Hensel´s Sonntagsmatinée: die Erfindung der „Fliegenden Untertassen“ – Teil I

von Hans-Peter Schröder

„Ach! Der Menge gefällt, was auf den
        Marktplatz taugt,
Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen;
    An das Göttliche glauben
  Die allein, die es selber sind.“

Aus „Menschenbeifall“ von Friedrich Hölderlin (1779-1843)

Diese Matinée steht in einem innerlichen und in einem äusserlichen Zusammenhang mit den Matinéen „Rein pflanzlich“, „Die Parabel vom Mauersegler“ und „Schock: der Saturn made in Germany? I – IV“. Aber eigentlich – eigentlich steht sie in Zusammenhang mit All und Allem.

Unsere heutige Geschichte handelt von einer Blase, die man seit Jahrzehnten, wenn nicht gar seit Jahrhunderten mit Kitt und Notoperationen am Platzen hindert. Ihr Inhalt ist durch die lange Lagerung in den Zustand der Fäulnis übergegangen. Deshalb empfinden die dazu Fähigen Abscheu davor, hinein zu stechen. Alle Blasen platzen. Das ist ihr Schicksal.

 

helle Menschen in dunk`len Zeitaltern

 

Es gab einmal eine Zeit, als die Erde dunkler war als heutzutage, es gab keine Flughäfen und keine ausgedehnten Industrieanlagen, die Großstädte erleuchteten sich noch mit Fackeln, später dann mit Gaslaternen und die Bewohner mußten eine Petroleumlampe benutzen, wenn sie sich stolperfrei durch ihre Wohnung bewegen wollten. Zu der Zeit schauten die Astronomen noch durch optische Fernrohre und nicht auf Computerbildschirme und begeisterte Amateure bauten ihr Stativ im Hinterhof auf und konnten von dort aus stundenlang unter besten Voraussetzungen den Himmel, den Mond, den Mars, die Venus oder Jupiter betrachten. Zu der Zeit arbeitete und lebte ein größerer Teil der Bevölkerung im Freien als heute, so daß Ereignisse in den Lüften öfter registriert werden konnten, auch wenn sie, da von gewöhnlichen Menschen getätigt, keine schriftlichen Spuren hinterlassen haben.

Damals existierten weder die „Ein Scheck für Alle“ (ESA), noch die „Never A Straight Answer“ (NASA), noch die diversen Space-commands (Hüstel, hüstel, – lach, lach!), die Organisationen und gelehrten Akademien, die Weltraumforschung betreiben (Brüll, brüll), die Wirtschaftskoryphäen, die die Eroberung des Weltraums vorbereiten (Aufhören! Aufhören!) und auch die feschen Intelligenzbolzen in Uniform, die mit ihren superiörgeheimen Raketenplattformen und ihren unüberwindlichen Abwehrschirmen den erdnahen Raum dekorieren, um, allzeit bereit, alle Bedrohungen abzufangen, die uns die Lichter aufgehen lassen könnten, steckten noch in der Warteschleife (Schluß jetzt, ihr Raumkadetten vor dem Herrn! Ich kann nicht mehr!).

Paradiesische Zeiten waren das, in denen man seine Arbeiten in astronomischen Periodika veröffentlichen konnte, ob sie Lichtblitze im Krater Aristarchus behandelten oder sich um saisonale Farbveränderungen auf dem Planeten Mars drehten.

Die alten Journale sind voll derartiger Beobachtungen, besonders was Vorgänge auf der Mondoberfläche betrifft, stellen sie eine Schatztruhe dar. Man stößt in den Blättern des 18. und 19. Jahrhunderts fast periodisch auf Berichte von  „Formen“, die quasi über Nacht aus dem Boden wachsen, auf Schatten die sich verändern, auf Blinksignale aus Kratern oder von Bergketten strahlend, auf Schatten, die über die Mondoberfläche wandern, auf dunst- oder wolkenähnliche Gebilde und auf Lichtpfeile, die von Kratern aus in die Ebenen laufen.

Und plötzlich ist da nichts mehr – die Fernrohre wurden verbessert, die Instrumente spezialisierter, die Hofastronomen astronomisch gut bezahlt, Sonden und Menschen zum Mond und zu den inneren Planeten geschickt und plötzlich ist da nichts mehr, nur noch Statik und Lebensfeindlichkeit…. .

Genau seit die grauen Herren in Zusammenarbeit mit der Feigheit derjenigen, die es besser wissen, der vorurteilsfreien Wiedergabe vorurteilsfrei dokumentierter Vorgänge die Luft abdrehten, um den Kuchen selbst zu übernehmen, genau seit der Zeit ist Schluß. Oder doch nicht?

Vorgänge, bei denen viele Zeugen zugegen sind, oder die Menschen direkt betreffen, können nicht einfach weggelogen werden, sie werden umgelogen. Der, oder noch besser, die Lügenexperten, verspritzen zwei, drei Lügenerklärungen, möglichst noch widersprüchliche – und Schwamm d`rüber. Alles klar?

„Meteoriten“

Wenn sie im Internet etwas herumspazieren (Noch besser, suchen Sie das gedruckte Original, gehen Sie in Bibliotheken) werden Sie auf rezente Datenberge stoßen, auf Meteoriten, die in der Luft zusammenstoßen, auf Meteoriten, die mehrmals die Bahn ändern, auf Druckwellen aus militärischen Sperrgebieten kommend, bei denen vorher irgendetwas durch die Luft geflogen war, auf Explosionen am Himmel und verglühende Trümmerteile und auf seltsame Wolken, die hoch und niedersteigen, oder auf „plasmatische“ Bälle, Gebilde, die ihre Form ändern, oder auf seltsame Flugkörper, auf Substanzen, die aus der Luft fallen, rot, grün, farblos, eisähnlich, doch nicht kalt, haarförmig, doch durchsichtig, verdunstend, – Hauptbestandteil: Bor……und, und, und…. .

Aber die Astronauten in der „Internationalen“-OneWorld-Raumstation bemerken nichts von alledem, alles ist roger, während sie sich Stardreck´reinziehen und die Astronomen lutschen nächtelang an Quasaren, um den schlechten Geschmack ihres Totalversagens los zu werden, anstatt unsere Umgebung zu beobachten und für das einzustehen, was sie sehen. Moderne Zeiten….. .

„von Dingen, die am Himmel gesehen werden…. „

Ein schöner Titel, den wir Herrn C. G. Jung, dem Erfinder der Archen-Typen, zu verdanken haben. Jung`s Lehren sollen uns hier nicht interessieren, denn obzwar ernstlich bemüht, fand er alles, was er in sich suchte, in anderen, auf Umwegen.
Die Dinge, die am Himmel gesehen werden, fand Jung nicht am Himmel, er machte aus ihnen eine metaphysische Spekulation mit halborganischer Ursache. Als Schweizer hätte er sich mit den Vorfällen in Basel im Jahre 1561 zweimal beschäftigen sollen, einmal mit und einmal ohne Scheuklappen.

„..wie solche, die gegeneinander Krieg führen…“

Die beiden nachfolgenden Zitate sind Fundstücke aus dem Netz, ob und in welcher Form die zitierten und gezeigten Dokumente tatsächlich existieren, wurde von mir nicht nachgeprüft. Ihr Inhalt deckt sich jedoch mit anderen Quellen.
Aus: http://www.baselinsider.ch/enzyklopaedie/aus-der-geschichte/aus-dem-alten-basel/ufos-ueber-basel.html

Auf der angegeben Seite heißt es:
„… Weiter sind auf den 7. August bei Sonnenaufgang und ein wenig vorher viele schwarze Kugeln in der Luft gesehen worden, welche vor der Sonne mit grosser Schnelle und Geschwindigkeit gefahren [sind]. [Sie sind] auch aufeinander zugeflogen wie solche, die gegeneinander Krieg führen. Einige von ihnen sind rot und feurig geworden und schliesslich verzerrt und erloschen. [Ich weiss nicht], ob dafür nun natürliche Ursachen herangezogen werden können, etwa wegen der Nebel und Dünste, die besonders wegen dem feuchten Winter und Sommer entstanden [sind], oder wegen grosser Hitze, die nach langem Regen und Kälte entstanden [ist]. Auch wenn man das nicht immer so auslegen kann, so könnte die Deutung aber doch verglichen werden mit Kometen, wie jetzt gerade einer erscheint, und Finsternissen, die natürlich auftreten. Aber das muss nicht immer so sein. …“.

Nürnberg 1561, aus: http://blog.exopolitik.org/blog/2012/03/29/sind-ufos-blos-ein-phanomen-der-moderne/

„In einem antiken Flugblatt, welches sich in der Zentralbibliothek Zürich befindet, wird von blutroten, schwarzen und bläulichen Kugeln berichtet, die sich über den Horizont bewegten. Weiterhin berichtet das Flugblatt über Ringscheiben, die sich in großer Anzahl in der Nähe der Sonne befanden. Etwa vier von Ihnen schienen eine Formation zu bilden und wieder andere standen einzeln versetzt am Himmel. Zwischen den Kugeln beobachteten Zeugen etliche blutrote Kreuze. Zwei große röhrenförmige Objekte, die man heute wohl als zigarrenförmige Raumschiffe beschreiben würde, beinhalteten dem Flugblatt zu Folge drei, vier und mehr Kugeln. Unter den am Himmel schwebenden Kugeln befand sich zudem ein längliches Gebilde, welches große Ähnlichkeit mit einem schwarzen Speer aufwies. Weiter wird beschrieben, dass die Objekte einen etwa einstündigen Luftkampf austrugen, brennend vom Himmel fielen und beim Aufprall auf der Erde verdampften.
Das Flugblatt zeigt einen Holzschnitt, der 1561 in Nürnberg nach der Beobachtung angefertigt wurde. Die Illustration stammt von dem Künstler Hanns Glaser, der vermutlich von 1540 bis 1571 in Süddeutschland tätig war. Johann Jakob Wick (1522 – 1588) war von 1552 bis 1588 Pfarrer an der Predigerkirche in Zürich und legte aus weiteren ähnlichen Flugblättern, Berichten von Freunden und Zeitungsnachrichten ein reichhaltiges und chronologisch sortiertes Archiv über Mysterien des 16. Jahrhunderts an.“

Amerika 1947 oder Ein Thema wird auf Kommando salonfähig

Umschlagblatt der 1952er Originalausgabe von The Coming of the Saucers

 

George Adamski, der „Hot Dog Verkäufer von Mount Palomar“, hat die Fliegenden Untertassen nicht erfunden, wie der Schriftsteller Ray Bradbury fälschlicherweise annahm.

Der Erfinder heißt Kenneth Arnold. Aber auch das stimmt so nicht. Es waren die Drahtzieher, die durch ihre selbstgefälligen Werkzeuge, durch die schmierfreudigen Inhaltslosen, Arnolds Zeugnis einfärben ließen, nicht ohne dessen eigenes Zutun, um später dann auch noch die Form des Ereignisses zu ändern. Unkenntlich machen, tricksen und täuschen, wie es so üblich ist, in diesen verlorenen, vaterlandslosen Kreisen, die ohne Widerstand machen, was Es will.

Doch besuchen wir Mister Kenneth Arnold, den ersten Augenzeugen, der öffentliches Gehör fand, obwohl er nichts zur Bestätigung vorzuweisen hatte, weder Fotos noch Zeugen, nur ein Tonbandprotokoll und seinen mündlichen Bericht. Gehen wir zurück in das Jahr 1947; der Große unvaterländische Krieg ist gerade zwei Jahre zuende, neue Kriege werden geplant, neue Fratzen werden bereits geschmiedet, um auf zukünftigen Feldern der Ehre ihrer Feuerbestattung entgegenzufiebern. Doch davon ahnt die Schlafende Welt noch nichts.

Herr Arnold sitzt in seinem Flugzeug, ein bemerkenswerter Kerl ist dieser Arnold, mit eigenem Flugzeug im Jahre 1947, es ist der 24. Juni, Arnold, ein bodenständiger Geschäftsmann,  befindet sich in der Luft, auf dem Weg nach Yakima. Er tuckert gerade über den Bergketten der Cascade Ranges im Staate Washington, in Sichtweite des Mt. Rainier, gemütlich seinem Ziel entgegen, als…..

Der 4400 m hohe Mt. Rainier in der Kaskadenkette im Staat Washington/USA – Bild: wikipedia

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11 Gedanken zu „Hensel´s Sonntagsmatinée: die Erfindung der „Fliegenden Untertassen“ – Teil I

  1. Vielen Dank für diesen hervorragenden Artikel. -Will man den Menschen mit „Chemtrails“ den Blick zum Himmel verwehren, damit Beobachtungen dieser Art unmöglich werden?

    Für den Autoren obigen Artikels ein kleiner Hinweis. Die Raumschiffsymbole auf dem Bild in Form von Röhren (zylinderform) und Kugeln lassen sich in den Märchen als: Türme (auch Kirchtürme), Brunnen und Bäume (auch hohle Bäume) erkennen, die Kugeln als: Sonne, Mond, goldene Kugel im Brunnen, Ei, Birne, Apfel, Nuss (aus der silberne und goldene Kleider kommen) und andere erkennen.

    Die sogenannten Volksmärchen sind verbrämte Weltraumfahrergeschichten. Nicht zufällig sind die Dichter dieser Erzählstücke bis heute vollkommen unbekannt. Insbesondere bei der Märchensammlung der Brüder Grimm ist weitgehend unbekannt, dass die Brüder Grimm diese Märchen eben gesammelt und erzählerisch aufbereitet, nicht aber selbst gedichtet haben.

    -Von 1945-48 war diese Märchensammlung im Besatzungsbereich (Norddeutschland) der Engländer verboten. Angeblich hätten die Deutschen ihre Graumsamkeiten gegen andere Völker im WK II aus diesen Märchen abgeleitet, so die fadenscheinige Begründung für dieses Verbot.

  2. Märchen und Sagen , Boten aus und Zugänge zu anderen Welten. Vielen Dank für den Hinweis. Das Feenreich, andere Zeitkontinuä, seltsame Wesen mit besonderen Fähigkeiten. Mehr als Geschichten = überreiche Fundgruben. Weiter sagen.

  3. Fehlt eigentlich nur noch das der Schreiber berichtet wie er selbst von Außerirdischen entführt wurde,ihm Sonden eingeführt wurden und er seit dem natürlich ein Auserwählter ist!
    Also wirklich neben interessanten Berichten besonders über Lybien oder Syrien muß man hier schon sehr viel Schrott lesen!!

    1. @ Panter
      zuerst einmal: Du darfst hier lesen…
      Wenn dieser Spitzenartikel Dein intellektuelles Fassungsvermögen überschreitet, ist das zwar bedauerlich, doch wahrscheinlich nicht zu ändern… auch nicht mit Sonden.
      Da fällt mir mal wieder das Sprichwort ein:

      die Wahrheit ist ein bitt´rer Trank,
      den der Menge schwacher Magen
      kann leider nur verdünnt vertragen…

  4. danke für den Artikel, ich werde dem Thema mit Interesse weiter folgen.
    Noch zu Hans mein Igel: ja man kann das als moderne Märchen betrachten und mit den vielen Parallelen, z.B.auch Frau Holle. Daß die Briten die Märchen verboten hatten, wußte ich nicht, aber im TV hat der bekannte Eugen Drewermann einmal gesagt, wie die Frankfurter Schule die deutschen Volksmärchen verdammt hat, z.B. Hänsel u. Gretel, indem sie behaupteten, daß diese einer der Gründe für die Aggressivität u. Grausamkeit der Deutschen gewesen seien, sozusagen als Vorstufe von Antisemitismus oder H.. Wer die Geschichte kennt, wird natürlich merken, was für infame Lügen das waren – und um so mehr derjenige, der Märchen und Volkslieder in der Kindheit hören und singen durfte.

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