neuer Korrespondentenverband FUNCA bei der Vereinte Nationen Organisation gegründet

von H.-P. Schröder

FUNCA I (2)

FUNCA verlangt ungehinderten Medienzugang zu der Vereinte Nationen Organisation. FUNCA setzt sich zum Ziel, die UNO an ihren ursprünglichen Zweck zu erinnern, indem sie die UNO transparent und zugänglich macht, ohne jedwede Diskriminierung.“ http://funca.info/

Lee at the UN II (2)

FUNCA is the Free UN Coalition for Access, which was launched on December 7, 2012

to defend the rights of journalists at and from the UN, since the long-time

and now decayed UN Correspondents Association (UNCA) not only does not defend,

but in 2012 affirmatively attacked, the rights of the investigative Press at the UN.”

Matthew Russell Lee in http://www.innercitypress.com/dpi1doublestandard020213.html

*

am Anfang steht der Solist

Im Chor der Stummen sieht sich ein tönendes Organ schnell dem Vorwurf der Ruhestörung ausgesetzt. Tenöre, Bässe, und Soprane fürchten um die Enttarnung ihrer Stimmfehler und damit um den Erhalt ihrer Pausenbrotrationen, die Dirigentenriege fürchtet um die Dirigierbarkeit des Chores.

Geschichte wiederholt sich zwar nie 1:1, aber die Regel der Resonanz lehrt, daß es da immer irgendwo, sagen wir eine kleine Pikkoloflöte, oder eine unregistrierte Triangel gibt, die von den ungewohnten Tönen aufgewühlt, begreift, daß es Musik tatsächlich gibt, was Musik sein kann und die beschließt, ihr Instrument zu lernen, oder es heimlich selbst zu probieren, das Singen vor dem Spiegel. Nur so werden Duos geboren, die Keimzelle aller Dinge.

Mr Lee (2)

Matthew Russell Lee, UNO-Korrespondent für Inner City Press und Vertreter von FUNCA der neugegründeten Free United Nations Coalition for Access

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Inner City Press beleuchtet die UNO von Innen

Matthew Russell Lee, der Unabhängige, ist mit seiner Seite http://www.innercitypress.com/ der kenntnisreichste investigative Journalist bei der UNO (Hensel berichtete). Jeden Tag sitzt er pünktlich um 18 Uhr MEZ in der Pressekonferenz des Sprechers des Generalsekretärs und stellt die Fragen, die andere nicht stellen, z. B. fragt er nach den Massenvergewaltigungen im Kongo, die vor den Augen der UNO-Peacekeeper stattfanden und stattfinden. Er fragt immer wieder nach den UNO-Drohnen, die Hervé Ladsous, der 2011 von Ban-ki-Moon ernannte Untersekretär aller UNO „Peacekeeping Missions“ und „der 4. Franzose in Folge auf diesem Stuhl“, für den Einsatz in Afrika verlangt. Ladsous ist, daran muß immer wieder erinnert werden, für den Abzug der UNO-Beobachter aus Syrien und für die Abberufung von General Mood mitverantwortlich, wodurch das Morden in Syrien dann ja so richtig ungeniert losgehen konnte.

Mr. Lee legt auch `mal den Finger auf den Reiseetat des Herrn Ban, „Einige sagen es wären 210 Millionen Dollar im Jahr, die der Generalsekretär verfliegt. Das erscheint mir persönlich etwas zu hoch, aber es gibt Stimmen, die besagen, er könnte locker 100 Millionen Dollar einsparen. Was hat der Generalsekretär dazu zu sagen, wie ist seine Position?

Und meist erfolgt auf die präzise formulierte Frage eine chiffrierte Antwort des diensttuenden Sprechers von Ban-ki-Moon, so manches Mal im, auch von unseren Verantwortlichen gegen uns gekehrten, „diplomatischen“ Frechsprech und am nächsten Tag stellt Matthew dieselbe Frage erneut. Wenn man um die Befangenheit als Ausgeburt einer Atmosphäre der Einschüchterung, um die gegenseitigen Abhängigkeiten und um die bei der Jagd nach dem Vorteil auftretenden UNO-Nebenwirkungen weiß, wird klar, wieso man Fragen, die brenzlig riechende Themen, besonders was die „Verrottung“ der UNO im Inneren betrifft, ansprechen, so selten aus dem Munde von UNO-Korrespondenten hört, wobei vermerkt werden muß, daß der Saal während der täglichen Pressekonferenz sowieso meist sehr dünn besetzt ist, außer, wenn sich ein hohes Tier angekündigt hat und dann auch die Starschreiberlinge auftauchen und großspurig Platz nehmen. Dann ist „Neue Höflichkeit“ angesagt. Im Fragen, wie im Antworten der beiden Ban ki Moon-Chefsprecher.

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das Department of Information, DPI, und die Informanten

Das Department of Information ist die übergeordnete UNO-Stelle, von der aus die Öffentlichkeitsbeeinflussung koordiniert wird.

Nach einem Jahr regelmäßiger Beobachtung der allmittäglichen UNO-Pressekonferenzen kann ich betätigen, daß man dort die Creme von BBC, Reuters, CBS, Agence Franc Press (AFP) und Voice of America selten bis nie sieht. Regelmäßig anwesend sind Herr Masood Haider von Dawn (Pakistan), seit Januar der 2. Vizepräsident des Journalistenverbandes UNCA (UN Correspondents Association), der Vertreter von presstv (Iran) und natürlich jeden Tag Mr. Lee von Inner City Press. Die Vertreter der einflußreichen Nachrichtenhandelsorganisationen ziehen exklusivere Orte vor, Orte, zu denen Normalmitgliedern von UNCA, des bisher, vor Gründung von FUNCA, alleinvertretenden Journalistenverbandes, kein Zutritt gewährt wird.

Orte hinter den Kulissen, wo die Mitglieder des Executive Board von UNCA, z. B. Zuarbeiter von Reuters und Agence France Press mit „Informationen“ angefüttert werden. Off the record. Trotz ihres Sonderstatus leben die Reporter der großen Agenturen und Stationen nachweislich zusätzlich auch von den in den täglichen Pressekonferenzen gegebenen Antworten, obwohl sie dort nicht anwesend sind, also gar keine Fragen stellen.

Sie bedienen sich der Abschriften, bzw. der Mitschnitte der Konferenzen und ziehen daraus die Passagen, die für ihre Auftraggeber von Nutzen sind, ohne namentlich in den Protokollen in Erscheinung treten zu müssen und selbstverständlich, ohne auf Herrn Lee oder einen der anderen Fragesteller hin zu weisen, deren oft beharrlicher Nachfrage, sie die „abgeschriebene“ Antwort, bzw. Information, zu verdanken haben. Der Leser, der von den Herren mit dem auf die Art Zusammengeborgten „Abgefütterte“, ahnt von diesen Hintergründen nichts.

Sie profitieren somit von der Arbeit derjenigen, die tagtäglich vor Ort sind und dort ihren Kopf hinhalten. Die dort Nachteile in Kauf nehmen, weil sie Antworten, auf von den Betroffenen als unangenehm bis ungehörig empfundene Fragen, erwarten.

Paradebeispiel ist Hervé Ladsous, der Chef der „UNO-Peacekeeper“, der sich monatelang geweigert hatte, Fragen von Inner City Press zu brennenden Problemen, z. B. zu der von Ladsous zu verantwortenden Zurückhaltung des UNO-Untersuchungsberichtes über das Massaker von al-Houla in Syrien, oder zu den Menschenrechtsverletzungen im Kongo, zu beantworten, was zu einigen peinlichen Szenen in der Öffentlichkeit geführt hat. Peinlich für Hervé Ladsous und für die UNO. Und ehrenvoll für Inner City Press.

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Beschränktheit mit einfacher Logik erklärt

Systemschreiber stellen keine verfänglichen Fragen, denn die würden im Mitschnitt erscheinen, könnten ihrer Vorzugsbehandlung schaden, die „guten Beziehungen“ zur UNO-Führungsriege gefährden und bei den Chefs in den Redaktionen einen schlechten Eindruck hinterlassen. Wo das Gelieferte dann sowieso nicht gedruckt werden würde, denn in den Redaktionen sind zusätzliche Filter installiert.

Die Journalisten der großen Agenturen, der Zeitungen und Fernsehanstalten sind bemüht, die UNO in dem Licht darzustellen, in dem sie die Hintermänner der UNO dargestellt sehen wollen. Sie sind Hunde ihrer Herren. Und wenn sie brav sind, und sie sind regelmäßig brav, soweit ich das bisher mitverfolgen konnte, erhalten sie Hundekekse im Hinterzimmer. Was eindeutig nachweisbar kausal zu Massenmorden führen kann.

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das „Lunch of the Lost“

UNCA Essen bei Ban (2)

13 Opaque apostels“- Ausgewählte Figuren-Die Führungsriege von UNCA trifft sich am 7. Februar 2013 mit Ban-Ki-Moon zum „Lunch of the Lost“.

Screenshot Inner City Press, UNCA-Dinner http://www.innercitypress.com/ban2maryunca020813.html und http://www.innercitypress.com/banunca1opaque020913.html

Die bisher bei der UNO solo tätige Standesvertreterorganisation nennt sich UNCA, United Nations Correspondent Association, siehe http://www.unca.com/about.htm. Matthew Lee übersetzte vor kurzem UNCA mit UN`s Censorship Alliance.

Bei UNCA sind gerade die Vorstandswahlen (Executive Board) zuende gegangen. Neuer Präsident von UNCA ist seit Janur 2013 Dr. Pamela Falk, CBS-Korrespondentin, Beraterin der amerikanischen Regierung und Mitglied des Council on Foreign Relations. Gewählt wurde sie ohne Gegenkandidaten.

Was ist von der CBS-Korrespondentin Frau Dr. Pamela Falk in ihrer Eigenschaft als neuer UNCA Präsidentin zu erwarten?

Vielleicht gibt ihre Vergangenheit Hinweise darauf. Autobiographisches über Frau Dr. Pamela Falk

findet sich bei http://www.hunter.cuny.edu/polsci/faculty/affiliated-faculty/Falk/Pamela-Falk

Pamela Falk is a Distinguished Lecturer at Hunter College, where she teaches American Government, International Law, Model United Nations & American foreign policy courses; she is a the Faculty Mentor and Director of the Roosevelt Scholars program, a Faculty Associate of the Roosevelt House and on the Human Rights Faculty.

Prof. Falk is the faculty advisor for Hunter College’s Model U.N. Team and was recently elected to the Advisory Council of the National Model U.N. – New York and is on the International Advisory Board, Public Diplomacy Magazine, Center on Public Diplomacy, Annenberg School of International Relations of the University of Southern California. Professor Falk is the CBS News Foreign Affairs Analyst and a U.N. Resident Correspondent. From the U.N., Dr. Falk reports on air for CBS TV & Radio and writes columns at www.cbsnews.com. Dr. Falk’s career has involved work in academics, international organizations, for the U.S. government on Capitol Hill, and the private sector and she has written and edited six books on international relations and American government and is a frequent panelist on Human Rights & Humanitarian Law panels at the United Nations. Her most recent article is, “International Humanitarian Law in the Age of Technology: Humanitarian Intervention, Asymmetrical Warfare & Predator Drones,” Public Diplomacy Magazine, Annenberg School, University of Southern California (2012) She received her J.D. from Columbia University School of Law and her Ph.D. from New York University.“

Wer einen Eindruck vom UNCA- Dinner-Treiben gewinnen möchte, der sei auf die Fotostrecke des UNCA Award Dinners 2012 unter http://cms.unca.com/content/view/125/13/ aufmerksam gemacht. Wittig posiert neben Araud, Rice tanzt mit einem UNCA Board Member und der Herr Ban schüttelt die Hand des Terminators. Die Berichterstatter und die Berichtverursacher wahren „kritische“ Distanz am kalten Buffet….. .

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ein Mitglied des Council of Foreign Relations beeinflußt die Vergabe von Zulassungen?

Pamela Falk II (2)

 UNCA ist wichtig. Für die UNO. Wer UNCA beherrscht, entscheidet mit über Akkreditierungschancen und er beinflußt die Berichterstattung und damit einen nicht unwichtigen Teil der UNO-Selbstdarstellung. Wird die UNCA – Führungsriege, wegen ihrer kumpelhaften Nähe zur UNO-Spitze, als „Äpfelchen am Baum der Erkenntnisverhütung“ in die Mediengeschichte eingehen?

Wenn zum Beispiel der derzeitige Vizepräsident von UNCA, der UNO Korrespondent von Reuters, Herr Louis Charbonneau, den Überfall auf Libyen verharmlosen würde und mit einseitigen Darstellungen gespickte Berichte über den Verlauf einer UNO-Sicherheitsratssitzung ablieferte, wenn er es vorziehen würde, mit der Stipendiatin Susan Rice über die Tanzfläche zu walzen, anstatt mit dem Botschafter der Syrischen Arabischen Republik ein Interview zu führen oder er dessen Pressekonferenzen boykottieren würde, oder noch schlimmer, wenn er einem kleinen Nebenverdienst nachginge und als französischer Agent französischer Interessen, im Auftrag, UNO-Entscheidungen mit beeinflussen würde, dann hätte sein unprofessionelles Verhalten Auswirkungen auf die weltweit zehntausend von der Nachrichtenagentur Reuters abschreibenden Abschreiber, und auf Millionen von Leser, die auf eine ausgewogene Berichterstattung aus dem Hauptquartier vertrauen, stattdessen aber ahnungslos einen Cocktail aus abgestandenem Einseifschaum in sich aufnehmen müssten, nur weil sie von denselben Pressevertretern und deren Netznachbarn zuvor eingeredet bekommen haben, diese wären die einzig Kompetenten, unabhängig und vertrauenswürdig. Die Ehrlichen! Z. B. UNCA..

Kompetent, vertrauenswürdig, unabhängig ? Ehrlich ? Welcher deutschen Zeitung oder Fernsehstation kann man ruhigen Gewissens diese Komplimente umhängen? Die FAZ vom 12. Februar 2013 belobhudelt Merkel, bemängelt ausgewogen unterschwellig Obama`s Zurückhaltung, Syrien zu überfallen, bemäntelt den Massenmord in Libyen als vorstellbar gerechtfertigt, tituliert mehrfach, die Regierung der Syrischen Arabischen Republik als „Assadregime“ und gibt gehirnlos die geleakte Nachricht von der Lieferung von noch mehr Waffen an das Saud-Regime weiter (Test, Test! „Saud-Regime“ Hurra, ich kann es auch!), denn „Merkel die Erste, ist dafür“, die Vernunft anschwärzend, die strikt dagegen rät.

Jene Vernunft, die falls sie sich einmal öffentlich äußern sollte, mit Rufmord und Existenzvernichtung bedroht wird. Von denselben Gazettenschreibern, diesen lohnschreibenden Biedermännern. Dabei ist die Vernunft in deutschen Landen bereits derart ausgemergelt, daß selbst Wohlmeinende, sie nachweislich nicht mehr erkennen würden, wenn sie auf Überraschungsbesuch käme. Ein Strich in der Landschaft.

Ein hoher Prozentsatz der bei der UNO akkreditierten Journalisten ist genauso oder noch schlimmer „ausgemergelt“. Sie sind prinzipiell inkompetent mit zu reden und Ansichten zu äußern, weil sie uninformiert sind und wichtige Teile der Wirklichkeit unterschlagen, und sie sind nicht vertrauenswürdig, weil sie nicht aus Mangel an Quellen oder aus reiner Dummheit heraus falsch`Zeugnis geben, sondern weil sie auch bewußt täuschen, weil sie Vorgaben folgen, um des persönlichen Vorteils willen ihr Gewissen verkaufen, ergo weil sie korrupt sind.

Sie folgen ihren Führerlein in Hinterzimmer verschiedener Qualität, wo sie (vielleicht) zwischen zwei Kaviarkanapees Exklusivmischungen aus Leak und Lug eingeflößt bekommen, dazu Darstellungsschematas und Einwickelvorgaben, die sie dann artig über ihre Kanäle verbreiten. Das erklärt, warum sich kein Aufschrei der Empörung und der Abscheu gegen die Handlungen der UNO GmbH erhebt. Weil die kleinen korrupten Lügner uns anlügen.

Diese Herren stellen die Handlungen der UNO selten infrage, sie verheimlichen die Verbrechen und schützen die Verbrecher und, und das ist das Gravierende, sie vermeiden, wie der Teufel das Weihwasser, die Beleuchtung der Innenstruktur der UNO, jene Mischung aus Nepotismus, Korruption, Inkompetenz, Geldverschwendung, Machtmißbrauch und oligarchischen Verflechtungen, die die Scheinstatik der UNO scheinaufrechthalten. Stattdessen kümmern sich die pflegeleicht zu leitenden Kuscheljournalisten um die Software, um die Programme, um die Weichteile und dort versuchen sie dann, ein paar „kritische Töne“ unterzubringen. Diese erneute Blendung nennen sie Ausgewogenheit Sie blenden die Steuerungsstrukturen der UNO und deren Hintermänner innerhalb und außerhalb der UNO und den von diesen Steuerungsstrukturen ausgehenden Machtmißbrauch mit seinen Millionen von Opfern vollständig aus.

Frankreich überfällt Mali und Wittig posiert mit Araud beim UNCA-Dinner. Welcher Reporter wäre da noch willens, eine kritische Haltung einzunehmen, von dem abgesehen, daß die Zensoren in der Heimatredaktion dann mit dieser Haltung den Papierkorb füttern ? Die Kumpanei der UNCA-Riege mit Spitzen der UNO und mit den dort werkelnden Diplomaten wird optisch nirgends nachvollziehbarer als auf den mehr als 70 Fotos des UNCA Award Dinners 2012.

Einer der sich hier verweigert ist Matthew Lee von Inner City Press. Da er keiner Loge verpflichtet ist, wird er von allen Seiten angefeindet. Ausgerechnet die den Grundsätzen freier Pressearbeit verpflichtete UNCA versucht seit einem Jahr, ihm die Akkreditierung entziehen zu lassen, um ihn von der UNO auszuschließen. Hinterrücks. Durch Intrigen, durch Anschwärzungen, mittels Unterstellungen, Briefen an das DPI, internen Absprachen und durch Druck auf Entscheidungsträger. Der Auftrags- Haß einiger UNCA Führungsfiguren entstand nicht nur aus den von Herrn Lee öffentlich gemachten Verfehlungen einiger UNCA-Prominenz (z. B. das Abschreiben von Inner City Press Meldungen ohne Quellenangaben), er wird auch gespeist aus dem Bewußtsein eigener Käuflichkeit der Marke: „Psst, nicht weitersagen, heute abend Einladung zum Soupée mit dem Generalsekretär, sie kommen doch auch ?“ und des eigenen journalistischen Versagens, – unterschwellig gärend ist vielleicht auch Neid am Werk.

Was andere aus ihren Netzwerken ziehen, bzw. im Endeffekt auf unser aller Kosten kostenlos als Vorarbeit serviert bekommen, muß Matthew Lee durch Fleiß, Zähigkeit und Zivilcourage ausgleichen. Deshalb ist er in den Augen der UNCA-Riege angeblich kein echter Journalist!

Wie oft saß ich über Stunden vor dem Bildschirm, um auf den Beginn eines für irgendwann angekündigten Media stakeouts zu warten, immer ab und zu das Fenster öffnend und immer hörte ich Matthews Stimme, der geduldig abwartete, bis die hohen Herren vor der Kamera erschienen.

Respekt.

Herr Lee bezeichnet die UNCA Regeln als „überholt, als archaiisch und ausgrenzend“. http://www.innercitypress.com/funca2unrules021013.html

*

ein neues Programm: „Free UNCA“

Deswegen wurde jetzt der neue Journalistenverband FUNCA, die Free United Nations Coalition for Access gegründet. Ein hoffnungsvoller Schritt ist getan. FUNCA verlangt die Offenlegung der Zulassungsbestimmungen für Journalisten bei der UNO und deren Reform. FUNCA fordert den ungehinderten Zugang für Journalisten, zu allen von der UNO angebotenen Informationsquellen und die Vermeidung von Mauscheljournalismus und Günstlingswirtschaft. Mit einem Wort, FUNCA fordert Transparenz. Herr Lee fragt jetzt im Auftrag von FUNCA nach der Offenlegung aller Akkreditierungsrichtlinien. Er spricht die Gefahr des Mißbrauchs schwammig formulierter Zulassungsbestimmungen an und verlangt Abhilfe. Er spricht die Frage an, warum die UNO nur Journalisten aus denjenigen Staaten zulässt, die Mitglied in der UNO sind und Herr Lee gibt seinem Empfinden Ausdruck, daß er das für eine undemokratische Behinderung journalistischer Arbeit hält.

FUNCA überreichte der Leitung des Department of Information (DPI) der UNO, am 10. Februar 2013, 10 Reformvorschläge, siehe http://funca.info/media-analysis/funca-calls-for-ten-reforms-to-un-media-rules-which-are-exclusionary-and-archaic-like-unca-309 :

FUNCA Calls For Ten Reforms to UN Media Rules Which Are Exclusionary and Archaic, Like UNCA“

The UN’s Media Access Guidelines and accreditation rules are an embarrassing anachronism. Therefore the Free UN Coalition for Access has presented to the chief of the UN Department of Public Information ten proposed reforms. The reasons a journalist can be excluded from the UN are vague, and there is no due process for the processing of complaints.

We ask: how did UNCA, the UN’s “partner” as it points out back to the time of the League of Nations, not press to change this?

Why does the UN limit accreditation to representatives of corporations “formally registered as a media organization in a country recognized by the UN General Assembly”?

As the Free UN Coalition for Access asked Secretary General Ban Ki-moon’s spokesman at the noon briefing on February 5, does this exclusion apply to journalists from South Ossetia, “Abkhazia, the Turkish Republic of Northern Cyprus [or] Palestine before 29 November”?

So far, the UN’s only answer is that it is the General Assembly which recognizes states. But what about the rights of journalists? FUNCA followed up: isn’t it claimed that “the United Nations recognizes the rights of journalists wherever they come from? But in the accreditation guideline it is limited to journalists from certain territories and that’s what [we are] trying to explore, whether that is consistent with what UNESCO said, article 19 of the Universal Declaration of Human Rights on free press.”

So far, no answer from the UN. Again we ask: how did UNCA, the UN’s “partner” as it points out back to the time of the League of Nations, not press to change this?

Or are members of the UNCA Executive Committee in agreement with the exclusion by politics and geography, just as they tried to expel the investigative Press in 2012?

Here now are FUNCA’s Top Ten Reforms required of the UN’s Media Access Guidelines and accreditation rules, an ongoing effort by a number of FUNCA members:

1. The Preamble to the UN Media Access Guidelines requiring accredited journalists to abide by “the principles of the Organization” and “established journalism ethics and standards” is impossibly vague, since every day we see nations and individuals interpreting those principles and ethics in widely different ways.

This vagueness gives the UN unfettered discretion to exclude journalists with no due process or explanation.

2. The process by which the UN may expel or process complaints against a journalist is never clearly defined in either the UN Accreditation Rules or Media Access Guidelines, despite a 2012 request by the New York Civil Liberties Union after several UNCA members tried to get the investigative Press expelled.

3. Bizarrely, the UN Media Access Guidelines at “2. Security Council (d)” state that “on the record questions should be addressed to the Council Members in front of the stakeout microphone.” This is obviously impractical and not the current practice. To be clear, it is not the role of the UN or their partner organizations to tell journalists and diplomats how, where, and on what basis, to exchange information.

4. The UN Media Access Guidelines are described as an “agreement between DPI, DSS, OSSG, OPGA, and UNCA. It is clearly improper to include UNCA as a partner on media guidelines, since UNCA has repeatedly sought to expel journalists with no due process at all.

5. The UN Media Access Guidelines state that “all correspondents are permitted access to open meetings in designated areas within the conference rooms.” This has not been complied with. Most recently, journalists were banned from Ban’s speech to the General Assembly, although this was listed as an open meeting.

 

It should be (made) clear that webcasting of a meeting does not replace the right to be physically present, especially since from at least December 2012 to the launch of this list of reformed in February 2013, the UN live webcast does not work on the Android platform.

6. The UN Media Access Guidelines on Photo-Ops must be updated with what DPI committed to FUNCA on January 17 and again on February 5, 2013: that there will be no more restrictions on which media can go to photo ops, and no “pool” by UNCA as took place in the North Lawn Building in 2012. Since many of the current Media Access Guidelines refer to this Temporary North Lawn Building, they need to be revised before April 2013 — with these reforms included, and UNCA no longer a party to rules to throw other journalists out.

Likewise, the existing rules say that all correspondents may have access to the Delegates’ Lounge. This must continue to be the case, despite the current UNCA leadership now trying to limit access to Resident Correspondents.

7. The UN Accreditation Rules give automatic access to independent broadcasters and film production companies with “a UN partner organization that supports the production.” This amounts to favoritism for productions that portray the UN positively. Productions without a UN partner face higher hurdles to get admission. This is, then, yet another content-based standard.

8. The UN Accreditation Rules state, as to online media, that “the website must have at least 60% original news content or commentary or analysis.” Since the UN used this to dis-accredit a journalist who has now joined FUNCA, it is time for replacement with a standard for minimum original content, not a percentage given that website will often paste in the UN material they are analyzing or criticizing. One might also ask of the wire services’ re-typing of statements attributable to the spokesperson of the Secretary General constitutes “original” material in any common sense meaning of the word.

9. The UN Accreditation Rules’ repeated statement that non-profits are not eligible for accreditation is outdated and not enforced. AP and NPR are non-profits but are accredited; more recently a model of non-profit newsrooms, from ProPublica to some accredited at the UN, make it time to remove this archaic and arbitrary restriction.

10. The UN Accreditation Rules under “(1) Note on bona fide media organization” say that all those applying for accreditation must belong to an organization which is “formally registered as a media organization in a country recognized by the United Nations General Assembly.” This excludes individual journalists from all territories and non-member states. This is a real and ongoing problem which has barred many journalists from the UN, even including American reporters working for media physically headquartered in such territories or non-member states.”

Aufrechter Gang

Wir können da nur aus vollem Herzen zustimmen. Alles Gute Matthew! Good luck!

Anmerkung in eigener Sache: Nachdem ich aufhörte, der ARD auf die Finger zu schauen, weil genügend Material vorlag, um zu verstehen, was vor sich geht, wandte ich meine Aufmerksamkeit der UNO GmbH zu. Mit derselben Gründlichkeit. Daß meine Arbeiten ohne 100 Fußnoten auskommen, liegt daran, daß ich sie weglasse, nicht daran, daß sie nicht vorhanden sind.

Fehlende Fußnoten und der Verzicht auf einen bibliographischen Apparat und exzessive Quellenzitate könnten zu dem Eindruck anregen, es handele sich bei den mitunter in einer Kunstsprache beschriebenen Verhältnissen, um emotional-subjektiv überempfundene Interpretationen ohne handfeste Hintergründe. Dieser Eindruck wäre falsch. Zm Beispiel ist, was wie ein perönlicher Angriff auf eine bestimmte Person aussieht, in Wirklichkeit die Enttarnung einer als Person verkleideten Funktions-Chiffre, ist ein dezenter Hinweis auf Dinge unter der Oberfläche, deren bewusste Erfassung uns zuerst das Grausen und danach das Grausen zu überwinden lehren werden

Flucht ist sinnlos. Es erscheint mir als unvermeidbar, daß wir uns der Wirklichkeit stellen müssen, um sie zu überwinden. Je früher desto besser. Wir sind auf dem guten Weg.

11 Gedanken zu „neuer Korrespondentenverband FUNCA bei der Vereinte Nationen Organisation gegründet

  1. Gute Darstellung des ‚Ist-Zustandes‘ der Journalistenszene bei der UN in New York. Danke für den Artikel !
    Eigentlich hat UNCA ihre Privilegien verspielt, als sie ihren Grundsätzen untreu wurde. Das muss die UN aber erst noch erkennen und verinnerlichen.

    Ein überaus peinlicher Zwischenfall ereignete sich am Mittwoch 20.2.2012 bei einer Pressekonferenz des Bolivianischen Staatspräsidenten Morales bei der UN in New York.
    Nach seinen einführenden Worten stellte sich Präsident Morales Fragen von Journalisten und erteilte das Wort einer Reporterin aus Südamerika, die sich als erste zu Wort gemeldet hatte.
    Daraufhin umklammerte die Vertreterin der UNCA ein Mikrophon und bestand darauf, die erste Frage zu stellen. Als Präsident Morales nach dem Motto ‚
    first come-first served ‚ dennoch der südamerikanischen Reporterin das Wort erteilen wollte, spitzte sich das Gerangel um das UNCA-Mikrophon zu und es entstand eine ebenso lächerliche wie peinliche Situation. In ihrem Wahn, ihre vermeintlichen Privilegien bis zum letzten Blutstropfen verteidigen zu wollen, kämpfte die UNCA-Vertreterin um ihr Mikrophon und die erste Frage wie ein Kind, dem man seinen Teddybären entreissen will.
    Präsident Morales konnte daraufhin nur ungläubig den Kopf schütteln.

    Frau Falk pocht auf dieses Vorrecht mit dem ‚Argument‘, es sei seit fast 60 Jahren Tradition. Regeln des Anstandes erfordern es aber, ein Staatsoberhaupt nicht diese ‚Regeln‘ vorzuschreiben. Es geht nicht um Leben oder Tod.

    Es scheint sich auch eingebürgert zu haben, dass der beste Eckplatz in der ersten Reihe, bei den Pressekonferenzen immer (irgend)einem Vertreter der UNCA freigehalten wird.

    Die Quintessenz ist, dass wer für eine Mitgliedschaft bei UNCA bezahlt, den besten Platz und das Anrecht auf die erste Frage bekommen kann.
    Diese Diskriminierung anderer Journalisten durch die UNO – die das duldet – wird nicht länger zu halten sein. Und Matthew Lee ist zu verdanken, dass solche Praktiken öffentlich angeprangert werden und eine Revision angestrebt wird.

    1. @ Pietro de Marchi
      Danke für Lob & Info!
      Bei Eingabe von „Matthew Lee“ im Suchfeld des Blogs finden sich weitere Artikel von H.-P. Schröder zur Thematik UNO…

  2. @ jo
    Laut Herrn Lee, sind ca.2000 Journalisten bei der UN in New York akkreditiert. Davon sind nur ca. 200, also rund 10% Mitglied der UNCA.
    Diese 10% beanspruchen für sich nicht nur Privilegien zu Lasten der übrigen 90%, sie schaden durch Vorfälle wie bei der Morales-Pressekonferenz dem Ansehen des gesamten Pressecorps und der UN.

    Frau Falk behauptete aber gestern – aus beschämender Unwissenheit oder mit Absicht – UNCA würde die ‚überwiegende Mehrheit der bei der UN akkreditierten Journalisten vertreten.

    Erstaunlich, solche Fakten sind ja zweifelsfrei zu überprüfen.

    Interessant ist auch, dass UNCA wie ein wirtschaftliches Unternehmen geführt wird und – laut eigenen (mündlichen) Angaben – ein Vermögen von knapp einer viertel Million Dollar hat.

    Man darf gespannt sein wie lange es dauert, bis die bürokratische UN ausgetretene Pfade zu verlassen bereit ist.

  3. @ Pietro de Marchi
    Die gestrige Pressekonferenz stellte einen weiteren Höhepunkt dar. Niemals vorher sah ich Martin Nesirky,den Sprecher des SG, derart ausser Fassung geraten.Premiere. Mitte August 2012 lief die Kampagne gegen Herrn Lee auf vollen Touren, in dem Bestreben, die Verlängerung seiner Zulassung zu verhindern. Herr Lee ist immer noch bei der UNO akkreditiert. Die Machenschaften sind bisher fehlgeschlagen und schlagen jetzt, so scheint es zumindest, auf die Urheber zurück, die in den Kreisen großer Medienkonzerne zu suchen sind. Hinter CBS, AFP, Reuters stehen mächtige Interessen. Die Politik ist, und das bestätigt sich immer wieder, sobald man genauer hinschaut, immer als Handlanger der „Wirtschaft tätig. Die Wirtschaft pfeift, die Politik setzt Armeen in Marsch, Roboter setzen sich in Bewegung. Hinter Dr. Falk steht u. A. das CFR. Sie mag zwar eine gute Hochschullehrerin sein , dazu benutzbar, die Zwangsneurosen amerikanischer Aussenpolitik überzeugend an amerikanische Studenten als aufgezwungene Verteidigungsmaßnahmen eines unter Neiddruck geratenen, überlegenen Lebensstiles verkaufen zu können, aber wenn man verfolgt, wie ungeschickt sich Frau Falk verhält, welche Fragen sie wie anschneidet und wie sie reagiert, so bezweifelt man ihre Befähigung zu einfacher journalistischer Tätigkeit. Hat sie überhaupt journalistische Erfahrung vorzuweisen? Nun wir werden sehen. Heute abend 18 Uhr wird es beim Daily Press Briefing wieder zur Sache gehen. Unter http://webtv.un.org/#
    Man sagt in Deutschland „Nicht wer die erste Frage stellt,sondern wer zuletzt lacht, lacht am Besten.“ Eine gute Frage zu stellen, das ist wichtig. Wer wird das letzte Wort haben ? Wird es zu einer friedlichen Koexistenz beider Verbände kommen? Zu einem Shoot Down? Wird Frau Falk als UNCA Präsidentin überleben und ist mit weiteren, eventuell noch heimtückischeren Angriffen auf Mr. Lee zu rechnen? Fragen über Fragen. Wie sagt Herr Lee immer: Watch this site !

  4. @ H.P. Schröder

    Das heutige ‚Daily Press Briefing‘ verlief relativ zivilisiert. Zumindest fiel der Name UNCA nicht 😉

    Warten wir ab, wie sich die beiden Parteien arrangieren und wie weit die UN zu gehen bereit ist, ohne einen Gesichtsverlust zu riskieren und/oder ‚big players‘ zu verärgern.
    Der nächste Lackmustest, auf dem Weg der kleinen Schritte, wird die Umsetzung der angekündigten Pinnwände bzw. Glaskästen für Aushänge sein und ob rabiate Wildwestaktionen dann unterbleiben.
    Beide (!) Parteien müssen aufpassen und sich absolut professionell verhalten.
    Ziel sollte eine friedliche, gleichberechtigte Koexistenz und ein fairer Umgang miteinander sein. Allerdings bleibt offen, ob Frau Falk (oder wer auch immer Präsident der UNCA ist) nach den – zumindest bis jetzt misslungenen – Ausschlussbemühungen im vergangenen Jahr, die Größe hat, das Steuer herumzureissen.

    Die UN hat wichtigere Aufgaben, als sich mit solchen Grabenkämpfen beschäftigen zu müssen.

  5. Da die Rivalität zwischen UNCA und FUNCA bei jedem Briefing und jeder Pressekonferenz sichtbar zu werden droht, kann die UN diesen Zustand nicht einfach stillschweigend akzeptieren.

    Der Versuch des DPI, ein ‚Vermittlungsgespräch‘ zu organisieren war daher nicht nur lobenswert sondern logisch und richtig.

    Wie es aussieht, ging der Versuch aber leider gründlich daneben.
    Ich habe den Eindruck, dass sich da jemand – kurz davor einen Teilerfolg zu erringen – selbst ein Bein gestellt hat.

    Dass sich solche Szenen abspielen – und dann noch zur allgemeinen Belustigung veröffentlicht werden – lässt mich jetzt allerdings an der Professionalität einiger Betroffener stark zweifeln.
    Ich halte es für möglich, dass jetzt genau das Gegenteil des angestrebten Zieles erreicht wird. Schade !

  6. Was kommt noch ?

    Erst war es die Veröffentlichung der Tonaufzeichnungen mit dem Gebrüll und den Streitereien zwischen UNCA und FUNCA.

    Dann konnte man die ekelerregenden Bilder von Herrn Lees Büro bei der UNO sehen.

    Und jetzt geht Herr Lee auf Deutsche los, bringt den neu ernannten UN Police Advisor Stefan Feller in Zusammenhang mit dem zweiten Weltkrieg.

    Wie lange muss man diesen Schmutz noch über sich ergehen lassen ?

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