Russland, China und Iran planen gemeinsames Manöver in Syrien

NACHTRAG: bei dieser Meldung handelt es sich um eine mittlerweile dementierte Ente (Links in den Kommentaren – Danke an Steffen), die DEBKA wahrscheinlich böswillig plaziert hat.

 

Übersetzung John Schacher

Die militärischen Spannungen in Nahost um Syrien stiegen am Montag, 18 Juni sprunghaft an, als von der halb-offiziellen iranischen Nachrichtenagentur Fars die Meldung eintraf, dass in Kürze eine gemeinsame russisch-chinesische-iranischen Militär-Übung in Syrien stattfinden wird.

Das Manöver wird mit 90.000 Teilnehmern, 400 Flugzeugen und 900 Panzern als „das Größte seiner Art, das jemals im Nahen Osten inszeniert wurde“, beschrieben. Ein exakter Termin wurde dem Bericht nicht beigefügt, das Manöver findet möglicherweise schon Ende des Monats Juni statt.

Als Teil seiner Vorbereitungen habe Peking bei den ägyptischen Behörden um die Passage von 12 Marineschiffen Ende Juni durch den Suezkanal zum syrischen Hafen Tartus angefragt, wo Moskau eine Schiffahrts- und Marinebasis unterhält. Debka berichtete bereits vor Tagen, dass russische Kriegsschiffe mit Marinesoldaten an Bord auf dem Weg nach Tartus sind. Die iranischen Medien machten ihren Beitrag zur gemeinsamen Übung nicht zum Thema.

Debka betont, dass dies das erste Mal wäre, dass erhebliche russische und chinesische militärische Kontingente jemals in Syrien oder anderswo im Nahen Osten im Einsatz sein werden. Dies bedeutet, dass die beiden Mächte bereit sind, offen Partnerschaften mit den iranischen und syrischen Armeen für den gemeinsamen Zweck der Behinderung amerikanisch-europäisch-arabischer militärischer Intervention in Syrien. Eine groß angelegte russisch-chinesische Militärpräsenz in dem umkämpften Land lässt erwarten, dass die Vereinigten Staaten von einer militärischen Operation gegen Baschar al-Assad und sein Regime zurückschrecken würden.

Die großangelegte Militärübung wurde in Teheran am ersten Tag der nuklearen Krisen-Gespräche in Moskau zwischen dem Iran und den sechs Weltmächten im dritten Versuch, die Krise durch Diplomatie zu lösen, angekündigt. Allerdings äusserten sich russische und iranische Quellen aus der Nähe der Gespräche pessimistisch über die Fortschritte. Eine iranisches Delegations-Mitglied beklagte die Atmosphäre als sehr hart und wenig konstruktiv. Eine russische Quelle sah keine Möglichkeit zur Überbrückung der US-geführten westlichen Differenzen mit Teheran, wenn die Parteien Montag erneut einberufen werden.

Debka stellt ferner fest, dass die große gemeinsame russisch-chinesisch-iranischen Übung „zu See, Luft und Erde auf syrischem Boden“ offenbar bewusst kurz vor dem Treffen von US-Präsident Barack Obama und dem russische Präsidenten Wladimir Putin auf dem G-20-Gipfel in Mexiko zur Veröffentlichung freigegeben wurde.

Quelle: DEBKA

 

8 Gedanken zu „Russland, China und Iran planen gemeinsames Manöver in Syrien

  1. politaia.org schreibt:

    „Gemeinsames Manöver von Russland, China, Iran und Syrien? – Update“

    „Nachricht:
    Hallo liebe Kollegen, wahrscheinlich ist die Meldung über das
    russisch, chinesische, iranische Manöver in Syrien eine Ente.
    Offenbar ging DEBKA unter Berufung auf die iranische
    Nachrichtenagentur FARS zuerst damit an die Öffentlichkeit. Bei FARS
    konnte ich eine solche Nachricht jedoch nicht entdecken. DEBKA ist ein
    Propagandaorgan des Mossad. Schönen Tag noch!“

    http://www.politaia.org/terror/gemeinsames-manover-von-russland-china-iran-und-syrien/
    —————————–

    Nun mir schienen die Zahlen zumindest verfälscht, denn auf eines der Landungsschiffe der Russen passt nur wie hier steht folgendes (und warum soll das bei den Chinesen anders sein):
    „An Bord der Schiffe steigt auch eine Gruppe Marineinfanteristen der Schwarzmeerflotte. Das LST „Nikolaj Filtschenkow“ kann bis zu 300 Landesoldaten bzw. 20 Kampfpanzer mitnehmen. Die „Tsesar Kunikow“ wurde zur Beförderung von 225 Marinesoldaten bzw. von 10 Panzern entwickelt.“
    Aus Artikel „Russische Landungsschiffe nehmen Kurs auf syrische Küste“
    Quelle -> http://german.ruvr.ru/2012_06_18/78475701/

    Ansonsten stand die Meldung auch auf Basis anonymer Quellen, wie hier von John ebenfalls übernommen, auch bei german.ruvr.ru.
    „Russland und Iran planen angeblich Großmanöver in Syrien“
    http://german.ruvr.ru/2012_06_19/78597823/

    Also es tut sich schon was und es ist auch besser, wenn das noch verdeckt wird. Die Gegenseite, Unterstützer der Verbrecher und Terroristen, ist ja ohnehin für Nebelkerzen bekannt und haben Aufmarschpläne inklusive Terror seit Jahren. Es wäre schon schlecht, wenn die Iraner alles verraten würden. 90000 erscheint mir allerdings mit Sicherheit eine Ente, eher 9000, oder darunter, wenn es denn stimmt. Gesprochen wurde darüber sicherlich und von den Bruchstücken ist also wohl was verpfiffen worden.

  2. Es gibt dazu weitere Meldungen:

    „Damaskus dementiert: Keine Übungen unter Teilnahme von Russland, China und Iran in Syrien“
    „Die politische Beraterin des syrischen Präsidenten, Bouthaina Shaaban, hat am Dienstag in Moskau die Medienberichte zurückgewiesen, denen zufolge in den nächsten Wochen gemeinsame Militärübungen von Russland, China, dem Iran und Syrien auf syrischem Territorium vorgesehen sind.

    Iranische Massenmedien und ein arabischer Fernsehsender hatten zuvor mitgeteilt, dass in Syrien Militärübungen auf dem Festland und auf See stattfinden würden. Laut weiteren Berichten soll Ägypten zwölf chinesischen Schiffen die Durchfahrt durch den Suezkanal genehmigt haben.

    „Diese Informationen entsprechen nicht der Wirklichkeit. Es gibt nichts Derartiges und kann es auch nicht geben“, so Shaaban.“
    http://de.rian.ru/politics/20120619/263828884.html

  3. Auch das soll also doch nicht stimmen:

    „Russlands Verteidigungsamt dementiert Entsendung von Kriegsschiff nach Syrien“

    „Das russische Verteidigungsministerium hat Medienberichte zurückgewiesen, denen zufolge das große Landungsschiff „Kaliningrad“ der Baltischen Flotte ins Mittelmeer an die syrische Küste geschickt worden sei, wo angeblich Militärübungen stattfinden sollen.

    Die „Kaliningrad“ nehme jetzt an der Kieler Woche teil und solle dann in ihren Heimathafen zurückkehren, …“
    http://de.rian.ru/politics/20120619/263829967.html
    ————-

    Nun, dann ist das wohl gegenseitig abgeschrieben worden und Urheber könnte der Mossad sein, falls letztendlich die Meldungen von Debka platziert wurden. Wir werden es ja sehen, was wirklich nach Syrien gesendet wurde, wessen Strategie dahinter steckt und wozu das gut sein sollte.

  4. Während es also betreffs Russland und China große Dementi gibt, ist für die USA natürlich alles normal, wie z.B.:

    „Amerika stationiert 13500 Soldaten in Kuwait“

    „Der US-Senat teilte mit, dass Washington 13500 Soldaten in Kuwait stationieren wird.

    Damit solle die Fähigkeit für eine Reaktion auf plötzliche Konflikte in der Region möglich werden. …“

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/207601-amerika-haelt-13500-soldaten-in-kuwait

  5. Ja und die Bewaffnung und andere Unterstützung der Terroristen ist natürlich auch völlig normal. Nur wenn Russland aufgrund alter Verträge bereits gelieferte Hubschrauber wartet bzw. repariert gibt es großen Aufschrei und Dementi. (Aber die Macht der Weltterroristen geht zurück.):

    „Bewaffnete Gruppen in Syrien werden von Israel militärisch ausgerüstet“

    „…wurden auch vom israelischen Regime hergestellte, eingeschleuste Waffen und Munitionskästen gefunden.
    Außerdem hat Schimon Peres, der Staatspräsident des israelischen Besatzerregimes die bewaffneten Gruppen in Syrien unterstützt. Er hat Anfang Juni in einem Interview mit Radio Israel gesagt, dass er die bewaffneten Gruppen, die, wie er es ausdrückte „sich selber in Gefahr bringen“ achte. Peres äußerte außerdem die Hoffnung, dass die Aufständischen in Syrien siegen.“

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/207607-bewaffnete-gruppen-in-syrien-werden-von-israel-militaerisch-ausgeruestet

  6. Auch Gerhard Wisnewski ist der Frage nachgegangen, die sich aus dem Artikel hier ergibt:

    „Dritter Weltkrieg: Ist Syrien die »rote Linie«?“

    „Planen Russland, China und der Iran wirklich gemeinsame Manöver in Syrien, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars meldet? Keineswegs, dementiert eine Beraterin des syrischen Präsidenten Assad: »Es gibt nichts Derartiges und kann es auch nicht geben.«. So, so. Aber trotzdem lohnt sich die Frage, ob Syrien für Russland und China nicht genau jene »rote Linie« ist, die vom Westen nicht überschritten werden darf – es sei denn, er will Krieg.


    »Präsident Wladimir Putin ist sich der Tatsache bewusst, dass die USA weiterhin darauf bestehen werden, Raketen auf Russland zu richten und es mit Militärbasen einzukreisen«, so der US-kritische Journalist Xavier Lerma in der English Pravda. »Er hat nie erwartet, besser behandelt zu werden als die nordamerikanischen Indianer.« Putin sehe die dunklen Wolken und habe bereits im Mai letzten Jahres gewarnt, dass die »Achtung der staatlichen Souveränität und das Recht jeder Nation, ihre Wahl zu treffen, ein Teil jener Garantien sind, dass sich die Tragödie des vergangenen Krieges (WW2) nicht wiederholen wird. …

    Pro-russische Beobachter und Journalisten wie Lerma sehen in Putin denn auch den Führer einer russisch-chinesischen und auch iranischen Allianz gegen den aggressiven westlichen Imperialismus: »Ob Sie ihn nun lieben oder hassen: Der Weltfrieden liegt in seinen Händen. Die USA werden der Gewalt nicht abschwören, daher ist es nun an Wladimir und Co. Präsident Putin wird Russland und andere Länder vereinen, um die US-Aggression zu stoppen. Er könnte sogar den Dritten Weltkrieg verhindern.«

    Na, dann: viel Erfolg.“

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/dritter-weltkrieg-ist-syrien-die-rote-linie-.html

  7. Sollten sich Russland, China und Iran nicht zu effektiveren Gegenmaßnahmen entscheiden, geht es so wie von Gerhard Wisnewski ebenfalls geschrieben – „Denn schließlich ist es ja wie mit einem unerzogenen Kind: Zeigt man ihm keine Grenzen auf, wird es erstens immer aggressiver und zweitens immer weiter machen. Und am Ende stehen natürlich Russland und China selbst auf der Speisekarte.“ –
    Und hier was das „ungezogene Kind“ weiter tut:

    – „CIA liefert Waffen an syrische Opposition“
    „Der US-Geheimdienst CIA wird Waffen und Rüstung an syrische Opposition liefern, schreibt die Zeitung The New York Times unter Berufung auf hochrangige Quellen in Washington. Seit ein paar Wochen arbeitet in der Südtürkei eine CIA-Gruppe, das nach Empfängern der Militärhilfe sucht und bei der Einfuhr der Waffen hilft. Für Lieferung der Rüstung an Oppositionelle sorgen syrische Muslimbrüder.“
    21.06.2012 http://german.ruvr.ru/2012_06_21/78845063/

    – „Das U.S. AFRICOM setzt seine imperialistische Agenda um“
    Von Dan Glazebrook; Übersetzung von Luftpost-kl.de am 20.06.2012
    „Je weniger sie von uns sehen, desto weniger werden sie uns ablehnen.” Das sagte der britische General Frederick Roberts während des Englisch-Afghanischen Krieges in den Jahren 1878-80 und beschrieb damit eine Politik der Kollaboration mit afghanischen Stammesführern, die ihre Stämme für das Empire kontrollierten.
    Die so genannte “indirekte Herrschaft” war lange das Erfolgsrezept des Britischen Weltreichs, das größtenteils nicht von britischen Soldaten, sondern von Kolonialtruppen erobert wurde, die in bereits ins Empire eingegliederten Ländern rekrutiert wurden. Man versuchte immer, die schmutzige Kontrolle über das Empire so auszuüben, dass möglichst wenig
    weißes Blut vergossen werden musste.

    In den letzten Jahren hat man sich wieder an diese Praxis erinnert. Die hohen Verluste der Truppen westlichen Staaten im Irak und in Afghanistan haben die Politiker wieder gelehrt, dass Kolonialkriege, in denen ihre eigenen Soldaten getötet werden, zuhause wenig Zustimmung finden. In beiden Fällen brachten oder bringen die USA und Großbritannien ihre Soldaten in Sicherheit und lassen die Gegner der zur Wahrung ihrer Interessen errichteten neuen Regime von einheimischen Hilfsarmeen umbringen, (die sie ausgebildet und ausgerüstet haben und) die ihnen (deshalb) gehorchen.
    Das wird jetzt auch in Afrika versucht. …“
    http://www.politaia.org/rustung/das-u-s-africom-setzt-seine-imperialistische-agenda-um/
    ——————————–
    Betreffs Afrika darf man nicht vergessen, dass China hier seit Jahren erfolgreich investiert hat. Es sind also nach Libyen auch die chinesischen Investitionen in ganz Afrika im Visier des „Weltpolizisten und Weltterroristen“! Das ist eben genau ein Teil der Strategie, die zum II. Weltkrieg führte, nämlich andere von Rohstoffquellen abzuschneiden und so die Entwicklung potentieller Gegner zu verhindern auch wenn man selbst die Rohstoffe gar nicht braucht.
    Es geht um die Kontrolle wichtiger Ressourcen und somit hat Gerhard Wisnewski betreffs des ganzen bösen Spiels recht in dem er pro-russische Beobachter und Journalisten zitiert:
    -> »Ob Sie ihn nun lieben oder hassen: Der Weltfrieden liegt in seinen Händen. Die USA werden der Gewalt nicht abschwören, daher ist es nun an Wladimir und Co. Präsident Putin wird Russland und andere Länder vereinen, um die US-Aggression zu stoppen. Er könnte sogar den Dritten Weltkrieg verhindern.«

  8. Hier geht das verlogene Spiel weiter:

    „Hubschrauber-Transport für Syrien kehrt nach Russland zurück“

    „“Der Frachter „Alaed“ mit modernisierten syrischen Mi-25-Hubschraubern an Bord kehrt am kommenden Samstag in den russischen Nordmeerhafen Murmansk zurück, um seine Flagge durch die russische zu wechseln.

    Das teilte der russische Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag in Moskau mit. Die „Alaed“, die unter der Flagge der Karibik-Insel Curaçao fährt, sei am 11. Juni nach Syrien aufgebrochen. An Bord seien Mi-25-Hubschrauber, die Eigentum Syriens seien und diesem Land nach einer Modernisierung zurückgegeben werden sollten, sagte Lukaschewitsch.

    Als der Frachter von der Nordsee in den Atlantik unterwegs gewesen sei, sei sein Besitzer über die „Beendigung der Versicherungsverantwortung“ informiert worden, sagte Lukaschewitsch. Darüber hinaus habe die zuständige Klassifikationsgesellschaft das Schiff aufgefordert, einen beliebigen Hafen zur Kontrolle anzulaufen. „Um eine Verzögerung zu vermeiden, wurde beschlossen, dass das Schiff den Hafen Murmansk anläuft. Dort wird es am Samstag erwartet, um die Flagge gegen die russische zu wechseln.“

    Vergangene Woche hatte US-Außenministerin Hillary Clinton Russland vorgeworfen, Hubschrauber an Syrien zu liefern. Kurz danach stellte das US State Department richtig, dass es sich nicht um eine Lieferung, sondern um eine Rückgabe von Hubschraubern nach einer Modernisierung handle.

    Am vorigen Dienstag wurde bekannt, dass das dänische Unternehmen United Nordic Shippin A/S, das den der russischen Reederei Femco gehörenden „Alaed“-Frachter gechartert hatte, den Chartervertrag aufgekündigt habe. Der britische Versicherer Standard Club ließ seinerseits wissen, die Versicherungsverträge mit allen Femco-Schiffen annulliert zu haben. Der Grund sei die Information, dass ein Femco-Frachter Kriegstechnik für Syrien befördere. ……“
    http://de.rian.ru/politics/20120621/263844172.html
    ———————-

    Wie Artikel (Link Kommentar oben) “CIA liefert Waffen an syrische Opposition” gelten Beschränkungen für tatsächliche Waffenlieferungen natürlich nur offiziell für andere und selbst das will man also ändern. Wenn auch Deutsche gefangen genommen wurden, auf frischer Tat ertappt indem sie mit Schnellboten von vor der Küste wartenden Schiffen Waffen an Land für die „Banden und Terroristen der Opposition“ brachten, dann zeigt es was läuft bei den größten Lügnern der Welt und „US-Weltterroristen“ bzw. ihren Handlangern. Ja auch Deutschland scheint wieder zu den Handlangern zu gehören, die sich mitschuldig machen, aber was war denn sonst von einem Vasallen zu erwarten, der sogar noch besetzt ist, ohne Friedensvertrag, eigentlich sind wir ja noch im Krieg, hat für uns noch gar nicht richtig geendet.

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