Wahnsinns Kommentar von Michael Winkler

erschienen bei Michael Winkler

Generalstreik in Portugal und Spanien, Solidarstreiks in Griechenland, Italien und Belgien. Die merkelhafte Sparpolitik stößt europaweit auf Begeisterung. Was dabei für deutsche Gutmenschen besonders bitter sein muß: An einer einzigen solchen Anti-Euro-Demonstration nehmen mehr Menschen teil, als die „Kampf gegen Rechts“-Idiotie jemals gleichzeitig auf die Beine gebracht hat. Echte Interessen und echte Not erweckt eben mehr Interesse als ein ideologischer Schafsauftrieb. Für Angela Merkel wüßte ich ein passendes Weihnachtsgeschenk: Eine Europa-Karte und eine Schere. Da kann sie auf der Karte alle Länder wegschneiden, in denen sie sich ohne schwerste Bewachung nicht mehr auf die Straße trauen darf.

Eine Bavareske der besonderen Art ist der Fall Gustl Mollath. Der Mann hat es gewagt, die Bayerische Hypo-Vereinsbank (HVB) wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche anzuzeigen. Er hat seiner Anzeige einen 106seitigen Ordner voller Beweise beigelegt. Die Anzeige wurde zu den Akten gelegt, der Mann in die Psychiatrie gesperrt. Letztlich verantwortlich dafür ist Beate Merk, die Justizministerin des Freistaates Bayern. Ich möchte an dieser Stelle die Fehler anführen, die dieser Herr Mollath begangen hat:

  1. Seine Anschuldigungen der HVB waren allesamt richtig. Das ist eine unzulässige Kompetenzanmaßung, da braucht er sich nicht zu wundern, wenn das Verfahren niedergeschlagen wird
  2. Er hat seine Frau geschlagen, die bei der HVB beschäftigt und an den Straftaten beteiligt gewesen war. Das ist für Frau Merk ausreichend, um ihn in die Psychiatrie zu sperren. Ehefrauen verprügeln ist als kulturelle Tradition nur Zuwanderern erlaubt. Dieses Verhalten wurde noch nicht als kulturelle Bereicherung ins deutsche Brauchtum übernommen, so wie jede Übernahme kultureller Bereicherung für Deutsche untersagt ist
  3. Die Ärzte der geschlossenen Psychiatrie haben Herrn Mollath Wahnvorstellungen attestiert. Das ist zweifellos richtig, denn wer in Merkeldeutschland, im Freistaat Bayern und bei Beate Merk an Recht und Gerechtigkeit glaubt, der muß an Wahnvorstellungen leiden
  4. Herr Mollath hatte keinerlei Ahnung von der Justiz. Eine richtige Anzeige sollte tunlichst anonym erfolgen und muß unbedingt mindestens einen der folgenden Begriffe enthalten: Holocaustleugnung, Rassismus, Antisemitismus, rechtsradikal und fremdenfeindlich. Zumindest die Staatsanwaltschaft Würzburg (Bayern, untersteht dem Justizministerium von Beate Merk) reitet dann sofort eine Generalattacke mit Rollkommandos, Hausdurchsuchungen und jeder Art Ermittlungen. Bei ein paar Hitlerbildern und einschlägigen Texten in dem 106-Seiter hätte Würzburg nicht nur die HVB-Zentrale in München hochgenommen, sondern wäre gleich auf UniCredit in Italien losgegangen

Übrigens ist das die neueste Masche der BRD-Junta. Wer ein Dutzend Raviolidosen einkauft, um für einen eingebildeten Notfall vorzusorgen, leidet an Wahnvorstellungen. Wer Gold oder Silber kauft, weil er befürchtet, daß der Euro nicht mehr lange hält, leidet unter Wahnvorstellungen. Wer glaubt, Deutschland zahle zu viel an die EU und die Euro-Rettungsschirme, leidet unter Wahnvorstellungen. Wer behauptet, die Politiker verdienen zu viel und arbeiten zu wenig, leidet unter Wahnvorstellungen. Wer glaubt, daß ihm das Grundgesetz Menschen- und Freiheitsrechte garantiert, leidet unter Wahnvorstellungen. Langsam wird die Liste ein wenig lang… Also, melden Sie sich in der nächsten Klapsmühle, denn schon allein, daß Sie diese Seite lesen, zeigt deutlich, daß Sie unter Wahnvorstellungen leiden.

Sinti und Roma sind jetzt in Schleswig-Holstein als schützenswerte Minderheit in die Landesverfassung aufgenommen worden. Die Landeshauptstadt ist Kiel und dort kann es Ihnen passieren, daß in Ihrem Mietvertrag steht, daß Sie in Ihrer zukünftigen Wohnung kein Schweinefleisch essen dürfen. Deutsche sind nämlich in Schleswig-Holstein nicht geschützt, schon gar nicht in der Landesverfassung. Steuern bezahlen für Politikergehälter dürfen sie jedoch.

Quelle: Michael Winkler

3 Gedanken zu „Wahnsinns Kommentar von Michael Winkler

  1. Und wer bei einer der ARGEn Sozialbehörden in der sogenannten BRD wg. Hautkrankheit um MeerSalz oder Urea Waschlotion & Urea Creme usw. bettelt wird vom med. Dienst zum Fall für die Psychiatrie erklärt 🙁

    http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Hartz-IV-Schicksal-Ausgemustert-vom-Amt-artikel8134148-3.php

    Zwangspsychiatrisierung von Hartz IV-Empfängern
    Damit die Arbeitsagenturen Geld sparen können, werden Hartz4-Empfänger kurzerhand psychatrisch krank geschrieben. Dann fallen diese Kosten nicht mehr auf die ARGEn, sondern gehen zu Lasten der Kommunen. Zudem fallen die Zwangspsychiatrisierten auch aus der offiziellen Arbeitslosenstatistik.

    Das von dieser Masche übrigens reichlich Gebrauch gemacht wird, sieht man allein schon anhand der Zahlen (Zitat): „Deutschlandweit hat sich die Zahl von 2006 bis 2010 beinahe verdoppelt auf über 63.000 pro Jahr, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage mehrerer Bundestagsabgeordneter der LINKEN hervorgeht. In der ersten Hälfte dieses Jahres waren es mehr als 18.600. Wie viele der inzwischen weit über 300.000 auf diese Weise Begutachteten anschließend für nicht erwerbsfähig oder – wie im Fall von Tobias Meier – gar für behindert erklärt wurden, darüber liegen angeblich keine Zahlen vor.“ Oder man will die Zahlen lieber gar nicht erst bekanntgeben.

    Wer sich als Betroffener übrigens gegen die psychiatrische Begutachtung wehrt, wird selbstverständlich sanktioniert. In der Statistik wird das dann übrigens unter „Verweigerung der Mitwirkungspflicht“ verbucht und nach offizieller Leseart dann gerne als „das faule Schwein verweigert jede Arbeit“ angeprangert. Soviel mal ganz nebenbei zur offiziellen Sanktionsstatistik, die ja gerade neue (traurige) Rekordzahlen erklimmt.

    Ach ja: „Auch gegen die Ergebnisse der Gutachten können Betroffene kaum vorgehen – und seien diese noch so unplausibel. Ein Widerspruchsrecht besteht nur für die auf Basis der Gutachten gefällten Entscheidungen, etwa für die damit begründete Ablehnung eines Bildungsgutscheines. Wer das Gutachten selbst anfechten will, dem bleibt im Grunde nur der Gang vors Sozialgericht.“

    Dass diese Schikanierung natürlich jeglicher Menschenwürde entgegenläuft, dürfte wohl jedem klar sein. Naja, fast jedem. „Formal betrachtet hat die Integrationsfachkraft korrekt gehandelt“, so Jobcenter-Leiterin Heinze.

    http://duckhome.de/tb/archives/10381-Aufgelesen-und-kommentiert-2012-10-27.html

    was es mit psychologischen Untersuchungen, Diagnosen und Behandlungen auf sich hat. Denn häufig steuert die ARGE Leute als “leistungsgemindert” zwischen 3 – 6 Stunden oder “nicht erwerbsfähig” aus dem SGB II aus.

    http://www.trend.infopartisan.net/trd1210/t101210.html

  2. Bitte, schickt einen Verweis zum Honigmann, ich selber, ich facbooke das gleich! Und Gerd, ich Danke Dir, so sieht es aus!
    Glück Auf, meine Heimat!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.