Paraguay: Obamas zweiter Staatsstreich in Lateinamerika

erschienen bei einartysken

Der jüngste Coup gegen Paraguays demokratisch gewählten Präsidenten ist nicht nur ein Schlag gegen die Demokratie, sondern auch ein Angriff gegen die arbeitende und arme Bevölkerung, die Präsident Fernando Lugo unterstützte und wählte, den sie als Bollwerk gegen die reiche Elite ansehen, die das Land seit Jahrzehnten beherrscht.

Die US-Mainstreammedien und Politiker nennen die Ereignisse in Paraguay nicht einen Coup, da der Präsident durch den von der Elite dominierten Kongress „legal wegen Amtsvergehen angeklagt“ ist.

„Der Kongress von Paraguay versucht, unseren Präsidenten Fernando Lugo abzusetzen vermittels eines Amtsenthebungsverfahrens, für das ihm weniger als 24 Stunden zur Vorbereitung gegeben wurden und nur zwei Stunden, um seine Verteidigung darzulegen. Es scheint, dass eine Entscheidung zu seiner Verurteilung schon vorliegt … Der Hauptauslöser für das Verfahren ist ein bewaffneter Zusammenstoss zwischen Bauern, die für ihre Landrechte kämpfen, und der Polizei … Aber dieser gewaltsame Zusammenstoss ist nur ein Vorwand, da es klar ist, dass der Präsident dafür keine Verantwortung trägt. Auch haben Lugos Gegner keine Beweise für ihre Anklagen beim heutigen ‚Prozess‘ vorgelegt. Präsident Lugo schlug eine Untersuchung des Vorfalls vor, aber die Opposition war nicht interessiert und zog ein abgekartetes Rechtsverfahren vor.“

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Ein Gedanke zu „Paraguay: Obamas zweiter Staatsstreich in Lateinamerika

  1. eine Leserzuschrift aus Paraguay, die leider unbemerkt im Briefkasten lag:

    Betr. Beitrag Paraguay Ich halte diesen Beitrag für tendenziös und polemisch. Das ist das, was ich von dieser Website gerade nicht zu erwarten hoffte. Ich lebe als Deutscher in Paraguay. Die angeführten Gründe zur Amtsenthebung von Lugo sind unvollständig. Der Hauptgrund für die Absetzung Lugos dürfte die Unterzeichnung des Ushuaia Protokoll II sein. Dieses greift vehement in die Souveränität Paraguays ein. Es wurde von Lugo unterzeichnet, ohne vorher das Parlament über dessen Inhalt zu informieren, geschweige denn, es mit dem Parlament abzusprechen. Das zeigt deutliche Parallelen zu den Vorgängen in Deutschland / EU auf. Nun zu den Problem mit den Landlosen, hier Campesinos. Diese werden gegen Bezahlung von A nach B gefahren. Auch nach der Hauptstadt Asuncion. Dort werden sie sich selbst überlassen. Die Stadt sorgt dann für deren Verpflegung, und zwar in einem Ausmaß, von dem ein Paraguayer, der einer geregelten Arbeit nachgeht, nur träumen kann. Als Dank dafür verwandeln sie öffentliche Parks und Anlagen in Fäkalwüsten. Das alles mit Unterstützung von Lugo. Die Landlosen (Campesinos) sind schlechthin angestiftete Kriminelle. Sie fallen in Privatbesitz ein, vernichten Ernten und schlagen im großen Stil Holz, um es zu verkaufen. Das alles mit der Duldung und Unterstützung Lugos, obwohl es gegen geltendes Recht verstößt. Die Landlosen haben unter Lugo kein Land bekommen. Macht ja auch keinen Sinn. Diese Leute haben keinerlei Interesse ihren Lebensunterhalt durch ehrliche Arbeit zu verdienen. Im Gegenzug hat Lugo alle Arbeitgeber quasi rechtlos gestellt. Ich habe es selbst zu spüren bekommen. Wir haben unsere Angestellten wie eigene Kinder behandelt. Dann beginnt irgendwann der „Schwanz mit dem Hund zu wackeln“. Forderungen: Gehaltserhöhung um 90% (in Worten neunzig), Arbeitsvertrag auf Lebenszeit, und andere für mich unerfüllbare Forderungen. Daraufhin musste ich das Arbeitsverhältnis beenden. Dann bekomme ich eine Vorladung zum Arbeitsministerium. Dort werde ich mit einer Abfindungsforderung von meinen ehemaligen Angestellten in unvorstellbarer Höhe konfrontiert. Nun prüft das Ministerium nicht etwa, ob diese Forderung berechtigt ist, geschweige denn, ob die Höhe derselben berechtigt ist, nein es fordert mich auf, einen Vergleich zu schließen. Nun habe ich die Wahl zwischen Gericht oder Einigung. Ich einige mich, denn selbst wenn ich vor Gericht Recht bekommen sollte, bleibe ich auf all meinen Kosten sitzen, da auf der Gegenseite nichts zu holen ist. Danke Lugo. Das ist der Betrag Lugos für die Armen. Die Arbeitsplätze werden durch solche Maßnahmen nicht mehr, sondern dezimiert. Nun möchte ich noch mit dem Märchen vom armen Paraguayer aufräumen. Der Paraguayer hat keinerlei Ehrgeiz seine Lebenssituation zu verbessern. Warum soll ich mich um das Abendessen kümmern, wenn das Frühstück noch da ist. Besser mit dem Terrere vor der Tür sitzen, als einen Finger rühren. Diese Informationen können auch über die hier ansässige deutsche Presse (http://wochenblatt.cc/) abgerufen werden. Ich bin der Meinung, dass hier die mediale Gleichschaltung nicht stattfindet. Als Abschlussbemerkung: Ich bin keinesfalls ein Befürworter von Obamas, denn sonst würde ich diese Website wohl kaum regelmäßig (täglich) besuchen. Mit freundlichen Grüßen aus Paraguay, San Bernardino Andreas G. – Dieser Beitrag ist zur Veröffentlichung freigegeben.

    vielen Dank dafür und ebenfalls herzliche Grüße
    in den fernen Süden
    jo

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