keiner Schuld bewusst…

erschienen bei Michael Winkler

Im Fall Gustl Mollath ist sich die verantwortliche Staatsanwaltschaft keiner Schuld bewußt. Da könne ja jeder kommen und Schwarzgeldgeschäfte bei einer Bank anzeigen, erklärt der Sprecher der Staatsanwalt. Dem könne man nicht einfach nachgehen, und Überweisungen in die Schweiz seien nicht strafbar. Ich vermute, 106 Seiten zu lesen, erschien dem zuständigen Staatsanwalt einfach zu lästig. Zumal nirgendwo „Holocaustleugnung“ auftauchte, also keinerlei staatliches Interesse an der Verfolgung eine möglichen Straftat bestanden hatte. Eine Seite, anonymer Absender, und eben „Volksverhetzung“ oder „Holocaustleugnung“, da legt jede Staatsanwaltschaft los wie der berühmte Pawlowsche Hund, aber 106 Seiten, mit Absender, und Schwarzgeld? Das ist nur lästig!

Die Freien Wähler haben ein Gutachten eines Hamburger Juristen zu diesem Fall in Auftrag gegeben. Man muß schon etwas weiter weggehen, um jemanden zu finden, der nicht mit der Bayerischen Justiz kungelt. Die Damen und Herren Staatsanwälte und Richter spielen ohnehin Krähen, die einander kein Auge aushacken, und ein Rechtsanwalt vor Ort kann sich nicht zu sehr engagieren, weil sonst die Krähen…, pardon, die Damen und Herren Staatsanwälte und Richter seine Mandanten in Zukunft ganz versehentlich benachteiligen würden. Jener Rechtsanwalt ist zu der Ansicht gekommen, daß die Staatsanwaltschaft hätte ermitteln müssen. Und wenn sie dazu zu faul, pardon, überlastet gewesen sei, hätte sie die Steuerfahndung einschalten müssen.

Wie die bayerische Justiz gegen Unschuldige und Wehrlose vorgeht, hat gerade ein Polizeihund in Allersberg vorgeführt. Der freilaufende Kampfhund mit der Dienstlizenz zum Zubeißen hat ganz allein gleich sechs Gegner angegriffen und ins Krankenhaus gebissen, allerdings waren diese Gegner Kinder im Alter von drei bis neun Jahren. Führerin und damit verantwortlich für diese vierbeinige Waffe war eine Polizistin mit neun Jahren Erfahrung als Hundeführerin. Ob der belgische Schäferhund seine Geliebte beeindrucken wollte? Oder ihr zeigen, daß Kinder für den Vierbeiner unerwünscht sind? Jedenfalls zeigt dieser Schappikonsument einen Diensteifer, den man bei Staatsanwälten ebenfalls erlebt, wenn es nicht gerade um Banken, Politiker oder sonstige Personen geht, die der Karriere eines Staatsanwalts schaden könnten.

In Doha, der Hauptstatt Katars, haben sich Vertreter von 190 Nationen zu einer Weltklimakonferenz zusammengefunden. Diese wollen bis 2014 ein Abkommen aushandeln, das 2015 unterzeichnet werden und 2020 in Kraft treten soll. Es geht um das anthropogene, das menschengemachte Kohlendioxid, also das Treibhausgas, das wir bei Verbrennung in Kraftwerken, Öfen und Motoren freisetzen. Und wie Sie durch unsere qualitätsfreien Medien wissen, ist Kohlendioxid ganz, ganz böse. Der anthropogene Anteil an der Gesamtmenge des Kohlendioxids in der Atmosphäre beträgt 0,35 – nein, nein, 0,35 Prozent! Das entspricht ungefähr dem Anteil der Juden in der gesamten Menge der Menschheit. Aufgrund ihrer geringen Anzahl ist es natürlich eine Verschwörungstheorie, wenn jemand behauptet, diese wenigen Juden verderben die ganze Menschheit und man müsse ihre Anzahl unbedingt reduzieren. Beim Kohlendioxid ist das genau umgekehrt. Da ist es Verschwörungstheorie, wenn jemand behauptet, dank seiner geringen Menge sei das anthropogene Kohlendioxid für den Klimawandel vollkommen irrelevant.

Quelle: Michael Winkler

6 Gedanken zu „keiner Schuld bewusst…

  1. keiner schuld bewusst, war ich mir letztes jahr im juli auch nicht als ich plötzlich vom ordnungsamt post bekam und ich strafe zahlen sollte weil ich meinen roller aufm gehweg abstellte. Hat denen nicht gejuckt, mußte trotzdem zahlen. Diese „Frau“ wird eines tages auch ihre gerechte strafe bekommen!!!
    Für ein freies und gerechtes Deutschland !!!!!!!!!

  2. Maradona war sich auch keiner Schuld bewusst, als er mit der Hand ein Tor machte.
    Die Hand Gottes, wie bei den Beamten denen muß schon Gott die Hand bewegen, ohne den machen DIE nichts!

  3. http://www.sueddeutsche.de/bayern/fall-mollath-vom-richter-maltraetiert-und-provoziert-1.1531706

    „Laut Urteil soll Mollath ein paranoides Gedankensystem entwickelt haben. Er soll „unkorrigierbar“ der Überzeugung sein, Personen aus dem Geschäftsfeld seiner früheren Ehefrau und diese selbst seien in ein „Schwarzgeldsystem“ verwickelt.“

    „Der Fall Mollath? Die „ganze journalistische Aufregung geht vollkommen an der Sache vorbei“, sagt Brixner in einem Ton, der mit barsch eher unzureichend beschrieben wäre. Nichts, „gar nichts“ habe das Gericht zurückzunehmen. Das Urteil sei vom Bundesgerichtshof längst bestätigt. Und um „Schwarzgeld“ sei es im Prozess nicht gegangen, das habe doch gar „keine Rolle gespielt in diesem Verfahren“.“

    Wenn Schwarzgeld hat doch gar keine Rolle gespielt, warum dann angeblich paranoide Gedanken zum Schwarzgeld zur Strafe führen??? Und wo ist im Glauben an Schwarzgeld bzw. an der Meinung vom Schwarzgeld eine „Gefahr“ welche die Zwangseinweisung rechtfertigt??? Fragen über Fragen!!!

  4. PS: Und die früher wg. Schwarzgeld angezeigte Ex-Ehefrau hat keinerlei Motiv gegen den „Verräter“ mit zumindest unbewiesenen Darstellungen zu kämpfen … meinte Richter Brixner so?

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