Russland im Internet-Überwachungsrausch

erschienen bei crash-news

Danke an Pa

Davon können die Eurokraten in Brüssel nur träumen: Was die russische Regierung zum 1. November 2012 eingeführt hat, übertrifft sicherlich selbst die kühnsten Drangsalierungs- und Überwach-ungsvorstellungen der europäischen Diktatoren, denn dank moderner Technik kann alles, was Russlands Bürger im Internet betrachten oder versenden ausgewertet, zensiert oder modifiziert werden.

Zitate Spiegel:

„Derzeit betreffen die Sperr-Entscheidungen vor allem Oppositions-Websites und solche, die als extremistisch eingestuft werden.“

„E-mails, Website-Aufrufe, Chats – alles können die Behörden künftig mit gerimgem Aufwand mitschneiden oder gar manipulieren.“

„Die Technik kann auch benutzt werden, um Werkzeuge auszuhebeln, mit denen Bürger in autoritären Regimes wie China Internetkontrollen umgehen können…“

Genauso wie bereits in der BRD hat Russlands Regierung als Begründung für die drastische Maßnahme den “Kinderschutz” missbraucht. Um die offenbar völlig unmündigen und zum Großteil angeblich nebenberuflich als Terroristen oder Kinderschänder tätigen Internetnutzer vor sich selbst und Ihresgleichen zu schützen, musste Präsident Putin daher jetzt die Reißleine ziehen, denn beispielsweise durch das Zensieren von Webseiten mit Suizidanleitungen können ganz bestimmt Tausende von Selbsttötungen verhindert werden. Angeblich zumindest.

Wie uns die Presse empört informiert, werden in Russland nun allerdings auch regierungskritische Internetseiten gesperrt und das ganz offensichtlich unter diesem falschen Vorwand. Das Land reiht sich damit also in die Riege der Schurkenstaaten direkt hinter China und dem Iran ein. Es geht ja auch wirklich nicht an, dass sich eine “demokratische” Regierung anmaßt, ihren eigenen Bürgern derart ungeniert auf die Finger zu schauen.

Seltsam und mustergültig heuchlerisch an der ganzen Sache ist, wie sich unsere linke Systempresse mit Genuss auf diese nicht wirklich untypischen russischen Überwachungsmethoden stürzt. Das Land bzw. seine Bürger waren schon seit vielen Jahrzehnten nie wirklich frei und selbst Perestroika und Glasnost – Letzteres bedeutet Rede- und Informationsfreiheit – haben daran faktisch ebenfalls nicht viel verändert. Kein Wunder also, dass es so leicht ist, in Russland unter falschem Vorwand wieder zu alten “Tugenden” zurückzukehren.

Doch wo waren eigentlich diese linken Presseaufschreie, als genau dieselben Pläne in der BRD in Form des Zensursula-Stoppschildes oder als “ACTA” durch die EU eingeführt werden sollten? Wo ist bitte die deutliche Warnung unserer Medien vor der aktuellen Diskussion um das wirklich freiheitsgefährdende “Clean IT”? Wer bewahrt uns denn hierzulande vor Russland-ähnlichen Zuständen?

Ganz einfach, Derartiges wird schlichtweg ignoriert oder verharmlost, denn bei uns dienen all diese Maßnahmen schließlich lediglich dem Kampf gegen den – gar nicht vorhandenen – Terror. Die Bösewichte sitzen doch bekanntermaßen alle im Osten. Wenn unsere Regierungen das Internet zensieren, dann dient das lediglich unserem Schutz. Also doch genau dasselbe wie in Russland?

Immerhin dürfte es durch solche Medienbotschaften auch einigen weniger kritisch eingestellten Bürgern auffallen, wie einseitig hier die Berichterstattung erfolgt. Und wenn das nächste Mal über die Notwendigkeit von Netzsperren in der BRD oder der EU diskutiert wird, werden die hiesigen Allmachtsphantasien unserer Pseudo-Eliten hoffentlich einen deutlichen Dämpfer erhalten.

Quelle: crash-news, Spiegel-online, Wired.com

8 Gedanken zu „Russland im Internet-Überwachungsrausch

  1. Putin hat Ahnung von gemauerten Luftschiffen, der verkauft Russland nicht!
    Nicht mal im Vorhof der Hölle.

  2. NWO Methoden also auch in Russland. Aber vermutlich wird sich die Blogger-Gemeinde auch daran nicht stören und weiterhin auf „Vladimir den Befreier“ setzen. Wer mannigfach im Internet kursierende Bilder Putins in Freimaurerkleidern und mit Freimaurergesten ausblendet, wer sich am Beitritt Russlands zur WHO und WTO nicht stört, wem nicht auffällt, daß Putin nach seiner Wiederwahl erst mal nach Israel reist, wo er verkündet, daß an Geschichtsklitterungen der Alliierten in Bezug auf den 2. Weltkrieg selbstverständlich festgehalten wird und wer es in Ordnung findet, daß Putin im Zusammenhang mit seiner „Eurasischen Idee“ sogar die Vokabel „Neue Weltordnung“ ungeniert benutzt, der wird sich von seinem Wunschdenken auch nicht abbringen lassen, wenn die russische Internetgemeinde sogar noch schlimmeren Repressalien ausgesetzt ist als hierzulande.

  3. Putins Kniefall vor den Lügen des Nürnberger Tribunals haben sehr klar gezeigt, wess Geistes Kind dieser Mensch ist. Auch wenn er in Teilen ein Feind der Zionisten ist, ist er deshalb noch lange kein Freund des deutschen Volkes.

  4. Was hat denn der „freie Westen“ Putin zu bieten, was er nicht schon hat?
    Kokain und Weiber?

  5. Mit „Zitate Spiegel“ ist doch die Stoßrichtung der Mainstream-Medien bestens geklärt, ODER?

    Schaun wir mal was Rumpel der PolitikGlobal ins Leben rief sagt:

    http://politikglobal.blogspot.de/

    Donnerstag, 20. September 2012
    2012-09-21 USAid endlich aus Russland verbannt

    Tja warum ist da die CIA Aussenstelle Spiegel missgestimmt?

    Der Eber der ist missgestimmt, … 😉

  6. Es ist zwar gut, dass Putin Russland aus den Rothschild-Klauen entrissen hat, aber wie weitreichend und langanhaltend diese Unabhängigkeit ist oder sein wird, ist unklar. Gestalten wie Medwedew an seiner Seite zeigen eindeutig die Grenzen von Putins Einfluss. Ohne Putin würden diese Leute die Zügel schnellstens wieder übernehmen. Ganz zu schweigen davon, dass Putins eigene Absichten, Ziele und Abhängigkeiten eher unklar sind.

    Es gibt ja einige, die sagen, dass Russland der natürliche Verbündete Deutschlands sei. Ich bin da skeptisch. Schon die Geschehnisse aus dem letzten Krieg sind überhaupt noch nicht aufgearbeitet. Allein, was enorm viele russischen Soldaten hunderttausendfach den deutschen Frauen angetan haben.

    Also, Deutschland als Russlands Juniorpartner sehe ich jedenfalls überhaupt nicht als erstrebenswert an. Das wäre nur ein Austausch des Herrn und Meisters. Umgekehrt bzw. eine wirklich gleichrangige Partnerschaft, nun, darüber müsste man mal in Ruhe reden.

    Die Internet-Zensur in Russland, von der hier die Rede ist, zeigt einerseits, dass die Russen gegenüber der ständigen Flut an Westpropaganda dünnhäutig werden. Aber wenn die Russen nun ihrerseits Zensur anwenden, ist das einerseits hilflos, andererseits geht das aus Sicht der Freiheit der Menschen natürlich in die völlig falsche Richtung.

    Wenn der „freie Westen“ jetzt aber aufschreit …du liebe Zeit. Nicht mal die Hälfte der youtube-videos, die ich sehen will, funktioniert, an den google-Suchergebnissen wird laufend herummanipuliert, die Presse ist gleichgeschaltet, und unliebsame Forendiskussionen werden nach Kräften gestört und manipuliert. Ganz zu Schweigen von der Verfolgung unliebsamer Blogbetreiber. Also mal schön den Ball flachhalten, du lieber freier Westen.

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