Libyen: Bani Walid-News am 24.10.2012

von jungen Warfallas erbeutete Trucks

von John Schacher

Aus Bani Walid werden heute bemerkenswerte Erfolge der Verteidiger gemeldet. Einer Abteilung von jungen Warfalla-Kämpfern ist es offenbar gelungen, ein großes Kontingent von 71 Pick-up-Trucks mit montierten Maschinengewehren von den Misrata-Banden zu erbeuten, ohne sie zu zerstören.

Auch wird die Vernichtung einer großen Gruppe von Söldnern berichtet, die man beim Eindringen in die Wüstenstadt gekonnt in eine tödliche Falle gelotst hatte. Die Körper der mehrere Hundert zählenden Toten bedecken die Strassen, der klägliche Rest der Angreifer sei geflohen, so die Meldung.

Mittlerweile haben sich die Belagerer darauf verlegt, von „sicherer Position“ aus mit Panzern wahllos in die Stadt hinein zu feuern. Etwa 15.000 Familien sollen bislang aus Bani Walid geflüchtet sein, um so dem blutigen Terror zu entgehen. Viele von ihnen seien im knapp 90 Kilometer entfernten Tarhouna untergekommen.


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Aus Tripolis wird gemeldet, dass die Notaufnahmen des mittlerweile überfüllten Haupt-Krankenhauses aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste, da die bewaffneten Horden einen normalen Dienst am Patienten extrem erschweren oder gänzlich unmöglich gemacht haben (genau wie beim letzten Mal). Rund 200 schwer- und schwerstverletzte Söldner – darunter auch viele Tote – wurden mit einem Flugzeug der UNO zur Behandlung ausgeflogen und landeten auf dem Flughafen Carthago in Tunis.

Ebenfalls ausgeflogen hat man kürzlich die Gefangenen Abdullah al-Senussi und Baghdadi Mamoudi, welche aus der Mitiga-Basis per Helikopter mit unbekanntem Ziel verlegt wurden

26 Zivilisten wurden bei einer Demonstration Pro-Jamahiriya ermordet und rund 200 verwundet. Doch nichts darüber erscheint in der Presse!

Im Ain Zara-Gefängnis (Tripolis) haben die Insassen aus Protest gegen die Vorkommnisse in Bani Walid einen Brand gelegt. Die Tripolis immer noch kontrollierenden Al-Qaeda-Söldner griffen daraufhin brutal durch und haben im Fall weiterer Vorkommnisse die Erschiessung aller Gefangenen angekündigt.

Die Strasse in die Region Janzour wurde gesperrt, um den Demonstranten ein Auftreten vor dem Sitz der UNO unmöglich zu machen und damit eine internationale Medienberichterstattung der Schlächterei in Bani Walid zu verhindern.

In Benghazi sind Söldner (wieder einmal) in das Steuer-Ministerium eingedrungen und haben gegen das Ausbleiben ihres Soldes für die „17. Februar-Revolution“ protestiert. Auch hier fanden Großdemonstrationen für die Beendigung der Massaker in Bani Walid statt. Die Demonstranten griffen dabei das Sendebüro des pro-amerikanischen Senders „Al Hurra“ an, um der Bevölkerung korrekte Informationen über die Vorkommnisse in Beni Walid zugänglich zu machen.

Sirte: 9 aus Bani Walid flüchtende Fahrzeuge der Misrata-Milizen wurden beim Überqueren des Großen Flusses in Richtung Sirte vom Widerstand aufgebracht.

Tobruk: auch hier laufen Hilfs-Demonstrationen für die Beendigung der Menschenschlächterei in Bani Walid:

 


 


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