Gedenken an Dresden

Danke an Frank Reitemeyer – Danke an Armeeverkauf

„So wurden aus 275.000 Opfern (Internationales Rotes Kreuz) jetzt als Obergrenze 25.000 Opfer bestimmt. Dieses politisch korrekte, Opfer verachtende Ergebnis kann nicht allein bei uns Zeitzeugen, sondern auch im In- und Ausland nur noch Abscheu erregen..“

„Was taugt Erinnerung, der man die Wahrheit raubt?“

misereor dresden

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Memento Dresden

13. bis 15. Februar 1945

Dresden stirbt im vierfachen Bombeninferno

 

„Wieviel starben, wer kennt die Zahl?

An deinen Wunden sieht man die Qual

der Namenlosen, die hier verbrannt

im Höllenfeuer aus Menschenhand.“

(Inschrift auf dem Dresdner Heidefriedhof)

Worte von Max Zimmering

 

Das Gedenken an die unschuldigen Opfer des Bombenterrors in Dresden ist mit Recht zum Symbol für die vielen anderen Angriffe gegen die Zivilbevölkerung geworden. Die Trauer an den Gedenktagen hat sich aber zusehends von stiller Betroffenheit zur Selbst-Anklage gewandelt. Opfer sind jenseits von Schuld auf allen Seiten stets beklagenswert, die eigenen können dabei nicht geringer sein.

Für Nachgeborene ist das Geschehen des 13. bis 15. Februar 1945 – der diabolische Vorgang und seine verheerende Wirkung – nicht wirklich nachvollziehbar und auch nur schwer zu vermitteln.

Luftmarschall Sir Robert Saundby, Stellvertreter und engster Mitarbeiter von Sir Arthur Harris (Bomber-Harris) bekennt: „Dass die Bombardierung Dresdens eine erschütternde Tragödie war, kann niemand leugnen“.

Zwei vernichtende britische Feuersturmangriffe kurz hintereinander, kombiniert mit Brand- und Sprengbomben, auf das zivile Innenstadtgebiet von ca. 15 qkm, verhinderten die Rettungsmöglichkeiten. Zwei weitere amerikanische Angriffe in den darauf folgenden Stunden vollenden die unfassbare, vierfache Vernichtungsorgie.

Kurt Vonnegut jr., amerikanischer Schriftsteller, als Kriegsgefangener Augenzeuge des höllischen Geschehens, im SPIEGEL 6/2005 S.159:

„Die Zerstörung Dresdens war das größte Massaker der europäischen Geschichte“.

Die mit Ostflüchtlingen überfüllte Stadt hinterließ so große Leichenmengen, dass wegen Seuchengefahr und geringster Transportmöglichkeiten Massenverbrennungen schon am ersten Tag an mehreren Stellen der Stadt durchgeführt werden mussten. Dokumentiert findet sich nur die erst ab 21.2.1945 bis 5.3.1945 stattgefundene am Altmarkt. Leichenbergungskommandos waren noch bis Juli 1945 für die massenhaft verschütteten Kellertoten eingesetzt.

Die im Dresdner Stadtmuseum noch vor 1989 gesammelten Schmelzen von Materialien mit Schmelzpunkt bis 2000 Grad, weisen zudem auf die nicht mehr registrierbaren, veraschten Menschenopfer des Bombardements hin (Kremierungstemperatur liegt bei 800 Grad).

Von der 2004 eingesetzten Historikerkommission wurden aber nur die noch vorhandenen Dokumente als wissenschaftlich bewertet und Augenzeugen als traumatisiert einseitig abgelehnt.

So wurden aus 275.000 Opfern (Internationales Rotes Kreuz) jetzt

als Obergrenze 25.000 Opfer bestimmt

Dieses politisch korrekte, Opfer verachtende Ergebnis kann nicht allein bei uns Zeitzeugen, sondern auch im In- und Ausland nur noch Abscheu erregen.

 

allen toten
einschl. der namenlosen brandopfer dresdens

zum gedenken

 

E.E. Korkisch, ehem. Kruzianer/Kreuzchorschüler, Augenzeuge

35 Gedanken zu „Gedenken an Dresden

  1. Meine Verachtung für die, die diese Lüge erzeugen ist grenzenlos. Vorallem für diese Historiker, denen man einen öffentlichen über TV übertragenen Prozess machen sollte (am besten in Dresden oder Nürnberg), da man so endlich sehen wird, mit welchen Methoden da gearbeitet wird. Diese 25.000 sind nur die in Büchern registrierten offiziellen Opfer wobei bekannt ist, das mehrere Bände fehlen.

  2. Die Amis und Briten zusammen haben mehr Menschen umgebracht als Stalin, Mao, Hitler und andere Despoten zusammen. UNd sie sind auch noch stolz drauf. Mögen die Verantwortlichen in der Hölle schmoren.

  3. In Dresden soll um den historischen Stadtkern eine Menschenkette gebildet werden,damit diejenigen,die zu Deutschlands wirklicher Verantwortung stehen und nicht an die Lügen der gekauften Historiker glauben,nicht unserer Ahnen gedenken dürfen!

    Was sind das nur für Volksverräter,die mit ihren Stiefeln auf die verkohlten Opfer treten und sich gleichzeitig rühmen,den Alleinvertretungsanspruch für ein Opfergedenken bei gleichzeitiger Leugnung der wirklichen Opferzahlen zu besitzen?

    Das sind die wahren Massenmord-Leugner,die unseren Besatzern und deren Lügenmedien auch 70 Jahre nach der feigen und hinterhältigen Tat immer noch die Füße küssen müssen,um von deren Phalangisten hofiert zu werden,damit eine Freihandelszone für Polit- und Wirtschaftskriminelle eröffnet werden kann!

    In Gedenken an ALLE Opfer Dresdens,auch die nicht registrierten und verschwiegenen!

    Aus Liebe zu Deutschland

  4. Die Enkelgeneration der Opfer, demonstriert in der Stadt der Opfer, gegen die Opfer.

    Angesichts der (jährlich) aktuellen Diskussion kommt mir mittlerweile die Galle hoch, bei der Argumentation der „Gutbürger“. Unberührt der immer wieder angeführten Schuldfrage, sind Bombardierungen ziviler Ziele, auch nach heutiger Definition Terrorangriffe.

    Das sagt jemand,der garantiert nicht „rechts“ oder „links“ verortet werden kann und will.

    1. @ Det70
      Trotzdem wird man für so eine vernünftige und wahre Aussage zum Extremisten erklärt! „Links“ oder „Rechts“ ist dabei nicht mehr wichtig…

  5. Politiker, Strippenzieher der falschen Geschichtsschreiber versuchen uns in die Trennung zu bringen. Das dürfen wir niemals erlauben/.

    Es liegt an uns zu vereinen was vereint gehört. Die Trauer und Liebe zu den Menschen pflegen die unbeschreiblich litten, und die wir nicht betrauern sollen und dürfen, das trotzdem zu tun ist Liebe und tiefe Menschlichkeit.

    Diese Menschen waren Zivilisten.

    Diese Menschen, sie waren unschuldig. Das muss gesagt werden, immer und immer wieder. Das ist die Wahrheit und wird es auch immer bleiben. Was könnte man diesen Menschen denn anhängen, „dass sie ihrer Zeit nicht entrinnen konnten und den Machenschaften derer, die die Welt kontrollieren können und denen schon damals die Presse gehörte?

    Heute: aus Liebe zu den Opfern in Deutschland, den vergessenen Menschen.
    Abwoon d’Bashmaya ۞ Gebet des „Geliebten“ in Arameic
    http://www.youtube.com/watch?v=MAEIrp4MFBE
    „Niemals werdet ihr vergessen werden, egal wie grausam die Geschichte der Welt weiter geht. Diese Illusion die wir erlernen sollten kann in vielen von uns mit jeder neuen Lüge nur mehr Liebe wachsen lassen.
    Translation of the Prayer in English:
    http://www.examiner.com/article/the-lord-s-prayer

  6. Schlachthof 5 , ein sechs Stunden Hörbuch bei youtube http://www.youtube.com/watch?v=V8U1nX_o6aw
    In einem Interview sagte Kurt Wonnegut bereits vor Jahren über die amerikanische Gesellschaft : „We must now protect ourselves against our own government and our own industries.“ Wir auch.
    Vonnegut geriet in deutsche Gefangenschaft und äusserte in einem anderen Interview, daß er begriffen hätte, was Krieg ist als er zusammen mit einer Masse von amerikanischen Soldaten,stupid young boys, in Gefangenschaft geriet. Er sagte sinngemäß, daß sie bis zum Horizont da gestanden wären ,mit erhobenen Händen und daß er sich wünschte, diejenigen, die sie nach Deutschland geschickt hatten und die, die immer noch glaubten, Krieg wäre something funny, würden das sehen.
    Vielen Dank an Norbert Knobloch. Sehr ergreifend und meiner Empfindung nach, dem Drama gerecht werdend. Die Profilierer und Abwiegler und die organiserten Erinnerungsprofiteure verhöhnen die Opfer und sollten besser schweigen. Dann wären sie glaubwürdiger.

    Die Formulierung von oben „Augenzeugen als traumatisiert einseitig abgelehnt“ sollte man übrigens notieren und sich merken. Sie kann in anderem Zusammenhang mit gleichem Recht eines Tages wesentlich zutreffender verwendet werden.

  7. Mir immer unbegreiflich, man muß es immer wieder schildern, wie Norbert Knobloch, da werden alle Rechtfertigungen und Lügenkonstruktionen wie die von Guido Knopp hinfällig. Besonders die Zeugenberichte sind so erschütternd. Das kam wieder hoch mit dem ersten Golfkrieg schon, irgendwo ist bei uns Deutschen das Gedächtnis verwahrt. Sie haben mit dem Bombenterror auch versucht unsere Geschichte zu vernichten, als „Umerziehung“, wie Jörg Friedrich sagte.
    Die einzige Möglichkeit ist, glaube ich, Mitgefühl zu empfinden, ein Gefühl für unsere Eltern, Großeltern ein persönliches Gedenken.

  8. @Netzband

    Meine Eltern sind beide aus Ostpreußen vertrieben worden.Ich kenne daher alles aus erster Hand.Mein Vater wäre um ein Haar auf der Wilhelm Gustloff gelandet,als er mit seiner Familie in letzter Minute aus dem belagerten Königsberg floh.

    Das ganze Grauen werden wir Nachgeborenen nie mitleiden können,denn es war zu traumatisierend als daß man es nachempfinden kann.

    Man Vater hat als 15 Jähriger Panzergräben um Königsberg geschaufelt,hat die Zerstörung dieser Stadt hautnah miterlebt,meine Mutter war noch ein halbes Jahr unter den Russen.

    Die Schrecken dieser Zeit sind unsere Mahnung und Aufforderung zugleich,die Wahrheit über die ganzen Geschehnisse niemals zu verdrängen.

    Das brutale Vorgehen des Feindes gegen die Zivilbevölkerung in Dresden und anderswo,zeigt deutlich,aus welchem Holz die Alliierten wirklich geschnitzt waren.Die satanischen Kräfte wollten den Untergang des ganzen Deutschen Volkes!!!

    Und dieser Haß schwebt auch heute noch in so manchem Hinterkopf in London und New York,denn ansonsten hätten wir schon längst einen Friedensvertrag.Doch diesen werden wir mit diesem Vasallenkörper wohl niemals erhalten.Denn für den Feind lebt es sich ja nach wie vor ganz gut im Bett der BRD!

    Aus Liebe zu Deutschland

  9. Der Brüller darüber warum deutsche Zeugen offenkundig mit Offenkundigkeit in Absurdistan gelebt haben.

    http://www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/essay/download-schnatzl-uftkrieg100.html

    Aufsatz „Lufkrieg über Absurdistan“ von Helmut Schnatz

    In diesem Aufsatz untersucht Helmut Schnatz Augenzeugenberichte über Tieffliegerangriffe auf Dresden. Der Aufsatz erschien 2005 in der Zeitschrift „Informationen für den Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrer Heft 70.

    Hatten die britischen Besatzer nicht 40 Jahre DDR lang Zeit die Opferzahlen runterzuhandeln?

    Die britische & anderen NATO-RATs haben in Libyen mit ihren Friedensluftangriffen auch NULL Zivile Opfer geschaffen. AI bezeichnet die dortige arbeit der NATO-„Ratten“ verniedlichend auch als Militärkampagne
    http://www.amnesty.de/2012/3/19/libyen-die-vergessenen-zivilen-opfer

    Der Terror-Luftangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945, ein wichtiges militärisches Ziel(?), hat mit wesentlich weniger Bomben rund 20 000 Menschen, besser gesagt deutsche Tiere in Menschengestalt, erlegt. Ein gutes Geschäft für den militärisch-industriellen Komplex.

  10. @ Aus Liebe zu Deutschland
    ja, meine eine Oma aus Königsberg mit ihrer Tochter warteten auch in Gotenhafen auf die Gustloff, sind aber mit einem anderen Schiff mitgekommen. Die in Kiel oder Dänemark ankamen, hatten noch einigermaßen Glück, aber was ich von Jörg Friedrich über den Bombenangriff auf Swinemünde und die Flüchtlinge dort gehört habe, ist grauenhaft.
    http://dikigoros.150m.com/swinemuende.htm
    Andere sind in Königsberg unter den Sowjets umgekommen und verhungert.

  11. @Netzband

    Mein Großvater ist in Königsberg verhungert,ebenso der beste Freund meines Vaters!Ein Onkel starb dort mit 13 an einem Granatsplitter.Die anderen 6 Brüder meines Vaters waren verstreut an der Front,zwei davon sind in Rußland vermißt.

    Die Stadt war schon fast komplett eingeschlossen,als mein Vater mit zwei seiner Schwestern und meiner Oma die Flucht gelang.Es war ein Wunder! Sie wurden von oben mit Jagdbombern beschossen und haben es irgendwie bis nach Gotenhaven geschafft.Die Gustloff lag schon im Hafen,war aber schon voll,so daß sie auf ein anderes Schiff kamen.Hierbei wurden mein Vater und meine Oma getrennt.Er hielt nach ihr Ausschau,doch es war eine riesige Menschenmenge,die auch auf das Schiff wollte.Dann sah er seine kleinste Schwester im Arm von meiner Oma und stürzte nochmals vom Schiff runter.Er packte meine Oma am Arm und zog sie wieder aufs Schiff,was nicht leicht bei dem Gedränge war.

    Und so überlebte er den Kessel von Königsberg!Alle,die diese letzte Chance nicht genutzt hatten,sind gestorben oder wurden nach Sibirien verschleppt.

    Wenn Du mehr wissen willst,kannst Du Dich ja mal melden unter:

    neuesdeutschesreich.com

    Aus Liebe zu Deutschland

  12. danke auch gerd, diese Verdrehungen und Lügen dieses „Schnatz“ gefunden zu haben. Und das in einer Zeitschrift für Geschichtslehrer. Kam vielleicht auch mal im Fernsehn. So kann man „wissenschaftlich“ aus Schreckenserzählungen, wenn man die absurden auswählt, alles lächerlich machen. Aber Schnatz würde sicher nicht den sog. H… untersuchen. Natürlich flogen am Kriegsende Tiefflieger überall. Eine Kindergärtnerin mußte sich mit ihren Kindern in den Straßengraben hinter Bäume werfen, die haben auf jeden geschossen.

  13. Aus Liebe zu Deutschland, ja, über das Schicksal derer, die in Königsberg blieben ist nur wenig bekannt, weil nur wenige überlebten. Aber sogar im Fernsehen kamen mal Berichte, auch über die Wolfskinder, die nach Litauen wanderten.
    Ich kenne niemand mehr von dort, nur eine entfernte Tante ist noch aus Königsberg, die hat auch Einiges durchgemacht.
    P.S. der „dikigoros“ (oben) ist ganz gut, aber liegt auch etwas schief, denn daß „ein Diktator“ bei uns war, irgendetwas davon rechtfertigen könnte, was die Alliierten taten, wird ja schon durch ihre Unterstützung Stalins zunichte, von 39 an.

    1. Das also heißt „schwarz-oder-weiß“. Was waren schon Laos und My Lai, Dresden und Hiroshima…? Kein Cricketspiel eben.
      Na das ist doch mal ein Wort, Herr Pabst! Schluss mit dem selbstgerechten Gejammer über Pseudo-Opfer. Im falschen Land gewesen, tot und basta, Männlein oder WEiblein, ob 3 oder 93 Jahre alt. Kill them all, god will sort them out.
      Und da sage noch einer, es gäbe keine richtigen Kerle mehr in Deutschland. (Von Intellektuellen will ich gar nicht erst anfangen.)

        1. Ein Volk muss bereit sein, für seine Befreiung zu sterben.

          Was für ne Koryphäe mir da bislang entgangen ist. Gut, dass Sie sich mal bemerkbar gemacht haben.

          1. Bislang triefst Du nur von selbstgerechtem Selbstmitleid. Da braucht es noch etwas für die Befreiung vom Joch der Freiheit und des Wohlstandes. Ihr müsst nur aufpassen, dass Euer Held Putin, zum dem die neuer Rechte als Lemmingverschnitt pilgert, sich nicht vor dem Endsieg über Euch totlacht.

  14. To whom it concerns…. .

    Herr Pabst , ich empfehle Ihnen uneingeschränkt die uneingeschränkte Lektüre von Robert Kennedys “ Gangster drängen zur Macht“, Scherz 1960. Investieren Sie 8 Euro und staunen Sie. Der Mann hatte einiges begriffen, bevor „es“ ihm in den Kopf schoß. Jedenfalls hat er mehr begriffen, als wir,denn wir haben uns die CowboyundIndianerLassieFuryDenverRaumschiffEnterpriseSch…e reingezogen und nichts begriffen. Nach dem allerersten Western hätten wir nur zurück- und daraufhin hochrechnen (intra- und extrapolieren) und uns den Konsequenzen stellen müssen. Dann gäbe es kein Herumgeeiere „zwischen verschiedenen Positionen“ mehr. Über das amerikanische „Volk“ ist das Urteil gesprochen, es kommt aus seinem eigenen Mund. Aber leider, leider haben wir, wie Robert Kennedy, weder weitreichende Schlüsse noch Konsequenzen gezogen. Und wenn Kennedy es versucht hätte, so wäre er mental nicht in der Lage gewesen, sich der unausweichlichen „Hoffnungslosigkeit“ zu stellen. Die Gangster saßen neben ihm und in ihm. Sein Bruder John hat sein eigenes Buch „Zivilcourage“ gar nicht gelesen. Hätte er es gelesen, so würde er heute noch leben und unsere Welt wäre eine andere. Womit ich bei Grass bin; davon etwas mehr zum Schluß. Der Begriff Unterwelt trägt seine Bedeutungen offen zu Markte. Unterwelt. Erschrecken ist erlaubt, Flucht sinnlos. Schwarzweißmalerei „in differenzierten Tönen“ nützt nichts, – es nützt nichts „revolutionär“ ein Loch in den Zaun zu schneiden, eine Klimaanlage (wegen mir mit Biogas betrieben) zu installieren und dann „geistige Freiheiten“ („Ich vertrete eine unabhängige Position!“)zu verkünden und als Beweis für die Solidität des eigenen Standortes ( oder – punktes) zu behaupten, man hätte oder zumindest man könnte den Kraal verlassen und ausserdem hätte man etwas für das Klima getan. Ohne Tat ist nichts möglich. Die Tat beweist das Wort. Klare Wahrheit klar aussprechen. Die Welt ist nicht undurchschaubar. Es mögen verschiedene Möglichkeiten existieren, die Ergebnisse der Durchsicht zu beschreiben,- sofern die Durchsicht wahrhaftig ist, spricht die Beschreibung immer universelle Wahrheit aus. An ihrer Allgemeinverständlichkeit werdet ihr sie erkennen. Wort, Wirken und Tat. Tat. Womit ich bei dem Unheil bin, das unser Grass bei seiner Flucht hinterlassen hat. Der arme alte Mann, fast bekäme man Mitleid, aber sein Verbrechen ist unverzeihlich. Er hat mit seinem erbärmlichen Versagen den lebendig Verbrannten von Gaz-a-Dresden keinen Respekt erwiesen.Im Gegenteil. Was war ich elektrisiert, als ich hörte:

    Grass hat ein Gedicht geschrieben,
    an dessen Sinn (?)
    sich böse Buben rieben.

    Glücklicherweise waren an dem Tage alle Zeitungen in dem kleinen Dörfchen bereits vergriffen, so daß ich in Seelenruhe noch einige Urlaubstage verbringen durfte, bevor dann zuhause der Text auf dem Tisch lag. Der Mann hat es versucht, ohne seinen Kraal zu verlassen. Lyriker war er nie, den Vorwurf, daß er (angeblich) bei der SS war, hätte er leicht mit einem Na und? kontern können, hat er nicht getan. Stattdessen nach der Veröffentlichung sein erbärmlich- „differenzierendes“ Herumgeeiere, anstatt nach vorne zu stürmen und einen eisernen Haken in die Bresche zu schlagen, an dem wir unsere Seile befestigen können. Worte, Herumgeseiere, nur keine Tat, kein Risiko eingehen, ein „das muß doch noch erlaubt sein“ als höchste Form des Widerspruchs. Er hat sich zurückgezogen, ohne einen einzigen Schuß abzufeuern und ein noch schlechteres Gedicht über Griechenland nachgeschoben. Was war die Folge: Das freche Pack wurde noch frecher, nachdem der Feigling in der Versenkung verschwand und seinen Müll hinterließ. Er hat uns unsere Aufgabe erschwert, – aber uns auch bewusster gemacht.

    Herauslavieren geht nicht, das Zeitalter des Entweder – Oder steht vor der Tür. Es wird eintreten, ob wir ihm die Tür aufmachen, oder nicht, das spielt keine Rolle mehr. Übrigens ist Grass nur EIN Beispiel für das Kollektivversagen der bundesdeutschen Intelligenzschickeria.

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