Archiv für den Monat: März 2013

EZB bestätigt: die Bank-Guthaben in Europa sind nicht sicher

Euro 12 004erschienen bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Der niederländische EZB-Mann Klaas Knot bestätigt: Die Enteignung von privaten Bank-Guthaben wird künftig Teil der „europäischen Liquidierungs-Politik sein“. Die EZB will, dass die Banken ihre Bilanzen in Ordnung bringen. Der einfache Sparer sollte sich nun gut überlegen, wie viel Geld er auf welcher Bank belassen will.

Die Zentralbanken übernehmen nun das Kommando bei der Neuordnung des europäischen Banken-Systems. Das niederländische EZB-Mitglied und Notenbank-Präsident seines Landes, Klaas Knot, bestätigte in einem Vortrag am Donnerstag, was der niederländische Euro-Gruppenführer Jereon Dijsselbloem vergangene Woche verkündet hatte: Die Restrukturierung der europäischen Banken wird nach dem Vorbild Zyperns erfolgen. Alle Bank-Guthaben werden, falls notwendig, enteignet. Dijesselbloem hatte gesagt, der Zypern-Deal sei eine Blaupause für Europa. Danach hatte er das wieder zurückgenommen. Dann sagte der EZB-Mann Benoit Coeuré, dass Zypern ein Einzelfall sei.

Nun hat Knot für Klarheit gesorgt, wie die Zeitung Het Financieele Dagblad berichtet: „Es gibt an den Aussagen von Dijesselbloem nichts auszusetzen. Der Inhalt seiner Bemerkungen bezieht sich auf einen Weg, der schon länger in Europa diskutiert wird. Dieser Weg wird Teil des Prozesses sein, wie in Europa Banken liquidiert werden.“ Die Banken müssten ihre Bilanzen in Ordnung bringen. Dazu müsse Transparenz geschaffen werden im Bankensektor. Danach müssten sich die Banken von ihren Verlustbringern trennen.

Reuters hat von Klots Sprecherin die Bestätigung, dass die Aussage dieses Niederländers definitiv kein Missverständnis ist. Die internationalen Medien sind vorsichtig geworden, seit Dijsselbloem versucht hatte, die FT und Reuters auszutricksen.

Damit trägt Klot die neue Doktrin der EZB offiziell vor: Zypern ist die Blaupause geworden. Dies gilt in Bankenkreisen mittlerweile als neue Lage: Die vielbeschworene Einlagen-Sicherung ist das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt ist.

Dies bedeutet konkret: Der einfache Bank-Kunde kann sich in der gesamten Euro-Zone nicht mehr in Sicherheit wiegen, wenn er sein Geld auf die Bank bringt.

Er muss sich über den Zustand seiner Bank erkundigen, indem er ihre Bilanzen studiert oder versucht, sich einen Überblick über das hochexplosive, geheime und nicht bilanz-pflichtige Derivaten-Geschäft der Bank zu verschaffen. Um es klar zu sagen: Beides ist vollkommen aussichtslos. Denn selbst bei größter Fachkenntnis ist es heute unmöglich, das Risiko einer Bank abzuschätzen. Die meisten Bilanzen sind längst raffinierte Lügengebäude, die keiner mehr versteht und die auch keiner verstehen soll.

Insoweit ist es gut, dass die EZB nun endlich Klartext spricht. Vermutlich gibt es auch keine Alternativen, als die Banken bei lebendigem Leibe gesundzuschrumpfen.

Für Anleger, Inhaber von Sparbüchern und Unternehmen bedeutet die Ankündigung von Knot eine Aufforderung zur sofortigen Neu-Orientierung. Denn wenn es seit Zypern noch Zweifel gegeben haben sollte, dass die Bank-Einlagen nicht mehr sicher sind, mit Knots trockener Erklärung ist es amtlich.

Für mittelständische Unternehmen ist dies eine besonders schlechte Nachricht, weil sie aus praktischen Gründen kaum Alternativen zu einem Bank-Konto haben. Sie müssen jedoch, wie alle anderen, damit rechnen, über Nacht enteignet zu werden – und zwar dort, wo es sie am empfindlichsten trifft: Bei der Liquidität. Wenn der Staat kommt wie der Dieb in der Nacht, dann kann ein Unternehmen die Gehälter nicht mehr auszahlen und gerät in akute Insolvenz-Gefahr (wie das konkret aussieht, hat ein IT-Unternehmer dokumentiert – hier).

Unter Umständen müssen die Unternehmen nun überlegen, wieder größere Bar-Bestände im Unternehmen selbst zu horten. Vielleicht gibt es sogar die Rückkehr der klassischen „Lohntüte“ – wo den Mitarbeitern das Geld bar ausbezahlt wird.

Die kalte Entschlossenheit der Zentralbanken, nun auf Kosten der Bank-Kunden aufzuräumen, macht jedenfalls deutlich: Das Geld, das man sich erarbeitet hat, und das man für den Betrieb eines Unternehmens braucht, gehört überall hin – bloß nicht auf die Bank.

Bezeichnenderweise kommt Knots Aussage am Gründonnerstag: Die Osterferien haben begonnen, kaum einer nimmt Notiz von der Botschaft. Wie sagte doch Wolfgang Schäuble? „Bankeinlagen sind eine sensible Sache. Daher macht man das am Wochenende.“

Die Lage ist offenbar so ernst, dass dies nun auch schon für die Ankündigung der Enteignung gilt.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Putin überrumpelt Nato mit Großmanöver

red submarine

Anmerkung: Im Zusammenhang mit der Zuspitzung zwischen Nordkorea und den USA zu sehende Reaktion. Die Säbelscheide wird geölt…

erschienen bei Ria Novosti

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat in der Nacht zum Donnerstag von Präsident Wladimir Putin den Befehl zum sofortigen Beginn eines großen Manövers an der Schwarzmeerküste erhalten, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

Wie Putins Sprecher Dmitri Peskow mitteilte, hatte der Kreml-Chef den Befehl während des Rückflugs aus dem südafrikanischen Durban nach Moskau gegeben. „Um vier Uhr morgens wurde dem Verteidigungsminister ein Umschlag überreicht. Er öffnete ihn und musste den Befehl zur Kenntnis nehmen“, so der Sprecher.

Laut Quellen im Generalstab war über das Manöver bereits Ende der vergangenen Woche entschieden worden. Schoigu habe Bescheid gewusst und mögliche Orte der Übung mit Putin besprochen, hieß es. „Die endgültige Entscheidung über den Zeitpunkt und den Ort war aber dem Präsidenten vorbehalten.“

Eine Viertelstunde später wurden die im Militärbezirk Süd stationierten Truppen sowie die Luftlande- und Transportfliegerkräfte alarmiert. Die russische Schwarzmeerflotte richtete Kommandostellen ein und wurde in höchste Kampfbereitschaft versetzt.

An der Übung sind 7000 Soldaten, 250 Panzerfahrzeuge, bis zu 50 Artilleriegeschütze, bis zu 20 Kampfjets und Hubschrauber sowie 30 Schiffe beteiligt. Putin überrumpelt Nato mit Großmanöver weiterlesen

Mikrowellenherde gegen Nato-Kampfjets

natoooerschienen bei Stimme Russlands

Trotz ihrer absoluten technischen Überlegenheit ist es der Nato in den jüngsten Kriegen nicht immer gelungen, gegnerische Luftabwehr vollständig zu zerstören, stellt ein russischer Experte fest und klärt über einige effizierte Tricks auf.

In ihrer neuen Ausgabe, die am Mittwoch erscheint, titelte die russische Wochenzeitung „WPK“: „Wie sich ein Nato-Blitzkrieg vereiteln lässt“. Der Militärexperte Konstantin Siwkow schrieb, die Luftwaffe der USA und der Nato habe in den Kriegen um die Jahrhundertwende immer eine maßgeblich wichtige Rolle gespielt. Die Kampfjets- und Hubschrauber-Verluste hätten dabei nie vier Prozent überschritten.

Eine detaillierte Analyse des Irak-, des Jugoslawien- und des Libyen-Krieges ergebe jedoch, dass es dem Nordatlantischen Bündnis trotz seiner absoluten militärtechnischen und zahlenmäßigen Überlegenheit nicht immer gelungen sei, seine Ziele im jeweiligen Militärkonflikt schnell zu erreichen. Die Führung sei gezwungen gewesen, zusätzliche Luftangriffe und systematische Kampfhandlungen zu beschließen.

Aber auch dies habe nicht immer geholfen. Die jugoslawische Luftabwehr sei nicht vollständig niedergehalten worden. Die jugoslawischen Heereseinheiten im Kosovo hätten trotz massiver Nato-Luftangriffe keine verheerenden Verluste erlitten und ihre Kampffähigkeit nicht verloren. Auch in Libyen habe die Nato-Luftwaffe die Regierungstruppen weder demoralisieren noch zerschlagen können. Dies habe den Gaddafi-Sturz in Frage gestellt und die Allianz dazu gezwungen, Marineinfanteristen und Spezialkräfte im Land einzusetzen.

„Die wirtschaftlichen, politischen und psychologischen Verluste der Nato waren dabei riesig. Sie näherten sich der kritischen Grenze. Wäre diese Grenze erreicht worden, hätte man auf die weitere Aggression verzichten und Friedensgespräche unter Kompromiss-Bedingungen starten müssen“, schreibt Siwkow und fragt: Was hat eigentlich die Effizienz der Luftangriffe so deutlich reduziert?

Eine äußerst wichtige Rolle habe dabei die Desinformation gespielt. Groß angelegte Tarnungs-Maßnahmen hätten dem Irak ermöglicht, seine Streitkräfte vor einer vollständigen Zerschlagung zu bewahren – zumindest während der ersten Phase der US-Invasion. Der Irak habe bis zu 7.000 Attrappen verschiedener Militärtechnik aufgestellt. Dadurch habe die Luftwaffe des Gegners deutlich mehr Munition verbraucht und mehr Luftangriffe fliegen müssen. Der größere Teil mobiler Luftabwehrsysteme und gepanzerter Kampffahrzeuge des Irak sei deswegen zunächst verschont geblieben.

Ähnliche Maßnahmen der jugoslawischen Armee, aber auch radioelektronische Störungen, Luftabwehr-Fallen und schnelle Truppenbewegungen hätten den Aggressor daran gehindert, seine ursprünglichen Ziele zu erreichen, so Siwkow weiter.

Da Jugoslawien praktisch bis zum Ende der Kampfhandlungen über einsatzbereite Luftabwehrraketen und Flaks verfügt habe, habe sich die Nato-Luftwaffe auf Flüge in mittlerer und großer Höhe beschränken müssen. Deren Fähigkeit, mobile Objekte zu zerstören, sei deswegen deutlich zurückgegangen. Außerdem habe die Nato zusätzliche Kräfte zur Verfügung stellen müssen, um ihre Bomber vor jugoslawischen Luftabwehrsystemen zu schützen.

Selbst die simpelsten Methoden hätten sich oft als effizient erwiesen, um den Gegner irrezuführen. So sei den Serben im Jahr 1999 mit Mikrowellenherden manchmal gelungen, den Betrieb radioelektronischer Luftabwehranlagen vorzutäuschen. Die habe einen Teil der Nato-Kampfjets von wahren Zielen abgelenkt.

Auch weitere Methoden von dieser Art seien möglich. Winkelreflektoren seien beispielsweise in der Lage, Tomahawk-Raketen vom Kurs abweichen zu lassen. Rauch erschwere den Einsatz von Präzisionswaffen mit optischer Zielerfassung, so der russische Experte.

Quelle: Stimme Russlands