Syrien: Türkei will NATO-Bündnisfall provozieren

von John Schacher

Nach einem hinsichtlich der Urheberschaft bislang nicht aufgeklärten Granatbeschuss eines Wohnhauses der türkischen Grenzstadt Akcakale, bei dem ein Mutter und vier ihrer Kinder getötet und zahlreiche Personen, darunter auch Polizisten verletzt wurden, hat die türkisch-faschistische Erdogan-Regierung Vergeltungsschläge in das syrische Hoheitsgebiet hinein durchgeführt.

Das NATO-Oberkommando in Brüssel hat diesbezüglich für den Mittwochabend eine Krisensitzung einberufen, in der nach Artikel vier des Nato-Vertrags beraten werden soll, weil eines der Mitglieder (die Türkei) die Unversehrtheit seines Gebiets als bedroht ansieht. Es war erst das dritte NATO-Krisentreffen überhaupt auf Basis dieses Artikels.


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Drei Selbstmordattentäter in Uniformen der syrischen Regierungsarmee konnte gerade noch rechtzeitig vor Zündung ihrer Sprengsätze erschossen werden:


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Insgesamt sollen am Mittwoch in Syrien landesweit 136 Menschen getötet worden sein.

Filmbericht vom Häuserkampf in Aleppo:


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Spanischsprachiger Beitrag, der die unglaublichen Zerstörungen der drei Autobomben von Aleppo verdeutlicht:


 

 

5 Gedanken zu „Syrien: Türkei will NATO-Bündnisfall provozieren

  1. Wer Weiß mehr?

    Wie viel Euro kostet die Türkei das Abschießen einer Granate auf Syrisches Gebiet? Dabei interessieren mich sowohl der Einkaufpreis der Granate als auch die Begleitkosten der abgefeuerten Granate.

  2. Eine Handgranate kostet ungefähr 50 Euro. Als ich meinen Militärdienst gemacht habe, habe ich mal ne Preisliste gesehen.

  3. Mir kommt plötzlich Polen in den Sinn? Im Geschichtsbuch wird später dann geschrieben, dass Syrien den Krieg anfing – was vorher war interessiert dann nicht mehr. Es kann alles leicht eskalieren.

  4. @Fa

    mach dir mal keine Sorgen. Israel muss den Krieg schon alleine kämpfen, die gehen sogar den USA auf den Keks. Als B. Netanyahu seine Rede mit dem Bild einer Bombe hielt, waren noch nicht mal die USA (Susan Rice) anwesend gewesen.

  5. Sehr interessant in diesem Zusammenhang, wie man Meinungsfreiheit auf Mein Parteibuch Zweitblog interpretiert.

    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/10/04/akcakale-oder-die-schwierige-aufgabe-der-herbeifuhrung-einer-krise/#comments

    Dort wurde meine Einlassung, der Gleiwitz Vergleich zum heutigen Syrien hinke gleich aus mehreren Gruenden – z.B., das Hitler in seiner Rede vom 01.09.1939 den angeblichen Ueberfall auf Gleiwitz nicht einmal erwaehnt – mithin in der Kriegserklaerung der angebliche Kriegsgrund nicht genannt wird – einfach wegzensiert.

    Schaut man einmal auf Wikipedia nach, merkt man, das der Verfasser des Zweitblog Artikels dort abgekupfert hat, wo nichts, aber auch wirklich nichts objektiv recherchiert und das Maerchen von der Parole „Grossmutter gestorben“ ohne jede Quellenangabe dreist aufgetischt wird.

    Wer A sagt muss auch B sagen! Wer Meinungsfreiheit fordert, kann nicht anderen diese verweigern. Tagesschau-Methoden in Reinstform! Andere wegzensieren und auf diesen wegzensierten Text eine Einlassung schreiben, mit Behauptungen, die keiner mehr ueberpruefen kann, weil der Ursprungsrext zensiert wurde.

    Genau das was man anderen dort vorwirft macht man selbst! Ehrlich, man kann nur verwundert den Kopf schuetteln. Mit der Geschichte des eigenen Volkes setzt man sich nicht – oder nach Tagesschaumanier auseinander und dafuer, sozusagen als Ersatz, sucht man sich einfach ein paar Schauplaetze fernab.

    Eine herbe Entaeuschung fuer mich, aber man ist sowas heutzutage schon gewoehnt! Schade drum.

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