9 Gedanken zu „Jean-Marie Le Pen – ein Freund der Wahrheit

  1. Viele haben schon vergessen das LePen am Zenit seiner Karriere gegen Chirac eine Stichwahl verlor als Chirac ihn auf seine Nazi-Kollaborationsvergangenheit ansprach und somit die Wahl in Frankreich gewann. Zum Widerstand gehörte er definitiv nicht.

    http://www.focus.de/politik/ausland/nazi-besatzung-verharmlost-jean-marie-le-pen-kriegt-drei-monate-auf-bewaehrung_aid_714833.html

    Ich möchte nicht mit dem Finger auf ihn zeigen, weil das was er in dem Video da oben sagt, stimmt voll und ganz was die Bombardierung von zivilen Städten betrifft, auch die deutscher Zivilisten. Aber man sollte nicht vergessen, das er im Algerienkrieg auch kein Unschuldslamm war. Während seine Partei armenischstämmige Wähler versucht auf seine Seite zu ziehen bzw. Sarkozy abzuwerben. Während generell die französische Bevölkerung das Wort Völkermord an den Algeriern nicht in dem Mund nimmt und lieber von „événements“ spricht (den Ereignissen)

    http://www.wsws.org/de/articles/2001/mar2001/alge-m28.shtml

    Hier noch ein interessanter Kommentar über die Defamationsverhandlungen bezüglich der Foltervorwürfe gegen LePen

    „In 1988 wurden sowohl „Le Monde“ als auch „Liberation“ verurteilt, da beide in 1985 Artikel publizierten und Beweise brachten, dass Jean-Marie Le Pen PERSÖNLICH in Algerien während des Krieges gefoltert hatte. Die Behautungen wurden als Diffamierung bestraft.
    In 1994 änderte sich die Rechtssprechung in Frankreich. „Le Monde“ – veröffentliche weiterhin seine Recherchen in Bezug auf Algerienkrieg und Folter und erneut : konkrete Beweise über Le Pen in diesen Zusammenhang.(Eine Serie von Artikel wurden zwischen Mai und Juni 2002 publiziert). Le Pen verklagte die Zeitung wieder – seine Klage wurde 2004 entgültig abgewiesen, dabei wurde die Algerien-Spezialistin bei „Le Monde“, Florence Beauge, von der Strafkammer als „besonders ernsthaft und tiefgründig“ bezeichnet.“

    Quelle: http://www.seniorentreff.de/diskussion/archiv6/a1748.html

    Selbst wenn er ein Freund der Deutschen wär ? Gibt es überhaupt ein Jahrhundert wo Deutsche und Franzosen keinen Krieg gegeneinander geführt haben ?

    1. @ Tanzender Affe
      Deshalb hab ich ja die Headline geändert. „Ein Freund der Wahrheit“ ist auch schon zuviel gesagt, da er seine eigene Wahrheit (Algerien) nicht zur Verfügung stellt… hast also recht diesgezüglich. Was er sagt, ist jedoch schon von Interesse und sollte verbreitet werden.

  2. Gibt es überhaupt ein Jahrhundert wo Deutsche und Franzosen keinen Krieg gegeneinander geführt haben ?

    Keine Ahnung. Aber mehrheitlich war es doch schon so, daß es Kriege waren, die Franzosen gegen Deutsche geführt haben – und eigentlich war es nur im letzten Jahrhundert anders. Der Krieg von 1870/71 war im Grunde ein französisch-preußischer Krieg … dem sich dann die anderen deutschen Staaten anschlossen. Im öffentlichen Bewußtsein bzw. der offiziell tradierten Erinnerung handelt es sich hauptsächlich um Kriege Deutschlands gegen Frankreich … während es in Wirklichkeit geschichtlich gesehen genau umgekehrt war.

  3. @jo

    War ne gute Entscheidung mit der Headline. Wie gesagt ansonsten kann man guten Gewissens das so unterschreiben, was er im Video sagt.

    @Sir Toby

    Das muss den Deutschen nicht peinlich sein, dass es ständig Krieg zwischen Frankreich und Deutschland gibt. Deutschland ist aufgrund der geographischen Lage (mitten in Europa) genauso wie mein Land Türkei (zwischen Europa Asien Naher Osten) geradezu prädestiniert für Völkerwanderung oder für Krieg.

  4. @Tanzender Affe

    Es gehört zur Sieger-Geschichtsschreibung des Zweiten Weltkrieges, dass die Nazi-„Kollaboration“ in Frankreich angeblich schlecht und grausam war, und dass dagegen die Résistance immer wunderbar gut und gerecht war. Es ist durchaus angebracht, solche angeblichen Wahrheiten zu hinterfragen und in neuem Licht zu betrachten.

    Ich könnte mir vorstellen, dass le Pen einen wohlüberlegten Grund hat, zu sagen, dass die Nazi-Besatzung Frankreichs „nicht besonders unmenschlich“ war. Die Franzosen vergessen sehr gern, wie viele von ihnen bereitwillig mitgemacht haben. http://de.metapedia.org/wiki/Frankreich#Wie_die_Alliierten_Frankreich_.E2.80.9Ebefreiten.E2.80.9C

    Genauso wie die Franzosen ihre grausame Behandlung der Deutschen nach dem Krieg gern vergessen. Oder die Grausamkeiten der Partisanen-Résistance, die nicht selten terroristischen Charakter hatte: http://de.metapedia.org/wiki/R%C3%A9sistance

    Algerien mal außen vor, mit den diesbezüglichen Zweifeln an Le Pens Integrität könntest du Recht haben.

  5. @Wolke

    Ich könnte mir schlimmeres vorstellen als von Deutschen besetzt zu sein. Damals hat Hitler die diszipliniertesten Soldaten an die Westfront geordert. Das Oberkommando gestattete es der französischen Flotte weiter zu operieren unter franz. Flagge. Soll heißen, die Schiffe wurden nicht zum deutschen Vorteil beschlagnahmt, obwohl diese jederzeit es tun könnten. Die Engländer selber versenkten die Flotte mit der Begründung, dass die Deutschen diese beschlagnahmen könnten für den Fall, dass Deutschland mit dem Rücken zur Wand stehen könnte. Was die Vichy-Franzosen so verärgerte, das diese offen darüber diskutierten, ob sie sich Deutschland anschließen sollten.

    Während bei der Ost-Front Hitler die undiszipliniertesten und auffälligsten Soldaten hinbeorderte. Das hatte den Grund, das Stalin die Hager Landkriegsordnung für die Behandlung von Kriegsgefangenen nicht akzeptierte, während Deutschland diese unterzeichnet und ratifiziert hatte. Hitler sah dann sich nicht verpflichtet, sich an die Kriegsordnung zu halten an der Ost-Front. Dies sollte man immer berücksichtigen, wenn man deutsche und russische Geschichte betrachtet.

    Was die Franzosen betrifft brauchen diese sich nicht zu beschweren. Denn es waren deutsche Offiziere, die die Weinkeller der Franzosen leergekauft haben, worüber die Franzosen vor der Niederlage geklagt haben. Die Deutschen verloren den Krieg eigentlich weil sie Wort hielten, gegenüber ihren Allierten und besiegten Feinden.

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