Massenschlachtung von Vieh wird Nahrungsmittelpreise um 14 % hochtreiben

erschienen bei einartysken

von Rupert Neate & Josephine Moulds

Die Massenschlachtung von Vieh in der ganzen Welt wird wahrscheinlich die Lebensmittelpreise auf das höchste Niveau aller Zeiten treiben.
Der 14 % Preisanstieg wird sowohl die Taschen der Verbraucher treffen, als auch die Hoffnung der Bank von England, die Inflation im nächsten Jahr auf 2% zu drücken.

Bauern in der ganzen Welt haben eine Massenschlachtung ihrer Schweine und Rinder begonnen, weil sie die Futterkosten nicht bezahlen können, die in die Höhe schossen wegen der größten Trockenheit seit Menschengedenken in den USA, laut einem Bericht vom Mittwoch.
Experten der Investment Bank Rabobank warnten, dass die massenhafte „Herden-Liquidierung“ zur 14% Erhöhung der Preise für den durchschnittlichen Warenkorb im nächsten Sommer führen wird.

Am Donnerstag sagte das Büro für Nationale Statistik (ONS), dass niedrigere Nahrungspreise im August die Inflation auf 2.5 % gedrückt hätten. Das würde es dem Ziel der Bank von 2 % näher bringen, was gut für die Konsumenten wäre, deren Kaufkraft gesunken sei, weil die Löhne nicht die Inflation ausglichen. Die Bank erwarte, dass Anfang nächsten Jahres die Rate auf unter 2 % fallen würde. Dies könnte duch die steigenden Preise für Lebensmittel, Benzin und andere Waren zerstört werden.

Rabobank sagte, die Schlachtung von Millionen Schweinen habe bereits zu einer 31-prozentigen Erhöhung von Schweinefleisch geführt und die Kosten anderer Nahrungsmittel würden auch steigen, da „die US-Viehherden in zunehmendem Tempo in der ersten Hälfte von 2013 liquidiert werden würden“.

Nicholas Higgins, ein Warenanalytiker der Rabobank und Autor des Berichts, sagte: „Es wird anfänglich ein Überangebot an Fleisch geben, wenn die Leute ihr Vieh schlachten, um die Futterkosten zu reduzieren. Aber die Herden des nächsten Jahres werden so reduziert sein, dass die Nachfrage nicht gedeckt werden kann, weswegen die Preise steigen werden.“
US-Farmer, die unter der schlimmsten Trockenheit seit 1930 leiden, haben ihre Herden bereits auf den Stand von 1973 gebracht.

Während alle Fleischliebhaber von den rekordhohen Preisen betroffen sein werden, werden laut Higgins die Fans von Schinken am meisten leiden werden, weil es für die Bauern leichter ist, den Schweinebestand aufzubauen als Rindviehherden.
„Die Bauern reduzieren zuerst die Schweine, weil sie die schnell wiederherstellen könne. Die Ersetzung von Rindern dauert länger – etwa 1 ½ Jahre gegenüber 6 Monaten für Schweine“, sagte Higgins.
Im Bericht heisst es, dass die Massenschlachtung von Schweinen den Preis für Schweinefleisch für den nächsten Monat stark gesenkt habe, aber bis Juli 2013 werde er um 31 % steigen.

Weil Fleisch und Milchprodukte bereits 52 % der Kosten für den Lebensmittelkorb ausmachen, sagt die Rabobank vorher, dass sein Gesamtpreis auf die Rekordhöhe von 243 des Indexes der FAO [Un-Organisation für Nahrung und Landwirtschaft] im nächsten Sommer steigen werde.
Wenn Higgins Vorhersage stimmt, wird das der höchste Index aller Zeiten sein, 175 % höher als im Jahr 2000.

Higgins sagte, er erwarte keine Wiederholung der Hungerrevolten von 2007-08 in den Entwicklungsländern, weil das meiste Fleisch im Westen konsumiert werde.
„Die Leute werden weniger zornig wegen den Fleischpreisen, da sie auf Grundnahrungsmittel zurückgreifen können – die Möglichkeit gab es 07/08 nicht, weil es gleichzeitig großen Mangel an Weizen und Reis gab“, sagte er. „Das Risiko gibt es zwar, aber es ist nicht so hoch wie 07/08. Die Preise werden hier schmerzlicher sein.“
Aber er meint, dass westliche Konsumenten kaum in größerem Umfang ihre Diät änderten oder Vegetarier würden als Antwort auf steigende Preise.

Higgins sagte, dass die größte Gefahr für die globale Stabilität die Bedrohung von Ländern wäre, die Waren horten würden. „Wir haben schon die ersten Anzeichen bemerkt – Indonesien deutet an, dass es die Maisvorräte erhöhen werde, Südkorea erwägt, einheimische Aufkäufe und Iran hat große Weizenkäufe getätigt, wesentlich höher als sonst.“

Während der Lebensmittel-Preisanstieg in der ganzen Welt zu einer Zunahme von Hunger und Mangelernährun führen kann, erwarten die globalen Lebensmittel-Giganten Superprofite. Der Multimillionär-Boss von Glencore hat gesagt, die US-Trockenheit sei „gut“ für den Lebensmittelhandel, weil es Gelegenheit geben würde, den starken Preisanstieg auszunützen.“

Quelle: einartysken, informationclearinghouse

8 Gedanken zu „Massenschlachtung von Vieh wird Nahrungsmittelpreise um 14 % hochtreiben

  1. Fragen wir uns wieviel Fleisch die Menschen vor 100 oder 200 oder 500 oder 1000 Jahren gegessen haben und vergleichen wir ob diese Tierquälerei notwendig ist? Ich glaube nicht. Es ist sicher gut auf Fleisch ganz zu verzichten, zum Wohle der Welt und der Tiere. Je weniger Leid wir auf dieser Erde persönlich hinterlassen um so besser. Es wäre ideal, wenn wir der Welt (aber nicht den extrem, extrem, extrem Superherzekaltreichen) mehr geben könnten anstatt nehmen, bevor wir sterben.

    Aus Tierliebe etwas Verzicht üben ist auch eine Form von Verantwortung, die nicht zu schwer fällt.

  2. Ich will nicht, muß aber mit der ARGE hausieren. Und ich merke die Preise am eigenem Körper, siehe Regelsatz für Behinderte und seine nicht gewährten Mehrbedarfe!
    Selbst die Bratwürste oder der Leberkäse nicht nur geschmackloser geworden, auch noch teuerer! Und was uns erwartet, das ist auch nicht die Sahne von dem Versprechen ein Europa zu schaffen, das den Menschen dient!
    Hinnehmen muß man, das durch die mißratene Denke der gesichtslosen Politiker und der Aufmischung aller kulkturellen Werte, siehe Milch, siehe Fleisch und siehe Schächtungsverbote – sicherlich auch nun der Mensch in den Bann von Werten gezogen wird, wie es damals Mode war, Lebenswert normiert zu werden!
    Eine Bremse für das ungezügelte Leben und eine Lektion wird dann letztlich wieder ein Krieg sein!
    Daher ein Glück Auf, meine Heimat und Frieden allen Menschen!

  3. Das ist eigenartig, wurde doch stets behauptet, die Preise würden durch Angebot und Nachfrage reguliert. Wenn also bei gleich bleibender Nachfrage das Angebot erhöht wird, müßten die Preise eigentlich sinken, es sei denn, die Ware käme nicht auf den Markt. So wären also die angeblichen Marktgesetze spielend leicht zu manipulieren. Und auch der Wettbewerb der Händler trägt nicht, wenn die Erzeuger einfach jedem mehr Geld für die Ware abverlangen.

  4. Sensationelle Seite!

    mit großem Interesse habe ich den Artikel über Massenschlachtungen gelesen.
    Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir den Tatsachen ins Auge sehen. So können wir nicht weiter machen!

    Jeder einzelne kann etwas tun:
    Müssen wir z.B. jeden Tag Fleisch essen? Dies muss jeder für sich selbst beantworten.

    Glücklicherweise greifen immer mehr Menschen auf heimische Produkte zurück. Mit dieser nachhaltigen Entwicklung werden die großen Konzerne und Spekulanten „entmachtet“ und die regionalen Strukturen gestärkt. Mit Sicherheit ein richtiger Weg.

    Werden jetzt öfter vorbeischauen!
    Grüße und weiter so!

  5. muß auch mit ganz geringen mitteln auskommen,aber…weniger ist mehr und letztendlich bestimmt der verbraucher die produktion.ich versuche auf weniger,aber ehrliche lebensmittel zurückzugreifen und fleisch hab ich gestrichen.
    solange unsere geiz ist geil mentalität immer weiter geschürt und durch werbung manipuliert wird,wird sich da auch nichts ändern.da wird uns verklickert,daß firmen etwas für herzgesundheit oder kinderspielplätze tun,nachdem sie das angesprochene klientel mit süßstoff- und zuckerplörre zuschüttet und der großteil der menschheit glaubt daran…oh herr laß gras wachsen,die zahl der rindviecher wird immer größer

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