Macht hinter den Kulissen

Macht: wann verstehen wir, wie es läuft?
Macht: wann verstehen wir, wie es läuft?

erschienen bei nordbruch

von Dr. Claus Nordbruch

Danke an Armeeverkauf

Die USA wird [!] von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.
(Zitat Arend Oetker, Mitglied der Trilateralen Kommission sowie im American Jewish Committee und Vorstands-Chef der Atlantik-Brücke (Berliner Zeitung v. 17. April 2002))

Ist die gesamte wirtschaftliche, politische, militärische, kulturelle und publizistische Führungsschicht der BRD in einer Loge organisiert? Einer Loge, die den USA als politisches Steuerungsinstrument in Deutschland treu ergeben ist? Einer Loge, die über die beiden Einflußgruppen Council on Foreign Relations (CFR) und American Council on Germany (ACG) direkt an den amerikanischen Außenpolitik- und Geheimdienstapparat angebunden ist?

Vor 12 Jahren gingen die Autoren des Sachbuches Das RAF-Phantom, Gerhard Wisnewski, Wolfgang Landgraeber und Ekkehard Sieker, genau davon aus und belegten, daß derartige Gedanken keine Hirngespinste sein müssen. Mit ihren Darlegungen lieferten sie die Vorlage für den erfolgreichen Fernsehfilm „Das Phantom“ (2000) des Regisseurs Dennis Gansel. Anstatt jedoch weitreichendere Konsequenzen aus den Ergebnissen ihrer Nachforschungen zu ziehen, beließen sie es bei diesem vorsichtigen Herantasten an den Kern des Wesens dieser Republik, an den Schlüssel, der zur Beantwortung entscheidender Fragen über die hierzulande herrschenden Machtverhältnisse unabdingbar ist.

Tatsächlich tummelt sich nicht nur in den USA, sondern gerade auch in der BRD jede Menge von »diskreten Vereinen«, die es wert sind, näher beleuchtet zu werden. Während den meisten Lesern des Euro-Kurier die Bedeutung von Bilderberger und Illuminiati geläufig sein dürfte und dementsprechend auch Begriffe wie Skulls and Bones, Club of Rome oder Trilaterale Kommission kein Neuland bedeuten, dürfte die hierzulande ansässige Organisation Atlantik-Brücke, obgleich sie unlängst ihr 60jähriges Bestehen beging, ungleich weniger bekannt sein. Was allerdings nur auf den ersten Blick verwundert, achtet dieser Verein, der sich gern als elitärer Freundeskreis oder als einfache Gesprächsrunde darstellt, doch penibel darauf, nicht allzu auffällig nach außen zu wirken. So gibt sich Andreas Dombret, ein Vorstandsmitglied dieser Organisation, recht bescheiden, wenn er erklärt, die Atlantik-Brücke biete »den perfekten Rahmen«, in dem die »transatlantischen Partner« in »einen offenen und vertrauensvollen Dialog« miteinander treten. Ist die Atlantik-Brücke also als Plauderverein zu verstehen; als Kaffeekränzchen, wenn auch ein elitäres, zu belächeln?

Die Atlantik-Brücke sei, gemäß ihrer Satzung, ein Verein zur Förderung der Freundschaft und des Verständnisses für Deutschland in anderen Staaten, insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA), sowie des Verständnisses für die USA in Deutschland. Der Verein, so gibt er vor, arbeite »informatorisch-publizistisch« und »freundschaftlich mit Personen und Institutionen zusammen, die ähnliche Bestrebungen haben und erfüllt Aufgaben, die sich aus dieser Zusammenarbeit von Fall zu Fall ergeben«. Allein dieses Tun muß freilich noch nichts Subversives bedeuten. Die Atlantik-Brücke ist allerdings viel mehr als nur ein weiterer »deutsch-amerikanischer Freundschaftsverein«. Sie ist nichts weniger als die maßgebliche Organisation, in der sich die Entscheidungsträger der Berliner Republik aus Politik, Wirtschaft und Medien zusammenfinden und in einschlägiger Richtung deren Wesen bestimmen – was deutlich wird, sobald man die »Vereinsarbeit« einer näheren Betrachtung unterzieht und die internationalen Beziehungen bzw. Verflechtungen der Atlantik-Brücke beleuchtet.

Es sprechen nicht wenige Umstände dafür, daß dieser »Verein« einer Pressure Group, einer Lobby gleichkommt. Diese Einschätzung ist bereits dadurch gerechtfertigt, daß Interessierte eine Aufnahme in diesen elitären Kreis nicht beantragen können. Die Mitgliedschaft in der Atlantik-Brücke erfolgt nicht aufgrund eingereichter Bewerbungsunterlagen, sondern ist nur durch Nominierung und Kooptation durch den Vorstand möglich. Aufgenommen werden führende Vertreter des wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Lebens Deutschlands sowie Redakteure meinungsführender Zeitungen und Zeitschriften. Gegenwärtig hat der Verein rund 500 Mitglieder. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen kommt aus der Wirtschaft (Banken inklusive!), die kleinere Hälfte teilt sich zu zwei Drittel auf in Politik und Freie Berufsgruppen, der Rest stammt aus den Medien, Wissenschaft sowie Verbänden, Gewerkschaften und Stiftungen.

Auch die Entstehungsgeschichte dieses »Vereins« und die politische Motivation seiner Gründer, gleichen in auffälligem Maße denjenigen ähnlich berüchtigter Strukturen. Im August 1949 kamen der Bankier Eric(h) M. Warburg und der ehemalige Präsident der Weltbank, der seinerzeitige amerikanische Hochkommissar John J. McCloy (späterer Vorsitzender des Council on Foreign Relations, CFR) in Berlin zu einem Treffen zusammen. Beide Vertreter der US-amerikanischen Siegermacht führten, so die Berliner Zeitung, eine leidenschaftliche Diskussion über die Zukunft Deutschlands. McCloy, der von den wahnwitzigen Ideen des US-Finanzministers Henry Morgenthau beeinflußt gewesen sei, plädierte für den Totalabbau der deutschen Industrie. Warburg, als deutscher Jude 1938 in die USA ausgewandert und 1945 als amerikanischer Befreier nach Deutschland zurückgekehrt, befürwortete hingegen die Einstellung der Demontage, da sonst »aus Nachkriegsdeutschland nichts Gutes« erwachse, und forderte deshalb die Gründung einer überparteilichen Organisation, die fortan und für immer die Beziehungen zwischen Deutschland und Amerikaner stärken sollte. 1952 wurde besagte Organisation unter dem Namen Atlantik-Brücke gegründet. In diesem Rahmen federführend waren außer Warburg und McCloy in erster Linie der Bankier und mutmaßliche Widerständler Gotthard von Falkenhausen, der jüdische Christdemokrat Erik Blumenfeld (der spätere langjährige Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft), die Herausgeber der von der Besatzungsmacht lizensierten Wochenzeitung Die Zeit, Marion Gräfin Dönhoff und Ernst Friedlaender sowie Helmut Schmidt (der spätere sozialdemokratische Bundeskanzler). Zunächst konzentrierte sich der »Verein« auf die Bildung von Netzwerken im politischen und wirtschaftlichen Bereich. Konferenzen, Kolloquien und Seminare wurden organisiert, später wurden Austauschprogramme für Studenten, Lehrer, Professoren sowie für junge Führungskräfte, Journalisten und Militärs entwickelt. Als besonders erfolgreich habe sich die alljährliche Einladung amerikanischer Hochschullehrer, die das Fach »Holocaust« unterrichten, erwiesen.

Ein Blick auf die Mitglieder der Atlantik-Brücke bestätigt ferner unsere Einschätzungen. So zählen zu dieser Lobby die Vorsitzenden der Deutschen Bank AG Josef Ackermann und Jürgen Fitschen, Christoph Bertram (Redaktionsmitglied der Zeit), der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen Kurt H. Biedenkopf (Mitglied der Trilateralen Kommission), die ehemalige Bundesministerin Edelgard Bulmahn (Absolventin im israelischen Kibbuz Bror Chail, Mitglied der Trilateralen Kommission), Gerhard Cromme (Vorstandsvorsitzender von Thyssen Krupp), Alexander Dibelius (Geschäftsleiter der Investmentbank Goldman Sachs für den europäischen Bereich) und der Vorsitzende der Axel-Springer AG Mathias Döpfner. Hervorzuheben ist der als Schatzmeister der Atlantik-Brücke fungierende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bundesbank Andreas R. Dombret. Er arbeitete viele Jahre zunächst bei JP Morgan in London und war danach als Co-Sprecher der Geschäftsleitung und Partner bei Rothschild in Deutschland tätig. Hiernach schloß sich seine Tätigkeit in führender Rolle bei der Bank of America an. Seit 1. Mai 2010 ist er Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank. Zu weiteren bemerkenswerten Mitgliedern zählen der ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland und Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses Michel Friedman, der gegenwärtige Vorsitzende der SPD Sigmar Gabriel, der amtierende Bundespräsident Joachim Gauck, der ehemalige Bundesaußenminister Hans Dietrich Genscher, Michael Hüther (Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft), der Herausgeber der Zeit Josef Joffe (Bilderberger, mit Zbigniew Brzezinski, Eliot Cohen und Frank Fukuyama Gründer der Zeitschrift The American Interest), der Schatzmeister der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik Karl Kaiser, der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl, der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank Hilmar Kopper (Bilderberger), Salomon Korn (Vizevorsitzender des Zentralrat des Juden in Deutschland, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt/Main), der US-Botschafter John C. Kornblum, Siegfried Luther (Finanzvorstand des Bertelsmann-Konzerns), der ehemalige CDU-Politiker Friedrich Merz (Vorsitzender der Atlantik-Brücke), der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Klaus Naumann, der ehemalige Präsident der Bundesbank Karl Otto Pöhl (ehemals persönlich haftender Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim), der ehemalige Bundesminister für Forschung und Technik Heinz Riesenhuber, Lawrence A. Rosen (Finanzvorstand bei der Deutsche Post AG und DHL), die ehemaligen Bundesverteidigungsminister Manfred Wörner, Volker Rühe und Rudolf Scharping, der ehemalige Inspekteur des Heeres und Innenminister Brandenburgs Jörg Schönbohm, der gemeinsam mit Merz das Unwort von der »deutschen Leitkultur« kreiert hat, Jürgen Schrempp (ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Daimler Chrysler), der Unternehmensberater Burkhard Schwenker (Schirmherr des Buchprojekts Jüdische Soldaten – jüdischer Widerstand), Kurt F. Viermetz (Aufsichtsratsmitglied der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank), der Präsident der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann, der gegenwärtige Bundesaußenminister Guido Westerwelle, Martin Winterkorn (Vorstand bei VW und Porsche), Michael Wolffsohn (Historiker an der Universität der Bundeswehr München) sowie der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff.

Ehrenvorsitzender ist Walther Leisler Kiep, Ehrenmitglied der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker (Club of Rome). Zweiter Vorsitzender der Atlantik-Brücke nach Ernst Friedlaender wurde übrigens der neben Wolfgang Abendroth, Theodor Eschenburg, Ernst Fraenkel, und Eric Voegelin in der BRD bedeutende jüdische Politologe Arnold Bergstraesser, der 1937 in die USA emigriert war, Mitte der fünfziger Jahre Direktor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik wurde und als Gründer des Schulfaches Gemeinschaftskunde gilt. Auch der »Vater des Grundgesetzes« Carlo Schmid, der ehemalige Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, Medienzar Axel Springer, der Vorstandsvorsitzende der Dresdner Bank Jürgen Ponto, der Vizepräsident des Deutschen Atomforums Karl-Heinz Beckurts, der Vorstandssprecher der Deutschen Bank Alfred Herrhausen, der Chef der Treuhandanstalt Detlev Rohwedder, der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Uwe Barschel sowie der Ehrenpräsident der Trilateralen Kommission Otto Graf Lambsdorff zählten zu dieser Lobby.

Auf der Mitgliederliste stehen mehr oder weniger alle namhaften Medienvertreter; vom Bonner Generalanzeiger bis zur Frankfurter Rundschau, von der Süddeutschen Zeitung bis zum Rheinischen Merkur, vom stern bis zum Handelsblatt und Tagesspiegel, von der Deutschen Welle bis zum Deutschlandfunk. Wer angesichts dieser Kungeleien und Abhängigkeiten immer noch eine unabhängige Medienlandschaft in der BRD behauptet, kann nicht mehr ernst genommen werden. Vor 10 Jahren, zum 50jährigen Jubiläum der Atlantik-Brücke, gratulierten zahlreiche Vertreter der Medienwelt mittels eine imposanten Anzeige in der Welt am 17. April 2002. Die Unterzeichner erklärten ausdrücklich, dem Netzwerk der Atlantik-Brücke ihre Positionen zu verdanken! Außer einer Reihe von Politikern und Bankern waren dies vor allem Journalisten darunter von der Financial Times Deutschland, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Zeit, der Süddeutschen Zeitung sowie vom Bayerischen Rundfunk, von N24 und SAT1. Angesichts dieser eindeutigen Verhältnisse, hat die Bemerkung des Ehrenvorsitzenden Walther Leisler Kiep, die Mitglieder hätten »die parteipolitische Neutralität der Organisation« zu wahren, etwas Groteskes an sich.

Die Atlantik-Brücke ist nicht zu trennen von ihrer 1952 ebenfalls von John J. McCloy und Eric M. Warburg gegründeten Schwesterinstitution American Council on Germany (ACG) dem Amerikanischen Rat für Deutschland, einer Tochterorganisation des Council on Foreign Relations (CFR). Zu den bekanntesten Direktoren zählen der 1938 aus Deutschland emigrierte spätere US-Außenminister Henry Kissinger, der spätere langjährige Vorsitzende der US-amerikanischen Notenbank Paul Adolph Volcker jr.; viele andere Führungspersönlichkeiten aus Industrie und Bankwesen sind in dieser Lobby organisiert. Der ACG vermittelt Stipendien, die deutschen Journalisten einen Aufenthalt in den USA bis zu vier Wochen im Jahr ermöglichen, wobei alle Spesen und Reisekosten weitgehend bezahlt werden. Dieser Rat vermittelt denjenigen Deutschen, die in den USA ein sogenanntes Lernprogramm absolvieren, Kontakte zu höchsten Kreisen der Hochfinanz, Wirtschaft, des Militärs und den Medien. Primäres Ziel ist Erziehung; das Entwickeln der Bewußtwerdung des amerikanischen Blickwinkels in Bezug auf das Weltgeschehen, die Übernahme dieser Sichtweise, mit dem Ziel, die Umsetzung US-amerikanischer Prinzipien und Ziele in den entscheidenden Bereichen Geostrategie und Globale Wirtschaft zu propagieren. Diese Grundsätze und Ziele werden in entsprechenden Erziehungsprogrammen immer wieder eingeübt und den Schülern, Alumni genannt, eingebleut. Sie werden also, um es mit einem George Orwell entlehnten Begriff auszudrücken, programmiert.

Auf seiner Netzseite bestätigt der American Council on Germany, mit dieser Methode »nach der nächsten Generation von Entscheidungsmachern und Meinungsführern« zu greifen. Die Hauptziele, die er zu erreichen gedenke, seien, den »Antiamerikanismus« klein zu halten, will sagen, Kritik an der Politik der USA zu stigmatisieren. De facto bedeutet diese Agitation die Kriminalisierung jedweder fundamentalen Kritik an der Ausrichtung der US-amerikanischen Außenpolitik und des US-amerikanischen Engagements an Kriegsschauplätzen, die die USA ja selbst schaffen. Als inakzeptabel gilt es bereits, auf der Anwendung des internationalen Völkerrechts, der Menschenrechte und – besonders im Kriegsfalle – der Genfer Konvention zu bestehen. Des weiteren gelte es, amerikanische Interessen als prinzipiell deckungsgleich mit den Interessen der Deutschen bzw. Europäer zu definieren. Die amerikanische Sicherheitspolitik impliziere die möglichst vollständige Einbindung der Europäer, insbesondere die der Deutschen. Als größte Gefahr für die Verwirklichung der angestrebten Einen Welt, wird das Konzept vom Europa der Vaterländer, vor allem eine politische Achse Paris-Berlin-Moskau gesehen, was auch sämtliche Bestrebungen zur Wiedereinführung nationaler Währungen sowie die Wiederherstellung nationaler Souveränität miteinschließt.

Wenn oben häufig der Begriff »amerikanisch« oder »transatlantisch« verwendet wird, so sind diese Bezeichnungen zwangsläufig ungenau, denn sind nichts anderes als Decknamen für bestimmte Gruppeninteressen, die mit dem amerikanischen Volk und dessen tatsächlichen Interessen nicht kongruent sind. Selbiges gilt auch für die »Antisemitismus«- und »Unzulässige-Kritik-an-Israel«-Diskussionen, die von »transatlantischen« bzw. zionistischen Organisationen ausgerichtet werden.

Soll die Atlantik-Brücke umfassend beleuchtet werden, ist es unverzichtbar, ihre internationalistischen Vernetzungen mit einschlägigen Organisationen wie dem Council on Foreign Relations (CFR) und dem Project for the New American Century (PNAC) zu verdeutlichen. Der Council on Foreign Relations (Rat für Auswärtige Beziehungen) gilt als die einflußreichste US-amerikanische Denkfabrik. Der unter Pseudonym arbeitende Publizist Conrad C. Stein faßt in seinem detaillierten Buch Die Geheime Weltmacht (Tübingen 2001) deutlich zusammen, wie die CFR-Mitglieder nicht nur die Regierung der USA beherrschen, »sondern auch die akademische Welt, die größten US-Unternehmen, riesige steuerfreie Stiftungen, Gewerkschaften, das Militär und fast jeden Bereich des amerikanischen Lebens«. Der Rat hat mehrere Ableger in Europa, beispielsweise das Royal Institute of International Affairs in Britannien oder die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik. Als Mitglieder des CFR werden ausschließlich US-Bürger anerkannt. Die gesamte Mitgliederanzahl beläuft sich schätzungsweise auf 4.000, worunter ehemalige Beamte der Nachrichtendienste (vor allem CIA), genauso zählen wie Akademiker, Politiker und führende Vertreter der Medien. Zu den bekanntesten Mitgliedern zählen der Hochgradfreimaurer US-Präsident a.D. George H. W. Bush (Skull & Bones, Loge 322), dessen Sohn US-Präsident a.D. George W. Bush (Skull & Bones), der Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei 2004 John Kerry (Skull & Bones, Loge 322), der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter, John M. Deutsch (CIA-Direktor), Madeline Albright (Außenministerin unter Bill Clinton), James Baker (Außenminister unter Bush sr.), Zbigniew Brezinski (Berater von Carter und beiden Bushs), Laurence Eagleburger (Verteidigungsminister unter Bush sr.), Dwight D. Eisenhower (Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa während des Zweiten Weltkrieges und späterer US-Präsident), der Hochgradfreimaurer Gerald Ford (ehemaliger US-Präsident), Alan Greenspan (langjähriger Vorsitzender der US-Notenbank), John Edgar Hoover (Ex-FBI Direktor, der die Existenz des jüdischen Mafia-Netzwerkes Kosher Nostra bestritt), Henry Kissinger (bedeutender und langjähriger Außenminister der USA), der Hochgradfreimaurer David Rockefeller (Standart Oil, Exxon, Manhattan City Bank) sowie der berüchtigte Großspekulant George Soros.

Das Project for the New American Century (PNAC), zu deutsch: Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert, ist ebenfalls eine bedeutende US-amerikanische Denkfabrik. Sie wurde 1997 ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist so einfach wie chauvinistisch: für die weltweite Führerschaft der Vereinigten Staaten zu werben. Dabei vertritt die Organisation einschlägige Thesen, wie die US-amerikanische Führerschaft sei sowohl für die Vereinigten Staaten von Amerika als auch für die ganze Welt gut. Die Regierung der Vereinigten Staaten solle aus ihrer technologischen und wirtschaftlichen Überlegenheit Kapital schlagen, um durch Einsatz aller Mittel – einschließlich geheimdienstlicher und militärischer Gewalt – unangefochtene Überlegenheit in der Welt zu erreichen und diese abzusichern. Unter diesem Scheinwerfer erscheinen die Angriffskriege gegen Serbien, den Irak, Afghanistan, Libyen sowie aller Wahrscheinlichkeit nach gegen Syrien und letzten Endes gegen den Iran in einem anderen Licht.

Das PNAC befürwortet die Errichtung dauerhafter eigener Militärstützpunkte weltweit, um die USA weitestgehend unangreifbar zu machen. Als Weltpolizist hätten die Vereinigten Staaten die Macht, in einer »chaotischen Welt« der Vielfalt für die Einhaltung von »Recht und Gesetz« gemäß der von ihr selbst gesetzten Maßstäbe zu sorgen – wenn es sein muß, auch ohne Rücksichtnahme auf Verbündete, supranationale Organisationen, Verträge und sonstige Rechtsverbindlichkeiten. Vorsitzender des PNAC ist der einflußreiche und in einschlägigen Institutionen wie das American Israel Public Affairs Committe (AIPAC) emsig tätige William Kristol, der die entscheidende publizistische Vorarbeit für den Krieg gegen den Irak leistete.
Soviel zu den Vernetzungen der Atlantik-Brücke. Um ihren Nachwuchs kümmert sie sich mittels einer eigenen »Jugendorganisation«, den Young Leaders. Mit einem Erziehungsprogramm, das dem des ACG sehr ähnlich ist, richtet sie sich zielbewußt an junge, aufstrebende Führungskräfte, die zu den jährlich stattfindenden deutsch-amerikanischen und europäischen Konferenzen eingeladen werden. Während der Konferenzen, Plenarsitzungen, Seminaren und Arbeitsgruppen werden die noch am Anfang ihrer Berufskarriere stehenden Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes programmiert. Teilnehmer, die den Ansprüchen genüge leisteten und dementsprechend im System Karriere machen konnten, waren unter anderen Philipp Rösler, Silvana Koch-Mehrin, Thomas de Maizière, der Bundesvorsitzende der Grünen Cem Özdemir (Mitglied im American Jewish Committee) sowie Kai Diekmann Chefredakteur und Herausgeber der Bild & Bild am Sonntag, für den es »eine Ehre« ist, »ein Teil« dieser Organisation zu sein. Wen überrascht es da noch, daß auch Karl-Theodor zu Guttenberg und Christian Wulff zu diesem ehrenwerten Kreis gehören?

Finanziell gefördert wird die Atlantik-Brücke im übrigen von der Bundeszentrale für Politische Bildung. Und neben den enormen Mitteln der finanziell potenten Angehörigen erhält die Atlantik-Brücke zusätzlich Gelder aus dem Auswärtigen Amt.

Diese Lobby-Organisation hat Verdienstpreise – sogenannte Awards – geschaffen, die nach dem US-Geheimdienstgeneral Vernon A. Walters und dem Weltbanker Eric M. Warburg benannt sind und etwa alle zwei Jahre vergeben werden. Geehrt werden Persönlichkeiten, die sich für ihren »herausragenden Beitrag zur Förderung der deutsch-amerikanischen Beziehung« verdient gemacht oder sich in den »deutsch-israelischen Beziehungen« hervorragend bewährt haben. Zu den Trägern des Eric M. Warburg Preises gehören bezeichnenderweise Manfred Wörner (1994), Helmut Kohl (1996),  Otto Graf Lambsdorff (2000), und Angela Merkel 2009.
Der Vernon-A. Walters-Award wird in Zusammenarbeit mit dem jüdischen Armonk Institute (New York) verliehen. Dieses Institut ist ein Medien-Center der Chabad-Lubavitch-Bewegung, die sich selbst als »die dynamischste Kraft im jüdischen Leben« verortet. Es wurde 1989 vom ehemaligen Präsidenten des American Jewish Committee, Theodore Ellenoff, gegründet. Der Preis wird auf einer Gala-Benefizveranstaltung in New York verliehen. Aus dem Erlös werden jährlich bis zu sechs zweiwöchige Deutschland-Studienreisen für amerikanische Sozialkundelehrer, die über den »Holocaust« unterrichten, finanziert. Zu den Preisträgern gehören faktisch alle Vertreter der größten deutschen Firmen und Konzerne: 1994 Eberhard von Kuenheim (BMW), 1995 Jürgen Dormann (Aventis Hoechst), 1996 Jürgen E. Schrempp (Daimler-Benz), 1997 Rolf-E. Breuer (Deutsche Bank), 1998 Thomas Middelhoff (Bertelsmann), 1999 Henning Schulte-Noelle (Allianz), 2000 Manfred Schneider (Bayer), 2002 Bernd Pischetsrieder (Volkswagen), 2004 Wolfgang Mayrhuber (Lufthansa), 2005 Michael Otto (Otto Versandhaus), 2006 Dieter Zetsche (DaimlerChrysler), 2007 Jürgen Großmann (Georgsmarienhütte) und 2008 Liz Mohn (Bertelsmann AG, Bertelsmann Stiftung
Vor 10 Jahren, anläßlich des 50jährigen Bestehens der Atlantik-Brücke erhielt der amerikanische Präsident George Bush sr. den Eric M. Warburg-Preis verliehen. Die Laudatio hielt ausgerechnet der frühere »antiimperialistische« linksextreme Revoluzzer und spätere Bundesaußenminister Joschka Fischer, heute im übrigen ein Berater des Jüdischen Weltkongreß (WJC). Seine Rede strotzt in haarsträubender Weise von »historischen Offenkundigkeiten«, die keiner wissenschaftlichen Überprüfung standhalten, und gleicht einer Ode an den Endsieg des Globalismus. Am 17. April 2002 gestand Fischer, es sei für ihn »eine große Freude und Ehre, heute aus Anlaß der Verleihung des Eric Warburg-Preises an Sie, verehrter Herr Präsident Bush, die Laudatio halten zu dürfen. Wir alle möchten Ihnen zu diesem Preis sehr herzlich gratulieren. Ich meine, im Namen aller Anwesenden sprechen zu können, wenn ich feststelle, daß wir uns keinen würdigeren Preisträger vorstellen könnten.« Ebenso grotesk sind Fischers Ausführungen zur US-amerikanischen Nachkriegspolitik, die sich heute bereits in den Schulbüchern wiederfinden: »Die Unterstützung der deutschen Einheit steht in einer Linie mit der Entscheidung der Vereinigten Staaten, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa zu bleiben und der deutschen Demokratie eine zweite Chance zu geben. Es war vor allem diese Entscheidung, die zusammen mit der europäischen Integration das Schicksal Deutschlands und Europas nach 1945 grundlegend zum Besseren wendete. […] Heute sind die Armeen abgezogen. Das vereinte Deutschland ist eine freiheitliche, stabile Demokratie, ausschließlich von Freunden und Partnern in einem sich mehr und mehr vereinigenden Europa umgeben, in stabilen Grenzen lebend und im Westen fest verankert. Dieses angesichts unserer jüngeren Geschichte kaum faßbare Glück verdanken wir ganz entscheidend Amerika und seinem damaligen Präsidenten George Bush. Deutschlands Verankerung im Westen hat seine prekäre geopolitische Mittellage, seine mangelnde Einbindung entschärft und damit die Gefährdung durch hegemoniale Alleingänge aufgelöst.«

10 Jahre später äußerte sich Fischers Bruder im Geiste John C. Kornblum, US-Botschafter a.D., im Interview des Jahresberichts 2010/2011 der Atlantik-Brücke noch etwas präziser: »Im 20. Jahrhundert war Europa für die USA ein Dilemma. Der Kernpunkt unserer Europapolitik seit 1910 war, Deutschland in seine europäische Umgebung einzubetten. Dieses Problem war für die Vereinigten Staaten 1990 erledigt. Und da wir nun keine Angst mehr haben, was Deutschland macht, haben wir auch keine Angst, was in Europa passiert.« Diese Selbstsicherheit ist gerechtfertigt. Was 1919 gründlich mißglückt und 1945 professionell neu aufgezogen wurde, hat auf allen Ebenen des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, moralischen und geistigen Lebens einen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen.

Fischers Rede endet mit Bekenntnissen, bei denen einige Leser wegen ihres inflationären Gebrauchs mittlerweile abwinken mögen. Dies sollte man jedoch nicht voreilig tun, stellen diese Bekenntnisse doch einmal mehr eine exakte Positionsbestimmung dieser Republik und ihrer Vertreter dar: »Lassen Sie mich, meine Damen und Herren, gerade heute, am Nationalfeiertag Israels, eines eindeutig feststellen: Das Existenzrecht Israels und das Recht des Staates Israel und seiner Bürger in Frieden und Sicherheit zu leben, ist für uns unantastbar. Und Deutschland hat ein historisch begründetes Sonderverhältnis zum Staat Israel, das sich gerade in schweren Zeiten in Solidarität bewähren muß.«

Die Atlantik-Brücke ist ein clever organisiertes, globalistisches Instrument zur Einbindung der stärksten Wirtschaftskraft Europas, mit dem Ziel eine kapitalistisch-zionistische Weltrepublik zu schaffen. Selbst von offizieller Seite hält man diesbezüglich nicht hinter den Berg. Vorsitzender Merz erklärt: »Europa und Amerika verbindet auch [!] in der Zeit einer weiter voranschreitenden Globalisierung eine Wertegemeinschaft. Diese Wertegemeinschaft ist mehr als ›nur‹ eine gute wirtschaftliche Zusammenarbeit über den Atlantik. Wir teilen mit Amerika die Überzeugung, daß Demokratie und Menschenrechte die Werte sind, für die wir uns weltweit gemeinsam einsetzen. Dieser Aufgabe ist und bleibt auch die Atlantik-Brücke verpflichtet.« Vorstandsmitglied Jürgen Fitschen (Deutsche Bank) setzt sogar noch einen drauf: »Die Globalisierung hat die wirtschaftlichen und politischen Freiräume für die Menschheit vergrößert. Voraussetzung für die sinnvolle Nutzung und Bewahrung dieser Freiräume ist mehr gegenseitiges Verständnis. Vorbild für Aktivitäten zur Förderung eines solchen Verständnisses ist für mich die seit Jahrzehnten erfolgreiche Atlantik-Brücke zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten.«

Soll der schier unüberschaubare Komplex Lobbyismus, Geheimlogen, Dunkelmänner usw. beleuchtet werden, ist strengste Sachlichkeit zu wahren. Es gibt eben nicht die eine Gruppierung oder das eine Machtzentrum. Die Verflechtungen und Vernetzungen sind wesentlich komplexer. Allerdings kann eine Lichtquelle helfen, den Weg durch das dunkle Labyrinth zu finden. Soweit es die Verhältnisse in der BRD betrifft, trägt diese Lampe den Namen Atlantik-Brücke.

Quelle: nordbruch, Deutschland in Geschichte und Gegenwart (Tübingen, Heft 2/2012, S. 12-17. (Dort mit entsprechenden Photos und Fußnoten).

 

3 Gedanken zu „Macht hinter den Kulissen

  1. Wißt Ihr, die Frau Merkel hatte sich über Jahre damit befasst, in der FDJ und als Kader der DDR, heute, naja! Selbst die SPD ist mit der Kanzlerschaft Schröder auf dem Weg der Kanzlerin gefolgt, Geld in die Taschen derer, die Macht haben und alles Volk wieder die Lasten tragen lassen!
    Berlin, Flughafen, Stuttgard, Bahnhof und EU, den Euroniedergang zur Freude des DOLLAR! Und wie treffend der Beitrag es beschreibt, sieht man am Anstieg der Betrugsfälle, siehe auch Rheinische Post und deren Bericht über Arzneimittel-Handel und deren Betrüger, Berichte aus den JVA´s, fast parallel dazu die Versager in Staat und Regierung, deren Nachkommenschaft uns noch mehr Leiden aufhalsen, siehe Abdankliste und fragliche Kandidatenauswahl mit nichtigen Wahlen und nichtigen Gesetzen! Glück Auf, meine Heimat!

  2. Wenn man berücksichtigt, dass das Judentum ein weltweit agierendes Verbrecherkartell ist mit der Freimauerei und der Kirche als Unterabteilungen, ist der Artikel hervorragend und man versteht die Äußerungen Fischers.
    Nordbruch fehlt dieses Buch von 1939: https://archive.org/details/IsraelsGeheimplanDerVoelkervernichtung

    Zur Aufklärung über die Freimaurerei haben General Ludendorff und seine Frau viel beigetragen. Ihre Werke werden nur zu selten gelesen. U.a.:https://archive.org/details/DieJudenmacht-IhrWesenUndEnde

    Die BRD ist eine Judenrepublik und die USA wird von Juden regiert. Juden führen gerne Scheinkämpfe und gaukeln Polaritäten vor, so dass keiner über die eine dritte eigene Möglichkeit nachdenkt.

    Auch sind Atombomben eine dieser typischen jüdischen Märchen. Bomben funktionieren generell über expandierende Gase, die in einem Druckbehälter aufgestaut werden, bis dieser den Druck nicht mehr aushält. Das Metall Uran dagegen schmilzt einfach, wenn es nicht durch Wasser gekühlt wird. Man kennt es eigentlich von der Kernschmelze im Reaktor bei dem es maximal zu einer Knallgasexplosion kommt und trotzdem hält sich dieser Unsinn schon seit 70 Jahren. Schwarzer Rauch ist außerdem ein Beweis für elementaren Kohlenstoff. Niemand hat Atombomben. Man will einfach stärker erscheinen als man ist.

    Wüsste Nordbruch diese beiden Sachverhalte, würde er seinen eigenen Artikel mit ganz anderen Augen sehen.
    Derzeit läuft ein Erkenntnisprozess über das Treiben der Juden in den letzten 1000 Jahren. Für manche mag er hart sein, notwendig ist er aber allemal.

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