GMO-Standardwerk: Buch-Empfehlung von Einar Schlereth

gmo seilerschienen bei einartysken

Welch eine Blamage und gleichzeitig welch ein Verbrechen. Da gibt die höchste EU-Behörde, die für die Sicherheit unserer Nahrung zuständig ist, nonchalant Nahrungsmittel frei mit der Bezeichnung ”absolut sicher”, und muss am Ende eingestehen, dass man sich auf die Daten von Monsanto, der GMO-Mafia und einem obskuren spanischen Papier einer Kommission für Bio-Sicherheit (die sich wiederum auf die Monsanto-Unterlagen stützte) verlassen habe. Wohl wissend, dass die ”Untersuchungen” von Monsanto völlig ungenügend waren, mit wenigen Tests, an wenigen Tieren und auf nur 90 Tage beschränkt. Laut Seralini traten die schweren toxischen Folgen erst sehr viel später an seinen Tieren auf.

Es sind nun also 20 Jahre vergangen, nachdem Bush durch Kuhhandel mit Monsanto hinter verschlossenen Türen der Freigabe von GMO-Mais zugestimmt hatte, und drei Jahre, nachdem die EFSA die kommerzielle Einführung von GMO-Mais in der EU zuließ, und in diesem gesamten Zeitraum ist nicht eine korrekte, unabhängige und rein wissenschaftliche Langzeitstudie vorgenommen worden. In der ganzen Welt ist nicht eine Aufsichtsbehörde auf die Idee gekommen, eine solche Studie zu verlangen, obwohl es seit Jahren schon reichlich Material in den alternativen Medien gegeben hat über negative Auswirkungen beispielsweise bei Vieh, wenn es mit GMO-Mais gefüttert wird.

Aber das waren ja nur dämliche Bauern, deren Gequatsche man nicht ernst zu nehmen brauchte. Auch wenn sie Beweise mit Aufnahmen von ihrem toten Vieh vorlegten, kümmerte es die Beamten den Deibel. Die einzige Dummheit, die man den Bauern vorwerfen kann, ist, dass sie wieder einmal auf das Gequatsche der Experten gehört haben und wieder einmal auf’s Kreuz gelegt wurden.

Obwohl die Studie von Seralini von anderen angesehenen Wissenschaftlern gegengecheckt und in einer renommierten Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, versuchte die EU-Kommission und die EFSA es mit einem erneuten Betrug und Vertuschung ihrer Korrumpierung durch die Monsanto-GMO-Lobby.

”Am 28. Novwember 2012, nur wenige Wochen nachdem Seralinis Studie veröffentlicht wurde, gab die EFSA in Brüssel auf einer Pressekonferenz bekannt: ”Ernste Fehler im Aufbau und der Methodologie eines Papiers von Séralini u. a. bedeuten, dass es nicht den akzeptablen wissenschaftlichen Standards entspricht, und daher gibt es keine Notwendigkeit, die früheren Sicherheitseinschätzungen des genetisch veränderten Mais NK603 neu zu beurteilen.”

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Per Bergman, der die Arbeit der EFSA leitete, sagte: ”Wir glauben, dass unsere Einschätzung Klarheit in diese Frage gebracht hat.”
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Zu Recht sagt Engdahl, dass nichts ferner von der Wahrheit sein könnte. Hätte die EFSA ihre Aufgabe in einer so wichtigen Frage wirklich ernst genommen, hätte sie weitere unabhängige Langzeitstudien in Auftrag geben müssen, um eindeutig festzustellen, ob Seralini Recht oder Unrecht hat. Dies einfach zu verweigern und die Monsanto-”Untersuchungen” abermals gutzuheißen, brachte die EFSA nur noch tiefer in den Sumpf.

Noch schädigender für den Ruf der EFSA war die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Wissenschaftler in ihrem GMO-Ausschuss Interessen-Konflikte mit der Bio-Industrie. Bei diesen Konflikten handelte es sich etwa darum, dass sie Gelder der Biotech-Industrie für ihre Forschung entgegennahmen, dass sie Mitglied oder Mitarbeiter in einem pro-Bio-Tech-Verband waren oder dass sie in gesponserten Publikationen der Industrie schrieben. Einige waren sogar selbst an der Entwicklung von GMO-Produkten beteiligt.

Außerdem war kein Mitglied des EFSA-Ausschusses ein medizinischer Experte. Gleichwohl entschieden sie, dass Neomycin und Kanamycin Antibiotika wären ”mit keinem oder nur geringem therapeutischen Wert”. Doch 2005 hat die Weltgesundheitsorganisation genau diese Antibiotika als ”von kritischer Bedeutung” eingestuft.

Und dann gibt es da noch einen Herrn Harry Kuiper, holländischer Wissenschaftler, der seit 2003 Vorsitzender des EFSA-Ausschusses ist und offener Befürworter von weniger Kontrollen von GMO-Saatgut. In seiner Amtszeit wurden 38 Arten von GMO-Saatgut für den menschlichen Verzehr freigegeben. Seine Kriterien hatte Kuiper in enger Zusammenarbeit mit Monsanto entwickelt und einem Institut aus Washington, das sich International Life Sciences Institute (ILSI) nennt. Großartig. Man höre nur, wer da alles im Vorstand der vornehmen ILSI sitzt: hohe Angestellte von Monsanto, ADM (einer der weltgrößten Lieferanten von GMO-Soyabohnen und Mais), Coca-Cola, Kraft Foods (großer Förderer von GMO-Nahrung) und Nestle, ein weiterer Gigant als Kunde der GMO-Nahrungsindustrie.
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WEITERLESEN bei einartysken

(Das Buch von F. William Engdahl: ‚The Cancer of Corruption, the Seed of Deestruction‘ (ISBN: 978-0-937147-2-2, 2007, 341 S. ) ist bei Global Research zum Sonderpreis von $ 17.00 zu haben.)

 

2 Gedanken zu „GMO-Standardwerk: Buch-Empfehlung von Einar Schlereth

  1. Auf „wahrheitabgefeuert.de“ (leider nicht mehr abrufbar) gab es eine Ausarbeitung zum Thema wonach es in der dritten (verfütterungs-)Generation zu massiven Einbrüchen in der Fruchtbarkeit gekommen ist. Passt sehr zum Ziel der Bevölkerungsreduktion.

    Wenn jemand diesen damaligen Beitrag gesichert hat inklusive Quellenangabe, wäre ein RE-Posting nett.

    PS: Ich empfehle auch „Die lukrativen Lügen der Wissenschaft“ auch wenn seit der Veröffentlichung des Buches von 1998 schon 14 Jahre vergangen

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