Mali: wieder ein neuer Krieg

Haus in Bamako -Bild: ader.eu
Haus in Bamako -Bild: ader.eu

von Angelika Gutsche

 

Viele Ungereimtheiten, Halbwahrheiten und Unterschlagung von Fakten bestimmen die täglichen Presseberichte über den Krieg in Mali.

 

 

Es wird geheuchelt, was das Zeug hält, Nebelkerzen werden geworfen. Natürlich ist ein primitiver Islamismus verabscheuungswürdig und viele Tuareg, vor allem jene, die durch Tourismus zu einem kleinen Wohlstand gekommen sind, bekämpfen die Islamisten in Nordmali. Doch bei dem Krieg Frankreichs in Nordmali geht es nicht um die Abwehr von bösen Islamisten oder um Demokratie, sondern es geht um handfeste wirtschaftliche Interessen, in erster Linie denen Frankreichs, um unschätzbare Rohstoffe, die im Norden Malis auf ihre Förderung warten.

Die Presse behauptet, die „Malier“ in Bamako begrüßten den Luftschlag der Franzosen. Doch Bamako liegt weit im Süden Malis. Begrüßen die Tuareg im Norden des Landes auch den Luftschlag auf ihre Städte und die Zerstörungskraft der anrollenden französischen Panzerkolonnen? Über eine Viertelmillion sind in den Kriegsgebieten auf der Flucht, teils auf den Weg in den Süden Malis, in die größeren Städte wie Bamako, wo sie ein neues Hungerproletariat bilden werden, aber auch weit mehr als Hunderttausend sind in die benachbarten Staaten Algerien, Niger, Burkina Faso und Mauretanien geflüchtet.

Mali´s Wahlspruch: „Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube“
Mali´s Wahlspruch: „Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube“

Es ist richtig, es gibt verschiedene Gruppierungen von Aufständischen in der Sahelzone. Es kämpfte nicht nur die säkulare Rebellengruppe „Nationale Bewegung für die Befreiung von Azawad“ (MNLA) für ein selbstbestimmtes Azawad, sondern es kämpfen auch verschiedene islamistische Gruppen für die Unabhängigkeit Azawads von Mali. Doch sind auch Tuareg (singular: Targi) und andere Ethnien Nordmalis wie Fulbe und Kunta islamischen Glaubens, wenn auch in unterschiedlich strenger Ausprägung, wobei aus kulturellen Gründen viele Tuareg eher einem soften Islam zuneigen und den Frauen eine bedeutende Rolle zugestanden wird. Trotzdem gibt es bei den verschiedenen Rebellengruppen viele Überschneidungen, Gruppen verbünden sich und überwerfen sich wieder. So ist der Führer der Gruppe Ansar Dine (Verteidiger des Islams) ein Targi namens Iyag Ag Ghaly, der schon bei den Tuareg-Aufständen in den 90er Jahren eine wichtige Rolle spielte. Doch gilt in Nordmali wie in anderen Ländern auch: Militanter Islamismus ist auch und vor allem der Ausdruck eines sozialen Gerechtigkeits- und Armutsproblems.

Auch was die Empörung gegen die Forderung nach dem islamischen Recht im neuen Staat Azawad betrifft, kann dem Westen nur Heuchelei vorgeworfen werden. Unterstützt man nicht gerade in Syrien jene Islamistengruppen im Kampf gegen Assad, die man in Nordmali bekämpft? Sind nicht bei den „Aufständischen“ in Syrien, die jubelnd im deutschen Fernsehen gezeigt werden, die gleichen schwarzen Salafisten-Fahnen zu sehen wie bei den islamischen Tuareg-Aufständischen in Nordmali? Dort gute Salafisten, weil gegen Assad? Hier schlechte Salafisten, weil gegen westlich ausgerichtete Zentralregierung in Bamako? Und fand man es nicht auch völlig unbedenklich als in Libyen nach dem Einsatz der Nato plötzlich Islamisten das Sagen hatten? Obwohl Libyen doch viel näher an Europa liegt als Mali? Nur ein paar Seemeilen von der zur EU gehörigen Insel Malta entfernt?

Eine Frau der Peul in traditioneller Tracht - Bild: Wikipedia
eine Frau der Peul in traditioneller Tracht – Bilder: Wikipedia

Der Staat Mali besteht aus vielen verschiedenen Ethnien. Allerdings zieht sich eine scharfe Trennungslinie zwischen den sesshaft-bäuerlichen Stämmen des Südens und den Nomaden- bzw. Halbnomadenstämmen des Nordens in den Sahara- und den Übergangsgebieten von Sahara- zu den Sahelgebieten. Zwischen diesen sesshaften und den nomadischen Stämmen besteht aus historischen Gründen eine tiefgehende Feindschaft.

Um den Konflikt, der jetzt im Norden Malis ausgebrochen ist, wirklich zu verstehen, muss man etwas in die Geschichte zurückblicken. Als im 19. Jahrhundert Frankreich seine Kolonialgebiete immer weiter in den Süden Afrikas vorschob, leisteten die Tuareg lange und erbitterten Widerstand. Erst 1917 konnte ein Friedensvertrag geschlossen werden. Die Tuareg ziehen seit jeher nomadisierend durch Gebiete der Sahara und des Sahels, verstreut über die Staaten Mali, Algerien, Libyen, Niger und Burkina Faso. Grenzen existieren für sie faktisch nicht und alle Regierungen tolerierten bisher ihre nomadische und grenzüberschreitende Lebensweise. Mit dem Entstehen der nachkolonialen afrikanischen Staaten in den 60er Jahren wurde es für die Tuareg schwierig, da schwarze Bevölkerungsmehrheiten die Regierungen stellten und die Tuareg in Mali und Niger marginalisierten. Dies hatte mehrere Aufstände zur Folge, da sich die Situation der nomadischen Völker durch Dürrekatastrophen verschärfte. Hungersnöte und Massensterben wurden von den Regierungen Malis und Nigers schlichtweg ignoriert, die Aufständischen bekämpft, Weideland in Bauernland umgewandelt, die Tuareg nicht an den Einnahmen durch den Abbau von Uran und anderen Bodenschätzen beteiligt. 1996 kam es zu Friedensverhandlungen, Selbstverwaltung und Katastrophenvorsorge wurden vereinbart, in Mali konnten sich die Tuareg selbst dezentral in Kidal verwalten. Diese Zusage war aber mehr den Umständen geschuldet als der Einsicht der Zentralregierung in Bamako. Denn tatsächlich war der Norden Malis schon lange der Kontrolle Bamakos entglitten.

Wie schon bei Ausbruch des Libyenkrieges 2011 befürchtet, zogen sich viele Tuareg, die in der libyschen Armee gedient und treu zu Muammar Gaddafi gestanden hatten, nach seiner Ermordung unter Mitnahme ihrer Waffen über den Niger in den Norden Malis zurück und destabilisierten das eh schon mehr als brüchige malische Staatswesen weiter. Am 6. April 2012 riefen die Tuareg-Rebellen im Norden Malis ihren eigenen Staat Azawad aus. Doch auch in Azawad wurde und wird zwischen verschiedenen Gruppen um die Macht gekämpft, zwischen Stämmen und verschiedenen mehr oder weniger religiösen Ausrichtungen. Da im Moment islamistische Kräfte die Übermacht zu haben scheinen, diente dies unter Beifall der anderen westlichen Staaten zur Begründung Frankreichs für einen Krieg gegen Azawad.

die Landwirtschaft stellt den Hauptwirtschaftszweig des Landes dar - Bild: Wikipedia
die Landwirtschaft stellt den Hauptwirtschaftszweig des Landes dar – Bild: Wikipedia

Tatsache ist, dass die Tuareg de facto schon lange Jahre unter eigener Verwaltung in Nordmali leben, dass sich die Tuareg auch durch Schmuggel aller Art finanzieren und in Nordmali wohl schon lange eine Art Scharia herrscht. Neu war nun die Ausrufung eines eigenen Staates. Dies hängt sicher auch mit der Frage zusammen, wer an den Bodenschätzen, die sich im Norden Malis befinden und viel größer sind als bisher vermutet, verdienen wird. Gehen die Einnahmen an die Zentralregierung, die eng mit Frankreich verbunden ist, werden die Tuareg wohl wieder leer ausgehen, wie schon die Erfahrungen mit den Uranminen im Niger und andere Beispiele zeigen. Dies dürfte auch der Grund sein, warum der Führer der Rebellengruppe Ansar Dine Anfang 2012 weitere Verhandlungen mit der Regierung in Bamako absagte. Viele Bodenschätze liegen im Tuareg-Rebellengebiet: Bei Kidal gibt es große Uranlager, bei Gao und im Tal von Tilemsi immense Phosphatvorkommen, des Weiteren werden große Erdgas- und Erölvorkommen unter dem Sand der Sahara in den Gebieten der Tuareg vermutet. Frankreich hat also sehr vitale Interessen in Nordmali und beste Beziehungen zur Zentralregierung in Bamako. Man darf davon ausgehen, dass im Falle eines Sieges das Fell des Bären – sprich Bodenschätze – schon unter den Siegern verteilt ist. Der jetzige kriegerische Alleingang Frankreichs will auch Frankreichs Ansprüche in seinen ehemaligen kolonialen Gebieten – auch gegenüber USA – sichern. Da unterscheidet sich die Mali- und Syrienpolitik Hollands in Nichts von der seines Vorgängers Sarkozy in Libyen. Und im Übrigen: Wer sich den Luxus einer Fremdenlegion leistet, will diese auch mal einsetzen.

Parlamentspräsident und designierter Übergangspräsident Dioncounda Traoré
Parlamentspräsident und designierter Übergangspräsident Dioncounda Traoré

An der Proklamation des neuen Staates Azawad zerbrach die schwarze malische Zentralregierung. Im März 2012 wurde der Präsident Malis durch einen Militärputsch zur Flucht gezwungen, dem die Putschisten vorwarfen, zu lax gegen die Sezessionsbestrebungen vorgegangen zu sein. Inzwischen wurde die Macht von den Putschisten an den malischen Parlamentspräsidenten Traoré für eine Übergangsperiode übergeben. Mit der Behauptung, die Rebellen sprich Islamisten setzten sich in Richtung Hauptstadt Bamako in Bewegung, bat dieser nun um ein militärisches Eingreifen Frankreichs. Dass die Kämpfer für die Sezession der nördlichen Gebiete die weit im Süden gelegene Hauptstadt Malis einnehmen wollten, erscheint völlig absurd und muss als Vorwand für den Beginn des Krieges gegen Azawad gesehen werden.

Doch hat der Mali-Konflikt noch einen weiter reichenden Aspekt. Man darf sich erschrecken, wenn in der SZ vom 15.1.13 unter dem Titel „Solidarität ohne Risiko“ Daniel Brössler Stellung zum Krieg in Mali nimmt. Es ist in dem Artikel deutliche Kritik an der von Deutschland geübten militärischen Zurückhaltung zu lesen. Brössler ist der Meinung, wenn Deutschland seiner internationalen Verantwortung auch künftig gerecht werden will, darf das nicht so verstanden werden, dass künftig nur andere Staaten militärische Aufgaben übernehmen.

Nach Afghanistan soll Deutschland jetzt nicht nur am Hindukusch und in der Türkei gegen Syrien (Patriot-Raketen-Abwehrsystem) verteidigt werden, sondern auch in Mali? Bisher wird den Franzosen nur logistische Unterstützung angeboten. Überhaupt wird sich so mancher verwundert die Augen gerieben haben: Krieg in Mali? Gegen ein paar hundert Wüstenkrieger? In Mali, einem der ärmsten Länder der Welt, das bisher nur durch Hungerkatastrophen von sich Reden machte, muss Krieg geführt werden? Wo liegt denn Mali überhaupt? Auf diese Fragen wird von den Politikern sogleich die strategische Bedeutung von Mali betont: wie nahe es doch an Europa und wie gefährlich die Ausbreitung der Al Kaida im Maghreb für unsere westlichen Länder sei. Tatsächlich? Liegt da nicht noch die ganze Sahara zwischen Mali und Nordafrika? Sind da Libyen und Syrien nicht viel näher, wo man gerade die Islamisten an die Macht brachte oder bringt?

ein Dorf am Felsen von Bandiagara
ein Dorf am Felsen von Bandiagara

Mali, eines der ärmsten Länder der Welt und gleichzeitig das afrikanische Musterland in Sachen Demokratie, dem Westen immer zu Diensten. Mali erfüllte alle Vorgaben von IWF und Weltbank, „die Hausaufgaben wurden gemacht“, der Staat zog sich aus allem zurück, Bahn, Schulwesen, Krankenversorgung wurden privatisiert. Vor einigen Jahren lief auf dem Münchner Filmfest ein Film aus Mali („Djourou – die Schlinge um deinen Hals“, 2006, Reg.: Oliver Zuchuat). Darin wurde ein fiktiver Prozess gegen die für diese neoliberale Politik Verantwortlichen geführt. Es wurde ihnen vorgeworfen, Mali zurück in die Armut, in die Verzweiflung getrieben zu haben. Die Folge der Privatisierung war, dass die Bahn eingestellt wurde, sie hat sich halt nicht gerechnet (obwohl viele Dörfer, die an der Strecke lagen, vom Bahnverkehr lebten), dass ein funktionierendes Schul- und Gesundheitswesen praktisch nicht mehr existent ist. Wie immer hatten die ungeliebten Tuareg des Nordens am meisten unter dem Privatisierungsdiktat zu leiden, es kamen dort überhaupt keine Gelder mehr an.

Hier nun ein paar Fakten zu Mali (nach Wikipedia): Die Arbeitslosigkeit liegt bei etwa 30 %. Sie dürfte sich in den letzten 15 Jahren verdreifacht haben. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung hat keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 48 Jahren. Es gibt Mangelernährung sowie gravierende Probleme bei der Hygiene. Infektionskrankheiten wie Cholera und Tuberkulose treten regelmäßig auf. 74 Prozent aller mindestens 15 Jahre alten Personen sind Analphabeten. Das Land leidet unter einer Bevölkerungsexplosion, aber nur etwa vier Prozent Malis besteht aus Ackerland. Die Ernten sind immer wieder von Dürren bedroht. Im krassen Gegensatz dazu steht die Zahl der in der Landwirtschaft tätigen Personen von sage und schreibe 70 Prozent!

Bei diesen Fakten ist es doch klar, was das Land wirklich braucht: einen Krieg! Inzwischen irren über eine Viertelmillion Menschen im Land umher, viele flüchten sich in die Nachbarländer – der Presse zufolge auf der Flucht vor den Islamisten,. Doch ist es nicht in erster Linie die Flucht vor dem nun ausgebrochenen Krieg? Vor den Bomben, die auf die Tuareg-Städte Azawads herunter regnen und den französischen Panzern?

Doch Mali ist nicht wirklich arm, nur die Menschen sind es! Es gibt in Mali Gold, Erdöl, Erdgas, Phosphat, Uran, Seltene Erden und andere Bodenschätze. Doch diesen Reichtum teilen sich andere…

Als Nachtrag sei aus der SZ von heute, 18.1.13 zitiert: „Andere Algerier… erklären die Intervention als ersten Schritt eines Planes zur dauerhaften Stationierung von Truppen in der Sahel-Zone.

Die Zeitung Le Soir d’Algerie zitiert den früheren Obersten und jetzigen Professor an der Universität Algier III, Ahmed Adimi, mit der Vermutung, die Extremisten im Norden Malis hätten sich von ausländischen Kräften manipulieren lassen. Man habe sie zum Vorstoß nach Konna ermutigt, um mit diesem „vorfabrizierten Grund“ den Vorwand für das französische Eingreifen zu schaffen.“

Und in einem weiteren Artikel heißt es: „Der US-Dschihad-Experte Bruce Riedel sagt aber voraus: „Algerien fällt als nächstes.“ Damit wären fast alle Staaten des Maghreb mit Sahara- und Sahelzone destabilisiert, die Staatswesen geschwächt oder zusammengebrochen. Aufgrund der Bodenschätze soll diese Region für die zukünftige billige Rohstoffversorgung des Westens gesichert werden. Die Einsatzgruppen des US-Africom stehen nun auch in voller Stärke bereit: das US-Einsatzkommando umfasst 56 Länder auf dem gesamten afrikanischen Kontinent und soll unter anderem in „Krisenreaktionsoperationen“ eingesetzt werden. Wikipedia zitiert den genauen Aufgabenbereich wie folgt:

“United States Africa Command, in concert with other U.S. government agencies and international partners, conducts sustained security engagement through military-to-military programs, military-sponsored activities, and other military operations as directed to promote a stable and secure African environment in support of U.S. foreign policy.”

„das United States Africa Command, in Zusammenarbeit mit den Organen der Regierung der Vereinigten Staaten sowie deren internationaler Partnern, praktizieren ein nachhaltiges Sicherheitsengagement durch intermilitärische Programme, militärische Unterstützung und Militäroperationen, um eine stabile und verbesserte afrikanische Sicherheitsarchitektur zu schaffen; Selbiges auf Grundlage der Außenpolitik der Vereinigten Staaten.“

Nun kommt auch im Maghreb und im saharischen Raum das „Modell Afghanistan“ zum Einsatz: Zuerst werden Dschihadisten/Islamisten als so genannte Freiheitskämpfer gegen ein „diktatorisches Regime“ (das in der Regel, wie gebetsmühlenartig wiederholt, „gegen die eigene Bevölkerung Krieg führt“) unterstützt und bewaffnet, um die jeweiligen Nationalstaaten zu destabilisieren und in den Zusammenbruch zu treiben. So dann werden die „Freiheitskämpfer“ zu gefährlichen Terroristen umetikettiert und militärisch bekämpft. Dies rechtfertigt gegenüber der eigenen Bevölkerung das militärische Eingreifen gegen meist arme und militärisch weit unterlegene Staaten. Gleichzeitig stachelt das Vorgehen tatsächlich den Widerstand in den nun besetzten Ländern an, was wiederum als Grund dafür dient, militärisch präsent zu bleiben.

Kommt es zu „demokratischen Wahlen“, darf davon ausgegangen werden, dass diese immer und unter allen Umständen solche Resultate zeitigen, die den Machterhalt der westlichen Marionettenregierungen sichern. Bisher läuft alles nach Plan… allerdings ist ein gewisser Zeitdruck gegeben, um den Einfluss von China zurückzudrängen, das sowohl in Libyen sehr aktiv war und dies jetzt auch in Algerien ist, und dass sich wegen Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Länder und infrastruktureller sowie humanitärer Projekte immer größerer Wertschätzung in Afrika erfreute.

Die große Frage wird nun sein, ob diese neokoloniale, rein auf militärischer Überlegenheit beruhende Politik des Westens, bei der eigenen Bevölkerung perfide als humanitäre Hilfestellung für Freiheitsbewegungen und zur Verteidigung der Demokratie verkauft, auf längere Sicht aufgehen oder in einem Fiasko enden wird. Für die einheimischen Bevölkerungsgruppen, egal welchen Glaubens und welcher politischer Ausrichtung, verspricht diese Entwicklung nichts Gutes. Aber wer schert sich schon um ein paar armselige Araber, wenn Wirtschaftsinteressen und der Poker um die Weltherrschaft auf dem Spiel stehen!

Ergänzung – vielen Dank an Jack T:

Mali explorationsrechte (2)

5 Gedanken zu „Mali: wieder ein neuer Krieg

  1. Sehr stimmiger, umfangreicher und faktenreicher Hintergrund zu Mali, den Stämmen und den Tuaregs im besonderen!

    Dazu noch:
    In Mali war Gaddafi ein Held und Wohltäter

    AUSSCHNITT von Wochenschau, Folge 58:
    apxwn.blogspot
    und:
    Da zu gaddafifreundlich, entfernter Video-Podcast: Episode, Mali Gaddafi als Held! Weltspiegel Podcast.at – Podcasting-Verzeichnis für Video- und Audio-Podcasts

  2. Heute früh 7:00 Uhr erfahre ich im Besatzungsfunk, daß mir die 1963 befohlene Freundschaft mit dem Franzmann einen neuen gemeinsamen Feind gegenüberstellt, nämlich Mali! Dabei kenne ich den Mali-Laden überhaupt nicht!

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