Botulismus, die schleichende Katastrophe

von Stefan Doliwa

Botulismus ist eine lebensbedrohliche, meist durch verdorbenes Fleisch oder nicht fachgerecht eingekochtes Gemüse hervorgerufene Vergiftung, auch „Fleischvergiftung“ oder „Wurstvergiftung“ genannt. Botulinumtoxin ist ein Gift, welches von einem Bakterium Namens Clostridium botulinum („botulus“ ist das lateinische Wort für Wurst) produziert wird.

In der Lebensmittelherstellung wird das Wachstum des Bakteriums durch Pökeln oder Hitzesterilisation verhindert. Soweit die offizielle Meinung. Viele betroffene Landwirte sind aber anderer Meinung. Diese sehen die Problematik des Botulismus und anderer Clostridiosen als Folge der intensiven Landwirtschaft. Kritische Landwirte sehen die Ursache, wie schon viele Forscher vor Jahrzehnten vorhergesehen haben in der Bodenbeschaffenheit unserer Böden. Diese Krankheit ist ursächlich ein Problem von Fäulniszuständen in den Böden. Durch den stetig schleichenden Humusschwund in den Böden, verursacht durch einseitige Fruchtfolgen, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und mineralischer Düngung, wurde die aerobe (sauerstoffliebende) Mikroflora, immer mehr zurückgedrängt und ist heute in den meisten europäischen Böden nur noch in Spuren oder überhaupt nicht mehr vorhanden.

Die Bodenforscher Gustav Rhode und Erhard Hennig beschreiben vor 30 Jahren bereits die heutige Situation. In Schrift „Fäulnis und Rotte“ schrieb Erhard Hennig 1984 : „ Alles hat seine Ursache und Wirkung. Auf einem kranken Boden (Ursache) können keine gesunden Pflanzen gedeihen (Auswirkung), als Folge reagieren die Haustiere, z.B. Kühe, mit Krankheitserscheinungen. Der Mensch ist in diese Kette mit eingeschlossen.“ Immer mehr Landwirte müssen sich mittlerweile mit schwerer Clostridiose in ihrem Tierbestand auseinandersetzen.

Durch das großflächige Ausbringen von Kunstdüngern und von Fäulniserregern auf den Feldern ist das mikrobiologische Bodenleben aus dem Gleichgewicht gehoben worden. Wenn in dieser Situation nun Fäulniserreger, wie z.B. Clostridien, über große Flächen verteilt werden und keine Gegenspieler mehr vorhanden sind, kommt es zum Ausbruch von Krankheiten. Diese Situation wurde schon vor Jahrzehnten, von führenden Boden- und Humusforschern vorausgesehen. Schon Annie France-Harrar beschrieb 1957 in ihrem Werk „Humus, Bodenleben und Fruchtbarkeit“ die Problematik. „Im Allgemeinen ist Humus ein Reinboden, jedenfalls gereinigt von den Massen der Fäulnisorganismen, welche die Aufschließung von Abfällen besorgen. Darum enthält er auch nicht jene pathogenen Krankheitskeime, die vor allem durch Jauche, Abwasser, Müll, Mist und jede Art sich zersetzender Rückstände in die Erde gelangen und für verseuchte Böden charakteristisch sind. “(Annie France-Harrar 1957).

Daher sollten sich die Landwirte der Aufgabe stellen diese Situation abzustellen und unsere Böden wieder mit Humus zu versorgen. Das bedeutet keine unbehandelte Gülle, Jauche, Gärreste, Klärschlamm, oder faulenden Mist mehr auf unsere Äcker zu bringen. Wir können ja etwas tun, Gülle kann gerottet werden, indem wir sie belüften, Mist kann kompostiert werden. Clostridien leben anaerob, d.h. sie vertragen keinen Sauerstoff. Daher muß Luft in die Gülle, in den Mist und in den Boden.

Das Gleiche trifft auf die Biogas-Anlagen zu. In ihnen werden organische Substanzen anaerob vergoren. Damit diese nicht vergorenen Reste nicht den Botulismus fördern sollten die Reste, bevor sie als Dünger auf die Felder ausgebracht werden, nochmals aerob oder mit großer Hitze behandelt werden. Unabhängig davon sollte man sich auch fragen, ob die Monokultur für die Biogasanlagen nicht ebenfalls den Botulismus fördert.

Jeder Landwirt, der sich die Bekämpfung des Botulismus auf die Fahne geschrieben hat, wird durch diese Arbeit wieder unabhängiger, da er sich dadurch von der Chemieindustrie (Kunstdünger, Pflanzenschutzmittel) abnabelt. Dies aber erfordert die Sensibilität und das Wissen der Landwirte. Da ich dieses Thema für sehr bedeutend halte und die Landwirtschaft durch die Krise vor gewaltigen Umbrüchen steht, werde ich in regelmäßigen Abständen über diese Thematik berichten. Wer mehr Detailinformationen bereits jetzt haben möchte, sollte sich unter: www.igbotulismus.de weiter informieren.

Stefan Doliwa
www.vorgesorgt.info

Anmerkung: der geniale Dr. Julius Hensel hat genau diesen Sachverhalt bereits ab 1880 erkannt, veröffentlicht und ökologische Abhilfe u.a. durch Steinmehlgaben angeboten. Er informierte unermüdlich die führenden Entscheidungsträger an den deutschen Universitäten – genauso wie auch die kaiserlichen Gesundheits- und Landwirtschaftsbehörden. Leider jedoch konnte er sein Wissen gegen die damals schon fast allmächtigen Lobbyisten der Düngemittelfabrikanten und ihre freimaurerischen Kultur nicht durchsetzen. Auch seine erbitterte Impfgegnerschaft tat ein Übriges, um seine Informationen baldmöglichst tief zu vergraben. Sein früher Tod ist eine Parallele zu Rudolf Diesel´s Ablebung: mysteriös! Die sich heute so „humanitär“ gebenden Logenbrüder haben damals zur Jahrhundertwende ruckzuck alles Mißliebige „aufgeräumt“.

2 Gedanken zu „Botulismus, die schleichende Katastrophe

  1. Botulinumtoxin – ist das nicht das Zeug, das man sich unter die Haut spritzen muß, um jung und attraktiv auszusehen…?

  2. kopfschuss911, das könnte ein Krötengift sein, dachte ich, aber du hast recht: Wikipedia: „Während früher das C. botulinum als Verursacher der Lebensmittelvergiftung Botulismus sehr gefürchtet war, werden die von ihm erzeugten Proteine seit den 1980er Jahren auch zu medizinischen Zwecken,…
    innerhalb weniger Jahre kamen als weitere Indikationen Nystagmus, Spastik der Gesichtsmuskulatur, Beinspastik, Torticollis spasmodicus (Zervicale Dystonie) und Blepharospasmus hinzu.[7] 1992 …eine Arbeit über den glättenden Effekt von Botulinustoxin A auf Hautfalten;“
    P.S. Die Gesundheit des Bodens ist eigentlich die Grundlage der Bio-Gärten, -Äcker; Gesteinsmehl, Oscornadünger und Brennesseljauche hab ich auch verteilt.. die Anthroposophen haben gute Ideen da, Kompost– auf längere Sicht wird der Boden besser.

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