Anwalt der Kundus-Opfer: Klein-Beförderung kommt Kriegserklärung gleich

erschienen bei german.irib

Die geplante Beförderung von Bundeswehr-Oberst Georg Klein zum General stößt bei den Hinterbliebenen der Opfer des von ihm veranlassten Bombardements in Afghanistan auf Unverständnis.

«Die Beförderung wäre ein Schlag ins Gesicht der afghanischen Zivilbevölkerung und käme einer Kriegserklärung gleich», sagte Hinterbliebenen-Anwalt Karim Popal der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Donnerstag). Er sprach von einer großen Enttäuschung und einem «schweren politischen Fehler».

Klein hatte vor drei Jahren die Bombardierung zweier Tanklastzüge in der Nähe von Kundus veranlasst. Dabei kamen im September 2009 etwa 140 Zivilisten ums Leben. Der 51-Jährige Oberst soll nun Abteilungsleiter im neuen Bundeswehr-Amt für Personalmanagement werden – was dann einige Monate später seine Ernennung zum Brigadegeneral und später zum General zur Folge hat.

Quelle: german.irib

2 Gedanken zu „Anwalt der Kundus-Opfer: Klein-Beförderung kommt Kriegserklärung gleich

  1. Es mag ja sein, daß diese Entscheidung bei diesen Hinterbliebenen – oder vielleicht nur deren Anwälten? – auf ‚Unverständnis‘ stößt, aber heißt das nun, daß Personalentscheidungen der Bundeswehr nur nach vorheriger Abstimmung bzw. vorheriger Zustimmung von afghanischen ‚Zivilisten‘ vorgenommen werden dürfen??

    1. @ Sir Toby
      es geht hier nicht ums „Dürfen“: Personalentscheidungen der Bundeswehr sollten belastbare, charakterlich geeignete und vor allen Dingen ehrbare Leute befördern. Die Sache um Oberst Klein stinkt noch heute zum Himmel und ist eng mit amerikanischen Geheimdiensten verbunden. Ich als Bürger möchte Oberst Klein nicht als General der deutschen Bundesheeres und finde seine Beförderung mehr als geschmacklos; vor allem nachdem in den Untersuchungen klar wurde, dass Klein wider besseres Wissen gehandelt hat.
      Wie eine solche Beförderung auf die afghanische Bevölkerung – vor allem die Hinterbliebenen – wirken muss, wessen Unparteilichkeit, Hilfsbereitschaft und „Aufbauwillen“ sie ad absurdum führt, welche Gegenreaktionen dadurch ausgelöst werden (sollen), dürfte jedem Menschen mit Einfühlungsvermögen klar sein, Sir Toby.
      Hier geht es um nichts weniger als einen Glaubwürdigkeits- und Ehrverlust der Einrichtung Bundeswehr, der durch die Belohnung des mörderischen Kadavergehorsams von Klein manifestiert wird. Undeutsch ist hier das beste Wort!

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