Archiv für den Monat: Februar 2013

große Kehrseiten kleiner Medaillen

siria 61erschienen bei

chartophylakeion tou polemou

ein Artikel von ITAR-TASS zur Al-Nusra-Front

 
Ungeachtet dessen, dass man unter dem “bewaffneten Arm der syrischen Opposition” gemeinhin die sogenannte Freie Syrische Armee (FSA) versteht, taucht dabei in den Meldungen dazu immer, wie beiläufig, die Phrase “und mit ihr kämpfende radikale Islamisten” auf. Tatsächlich gestaltet sich die Lage zunehmend genau andersherum – es sind die islamistischen Gruppierungen und Einheiten, die eine immer bedeutendere Rolle im syrischen Konflikt spielen und, mehr noch, handelt es sich dabei um transnationale irreguläre Einheiten, in die Leute nach ganz verschiedenen Merkmalen angeworben werden – einzig deren Staatsbürgerschaft spielt dabei keine entscheidende Rolle.
.
An erster Stelle unter den häßlicheren und tatsächlich gefährlichen Gruppierungen steht die “Unterstützungsfront für das syrische Volk”, Dschabhat al-Nusra li-Ahl asch-Scham, oder kurz: die Al-Nusra-Front. Wie bei jeder Terrororganisation sind die Ursprünge der Al-Nusra-Front vielfach widersprüchlich und nicht belegt. Der Begründer und Leiter der Front ist ein gewisser Abu Muhammad al-Dschulani, die einen Angaben besagen, er sei ein Syrer, andere, dass er ein Araber irakischen Ursprungs sei. Der Name ist höchstwahrscheinlich ersonnen. Al-Dschulani selbst zeigt niemals – auch nicht bei Treffen mit seinen Kampfgenossen – sein Gesicht und ist für jedweden Kontakt mit Außenstehenden nicht zu haben.
.
Aus dem, was von der Entstehung der Al-Nusra-Front bekannt ist, folgt, dass Al-Dschulani selbst in der Zeit der US-amerikanischen Okkupation des Irak ein Vertrauter von Abu Musab az-Zarqawi gewesen sein soll. Es wurde bereits zwei Mal – 2006 und 2008 – sein Tod vermeldet, jeweils im Irak und in Syrien.
.

WEITERLESEN bei chartophylakeion tou polemou

Anmerkung: dort sehr, sehr guter Kommentar am 25. Februar um 20:18 Uhr!

Krieg zwischen China und Japan: was uns das kosten könnte

Danke an Emily

Der nachfolgende Film behandelt die Gefahren und Folgen eines Konfliktes zwischen China und Japan – vorwiegend auf wirtschaftlicher Ebene. Er wurde uns aus USA mit der Bitte um Veröffentlichung zugesandt.

Japan würde demnach im Ernstfall auf die USA als vertraglich Verbündeten zählen können, was schon einen Kleinkonflikt um Inselchen im südchinesischen Meer zu einer globalen Katastrofe erheben würde. Dazu kommen die großen Fragen wie die Korea-Frage und weitere Ungeklärtheiten im asiatischen Raum.

Grafisch ist der Film interessant gelöst.


.

Quelle: 1minute MBA

Palästina: Aufschrei nach Foltertod in israelischer Haft

arafat jardatDanke an Yvonne

Der Tod des 30-Jährigen Arafat Jardat aus Hebron im Gefängnis der israelischen Besatzung hat zu einem Aufschrei auf palästinensischer Seite geführt.

Der Minister für palästinensische Gefangene Qaraqa‘ sagte der Nachrichtenagentur AFP, Jardat sei seit einigen Tagen inhaftiert gewesen und während der Verhöre getötet worden. Er forderte eine internationale Untersuchungskommission. Qaraqa‘ erklärt auch, dass Arafat zwei Tage lang schwer gefoltert worden sei. Jardat sei am Montag festgenommen worden. Grund war demnach seine Beteiligung an Auseinandersetzungen nahe der jüdischen Siedlung Kirjat Arba bei Hebron.

Eine Autopsie bestätigte, dass Arafat Jaradat an den Folgen extremer Folter in einem Israelischen Gefängnis starb. Es war kein Herzversagen! So der Minister für Häftlingsangelegenheiten am Sonntagabend.

Auf einer schnell einberufenen Pressekonferenz in Ramallah erklärte Minister Issa Qaraqe, dass die Autopsie in Gegenwart israelischer und palästinensischer Offizieller eindeutig ergab, dass der 30-jährige Jaradat 6 gebrochene Knochen im Nacken, Wirbelsäule, an den Armen und Beinen hatte. Palästina: Aufschrei nach Foltertod in israelischer Haft weiterlesen