Libyen: Salafisten zerstören weitere Grabmäler

von John Schacher

Die religiösen Spannungen in Libyen haben neues Rekordniveau erreicht, nachdem weitere religiöse Zentren des islamischen Sufismus von Salafisten angegriffen und in nur 2 Tagen zerstört wurden. Die gleichen Vorkommnisse werden aus Timbuktu (Mali), Ägypten und anderen derzeit von Al-Qaeda destabilisierten Staaten gemeldet.

Am Samstag zerstörten die Angreifer in Tripolis eine Moschee, welche Grabstätten von Heiligen enthält bei vollem Tageslicht. Innerhalb der Moschee findet man nur nun nur noch gähnend leere Gräber.
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Der Mufti des NTC rief eine Fatwa zur Zerstörung aller libyschen Heiligen-Schreine aus. Seht seine Augen und den Mund an! Ähnelt einem Vampir. Der Mann hat sich selber zum Mufti erklärt – niemand kennt ihn!

“Eine große Schar bewaffneter Milizen mit mittleren und schweren Waffen kam vor der al-Sha’ab Moschee mit dem Vorsatz zusammen, diese zu zerstören, weil sie glauben dass diese Moschee unislamisch ist“, berichtet ein Regierungsbeamter, der nicht genannt werden will.

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Schon am Freitagmorgen schändeten die Angreifer den letzten Ruheplatz von Abdel Salam al-Asmar in Zlitan, etwa 160 km westlich der Haupstadt. Dies war die zweite Attacke innerhalb von nur zwei Tagen. Ultra-konservative Islamisten zerstörten die Sufi-Schreine mit Bomben und einem anderen Bulldozer und legten dann in der Zlitaner Moschee Feuer an die Moschee-Bibliothek, woduch tausende wertvoller historischer Bücher ruiniert wurden, teilweise unersetzliche Exemplare.

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