la toma – die Übernahme

erschienen bei Gegenmeinung – Danke an Steffen

The Take (La Toma) – Dokumentarfilm, 2004. Mit deutschen Untertiteln. Regie: Avi Lewis, Drehbuch: Naomi Klein


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In Buenos Aires sind die Arbeiter einer Fabrik für Autoteile aufgebracht. Ihnen wurde ohne Vorwarnung gekündigt, da das Unternehmen pleite ist, aber vorher noch immense staatliche Subventionen bekommen hat. Wo ist das Geld geblieben? Löhne haben die Arbeiter seit Monaten nicht erhalten und andere Arbeit ist beim besten Willen nicht zu finden.

Viele der Beschäftigten wollen die Fabrik übernehmen, damit die Bänder wieder rollen und die Produktion in Gang kommt. Diesmal soll das Unternehmen basisdemokratisch aufgebaut werden, ohne Chefs und genossenschaftlich geführt werden. Anfangs besetzen sie die Fabrik, ändern sich aber später und versuchen vor Gerichten zu erreichen, dass ihnen die Firma zugesprochen wird. Ein mühsamer Weg, der ungeheuer viel Kampfeswille und Ausdauer erfordert.

In der Textilfabrik Brukman, die auch unter Arbeiterverwaltung produziert, sagt eine Textilarbeiterin mit einem Lachen:

„Wir zahlen uns ein gerechtes Gehalt. Wir diskutieren wie viel Geld wir haben, wie viel wir sparen und wie viel wir nehmen. Für uns als Arbeiter ist Buchführung einfach. Ich weiß nicht warum es so schwer für die Bosse ist.. Gehälter bezahlen, Material kaufen und Rechnungen bezahlen. Für mich ist das einfach – man addiert und subtrahiert.“

Recht hat sie. Man denke nur an die Kapitalistenakrobaten die zur Ausbeutung der Massen ein Geld- und Wirtschaftssystem erfunden haben, das so kompliziert geworden ist, dass nicht einmal sie selbst es noch verstehen. Das Nichtverstehen des Systems ist ein wichtiger Grund warum die Bankster auch jetzt wieder so weitermachen dürfen wie bei ihrer Feuerlegung des Flächenbrandes Finanzcrash.

Ein Film der jede Minute wert ist die man in ihn investiert. Eine Welt ohne Ausbeutung ist möglich! Man muss aber auch selbst etwas dafür tun!!

Quelle: Gegenmeinung

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