hessischer Bauer im Gefängnis: die knallharten Methoden der Gentechnik-Industrie

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Ein Bauer kauft Genmais von einem Chemiekonzern und füttert seine Tiere damit. Daraufhin werden sie krank und sterben. Er geht an die Öffentlichkeit und landet schließlich im Gefängnis.

Der Kauf von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln für seine Tiere wurde einem hessischen Bauern zum Verhängnis. Als einer der ersten Bauern in Deutschland testete Gottfried Glöckner die Verfütterung von Genmais an Tieren mit verheerenden Auswirkungen auf seinen Zuchtbetrieb. Es ging eine Weile lang gut. Die genmanipulierten Pflanzen produzierten ein Gift, das den Maiszünzler-Schädling bekämpft. Darüber hinaus war der Proteingehalt der Pflanzen höher als bei konventionellen Maissorten. Zwei Jahre lang fütterte Glöckner seine Hochleistungs-Zuchtrinder mit dem Genmais, bis sie Durchfall und eitrige Euter bekamen und nur mehr vier bis sieben Liter Milch am Tag gaben. Außerdem kam es zu Totgeburten und Missbildungen bei Kälbchen und Todesfällen.

Für den Bauern bedeutete dies einen wirtschaftlichen Totalschaden. „Ich habe alles genetische Tiermaterial verloren, alle Zuchterfolge sind zunichte gemacht worden“, klagt er in einer Lokalzeitung.

Gekauft hatte Glöckner den Mais von dem Chemiekonzern Syngenta. Er fragte also bei der Firma nach, wodurch sein Rinder Schaden genommen haben könnten, wie Chiemgau Online berichtet. Syngenta beschwichtigte und teilte ihm mit, dass alles in Ordnung sei. Aufgrund seines gesunden Misstrauens gab er eigene Untersuchungen in Auftrag. Sein Verdacht bestätigte sich: In dem Futter, Milch und Gülle fanden sich giftige Stoffe.

Glöckner ging mit seinen Ergebnissen an die Öffentlichkeit. Er wandte sich an Greenpeace und die damalige Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Die Grünen). Im In- und Ausland berichtete der Bauer von seinen Erfahrungen. Syngenta war dies ein Dorn im Auge. Die Firma bot Glöckner Schadensersatz, wenn er keine Vorträge mehr hält. Als das nicht funktionierte und der Bauer weiter seine Erfahrungen publik machte, folgten etliche Bestechungsversuche. Aber auch davon ließ sich Glöckner nicht beirren.

Plötzlich kam es in seinem Scheidungsprozess zu einer Wendung: Er wurde auf Vergewaltigung in der Ehe angeklagt und wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt. Ob die Gentechnik-Industrie hinter dem Gerichtsurteil steht ist unklar. Fest steht, dass in Glöckners Unterlagen der Eintrag „Gentechnikgegner“ vermerkt ist. Wegen guter Führung wurde der Bauer vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. In Deutschland sind 80 Prozent der Bürger gegen den Anbau von Gen-Pflanzen. Die Bundesregierung und die EU-Lobbyisten agierten deshalb gegen den Willen des Volkes. „Es geht ja dabei um sehr viel Geld“, sagt Glöckner.

Quelle: DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

 

10 Gedanken zu „hessischer Bauer im Gefängnis: die knallharten Methoden der Gentechnik-Industrie

  1. Hat die Ehefrau sich kaufen lassen und zugleich Rachegelüste befriedigt? Hätte der Syngenta-Konzern den Bauern sonst „gekachelmannt“ und ihm eine Prosti mit anschließender Vergewaltigungsklage untergeschoben? In wieweit sind Konzernbosse mit Staatsanwalt und Richter im Logenverbund?

    1. @ Hans mein Igel
      Es ist wirklich erschreckend, wie die Interessen der verschiedenen Großunternehmen von Seiten der Justiz bedient werden – und wie viele solcher Fälle es geben muss, weil wir wie immer nur das Spitzchen des Eisbergs sehen.
      Genauso wild ist die Zwangsmedikation der betreuten Patienten, die vor wenigen Tagen Gesetz wurde… Die Schwächsten in der Gesellschaft, welche keinen Familienanschluss und somit keinen Schutz nach aussen mehr haben, sollen für Absatzstärkung von Psychopharmaka sorgen…. Meschenrechte adé… schauderhaft, da hilft nur eine Betreuungs- und Patientenverfügung, die rechtzeitig vor Schadeneintritt erstellt worden sein muss – ich rate JEDEM hierzu…

  2. Da sag´ ich mal: Glück gehabt!
    In Bayern hätte er es auch in die Psychiatrie schaffen können… [Ironie off]

    – siehe Gustl Mollath. Scheint gängige Praxis zu sein, hierzulande…

  3. Man muss mit aller Gewalt und jedem Mittel gegen solche Dreckskonzerne vorgehen!!!

    Vernichten wir die (selbsternannten) Eliten, bevor sie uns vernichten!

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