Landes gebracht: Als Igor Zyuzin, der Inhaber des an der New Yorker Börse gelisteten Kohl- und Stahlriesen Mechel von Reuters gefragt wurde, ob ihm Verluste drohen, lachte der Oligarch dem Reporter ins Gesicht: „Sie müssen verrückt sein!“ – er habe sein Geld natürlich schon längst rausgeholt!

Mikhail Fridman, die Nummer 50 unter den reichsten Männern der Welt, verkaufte am Freitag seinen Anteil an der Ölfirma TNK-BP an den russischen Staatskonzern Rosneft und kassierte dafür 5,1 Milliarden Dollar.

Ein Teil seiner Investment-Firma Alfa Group hat seinen Sitz auf Zypern. Auf der Website des Unternehmens steht, dass die Firma gegenwärtig und zukünftig in keiner Weise von der Zwangs-Abgabe betroffen sein wird.

Als in den vergangenen Wochen die Brachial-Maßnahmen durchsickerten, haben die meisten Russen umgehend gehandelt: Sie haben die Vermögen, die in Zypern lagern, auf Tochterunternehmen in anderen Steuer-Oasen transferiert. Viele dürften auch die Eigentumsverhältnisse an den Firmen dahingehend geändert haben, dass die Firmen in Zypern, wenn die EU zugreifen will, nur noch leere Hüllen sind.

Alisher Usmanov, der reichste Mann Russlands und einer der ersten Investoren in Facebook, besitzt beispielsweise die USM Steel & Mining Group Limited in Zypern. Zugleich gibt es die USM Holding auf den Bristish Virgin Islands. Es ist für ihn eine Leichtigkeit, das Firmen-Vermögen von der Tochter auf die Holding zu transferieren. Dadurch entsteht nämlich ein Rechtsanspruch von der Mutter an die Tochter, der in einer Zeit, in der der Staat aufs Bargeld zugreift, kurioserweise mehr wert ist als das Bargeld.

Solche Konstruktionen sind innerhalb weniger Stunden erledigt. Die Firmen der russischen Oligarchen sind auf diese Art von Transaktionen spezialisiert. Sie beschäftigen nur die besten Londoner Anwaltskanzleien. Dass der am Samstag verstorbene Oligarch Boris Bereswoski 100 Millionen Pfund an Anwaltsrechnungen hatte, ist kein ungewöhnlicher Fall (hier).

Die Russen sind auch Meister im Aufbau von verschachtelten Firmen-Konstruktionen: Diese Woche wurde bekannt, dass der 19jährige Sohn des Chelsea-Eigentümers Roman Abramovich einen Anteil an einem sibirischen Ölfeld für 46 Millionen Dollar gekauft hat. Der Deal läuft über eine komplizierte Firmenkonstruktion, bei der Arkadiy Abramovich einen 45prozentigen Minderheits-Anteil an einer Treuhand-Gesellschaft hält. Auch Abramovich selbst ist mit dem Stahlriesen Evraz ebenfalls in Zypern engagiert. Die Tochtergesellschaft dort dürfte jedoch vornehmlich den Zweck gehabt haben, Abramovichs Yacht steuertechnisch günstig zu parken. Das Schiff Eclipse ist die größte Yacht der Welt.

Die Russen sorgen sich dennoch wegen Zypern: Sie haben, so sagte die Ökonomin Fiona Mullen Reuters, Zypern als Back-Office für ihre russischen Geschäfte verwendet. Hier ging es auch um Sparen: In Moskau müsse für jeden Behördengang Schmiergeld gezahlt werden, das sei teuer und in Limassol viel schneller machbar.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

12 Gedanken zu „Russische Oligarchen: über Zypern-Haircut können wir nur lachen

  1. Tja, diese „reichsten“ Maenner Russlands – alles Juden!! Woher kommt das wohl und wie kam es, das das Staatsvermoegen der Sowjetunion und die Bodenschaetze der Buerger Russlands in die Haende dieser Verbrecher gelangten.

    1. Alisher Usmanov – ein „typisch“ jüdischer Name. Ich muss lachen!! Dieser Antisemitismus!! Sie sehen anscheint überall die Juden – Ivanov, Petrov, Sidorov – alle JUDEN. Spricht nicht für sie. Es ist eine sehr deutliche Auflistung (s. u.) von Fedot. Danke ihm! Machen Sie mal die Augen auf.

  2. das sind weit nicht alles juden…

    es ist aber eine gute frage, wie es dazu kam,
    dass das ganze land ausgeplundert wurde.

    ende 80er und anfang 90er kamen die spekulanten zur macht
    mit einer blinden unterstützung der bevölkerung.
    man suchte demokratie und wahrheit und war sehr froh
    kritik an dem kommunistischen system zu hören.

    so wurden dann alle die unternehmen
    fast für umsonst unter sich privatisiert.
    die bevölkerung musste mit den anderen problemen kämpfen
    und konnte kaum verstehen, was da gerade abläuft.

    1996 gab es wahlen, wo eindeutig kommunisten vorne lagen.
    die bande von den reich gewordenen spekulanten
    mit dem elzin zusammen haben die wahlen gefälscht.
    seit dem wird die freie meinung unterdrückt.
    seitdem werden die wahlen regelmässig manipuliert.

    eigentlich ist russland ein pulverfass.
    auch putin ist kein liebling der bevölkerung
    und hält an der macht mit den lügen.

  3. @fedot – soso, wer ist denn unter den 20 reichsten Maennern Russlands KEIN Jude?! Bitte mal Namen. …und woher hatten diese Juden mit russischem Pass bei dieser Privatisierung ploetzlich die 500 Millionen Dollar um Stahlwerke und Rohstofflager weit unter ihrem Wert zu ersteigern, waehrend in all den Jahren vorher nur 50 Rubel auf ihren Konten lagen?!

  4. @raffael
    ja, ich weiss, man will überall nur juden sehen…
    fangen sie aber mit der liste an:

    1. alisher usmanov (der name ist eindeutig muslimisch)
    2. vladimir lisin (russe)
    3. aleksey mordashov (russe)
    4. mikhail prokhorov (russe)
    5. vladimir evtushenkov (russe oder ukrainer)
    6. mikhail fridman (jude)
    7. sulejman kerimov (muslimisher name)
    8. oleg deripaska (weißrusse)
    9. genadi timchenko (ukrainer)
    10.leonid michelson (jude)

    was die plötzliche 500 millionen dollar angeht…
    die werke und fabriken waren für symbolische summen verkauft.
    es waren viel kleinere beträge.
    eigentlich wurde alles geraubt.

    man nennt es in russland „zalogovyj auktion“
    was man als „kautionsverkauf“ übersetzen kann.

    elzins bande hat für den staat bei banken
    (auch aus dem umkreis von elzins „demokraten“)
    geld ausgeliehen und dafür als kaution
    fabriken und werke eingesetzt,
    die hundertfach teuerer waren.

    da der staat kein geld zurückgezahlt hat,
    landeteten die fabriken und werke
    in die hände von den elzins freunden.

    man muss auch sagen,
    dass das ganze gut geplant wurde.
    normale leute konnten es nicht durchblicken
    und alle hatten eigene sorgen.

    p.s.
    entschuldigung,
    dass ich zu viel geschrieben habe.

  5. @raffael
    hier ist ein link zum thema „zalogovyj auktion“ bei wikopedia.

    http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%97%D0%B0%D0%BB%D0%BE%D0%B3%D0%BE%D0%B2%D1%8B%D0%B5_%D0%B0%D1%83%D0%BA%D1%86%D0%B8%D0%BE%D0%BD%D1%8B_%D0%B2_%D0%A0%D0%BE%D1%81%D1%81%D0%B8%D0%B8

    hier ist alles gut beschrieben und leider
    ohne übersetzungen ins deutsche und englische.
    vermutlich beschäftigen sich
    mit diesem verbrechen nur die russen.

    noch schlimmer (wie ich gerade hier gelesen habe)
    ist die tatsache, dass die banken
    für diese auktionen geld beim staat ausgeliehen haben
    und das geld dem staat nie ausgezahlt haben.

    das ist die antwort auf ihre frage
    woher die 500 milionen dollar kamen.

  6. @fedot Ob Liebling oder nicht. Fest steht, dass Putin zurecht weitaus beliebter beim russischen Volk ist als es sein krimineller (und übrigens ebenfalls jüdischer)Vorgänger Jelzin war. Und gelogen wird überall auf der Welt, leider. Das ist eine menschliche Schwäche.

  7. Es sind natuerlich nicht alle Millionaere in Russland Juden aber die zwei die Russland an den Westen ( das System aus City und Wallstreet) ausliefern wollten waren es und in Zypern sitzen natuerlich vorallem auch die Israelis was man die ganze zeit Gott sei bei uns verschwiegen hat.

    Das Problem ist wohl dass viele Russen auch aus der Mittelschciht dort Geld haben und die koennen es nicht so schnell abziehen aber
    die sind waehler

  8. tut mir leid,
    aber die judenfrage interessiert mich kaum.

    ich sehe in den letzten ereignissen viel mehr
    eine auseinandersetzung zwischen den reichen und armen.
    ja, aus meiner sicht ist es eine art klassenkampf,
    was gerade bei uns abläuft.

    wir werden einfach von der „elite“ ausgenutzt.
    ethnische und religiose herkunft spielen da keine rolle.

    weit nicht alle juden in israel sind damit einverstanden,
    was ihre politiker da betreiben.
    viele gehen sogar auf die strasse.

  9. und wenn sie alle Juden wären, zeigt es uns doch, dass sie weniger wegen ihres Glaubens, sondern ihrer Bildung und ihres weltumspannenden Netzwerks so erfolgreich sind.

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