Hensel´s Sonntagsmatinée: die Erfindung der „Fliegenden Untertassen – Teil III

von Hans-Peter Schröder

Per visibilia ad invisibilia

„Ich alleine bin verantwortlich,
alle Stimmen die zu mir sprechen
sind meine eigenen. Wenn es Schuld gäbe,
so wäre es einzig meine eigene.
Wenn Türen verschloßen sind,
so drehte ich selbst den Schlüssel.
Die Innenwand meines Gefängnisses
ist die Aussenwand der Schöpfung.
Alle Wege stehen offen, mehr noch,
da sind keine Wege, denn
es gibt keine Begrenzung.

Aus „Der Eremit des Inneren“

Zufällige Bemerkungen

Deutsch-französisches Grenzgebiet, Mai 2005. Eine zufällige Begegnung im Wald. „Eines Tages“, erzählt der Mann, der beim Holzsammeln ist, „erschien der Gauleiter B. mit einer Kompagnie vom Arbeitsdienst. Es muß Anfang ´45 gewesen sein, im Frühjahr. Sie sind in die alten Bergwerke und haben sie aufgemacht. Der Wald war gesperrt und das ganze Dorf hat sich gewundert, was die dort treiben. Die haben im Dorf gewohnt, aber uns nichts verraten. Es fanden Arbeiten statt, dort unten, vielleicht sogar neue Stollen, und Lastwagenkolonnen sind auch gekommen und wieder verschwunden.“
„Und„ , sage ich, „die Dorfbewohner hatten doch sicherlich Vermutungen, Gerüchte bleiben doch nicht aus. Was haben die geglaubt?“ „Daß dort etwas versteckt worden ist“, sagt er, „vielleicht etwas, was sie später wieder holen wollten, Kunstschätze, Geld, Akten, was weiß ich….“.

Ortswechsel, 30 Kilometer nördlich: Ein 2500 Jahre alter Handelsstützpunkt auf einem Bergplateau. Mauerlänge 2, 5 Kilometer, umschlossenes Areal 26 Hektar. Die „Heidenmauer“ bei Bad Dürkheim.

http://de.wikipedia.org/wiki/Heidenmauer_(Pfalz)

„In den Jahren 1937–39 führte Hans Schleif für das der SS nahestehende Projekt Ahnenerbe erstmals Ausgrabungen durch, die mit Beginn des Zweiten Weltkrieges eingestellt wurden. Schleif gedachte ein germanisches Heiligtum auszugraben, möglicherweise weil er eine römische Arbeitsmarkierung im Steinbruch Kriemhildenstuhl unterhalb der Heidenmauer als Hakenkreuz missdeutet hatte.

Anmerkung für die allwissende Wikihalde: Missdeutet? Was für ein Blödsinn!, gegraben wurde, weil die Anlage alt ist und weil die Ausgräber vorurteilsfrei an die Sache gingen.

Die Bibliothek der Stiftung Ahnenerbe umfasste 150.000 Bände aller Wissensgebiete und ihre Benutzer verfügten über furchtlose Gehirne, die das darin enthaltene Wissen vorurteilsfrei in Spreu, – gibt es überhaupt Spreu?- und in Wissen teilen konnten, gebildete Menschen, die lesen, ergänzen zusammensetzen konnten. Für das Ahnenerbe waren Orientalisten, Völkerkundler, Archäologen, Techniker, Naturwissenschaftler, Bergsteiger, Tiefseetaucher, Astronomen, Geographen, Vererbungsbiologen, Verhaltensforscher, Sprachforscher, Parapsychologen, Naturheiler, Medien Geistliche und Laien tätig, unisono keine Spur verwerfend, keine Mühe scheuend, um eine Theorie zu überpfüfen, das Wissen des Einzelnen in Bezüge setzend, um mit den Synergieeffekten das Rad voran zu treiben.

Hier begegnet uns der mittelalterliche Akademiegedanke frei von Ballast, unverkrustet, unvoreingenommen und jung. Die Ereignisse in Nürnberg am 14. April 1561, der Holzschnitt und die Schilderungen des Geschehens sind ihrer Aufmerksamkeit nicht entgangen.

Das aus der interdisziplinären Zusamenarbeit resultierende Wissen und das derart geformte Bewusstsein bietet man weder auf Marktplätzen noch an Universitäten feil; das wäre sinnlose Verschwendung. Und schon gar nicht meldet man es nach Stockholm.

Ortswechsel, Augsburg 1945, Ägypten 1984
Aus der „Endsiegpropaganda“ der allwissenden Müllhalde:

http://de.wikipedia.org/wiki/Messerschmitt_Me_262
Die Messerschmitt Me 262, eine Entwicklung der Messerschmitt AG, Augsburg, war das erste in Serie gebaute Flugzeug mit Strahltriebwerken. Zwischen 1941 und 1945 wurden 1433 Exemplare der zweistrahligen Maschinen gebaut, von denen im Zweiten Weltkrieg etwa 800 Stück bei der Luftwaffe der Wehrmacht zum Einsatz kamen. Das Fluggerät gehörte zu den propagierten „Wunderwaffen“ des „Dritten Reichs“ zur Erreichung eines deutschen „Endsiegs

Die Me 262 beeinflusste nach dem Zweiten Weltkrieg die Weiterentwicklung der strahlgetriebenen Kampfflugzeuge maßgeblich und wird allgemein als eines der fortschrittlichsten Flugzeuge seiner Zeit angesehen.

Und es war schnell. Sehr schnell und hätte die lahmen Bomber wie lahme Enten vom Himmel geholt…., wenn…. . Das Flugzeug war keine Wunderwaffe sondern ein handfestes Produkt deutschen Geistes und deutscher Ingenieurskunst, entwickelt  mit leeren Mägen unter dem Heulen der Sirenen, inmitten explodierender Phosphor- und Sprengbomben. Wunderwaffe, tönt die allwissende Propagandahalde. Waffe, sage ich, schlicht „Waffe“, Verteidigungswaffe gegen die anrollenden Bomberschwärme, die unsere Städte zerstörten und gegen die Jagdflugzeuge, die Flüchtlinge im Tiefflug von hinten erschossen.

Der qualitative Unterschied zwischen Uns und Ihnen zeigt sich in der Selbstdarstellung. Wir benötigen keine Heldenfilme. Da wo sie fette Hamburgerbrötchen in immer neuer Wyatt Earp Verkleidung von Tombstone bis Alpha Centauri watscheln lassen, um ihre abgeschmackte Primitivform von Selbstgerechtigkeit zur Schau zu stellen, oder wo sie der Welt und sich selbst weißmachen wollen, daß eine verwöhnte Collegebande aus Iowa die Welt von schleimigen Weltraumungeheuern befreien wird, haben wir Helden vorzuweisen. Hunderte, Tausende.

Ich spreche nicht von den Soldaten und Zivilisten, die gegen zwei Armeen gleichzeitig kämpften, ich spreche nicht von der Armee, die einen Mehrfrontenkrieg führte, sondern von den Kindern und von den Alten, von den 16-, 17-, 18- jährigen und von den 60-jährigen, die an den Luftabwehrkanonen alles gaben und von den jungen Piloten, die sich der Übermacht der alliierten Luftflotten stellten und kämpften, bis zur letzten Sekunde. Wir haben Tricksereien nicht nötig. Wir sind im Besitz von Helden. Wir bringen sie hervor.

Ägypten 1984, eine Reisegruppe auf dem Weg nach Mittelägypten, man kommt in`s Gespräche. Neben mir sitzt ein alter Werkmeister aus den Messerschmidtwerken in Augsburg. Ich frage nach den Me-Düsenjägern. Er erzählt daraufhin folgendes: Zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Tag, wurde die Autobahn gesperrt und die Wochenproduktion an Flugzeugen wurde mit Zugmaschinen zum Flugfeld gebracht. Und jedes Mal kamen englische Flieger und haben sie zerschossen.“ „Wie,“ sage ich, „jedes Mal ?“, „ja“, sagt er,“jedes Mal, wie auf Bestellung, gleicher Wochentag, selbe Zeit„ , „und“, füge ich an, „warum wurden nicht einfach die Zeiten geändert ?“ , „Sabotage und Verrat“, sagt er, „Sabotage und Verrat…“.
Wie gesagt, bemerkenswerte, zufällige Begegnungen.

Unsere Piloten starben zu schnell. Maschinen konnten ersetzt werden, auch dies ein Wunder, angesichts der Umstände, aber Menschen benötigen Zeit, um zu reifen.

Unsere Piloten starben, weil sie keine Zeit hatten, sich zusammen mit den Maschinen einzufliegen und weil sie keine Zeit hatten, Kampferfahrung zu sammeln, da die materielle Übermacht der Feinde gewaltig war.

In anderen Zeiten, an anderen Orten wurden aus dem Ringen der Helden gegen die Unverständigen gewaltige Epen geschmiedet, Lieder die dem Geschehen gerecht werden. Die Lieder über den Kampf der Aufrechten gegen die Kettenträger sind bereits geschrieben. Sie müssen nur noch aufgeschrieben werden.

Revolutionäre Flugzeugentwicklungen des 3. Reiches

Der deutsche Genius erdachte und schuf unter härtesten Bedingungen, oft aus „Primitivwerkstoffen“, Flugmaschinen von übermorgen: Deltaflügler, Konstruktionen mit Zug- und Druckpropeller auf einer Achse, bemannte Raketen, Raketenflugzeuge, Flugzeuge mit gepfeilten Tragflächen, einfache Hubschrauber, Lasthubschrauber, Düsenhubschrauber, Düsenflugzeuge, Scheibenflugzeuge, Nurflügelflugzeuge mit Propeller- und Düsenantrieb, und …. völlig unkonventielle Flugobjekte, mit denen das Wort „fliegen“ eine völlig neue Bedeutung erhielt. Möglich gemacht wurde das Alles durch eine Veränderung des Denkens, durch Erkenntnis aus einem erweiterten Bewußtsein heraus und durch fokussiertes, vorurteilsfrei zusammengetragenes und sinnvoll angewandtes Wissen. Und durch den Druck der Not und durch die Gewißheit, daß das Denkbare machbar ist.

Flugzeugentwicklungen im Modell, Vitrine im Museum des Jonastalvereins

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„Untertassen“

Was macht eigentlich Herr Arnold? Den haben wir ja vollkommen aus den Augen verloren. Schnell zurück nach 1947 in die Cascade Mountains, – nichts verpasst, er schaut immer noch abwechselnd zum Horizont und auf seine Armbanduhr, uns bleibt also Zeit für einen Ausflug.

Zwei Vorteile an der Vergangenheit sind, daß man in ihr problemlos in eine reale Zukunft reisen kann, solange man in der Vergangenheit bleibt und daß sie wartet. Reisen wir vor, vom 24. Juni 1947 zum 7. Juli des Jahres 1947 und begeben wir uns zu einem Mr. Rhodes, nach Phoenix in Arizona.
Herr Rhodes, was haben Sie uns zu erzählen?

Das Rhodesobjekt in Ausschnittsvergrößerungen (I, II)

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Herr Rhodes schaut zum Himmel auf

Herr William A. Rhodes befand sich Anfang Juli 1947 auf dem Weg zu seiner Hinterhofwerkstatt, als er ein „Whoosh“ hörte (Arnold, Seite 164-165). Er griff nach seiner Box-Kamera und schoß das Foto I, von dem ein Ausschnitt oben zu sehen ist. Herkömmliche Box-Kameras, von Kodak oder von Agfa, erfordern keine photographischen Kenntnisse, um akzeptable Bilder zu schießen. Sie verfügen über einen Fixfokus und eine fest eingestellte Verschlußzeit. Mit so einer Kamera fotographierte Rhodes das Flugzeug in geschätzt 1000 Fuß Höhe.

Rhodes gab an, daß der „disc“ in einer engen Kurve zurückgekommen und über sein Haus geflogen sei. Bei der Gelegenheit hätte er das zweite Foto gemacht (Ausschnitt von Foto II oben). Das „Flugzeug“ hätte sich im Bogen im Uhrzeigersinn über sein Haus bewegt und sei in westlicher Richtung verschwunden. Bei der zweiten Begegnung wäre keinerlei Geräusch zu vernehmen gewesen.
Rhodes laut Arnold: „As it disappeared it did a phenomenal wing-over and shot straight up into the ether at incredible speed.“ „In dem Moment als es (Richtung Horizont) verschwand machte es einen phänomenalen Kurvenwechsel und schoß mit einer unglaublichen Geschwindigkeit senkrecht nach oben, in`s Blaue…. .“
Rhodes weiter: „… a maneuver no living pilot could have endured.“ „… ein Manöver, das kein lebender Pilot überstanden hätte.“ Out of the blue, unsichbar, blitzschnell und wieder dahin zurück. Stippvisiten.
Ist man bereit, Rhodes Erlebnis in der wiedergegebenen Erzählform zu akzeptieren, so ist sein Schluß, den Kurvenwechsel und die zu erwartenden Andruck- und Beharrungskräfte betreffend, sicherlich zutreffend. Wobei die Kräfte natürlich auch auf den Flugkörper selbst wirken. Rhodes Worten ist zu entnehmen, daß er von einem unbemannten Flugzeug ausgeht. Auch auf dieses würden Trägheitskräfte wirken, die es bei einem abrupten Richtungswechsel zerreißen können. In der Arnoldschen Wiedergabe ist von einem „disc“ die Rede, die Fotos sprechen eine etwas andere Sprache. Festzuhalten bleibt auch die „enorme“ Beschleunigung, die Geschwindigkeitszunahme, die entsprechend dimensionierte, leistungsfähige „Antriebsaggregate“, bzw. „Kraftquellen“ voraussetzt. Das zuerst vernommene „woosh“ ist genau das Luftrauschen, das ein in der Nähe vorbeistreichender Segler (Kurvenflug) verursachen würde, wenn er sich z. B. halbschräg gegen den Wind stellt und eine Abbremskurve fliegt, bei der der Auftrieb nicht abreißt. Ein vergleichbares Geräusch, wäre das, welches die Flügel einer großen Windmühle in einer steifen Brise verursachen.

In sicherer Entfernung fuhr das Objekt dann die Maschinen hoch und „wurde nach oben katapultiert“. Propeller-, Düsen-, oder Raketenantriebe scheiden dabei aus, da die erstens nicht geräuschlos und zweitens nicht trägheitslos funktionieren.
Es muß eine andersgeartete Antriebsquelle zum Einsatz gekommen sein. Vielleicht haben sie sich gar nicht bewegt, sondern wir sind stehengeblieben…, oder sie wurden angezogen….. .

Am 10. Juli 1947 veröffenlichten amerikanische Zeitungen die Fotos, zusammen mit Rhodes Schilderung des Ereignisses.

Ein Beispiel für neue Wege

http://de.wikipedia.org/wiki/Blohm_%26_Voss_BV_141

„BV 141 – das erste unsymmetrische Flugzeug der Welt!
Die Flugzeugwerke der weltbekannten Schiffswerft Blohm & Voss haben für die deutsche Luftwaffe mit der BV 141 ein in Aufbau und Formgebung vollkommen neuartiges Flugzeugmuster entwickelt, das bei seinen ersten Einsätzen im Ostfeldzug überragende Erfolge verbuchen konnte.
Dieses erste „unsymmetrische“ Flugzeug der Welt ist eine Schöpfung des Chefkonstrukteurs der Flugzeugwerke Blohm & Voss, Wehrwirtschaftführer Dr. Ing. Vogt.
Der Sondereinsatz, für den dieses Flugzeug vorgesehen ist, bedingte eine von den bisher eingeschlagenen Wegen der Flugtechnik grundlegend abweichende Konstruktion. Diese kann in ihrer nach jahrelanger Forschungsarbeit nunmehr erreichten Lösung als epochemachend angesehen werden. Erstmalig findet sich hier die vollkommen unsymmetrische Bauart, die auf dem linken Flügel den Leitwerkträger mit Motor und auf dem rechten Flügel den getrennt hiervon als geschlossene Vollsichtkanzel ausgeführten Raum für die dreiköpfige Besatzung trägt.“

Aus dem deutschen Museum

Aus dem persischen Museum

Nächste Woche kümmern wir uns um Herrn Arnold. Versprochen.

* Out of the Blue ist eine UFO-Dokumentation von James Fox auf http://www.youtube.com/watch?v=cYPCKIL7oVw Wer sie noch nicht kennt, sollte sich die Zeit nehmen und sie anschauen.

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Link zu Teil I

Link zu Teil II

Link zu Teil IV

Link zu Teil V

Link zu Teil VI

6 Gedanken zu „Hensel´s Sonntagsmatinée: die Erfindung der „Fliegenden Untertassen – Teil III

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