Syrien/ARD: Tagesschau und Wirklichkeit – zwei Welten

erschienen bei „Hinter der Fichte“

 

Wer hats gesagt? Nicht Fips Asmussen, nein, die ARD behauptet sie betreibe „ausgeglichene objektive Berichterstattung.“

„Während diese Zeilen verfasst werden, läuft die aufregende Meldung über die Ticker, dass die Tagesschau an ihrer Titelmelodie feilt. Die letzte große Aufregung über das ARD-Flaggschiff bestand vor einigen Jahren in einer Debatte über das neue Studiodesign. Eine kritische Analyse über die journalistischen Prinzipien der Tagesschau muss man in den letzten 40 Jahren mit der Lupe suchen. Eine Mediengesellschaft, die ihre Medien nur durch Ein- und Ausschalten kommentiert, ist reif für Berlusconi.“ Walter van Rossum in „Hysterischer Stupor“ „Freitag“ vom 13. 9. 2012
Glauben die abhängig und freischaffenden Beschäftigten der Tagesschau (Leitendes staatliches Meinungsmacher-Medium, 5,78 Mio. Zuschauer am 15. 9. 2012 noch vor Bundesliga und Musikantenstadl) eigentlich die augenscheinliche Propaganda selber, die sie verfassen? Das Blockparteien-Sprachrohr weist freilich den Propaganda-Vorwurf weit von sich. Aber sind die ARD-Nachrichten etwa nicht „die geschickte Auswahl und gegebenenfalls die Manipulation der Nachricht“ und nicht „gezielt einseitige Darstellungen.“ (Propaganda-Definition Wikipedia)? Diese Fragen drängen sich auf – und auch die nach der gestörten Selbstwahrnehmung – wenn man sieht, wie die Tagesschau-Leute über sich selbst urteilen. So geschehen am 14. 9. 2012 auf der Facebook-Seite der ARD-Tagesschau.
Man war stets bemüht
Über sich selbst sagt die ARD dort:
„… Ansonsten halten wir es in der Tat für zumindest ein wenig verschroben, der ARD in puncto Syrien „Propaganda“ vorzuwerfen. Wir bemühen uns stets so neutral wie möglich zu berichten…“
Es geht um einen Tagesschau/Tagesthemen-Video-Beitrag „Wie das Staatsfernsehen Assads Macht stützt“. Darin kommt die die syrische Journalistin Yara Saleh al-Abbas vor, die mit ihrem TV-Team im August von Terroristen entführt wurde. Ihr Kamera-Mann, Hatem Abu Yehya, wurde ermordet, weil die Banditen ein Bild Assads auf seinem Smartphone fanden. Jene Opfer der vom Westen (einschließlich Deutschland) ausgehaltenen Entführer und Mörder, die man hier „Rebellen“ nennt, verhöhnt die „neutrale“ ARD.
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7 Gedanken zu „Syrien/ARD: Tagesschau und Wirklichkeit – zwei Welten

  1. Auch wenn es nicht zu dem Artikel von “Hinter der Fichte” passt, die immer interessant sind – eine ebenfalls wichtige Meldung:

    „Der US-Botschafter lebte noch als er gefunden wurde“

    Der US-Botschafter Chris Stevens lebte noch als er von den Angreifern die in die Botschaft stürmten gefunden wurde. Er lag am Boden und atmete schwer. Da keine Sanitäter anwesend waren, wurde er mit einem Privatauto ins Spital gebracht. Trotzt aller Versuche durch die Ärzte ihn zu retten starb er 90 Minuten später an einer Rauchvergiftung.
    ….
    Als sie merkten er war noch am Leben, trugen sie ihn in ein Auto und rasten ins Spital. Es gab keine Feuerwehrleute, keine Sanitäter und auch die 30 Mitarbeiter der Botschaft waren alle verschwunden. Sie hatten ihren Chef einfach zurückgelassen. …

    Daraus ergeben sich völlig neue Erkenntnisse. Der Botschafter wurde nicht direkt beim Angriff auf die Botschaft getötet, sondern er starb erst später an den Folgen des Feuers bzw. durch den Rauch. Er wurde nicht wie es seiner Position entspricht besonders geschützt oder als erster weggebracht, sondern die Botschaftsbesatzung flüchtete und lies ihn alleine zurück.

    Es hat sich jetzt auch herausgestellt, das US-Aussenministerium hatte glaubhafte Informationen 48 Stunden vor dem Angriff auf die Botschaft in Bengasi und auf die in Kairo, die amerikanischen Vertretungen würden das Ziel von Anschlägen sein. Aber die Diplomaten wurden von Washington nicht gewarnt, die Botschaften zu sichern und sich darauf vorzubereiten. …

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2012/09/der-us-botschafter-lebte-noch-als-er.html

    1. @ Steffen
      Stevens wusste einfach zuviel – wie vermutet. Dass er überdies homosexuell war und trotzdem in Libyen eingesetzt wurde, sein Aufenthaltsort verraten wurde (er lebte 3 Stunden nach Beginn der Angriffe noch) und das „Luftrettungsteam“ zu spät kam, weist alles auf die geplante Beseitigung des Botschafters hin. Ich persönlich habe von dieser Geschichte nun genug gelesen – Mitleid Fehlanzeige. Wie er nun ganz genau starb, ist Boulevard…

  2. ARD – eines der verkommensten und verlogensten Propaganda-Medien überhaupt! Warum greift bei sowas eigentlich der 130er nicht? Wenn das keine Volksverhetzung ist…

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