frohe Weihnachten, Palästina

PALESTINAerschienen bei einartysken

von Christof Lehmann

2012 haben die Palästinenser weltweit gefeiert. Nicht, dass die Palästinenser mehr auf das Reisen erpicht sind als andere Leute, sondern weil die palästinensichen Familien seit 1948 zu einer weltweiten Odyssee gezwungen wurden – deswegen mussten sie weltweit feiern.

2012 erhielt Palästina einen Beobachterstatus als Nichtmitglied bei der UNO, wo Israel ein volles und freches Mitglied seit Jahrzehnten ist. Ja, den Palästinensern wurde gnädigerweise eine Beobachterguckloch auf die Bühne der weltpolitischen Angelegenheiten gewährt und sie haben jetzt die Erlaubnis, offiziell Lobbyarbeit zu leisten.
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Die „implizite Anerkennung Palästinas“ als Staat wurde von 198 Mitgliedsstaaten bei der UN-Generalversammlung gebilligt. Eine überwältigend Majorität in der Tat; und eine bedeutende Anzahl von Staaten der EU stimmten dafür. Hat irgend jemand eine Ratte gerochen? Ich ja.

Erstens hier ein paar der relevantesten Fragen, die von der „impliziten Anerkennung“ nicht einmal ansatzweise berührt wurden. Danach werfen wir einen Blick auf die schummrigen Details, die klar andeuten, dass die Zukunft „Palästinas“ die eines jordanischen UNESCO-Vatikan im Jordanland und einem ägyptischen Bazar in Gaza ist. Ich wünschte, ich machte einen Scherz, aber das ist es nicht.
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Welches Palästina wurde „implizit anerkannt“? Palästina in den Grenzen von 1948, von 1967 oder 1973 oder sprechen wir von ein paar, sicher ummauerten Enklaven im Jordanland und dem teilweise besetzten Gazastreifen?
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Sprechen wir über die palästinensischen Enklaven, deren Wirtschaft systematisch von Israel sabotiert wird und deren Wohlfahrtsgelder aus Europa, USA und der Welt willkürlich von Israel freigegeben oder einbehalten werden? Ist es das Palästina, das „implizit anerkannt“ wurde?
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Das Palästina, dessen Wirtschaft in solch einem Ausmaß sabotiert ist, dass der IWF erklärt, dass seine Ökonomie keine Anerkennung als Staat rechtfertigt? Und wer beherrscht den IWF? Seit Mursi das ganze ägyptische Volk in die Sklaverei des IWF auf Jahrzehnte geschickt hat, schon bevor er überhaupt gewählt worden war, nehme ich an, dass dies Teil von Entscheidungen über den künftigen Status von Palästina ist.
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3 Gedanken zu „frohe Weihnachten, Palästina

  1. Den Palästinensern würde ich auch gerne Weihnachtswünsche schicken ! Vor der Bombardierung 2008/09 von Gaza hatten wir noch Vorträge einer palästinsischen Professorin erlebt, von einer evangelischen Kirche dort, die trotz allen Unrechts noch zu einer Verständigung mit den Juden bereit war. Nun ist alles noch schlimmer ich kann nur unser Mitgefühl hinüberschicken, zu diesen tapferen Menschen, die uns Vorbild sein können.

  2. „implizit anerkannt“ … ist doch auch die Crux mit der Anerkennung von Israel wo dann implizit nicht nur die ganze Beute aus dem Raub der Westbank inklusive

    Auch das „fruchtbare und strategisch wichtige Jordantal“ gehört den Selbst-Auserwählten darum ist die Badekur eines Syrien-Krieges zwingend für den JudASS Geldbeutel.

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