Eine Vergewaltigung pro Minute? Tausend Leichen pro Jahr? Indien? Uganda? Quatsch – USA natürlich

Bild: chitramala.in
Bild: chitramala.in

 

erschienen bei einartysken

von Einar Schlereth

Viele von euch haben ja den kürzlichen Artikel „Vergewaltigung und Neo- Kolonialismus“ auf diesem Blog gelesen. Da ging es um die Mehrfachvergewaltigung einer indischen Studentin in einem Bus, die später ihren üblen Verletzungen erlegen ist. Hier im Westen gab es ein großes Tratra darum mit viel Häme, in etwa: Na da sieht man’s wieder einmal. Die da unten. Triebtäter halt.

Aber Julian Vigo warf mal einen Blick auf die englische Kriminal-Statistik. Und siehe da, es zeigte sich, dass in England jährlich 80.000 Vergewaltigungen gemeldet (!) werden. Und rechnet man die winzige Bevölkerung Englands auf die riesige Bevölkerung um, dann sieht es so aus: „Laut polizeilichen Angaben der beiden Länder gibt es 1.8 Vergewaltigungen auf 100.000 Einwohner in Indien gegenüber 28.8 Vergewaltigungen auf 100.000 in England.“ Also gut 15 mal mehr Vergewaltigungen in England als in Indien. Wo sitzen also die Triebtäter?

Aber das ist alles noch gar nichts. Naja, wir wissen es ja schon, die Amerikaner sind immer am besten. Die führen die meisten Kriege – was heißt die meisten – sie führen Krieg in Permanz – die 30 Jahre Frieden in ihrer Geschichte waren ein Unfall. Sie werden halt ununterbrochen bedroht. Genau wie ihre Brüder, die Israelis. Deswegen die innige Liebe, die ja fast an Inzucht grenzt. Naja, sie haben sich ständig ‚at the balls‘. Manchmal gehen sie sich auf ‚the balls‘. Wie die Beziehungskisten halt so sind. Die USA hat auch die allermeisten Gefängnisinsassen, mehr als die restliche Welt zusammen. Sie foltern am meisten, sogar völlig legal. Und so weiter.
Nun hat die renommierte US-Verfasserin Rebecca Solnit einen langen, sehr langen Artikel zu dem Problem der Vergewaltigungen geschrieben – allerdings hat sie die an Männern außen vor gelassen.

Sie schreibt, dass man nicht lange zu suchen braucht, denn selbst die „gang rapes“ (Mehrfachvergewaltigungen) sind ständig in den Nachrichten. Und das Muster ist ähnlich wie in Indien, obwohl es ja in den USA keine Kasten gibt. Hoppla, wirklich? Also sagen wir mal: nicht im indischen Sinne. Geht es um eine Berühmtheit, oder um besonders abnorme Fälle – wenn etwa 83-jährige Omas vergewaltigt werden – dann wird das auch groß herausgestrichen, aber die tausende alltäglichen Fälle, die permanent geschehen, fallen schnell der Vergessenheit anheim. Die obigen 1000 Leichen – das war also keine Gesamtzahl für die USA.

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6 Gedanken zu „Eine Vergewaltigung pro Minute? Tausend Leichen pro Jahr? Indien? Uganda? Quatsch – USA natürlich

  1. Die Agenda der Entmännlichung wird propagandistisch auf verschiedensten Wegen umgesetzt. -Brüderle als eingeweihter Watschenonkel darf mitspielen.

  2. Habe den ganzen Artikel gelesen – und finde ihn sehr erbaulich:

    Wir brauchen uns also nur zurücklehnen und warten bis diese faulende Gesellschaft der VSA im Morrast von Soddom und Gomorrah versinkt.

    Tröstlich !

  3. Ich bin der Meinung, man sollte da nicht immer „Armut“ als Grund vorschieben, wie es einige Medien tun. Unser römisches Rechtssystem was das Thema anbelangt, gehört dringend modernen Standards (Strafmaß erhöhen) angepasst. Das ist nie gemacht worden, obwohl sich Frauen aber in der Gesellschaft gott sei dank als Gleichwertig den Männern gegenüber etabliert haben.

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