Archiv für den Monat: März 2013

Land Day in Israel

palestine1234Übersetzung John Schacher

 

Ein Marsch anlässlich des „Land Day“-Gedenktages in Israel wurde von der israelischen Armee (IDF) mit Tränengas-Granaten zerstreut, als palästinensische Demonstranten nahe des Qalandia-Checkpoints zwischen Jerusalem und Ramallah begannen Reifen zu verbrennen.

 

Irina Galushko vom Sender RT berichtete direkt vom Ort des Ereignisses:

“Die Palästinenser zeigen nach all den Jahren keinerlei Zeichen der Resignation, die „Land-Day“-Prosteste sind eine Tradition seit 1976. Als sie das erste Mal stattfanden, starben 6 Palästinenser bei Zusammenstössen mit der israelischen Polizei und den israelischen Streikräften. Und so geschieht es alle Jahre wieder – wie auch heute.“

Leider sagte sie auch, dass die israelische Polizei Lärmkanonen vorbereitete, um damit die Palästinsenser zu vertreiben.

Quelle: RT

Hensel´s Sonntagsmatinée: die Ermordung Dresdens

von H.-P. Schröder

Dresden 1944

Dresden Februar 1945: Nach dem Massenmord

 

„Warum meine Mitkriegsgefangenen und ich nicht umgebracht wurden, weiß ich nicht.“
Kurt Vonnegut in „Mann ohne Land“, Pendo Verlag, Seite  30

 

Lieber Kurt,

erlaube mir bitte, als ein der Gnade der späten Geburt teilhaftiger, obwohl, das muß sich erst noch beweisen, das mit der Gnade…. .

Noch `mal. Erlaube mir, als ein 7 Jahre später zufällig Dazugekommener, als ein 52er der Reserve, den Versuch, eine vorsichtige Antwort auf deine Warum-Frage ohne Fragezeichen zu geben.

Warum hat man euch nicht sofort an die Wand gestellt und kaltgemacht? Verdient habt ihr es. Was sind 30 tote Feinde im Verhältnis zu 100.000 toten Freunden, 30 Gräber gegen 100.000?

1 : 3333,3333 ad infinitum im Verhältnis, rein mechanisch gerechnet.

30 kann man mit einem Feuerstoß erledigen und in die Elbe werfen. Auf die Schnelle. Sie schaukeln dann eine Weile zufrieden mit dem Strome und den Nachbarleichen, dem angekokelten Feuerwehrmann und dem Kinderteil aus Unterleib mit Schürze, gen Norden, bis sie absänken in „Nacht und Schimmel“ dem Grund entgegen sehend.

Vielleicht erreichten ein paar von ihnen Meißen, oder Torgau, die Bestgenährten kämen vielleicht bis Wittenberg und ein vortrefflich Erhaltener mit guter Gesinnung bis Magdeburg, aber alle, alle  versänken in der Tiefe. Niemals erreichten sie Hamburg und das Tor zur Welt. Niemals wieder.

Aale und das was unten haust, nähmen ein Häppchen, oder zwei, und niemals kämen sie wieder aus dem grünen Schwarz zu uns nach oben. Niemals.

Oder… …
Oder auf den Rost mit ihnen, mit den 30 Amerikanern, auf die eisernen Schienen mit ihren Kadavern, zu ihren Opfern und vereint im Rauch gen Himmel. Verdient habt ihr es. Warum ist das nicht passiert, in Dresden, im Februar `45?  30 verschwinden zu lassen, wäre damals kinderleicht gewesen. Und durchaus menschlich.

Aber 100.000? Um die zum Verschwinden zu bringen, benötigt es eines größeren Aufwandes. Das macht man nicht so nebenbei, im Affekt, mit einer Salve. Das erfordert etwas Ausgeklügeltes, Feingetuntes. Das muß komponiert werden, von langer Hand geplant, wie ein festliches Menü muß das sein.

Zuerst drei, vier Fehlalarme zum Aperitif, dann die erste Vorspeise: Ein paar Maschinen, ein leichter Angriff mit Brandbomben, so ein, zwei tausend, dazwischen gesät Sprengbomben, danach abdrehen, Sirenen, Entwarnung, Feuerwehren rücken aus, Brände löschen, alles was noch lebt kriecht aus Bunkern und Unterständen, in den Operationssälen werden die Skalpelle geschliffen, gleich kommen Wagenladungen mit heißer Fracht,  Eimerketten selbstorganisieren sich, Flüchtende passieren die noch passierbaren Strassen. Alles ist aufgescheucht, in Bewegung.

Dann erscheint das Hauptgericht: Kälberbraten, mit und ohne Knochen.

Die zweite Welle erwischt alle. Die Feuerwehren, die Ärzte und Krankenschwestern, die Flüchtenden auf den Strassen. Ganz Viertel neigen sich um sich schlagend, in die schuttfahnigen Glutkanäle, zerbersten am Grund von Schluchten, kehren Unterstes nach oben, zermatschen das Weichere zu noch Weicherem, Steine zu Geröll, Geröll zu Staub, Staub zu Asche.

Bestialisch kreischend reißt der Tod die Feuerwehrleute in Stücke, mitsamt ihren Hydranten und ihren mechanischen Spritzen und ihre Tanks verdampfen so schnell, daß keine Zeit bleibt, Feuer zu fangen.

Im Tiefgeschoß eines Wasserreservoirs haben BDM-Mädchen Schutz gesucht. Dort unten klingen die Einschläge wie großkalibrige Artillerie, der Turm ist gepanzert, solide, steht etwas abseits. Er schüttelt sich von Zeit zu Zeit und bewegt sich zitternd. Hensel´s Sonntagsmatinée: die Ermordung Dresdens weiterlesen

Aleppo: ARD-Armbruster angeschossen

unser Mann in Sirte
unser Mann in Sirte

von John Schacher

Der uns unter anderem aus Libyen so unrühmlich bekannte ARD-Journalist Jörg Armbruster geriet gestern in Aleppo in einen Schusswechsel und wurde dabei getroffen.

Erst heute sei es gelungen, den schwer verletzten Propagandisten in die Türkei zu tranportieren. Seine Lage wird mittlerweile als stabil bezeichnet, hiess es gerade um 20.15 Uhr in der ARD-Tagesschau.

verwandtes Thema/Lesetip: http://julius-hensel.ch/2012/03/man-kennt-ihn-oder-wie-der-herr-armbruster-nach-kunzelsau-kommt/