Libyen: die letzten Tage von Sirte

Conspiradores y criminales que lucharon contra un solo pueblo heroico y su lider Mahamar Gadafivon Leonor Massanet

Übersetzung John Schacher

 

die NATO-Schlächterei der letzten zehn Tage bis zur Ermordung des Führers

 

Wir befragten Dr. Omar vom Krankenhaus in Sirte und erfuhren, was in Sirte in den letzten 10 Tagen vor dem Attentat wirklich passiert ist:

„Die letzten Tage vor der Ermordung des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi in Sirte waren zu schrecklich und unmenschlich. Die Angreifer waren wegen noch lebender Zeugen besorgt, die aussagen könnten. Niemandem sollte es möglich sein, Informationen auszusenden und es wurde nicht zugelassen, dass die überlebenden Bürger von Sirte in ihre Häuser zurückkehrten.“

„Die letzten 10 Tage bombardierte die NATO Sirte wahllos und kontinuierlich Tag für Tag. Währenddessen drangen die Al-Qaida-Söldner aus Pakistan, Afghanistan, Ägypten, Tunesien, Algerien, Jemen, etc. sowie „Sicherheitsfirmen“ mit Söldnern aus so fernen Ländern wie zB. Argentinien in die sterbende Stadt ein. Menschen wurden kaltblütig ohne Grund einfach getötet, Frauen, Kinder, Alte, Junge.“

OP im IBN SINA HOSPITAL, SIRTE, NOVEMBER 2011
OP im IBN SINA HOSPITAL, SIRTE, NOVEMBER 2011

„Im Krankenhaus befanden sich noch 25 Kranke und Verwundete aus Sirte. Als die bewaffneten Gruppen die Stadt mit der Hilfe der NATO-Bomben betraten, wurden alle diese Patienten aus dem Krankenhaus tot mit einer Schusswunde aufgefunden.“

„Das Krankenhaus selbst wurde aus der Luft und vom Boden her bombardiert.“

„Sie töteten einige Ärzte direkt mit einem Kopfschuss. Es geschah, dass einer der Söldner direkt neben mir einen Arzt erschießen wollte. Ich bat ihn, es nicht zu tun und sagte ihm, dass jener ein Arzt war, aber der Söldner antwortete, dass er ein Schwarzer aus Tawergha sei und schoss ihn direkt in den Kopf. Neben dem Irrsinn der ganzen Aktion war es nicht einmal zutreffend, dass dieser Arzt aus Tawergha gewesen wäre, denn er wurde in Sirte geboren.“

„Söldner und Islamisten zwangen die Ärzte, ihre Kranken zu heilen. So konnte ihre Herkunft aus Argentinien, Algerien, Pakistan, etc. festgestellt werden.“

„Viele Ärzte kamen um oder wurden durch die Bombardierung des Krankenhauses verletzt.“

Tatort Sirte
Tatort Sirte

„Die NATO warf drei Bomben auf eine Schule, die neben der Poliklinik lag und zerstörte sie völlig.“

„Junge Menschen, die geflohen oder versprengt waren, wurden bei der Rückkehr zu ihren Familien durch islamistische Gruppen und Söldner verhaftet und direkt getötet.“

„Mein Bruder wurde gefangen genommen, er sagte er sei ein Arzt, wurde aber dennoch bei seiner Fahrt von Sirte nach Jufrah ermordet. Ich selbst wurde an Rücken und Schulter verletzt.“

„Die Terroristen der Al Kaida wurden in Sirte durch NATO-Bomben gesichert. Die Bomben waren so viele und so wahllos, dass es keine Zeit gab, die Toten zu begraben. Einige Familien haben mehr als einen Monat lang gewartet, bis unter den Trümmern gegraben werden konnte. Dort lagen ganze Familien mit Kindern, Senioren, Frauen, …“

„Nur wegen persönlicher Ideen und Einstellungen jagten – und jagen – sie Leute, die dann einfach ermordet werden. Auf der Straße wurden alle paar Meilen Kontrollen etabliert. Wenn man aus Sirte oder Bani Walid stammt, töten allein schon diese Daten.“

unser Mann in Sirte
unser Mann in Sirte

„Al-Qaida und NATO glauben, dass sie mittels Sirte ganz Libyen steuern können, weil es in der Mitte liegt und Autos durch diese Stadt passieren müssen. Nun liegt die ganze Stadt Sirte in der Hand von Al Qaida – angeführt von einem Verwandten Abdul Hakim Belhadj´s.

Dieser Kerl, der jetzt mit Al-Qaida Sirte regiert, war ein scheinbar ganz normaler Mensch, bis er nach Pakistan ging und mit einem langen Bart und dem Aussehen der „Islamisten“ zurückkehrte. Seine alten Freunde verstehen ihn nicht mehr und seine Reden sind seltsam. Er herrscht nun über Sirte.“

„Die meisten der überlebenden Menschen in Sirte sind nach Al-Jufrah, Tripolis, Sabha… geflohen, weil bewaffnete Gruppen Menschen jagen. Jeden Tag wird jemand umgebracht. Die Stadt ist völlig vogelfrei. Keine Polizei, kein Gesetz, nur Al Qaida.“

„Die Libyer fliehen wegen fehlender Gesetze, aber sie werden zurückkehren, wenn wieder Recht herrscht.“

„Zur Zeit wirkt es so, dass es in Libyen ruhiger sei. Doch die Menschen haben sehr große Angst und bleiben lieber in den Häusern. Denn wenn Leute auf die Straße gehen, stirbt jemand.“

Gulf of Sirte - Entwicklungsplan der Fa. Halcrow
Gulf of Sirte – alter Entwicklungsplan der Fa. Halcrow

„Ich kannte Mutassim al-Quadhafi, er war ein großartiger Mensch. Erst durch seine Ermordung konnten sie ihm die Zähne ziehen.“

„Sie sagten zu Quadhafi, Sirte wäre kein guter Ort für ihn – unter den NATO-Bomben – aber er wollte nicht gehen. So starb er dort.“

„Die NATO-Bomben zerstörten die Gynäkologie-Abteilung des Krankenhauses völlig. Dabei wurden mehr als 200 Menschen vernichtet, Krankenschwestern und Patienten.“

„Es gab 200 belegte Krankenhausbetten und eine lange Reihe von auf Behandlung wartenden Menschen auf der Straße. Alle schwarzen Libyer wurden direkt getötet. Sie wurden direkt auf den Straßen hingerichtet. Für Tawergha gab es kein Entrinnen.“

welcome to sirte„Die Toten mussten im Krankenhaus begraben werden, weil wir uns unter den Bomben nicht bewegen konnten. Wenn die Familien zurückkehren, werden sie wohl umgebettet und ihre letzten Ruheplätze bei den eigenen Angehörigen finden.“

„17 Leute in meiner Familie sind gestorben“

„Sirte hat nur ein paar Stunden am Tag Strom.“

Quelle: leonorenlibia

3 Gedanken zu „Libyen: die letzten Tage von Sirte

  1. Die verantwortlichen Strippenzieher schulden Libyen viel.

    So ein Sch@|$$ Karma will normalerweise sonst niemand haben. Karma wird mit Zinsen zurück bezahlt… wie bei der Bankkaste 😮

    Schön konnte man sehen, wie die deutsche/internationale Presse lügt. Bei Krieg findet man ja leicht heraus, wem die dominante Presse gehört.

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