Zeit und FAZ schließen Moskauer Büros

Freie Presse - free press - Bild: imprensa livre fa
Freie Presse – free press – Bild: imprensa livre fa

erschienen bei Ria Novosti

Deutsche Zeitungen kehren Russland den Rücken, stellt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ fest.

Der russische Dienst der Deutschen Welle (DW) berichtete vor kurzem, dass „Die Zeit“ und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) Ende 2012 beschlossen haben, im kommenden Sommer ihre Moskauer Büros zu schließen. Die DW wies auf einen politischen Hintergrund dieser Entscheidung hin und zitierte den stellvertretenden „Zeit“-Chefredakteur Bernd Ulrich, der zuvor von einer Stagnation in Russland gesprochen hatte.

Es ist kein Geheimnis, dass deutsche Zeitungen um ihre Existenz kämpfen. Am 7. Dezember 2012 wurde die Schließung der „Financial Times Deutschland“ und der „Frankfurter Rundschau“ bekannt gegeben. Das ist nicht nur auf das Aufkommen der Onlinemedien zurückzuführen, sondern auch auf die Wirtschaftskrise. Laut Ulrich muss das Korrespondentenbüro in Moskau aus Kostengründen dicht gemacht werden.

Was steckt also hinter dieser Entscheidung: die horrenden Preise in Moskau oder ungenehme Themen bei der Berichterstattung aus Russland?

DW zitierte mehrere „Zeit“-Journalisten, die der Ansicht sind, dass die jüngste Protestwelle keine Revolution auslösen werde, so dass das Land in den kommenden Jahren stagnieren werde.

Natürlich ist die Themenauswahl eine schwierige Aufgabe, aber sie zeigt die Kompetenz des Journalisten. Die deutschen Medien sind weiterhin an Russland interessiert. Die größte deutsche Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ und die „Süddeutsche Zeitung“ planen in diesem Jahr große Spezialhefte über Russland. Außerdem ist Russland weiterhin eine politische und wirtschaftliche Großmacht. Nicht vergessen werden darf, dass „Die Zeit“ und das „Handelsblatt“ der Verlagsgruppe Holtzbrinck angehören. Es ist schwer zu sagen, was die Besitzer planen, indem sie ein Korrespondentenbüro schließen und das andere weiter arbeiten lassen.

Im Unterschied zu russischen Journalisten sind ihre deutschen Kollegen auf bestimmte Ressorts spezialisiert. Deshalb lassen sich die jüngsten Entscheidungen außer banalen Spargründen wohl auch darauf zurückführen, dass politische Korrespondenten aus Russland abgezogen werden und Wirtschaftsexperten bleiben. Das Interesse der Deutschen an Russland ist weiterhin groß. Nur der Blickwinkel ändert sich etwas.

Quelle: Ria Novosti

Anmerkung: Dieser Rückzug hat schon etwas Symbolisches im Sinne von Kriegsvorbereitung. Die Medienmacht konzentriert sich auf NATO-Seite nur immer weiter – während man russische und iranische Medien in EU-Europa vom Satellitennetz nimmt. Irgendwann bald werden dann noch russische, … Nachrichtensender auf YT für BRD/EU gesperrt, dann ist der Sack zu…

10 Gedanken zu „Zeit und FAZ schließen Moskauer Büros

  1. Wir kennen das schon, immer wenn eine Krise und ein Krieg kommt, werden zuerst Agenten ausgewiesen und unliebsame Berichterstatter!
    Allerdings, man darf auch nicht geheime Absprachen vergessen.
    Schließlich geht es ja auch um Gelder aus 1000 Milliarden Euronen, das wären eine halbe Billion Dollar. Und dann kommt ja noch dazu, das die Industrie auch nur auf Schuldenbasis arbeitet, statt auf Eigentum und unter Patentschutz!
    Mittlerweile arbeiten Völker ohne Bindung an Aktienmärkten sauberer und sicherer! Und das ist dann auch ein Angriff wert, siehe Landwirtschaft und Heizung, wie auch Elektrik und Wasser!
    Glück Auf, meine Heimat!

  2. Die Russen haben eine sehr hohe Meinung von den Deutschen und der Wehrmacht. Dazu machten viele der Alten beste Erfahrungen mit dem deutschen Sozialversicherungssystem, indem sie als Fremdarbeiter im Reich arbeiteten. Als solche waren sie nämlich sozialversichert ab 1943 und wurden, obwohl sie russische Kriegsgefangene waren, normal bezahlt! Derartige Meldungen dürfen natürlich nicht in deutsche Stuben gelangen. Darum, und weil die Diktatur bei Putin so gut funktioniert, hat man die Büros in Rußland einfach geschlossen.

  3. @waffenstudent:
    …ob beim HM oder anderswo geschwafelt wird, Wolgograd wird gerade (wenn auch zeitweise) in „Stalingrad“ zurückbenannt – und das mit „höchster“ Segnung aus Moskau…
    Man(n), wie doof kann ma sein… ?!?!

  4. @Titus,
    ja ich sehe auch so, daß es erschreckend ist, wenn Wolgograd zeitweise wieder „Stalingrad“ genannt wird. Du solltest aber etwas wissen: Putin ist ein Kämpfer FÜR Rußland – er ist ein absoluter Patriot. Im Kreml jedoch wimmelt es von Verräter und zionistischem Gesocks. Welche Rolle dabei Medwedew spielt, ist nicht wirklich transparent.

    Die zeitweise Rückbenennung hat eine aufbauende Wirkung – sprich Propaganda. Gerade weil sich ein Krieg mit Rußland zusammenbrauen könnte, ist das eine geeignete Maßnahme, an den russischen Patriotismus zu appellieren. Ob es uns nun mit Putins Segen erfolgt ist, vage ich zu zweifeln.

    …und, ob es uns gefällt oder nicht, der Kampf um Stalingrad war einer der schwersten und verlustreichsten Kämpfe der Neuzeit. Und wenn man hier in Rußland an den Patriotismus appellieren will, ist Stalingrad genau das richtige Propaganda-Pferd – das zieht!
    Andererseits hat jeder, mit einem berechtigtem Interesse die Möglichkeit in Rußland die Archive des 1. und 2. Weltkrieges einzusehen – und das ist Putin zu verdanken. Widerspruch? Auf der einen Seite: Stalingrad, auf der anderen Geschichtsrevision.

    Wie schon in der Anmerkung des Artikels erwähnt wurde, ist der Abzug der dt. Presse ein Zeichen, daß sich ein Kriegszustand einstellen wird. Ein Argument über die horrenden Preise in Moskau ist zwar bedingt berechtigt, jedoch für solche „Blätter“ ganz sicher bezahlbar. In Deutschlands Metropolen würden sie keine anderen Preise zahlen.
    LG

  5. STALINGRAD:

    Sowohl für die Russen als auch für die Deutschen ist das Erinnern an Stalingrad 1942/43 elementar wichtig. Für die Russen als Zeichen dafür, daß man den Feind weit ins Land eindringen lassen kann, um ihn dort doch noch zu schlagen. Und für die Deutschen als Zeichen seiner militärischen Größe!

    Putin steht mit dem Rücken an der Wand und sammelt jeden Strohhalm, mit dem er seine Bevölkerung an die wirtschaftlich erbärmliche Zeit das Rußlandkrieges erinnern kann. Schließlich wurde der Feind trotz gewaltiger Verluste wieder aus dem Land gejagt. Woran sonst soll Putin den Wehrwillen seiner Bürger ausrichten. Denn seit dem verlorenen russisch-japanischen Krieg von 1905 haben die Russen doch bis 1943 in Stalingrad militärisch nur Niederlagen erlitten.

    Putin, das russische Militär und die russisch orthodoxe Kirche sind prodeutsch! Und nur das ist für uns wichtig! Daher rate ich jedem Deutschen: Sucht den Kontakt mit der russisch orthodoxen Kirche!

  6. ja, stalingrad wird zu propaganda-zwecken benutzt.
    auch in russland sucht man nach einem starken mann –
    es ist tatsache und liegt daran,
    dass seit dem zusammenbruch von udssr
    die demokraten da kaum etwas gutes gemacht haben.
    das land wird ausgeplundert, industrie ist am boden,
    wissenschaft hat kaum neue namen,
    soziale gerechtigkeit gibt es nicht.

    die menschen vergleichen und sehen unterschiede.

    stalins zeit ist ein schweres kapitel in russland.
    er ist ein verbrecher und massenmörder,
    der für gerechtigkeit und aufbau sorgte.
    das kann man nicht so schwarz/weiss sehen.

    stalingrad ist ein zugeständnis von putin.
    etwas populistisch, aber die bevölkerung sieht es gern.

  7. @ fedot

    Balten, Ukrainer und Kosaken versuchen inzwischen wieder ihre eigene Geschichte zu schreiben. Dabei wird der Holomodur, der große Hunger unter Stalin, vermehrt in den Mittelpunkt gerückt. Das aber gefällt den Angloamerikanern und der BRDDR-Besatzungsrepublik überhaupt nicht. Schließlich sind Fotos von ausgemergelten, verhungerten, gekreuzigten und verstümmelten Ukrainer die Grundlage für die angloamerikanische Geschichtsumschreibung des deutschen Volkes.

    Die Amis hatten fest eingeplant, daß Rußland praktisch in den Zustand militärischer und wirtschaftlicher Hilflosigkeit falle. Dies haben die Weiber Frau Clinton und Frau Rice jedenfalls berichtet. Alkoholiker Salzmann, äh Jelzmann, hatte fast alles getan, damit die Übernahme durch die UNO offiziell erfolgen konnte. Da kam Putin, und der hatte eigene Pläne! Möglicherweise hat er Europa vor den Khasaren gerettet!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.