(k)ein Recht auf Vergessen im Internet

erschienen bei yasni

Wenn man sich öffentlich im Netz äußert mit Aussagen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind, kann man im Nachgang kein Recht auf Vergessen geltend machen. Doch sollte das Internet “lernen”, zu vergessen?

Wo doch ein Begriff wie der Digitale Radiergummi schon vor Monaten zum Unwort des Jahres auserkoren wurde. Auch, weil durch ein erzwungenes Vergessen die Kommunikation, die Transparenz und die Verfügbarkeit von Informationen eingeschränkt würde.

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Die Frage, ob es einen Anspruch auf Vergessen im Internet gibt, wird nun bald in der EU gerichtlich geklärt werden. Der Europäische Gerichtshof verhandelt hier den Fall eines Spaniers, der von Google verlangt, seinen Namen aus dem Index der Suchmaschine zu nehmen. Ein kontroverses Thema, bei dem die Position von Google klar ist. Der Suchmaschinenbetreiber will eben nicht dafür sorgen, dass negative oder unangenehme Informationen aus der Vergangenheit einer Person aus dem Internet verschwinden. Google sieht sich als Suchmaschine ein Vermittler von Informationen, nicht aber als deren Herausgeber.

Wenn Google bestimmte Links auf Zuruf aus dem Index löschen würde, käme das einer Zensur gleich und würde gegen die Grundrechte der Informations- und Meinungsfreiheit verstoßen.

Die Gegenposition vertritt die Meinung, dass das Recht auf Vergessenwerden ein Teil des Rechtes auf Datenschutz sei. Und Suchmaschinen eben dagegen verstoßen, indem sie Informationen für immer verfügbar machen.

Doch wer entscheidet, für welche Informationen dann ein Recht auf Vergessen besteht? Wo wird die Grenze gezogen? Beim allgemeinen Interesse? Wer entscheidet darüber? Können dann Verurteilte, Betrüger ihre digitale Weste reinwaschen? Und würde das nicht eine riesigen Berg an Bürokratie nach sich ziehen? Und was ist, wenn Google den Link sperrt, aber die Information bei Yasni oder Bing noch verfügbar ist? Können auch Links zu bereits verstorbenen Personen nachträglich von Angehörigen aus dem Netz “geklagt” werden? Und würde so ein Recht auf Vergessen global gelten und z.B. auch für Länder wie China oder Nordkorea gelten?

Quelle: yasni

Ein Gedanke zu „(k)ein Recht auf Vergessen im Internet

  1. Als Mensch geboren, hinterlasse jeder seine Spuren, siehe Fußabdrücke, vom Wind verweht, wenn man sich nur auf luftigen Wegen befindet!
    Und eine Seele bleibt so lange Im Geist der Menschen, so sehr man ihn auch liebte und gern in Erinnerung behält!

    Und nun, das Internet, das zeigt auf, wer einen Kopf hat, wer sich anständig benimmt und anhand der Informationen zu seinem Leben, ist es verständlich, wenn man unter Bekanntkeit gewonnen auch leicht gefunden wird! Dafür gab es bei den Indianern und den indigenen Völkern auch Spurenleser und Menschen, die die Geschichte das Volkes erzählen und lesen konnten!
    Ich, ich liebe das Internet, auch weil es mir eine Hilfe gegen das Vergessen ist!
    Nicht vergessen, wir sind ja auch immer noch Besetzte!
    Glück Auf, meine Heimat!

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