Syrien: nach Aleppo ist vor Annan

erschienen bei chartophylakeion tou polemou

Die Anschläge vorgestern in Damaskus, bei denen Unbekannte einen Sprengsatz an einer Bank im Stadtviertel Marja zündeten und daraufhin wild um sich schossen, passen genau in das Schema, das voraussichtlich nach der militärischen Zerschlagung der Rebellenbanden als Szenario eintreten wird.

Dieses Szenario wurde in Syrien bereits vor der „Friedensinitiative“ Kofi Annans angestoßen, als spätestens im April die militärische Niederlage der Rebellen – nach der Befreiung des damaligen Benghazi-Analogons Homs – bereits einmal Wirklichkeit wurde, die Armee sich die strategische Initiative erarbeitet hatte und sie erst durch den „Waffenstillstand“ wieder aus den Händen geben musste. Zu dieser Zeit – in den Monaten März und April – begann genau solch eine Terrorwelle, die sich bis zu dem Moment zog, da die Rebellen erstarkt, neu bewaffnet und umgruppiert waren und anschließend zu neuen Angriffswellen übergingen.
Hier Aufnahmen vom gestrigen Sonntag aus Aleppo, gefilmt und erschienen bei ANNA-News:

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In diesen Tagen kehrt alles wieder zur Situation von ungefähr April 2012 zurück. Die Niederlage in Aleppo macht einen organisierten Krieg gegen die Regierung unmöglich. Sicherlich lösen sich die Rebelleneinheiten nicht einfach in Luft auf – allerdings sind Versuche, bei einer offensichtlichen Niederlage eine einheitliche Kommandostruktur auf der Verliererseite zu etablieren und so einheitlich als organisierte Kraft gegen die Regierung vorzugehen, zum Scheitern verurteilt. Viel zu ernst sind die Differenzen in den Reihen der „Opposition“. Wenn man sich an Libyen erinnert, so hatten die Rebellenbanden selbst nach dem Fall Tripolis‘, als das Schicksal der Dschamahirija bereits besiegelt war, und noch während des Kampfes um Sirte sich bereits gegenseitig befehdet – durchaus bis hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Brigaden auf Rebellenseite. Unter Bedingungen wie jetzt in Syrien, wo ein theoretischer Sieg Äonen entfernt ist, ist es geradezu unsinnig, von Organisation und einheitlichem Kommando zu sprechen.
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8 Gedanken zu „Syrien: nach Aleppo ist vor Annan

  1. Man kann es auch anders sehen, den USA gehen die Verräter aus, sprich die Rebellen. Sieht man die ZDF-Reportage von gestern über die Taliban, kann man das sich erklären!
    Es sind nicht mehr einfach nur dumme Menschen, es sind Menschen, die gegen ihr Land aufgestachelt, wissende Menschen zu sehen, die studiert haben und auch Werte im Kopf, wie Freiheit und Selbstbestimmung, haben! Und Obrigkeitshörigkeit, die hört ja auf, wo man sieht, das man den Chef erpressen kann.
    Und wer läßt sich noch nur mit Weizen bezahlen?
    Man kann sich streiten, ob es das Werk des Otto von Bismarck, dem Deutschen Reich war, 1875 und die Ausrufung der Slkavenfreiheit, weltweit, oder das des Herrn Gandhi, der Fakt bleibt, das sich Nordafrika selber in vielen Jahren Kampf selber befreit hatten und der Kampf um so mehr Leben kostete, weil sie ihn allein führen mußten!
    Und jetzt diese Staaten unter neuere Kontrolle zu bringen, das ist ein Programm, das zum Scheitern verurteilt ist, weil sich Afrika gerade wieder erheben wird!
    Und glaubt mir, es hält keiner lange eine Knechtschaft aus und daher bin ich auf der Seite, derer, die sich ihr land verteidigen, siehe Assad und andere.
    Glück Auf, meine Heimat und zeigt es ordentlich, was das Eure ist!

  2. Die negativen Erfahrungen des Deutschen Oberkommandos der Wehrmacht nach 1942 können nur zur regelmäßigen radikalen Säuberung im mittleren Offiziersstab führen! Dort sitzen die Weicheier, denen der Arsch in der Hose fehlt, um die ihnen vorgesetzten passiven Verräter und Kollaborateure anzuzeigen! – Stalin war da sensibler und konsequenter als Hitler. An der Westfront gingen einige SS-Divisionen mit einiger derartiger Härte gegen Partisanen vor, daß der deutsche Feind sie förmlich anflehte, bitte alles zu unterlassen, was die Waffen-SS aufmerksam machen könnte. Klar, ohne einen Rest an Bodensatz von Kollaboration in der Zivilbevölkerung hatten es die vorrückenden Truppen erheblich schwerer, ihr Kampfziel zu erreichen! – Den Syrern sei geraten, jeden Offizier ab Oberleutnant aufwärts grundsätzlich erst mal wegen Kollaboration anzuklagen! Bei 90% wird man dafür Ansätze finden!

  3. WEINET UM EURE KINDER!
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    Ein Teil vom Krieg in Norddeutschland
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    Krieg üben ist ein Teil von Krieg führen.
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    Wusstest du, dass sich in Deutschland, genauer in der Altmark bei Magdeburg, das größte Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Europas befindet?
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    Mit nachgebauten Dorf- und Stadtkulissen, die afghanischen und kosovarischen Ortschaften nachempfunden sind?
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    Ja? Ok, nicht schlecht.
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    Aber wusstest du auch, dass dort ab dem kommendem Herbst eine moderne Großstadt zu Übungszwecken nachgebaut wird?
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    Eine Großstadt, mit einer U-Bahn, einem Flughafen, einer Innen- und Altstadt, Plattenbauten, Wohnhäusern, Industrie- und Elendsviertel, namens Schnöggersburg?
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    Nein? Dann geht es dir wie mir!
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    Es ist nichts Neues, Krieg wird geübt, doch bislang gab es in Europa keine urbanen Kriegsübungen dieser Größenordnung. Karten vom GÜZ findet ihr hier.
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    „Das Nato-Strategiepapier „Urban Operations in the Year 2020“ konstatiert, dass weltweit mehr und mehr Menschen in Städten leben und dort verarmen. Daher sei es nötig, Defizite der Einsatzfähigkeiten der Militärs im urbanen Raum zu beheben. Unruhen werden schlicht als erwartbare Herausforderungen kalkuliert, die bekämpft werden müssen. Neben baulichen Besonderheiten stellt vor allem das Operieren in bewohntem Gebieten die Armee vor Probleme. So sieht auch Oberst Michael Matz (Leiter des GÜZ) die Zukunft des Militärs und erklärt „Diese Stadt könnte überall auf der Welt stehen“
    fresh-seed.de/…g-in-norddeutschland/

  4. Da wird man sehen, ob sich die Generäle in der Zeit verrechnet haben, wenn es mit dem Reichtum der Reichen so ungebremst nach oben geht und mit der Verarmung der großen Mehrheit dementsprechend nach unten. Jedenfalls kann das ja nicht gut gehen.:

    Unruhen im Norden Frankreichs: 16 Polizisten verletzt

    Mindestens 16 Polizisten sind bei Unruhen in der Stadt Amiens im Norden Frankreichs verletzt worden. In der vergangenen Nacht kam es zu Zusammenstößen von knapp 100 Jugendlichen mit der Polizei. Sie bewarfen die Polizisten mit allem, was zur Hand kam und feuerten auf sie aus Schrottflinten.

    Mehrere Autos wurden in Brand gesetzt, einige Gebäude erheblich beschädigt. Darüber, was genau zum Ausbruch dieser Unruhen führte, wird nichts berichtet. Kein einziger Teilnehmer dieser Zusammenstoße wurde geschnappt.
    http://german.ruvr.ru/2012_08_14/85007148/

  5. Ein verlorener und vergeblicher Kampf der Syrischen Truppen,da die grundsätzlich falsche Taktik angewendet wird.
    Nicht die Wirkungen bearbeiten, sondern die Ursachen. Wenn die verantwortlichen Generäle dies nicht verstehen, dann ist ihnen nicht zu helfen.
    Im Gegenteil muß der Verdacht geäußert werden, wem dies hilft???.

  6. @CHIREN(H.D.Trzenschiok) 999

    Hier mal Berichte zur Lage in Syrien, die nicht von der Kriegspropaganda stammen:

    Haben am Wochenende wieder Draht nach Lattakia gehabt! Der Küstenstreifen ist weiterhin rein! Alles hat seinen gewohnten Lauf. Der Alltag ist völlig normal. Die “Shabab” halten trotzdem Tag und Nacht Wache um Einsickern von Terroristen zu verhindern! Einzig in den ländlichen Orten an der Grenze zur Türkei bzw. in Turkmenischen Dörfern muss das Militär hin und wieder Operationen unternehmen.

    Zudem haben wir einen türkischen Sunniten getroffen, der letzten Freitag von einer Rundreise in Aleppo und Damaskus zurück ist. Er bestätigte, dass die Medienberichterstattung völlig nicht mit der Realität übereinstimmt. Das leben sei zwar schwierig und teurer geworden, doch keine Spur von Chaos und Aussichtslosigkeit. Die Mehrheit steht weiterhin zum Präsidenten und unterstützt bzw. begrüsst das Vorgehen des Militärs! Das Militär hat nach langem Zögern wieder die Fäden in der Hand. Die Syrische Armee kommt beim Volk auch sehr gut an!

    Dass, das Syrische Militär keine Frankensteins sind, wie diese in den arroganten Besserwisser Einheitsmedien dargestellt werden, bestätigt die Tatsache, dass es weiterhin intakt ist und mit Überzeugung hinter dem Präsidenten steht. Denn dieser müsste nach gewissen Anal(z)ysten und anderen Klugscheissern längstens gefallen sein.. Totgesagte leben länger!
    http://www.sarsura-syrien.com/syrien-kriegspakt-zwischen-tuerkei-und-usa/#comment-36189

    oder auch diese Zusammenfassung ist durchaus lesenswert:

    I.
    Beim derzeitigen Konflikt in Syrien geht es weder um eine „demokratische“ Alternative zum „bösen Diktator“ noch um Religion: Es geht um die Wahrung internationaler Interessen an Rohstoffen und Einflusssphären. Der Konflikt wurde von außen in das Land getragen; es ist kein Volksaufstand.

    II.
    Um von einem „Bürgerkrieg“ zu sprechen, wie es die antisyrischen Medien tun, müsste im Land ein Krieg zwischen verfeindeten Gruppen von Bürgern stattfinden. Weder gibt es diese Polarisierung noch gibt es eine allgemeine Auflehnung gegen die Staatsführung (vulgo „das Regime“).

    III.
    Ein Großteil der militanten Aufrührer („Terroristen“/„Freiheitskämpfer“) stammt aus dem Ausland, ebenso ihre Bewaffnung und Finanzierung. In überfallartigen Aktionen versuchen sie das Bild eines Volksaufstands zu plakatieren, das in keiner Weise den Realitäten entspricht.

    IV.
    Vor 2011 war Syrien ein Land, in dem ein religiöses Miteinander herrschte. Es war, seiner Geschichte entsprechend, säkulär/sozialistisch orientiert. Der Machtapparat schloss nennenswerte Opposition aus; dennoch hatten die meisten Menschen nicht das Gefühl, unter einer Diktatur zu leiden.

    V.
    Es ist unangemessen, den Konflikt vom status quo her zu bewerten. Durch Agitation und durch brutale Macht ist es den Initiatoren gelungen, Menschen gegeneinander aufzuhetzen, die zuvor in Frieden miteinander lebten. Seither haben sich in Syrien leider Gruppen gebildet, die hoffen, von einem „Machtwechsel“ zu profitieren.

    VI.
    Die Möglichkeit militärischen Eingreifens wie in Libyen ist eher Drohgebärde als realistische Option. Aber auch ein innerer Zerfall Syriens führt langfristig zum Ziel, nämlich zu „irakischen“ (und damit vom Westen kontrollierbaren) Zuständen. Nach dem geforderten Sturz Assads wird Syrien zum Marionettenstaat.

    VII.
    Durch die Gegenspieler Russland und China funktioniert der Plan nicht ohne weiteres. Als Alternative zum Machtwechsel setzen die Initiatoren daher auf das Schaffen von Instabilität, gefördert durch Attentate und Sanktionen. Unter dem Deckmantel der „Demokratie“ zerstören sie ein ehedem blühendes Land.

    VIII
    Was derzeit stattfindet, ist auch ein Propagandakrieg. Die „kriegführenden Nationen“ USA, Europa, Saudi-Arabien, Quatar und die von ihnen abhängigen Nachrichtenagenturen wirken meinungsbildend. Inszenierte „Massaker“, tote Kinder und der Hinweis auf Chemiewaffen sollen unsere(!) Emotionen wecken.

    IX.
    „Humanistische“ Missionen durch die UNO oder das Rote Kreuz dienen den Interessen der „kriegführenden Staaten“, fordern sie doch – ohne dass die Aufrührer ihrerseits klein beigeben – die Einstellung jeglicher Gegenwehr. Der Versuch des Staates, die Ordnung wiederherzustellen, wird als „Kampf gegen das eigene Volk“ stigmatisiert.

    X.
    Syrien ist ein souveräner Staat. Es ist legitim, dass dieser Staat sich gegen jeden Versuch wehrt, den Frieden im Land zu stören. Nicht die bombende „syrische Opposition im Ausland“, sondern die Syrer im Lande haben über ihre Zukunft zu entscheiden. Nur wenn der Terror von außen endet, haben sie dazu die Chance.

    @CHIREN(H.D.Trzenschiok) 999 schrieb: „Nicht die Wirkungen bearbeiten, sondern die Ursachen. Wenn die verantwortlichen Generäle dies nicht verstehen, dann ist ihnen nicht zu helfen.
    Im Gegenteil muß der Verdacht geäußert werden, wem dies hilft???.“

    Meine Frage an den Kommentator: Nun, soll denn die Armee in die benachbarten Staaten einfallen, die Lager der Terroristen in der Türkei z.B. zerstören, die dort unter CIA-Regie sind, obwohl das türkische Parlament dieser Soldateska aus dem Ausland gar keine Genehmigung erteilt hatte, das Land zu betreten, soll die Armee so etwas tun und für die US-geführte NATO so etwas wie den erwünschten Bündnisfall auslösen?!
    Des weiteren sollte man unsere Bürger fragen, was die Polizei plus Armee tun sollte, wenn Söldner von außen bei uns einfallen mit Mord und Terror, ob die Polizei plus Armee in den Kasernen bleiben solle und zusehen, wie das Volk massakriert wird.
    Lassen Sie Erinnerungen aus den letzten Kriegswochen bei Alten reaktivieren, wer die eigene Bevölkerung massakriert hat, ob das die eigenen Truppen waren, oder die Kämpfer der Gegner. Wer hat denn Dresden mit Phosphor bombardiert und zwar nicht nur wissentlich dass dort gar kein Militär war, sondern als geplantes Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung? Die eigene Armee nimmt immer Rücksicht auf die eigenen Leute! Wer hat bisher niemals wirklich Rücksicht genommen, wer hatte das bereits in Hiroshima und Nagasaki gezeigt?
    Wer sich so informiert hat, sollte trotz laufender psychologischer Kriegsführung in den Medien auch gegen unsere Köpfe und gegen unseren klaren Verstand wieder zu normalem Denken fähig sein, zumindest teilweise.
    Die laufende Invasion als NATO-Stellvertreterkrieg muss enden und der Krieg mittels Sanktionen gegen die, welche gegen die Verbrecher im eigenen Land vorgehen, muss enden. Sanktionen ist auch bereits Krieg.
    Wir Bürger hier haben gar nichts davon, wenn die Elite neue Einflusssphären erhält in einer Region. Es stand bereits Beginn 2011 in der Presse z.B. „Riesige Gas- und Erdölfunde im Mittelmeer sind Konfliktstoff“ (das ist vor der Küste des Libanon und Syriens bzw. Griechenlands; Israel hat nicht viel davon), „Gasvorkommen in Turkmenistan, z. B. von Südjolotan-Osman mussten nach weiteren Probebohrungen letztes Jahr ständig nach oben korrigiert werden. Man geht von einer “Unmenge” an Gas aus.“ und das ist alles bestätigt und weiter ausgebaut worden, der ganze Nahe Osten ändert sich betreffs Öl und Gas; der Schwerpunkt auf die Golfmonarchien geht ins Mittelmeer vor Syrien und Libanon und auch die Vorkommen nördlich von Syrien sollen gewaltig sein. Es geht also auch darum, die Kontrolle über die neuen großen Öl- und Gasvorkommen zu sichern neben anderen geo-strategischen Planungen. Auch wenn man das Öl nicht braucht, sollen es aber andere nicht bekommen. Wie war das doch auch vor dem II. Weltkrieg gegen Japan betreffs Ressourcen?!
    Und wie bitteschön soll denn die Armee Syrien allein das Richtige tun?! Syrien ist ein großer Konflikt, bei dem es um viel mehr als Syrien geht.
    „Irans Botschafter in Russland: USA zu keinem Krieg mehr fähig“ – mag sein, was einen großen Krieg angeht, aber der Terror reicht auch schon plus die für die USA billigeren Stellvertreterkriege mittels islamistischer Terroristen und auch von anderen bezahlten Söldner-Armeen und sie werden auch betreffs Atomkrieg bis zur letzten Sekunde pokern ohne jegliche Skrupel, wenn es weitergeht wie bisher.
    Womit bezahlt denn der Yankee überhaupt?! Wird Zeit, dass das uns alle ausraubende Zinseszins- und Schuldgeldsystem zusammenbricht, wo wir noch die Schuldner sein sollen und den Leuten noch Haus und Hof gepfändet wird. [siehe auch „Wir leben bereits in der Apokalypse – Fehler Geldsystem (Vortrag)“ http://pravdatvcom.wordpress.com/2012/08/14/dr-margrit-kennedy-wir-leben-bereits-in-der-apokalypse-fehler-geldsystem-vortrag/ ]

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