Doku-Tip: „Töte zuerst“

von John Schacher – Danke an Armeeverkauf

Oscarnominierte Doku. Führungskräfte des Inlandsgeheimdienstes berichten erstmals über ihre Aufgaben in Israel und den „besetzten Gebieten“ Westjordanland und Gazastreifen.

Und so erfährt der Zuschauer, wie sechs israelische Vollblut-Patrioten über Jahre hinweg palästinensische Terroristen bekämpften. Eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts ist in ihren Augen so gut wie unmöglich. Uri Schneider war bei der Premiere des Films in Israel dabei.


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Sendetermin: „Töte zuerst“, soll am 5. März (Arte) und am 6. März (22.45 Uhr – Das Erste) im deutschen Fernsehen ausgestrahlt werden.

Den erhofften Oscar hat es 2013 nicht gegeben.

„Wir gewinnen zwar jede Schlacht, verlieren aber den Krieg“ – das sind die resignierten Schlussworte eines israelischen Geheimdienstchefs in dem Dokumentarfilm „Töte zuerst“. 90 Minuten lang erzählt der Film des israelischen Regisseurs Dror Moreh über die erfolglosen Versuche Israels, mit Gewalt Sicherheit und Frieden gegen die Palästinenser durchsetzen zu wollen. Sechs ehemalige Chefs des israelischen Inlandsgeheimdienstes „Schin Bet“ äußern sich erstmals vor der Kamera zu ihrer Arbeit. Sie erzählen von gezielten Tötungen gegen Hamas-Aktivisten und darüber, wie in diesem seit Jahrzehnten andauernden Krieg das Wort Moral jegliche Bedeutung verloren hat – „Töte zuerst“ ist zur Maxime des Geheimdienstes geworden.

Seine eigentliche Wirkung aber entfaltet dieser Film dadurch, dass alle sechs Geheimdienstchefs am Ende ihres Dienstes erkennen müssen, dass ihr Krieg keinen Frieden gebracht hat, sondern die israelische Gesellschaft von innen zerstört.

9 Gedanken zu „Doku-Tip: „Töte zuerst“

  1. Weil hier gerade ARTE angesprochen … nur noch wenige Tage auf ARTE+7 … und mit „arte Downloader A702“ für privaten Gebrauch zu sichern
    26/2/2013 21:45

    Staatsgeheimnis Bankenrettung

    Im Verlauf der Eurokrise haben zahlreiche Banken gigantische Summen verloren…

    http://videos.arte.tv/de/videos/staatsgeheimnis-bankenrettung–7340782.html

    26/2/2013 22:40
    Das Recht der Macht

    Die Entwicklung der militärischen Gesetzgebung in den Palästinensergebieten steht im Mittelpunkt des Dokumentarfilms

    http://videos.arte.tv/de/videos/das-recht-der-macht–7340786.html

  2. So viele Dokumentationen vom Sender ARTE. Gehört ARTE nicht auch zu einem Staatssender, der darüber hinaus auch noch mit den ARD kooperiert?

    1. @ garlic221
      das hab ich mir in letzter Zeit auch öfters gedacht. Es geht sogar soweit, dass der Kriegstreiber und zionistische Agent Bernard-Henri Lévy bei ARTE im Aufsichtsrat sitzt. Levy, der die Kriege in Jugoslawien, Libyen, etc… öffentlich und mit aller Kraft förderte, hat auch den Mali-Einsatz unterstützt:
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/bernard-henri-levy-warum-wir-die-pflicht-haben-mali-zu-schuetzen-12026053.html
      ARTE ist also so etwas wie „Opium fürs Volk“

  3. @jo: limited hangout nennt man das. Man macht aufwendige Dokus über das, was man eh nicht mehr leugnen kann, inszeniert sich als „Aufklärer“ und sichert sich die Deutungshoheit. Echte Kritik sieht anders aus wie wir wissen.
    Opium fürs Volk ehr nicht, mehr Theater für den „aufgeklärten Mittelstand“: „wenn Arte so etwas bringt dann ist doch die Welt noch in Ordnung. Ist sie doch oder?“
    Die Leute wollen belogen werden, aber bitte nicht so billig wie „die Unterschicht“.

    1. @ einspruch
      ich gebe Dir weitestgehend recht, aber so schlecht gewählt war der Begriff meinerseits nicht, denn dieses Vorgehen der PR-Abteilung aus Zion läuft doch auf Betäubung der Massen hinaus.

  4. damit ein kessel nicht explodiert,
    macht man kleine öffnung, um druck zu verringen.
    ARTE dient gerade dem zweck und zeigt,
    dass es bei uns auch „kritik“ und „demokratie“ gibt.

    auch ich merke in meinem umkreis,
    dass es kaum menschen gibt,
    die unseren medien noch glauben.

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