Archiv für den Monat: Juni 2012

Syrien: Terroranschlag auf TV-Sender

von John Schacher – Danke an Yvonne

Am Mittwochmorgen kam es in Damaskus zu einem Terroranschlag gegen den syrischen Sat-TV-Sender al-Ikhbariya. Drei Journalisten und mehrere Mitarbeiter kamen nach ersten Meldungen um ihr Leben, als bewaffnete Terroristen in die Räume des Senders eindrangen, Wachpersonal, Mitarbeiter und Journalisten exekutierten.

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Der syrische Information-Minister Al-Zoubi gab folgende Erklärung ab:

„Dieses Massaker wird nicht unbestraft bleiben und die Sendungen des al-Ikhbariya Stalliten-Kanal werden nicht aufhören. Wir machen die EU, arabische und internationale Organisationen für dieses Massaker verantwortlich.Diejenigen, welche das Verbrechen verübten, führten die Eintscheidung des Arab League Council, die Stimme Syriens zu Schweigen zu bringen.“

Minister al-Zoubi fügte hinzu, dass die Gruppe von bewaffneten Terroristen in das Hauptquartier des Senders eindrangen, Exekutionen an Journalisten, Angestellten, Telefonisten und Wachleuten durchführten, technisches Equipment stahlen.

Schliesslich brachten die Terroristen Sprengladungen an und zerstörten die Räume des Satelliten-Kanals, einschliesslich des Nachrichtenstudios.

Bei SANA gibt es eine ausführliche Bilderstrecke zum Attentat.

Waffen-Nachschub der Terroristen:


Quelle: SANA

 

Syrien: NATO bekam auf die Pfoten

erschienen bei „Hinter der Fichte“

Die NATO hielt gestern eine Rats-Tagung ab, die von der Türkei gefordert worden war. Der Eindringling Türkei sollte der NATO einreden, sie wäre angegriffen worden. Eine so absurde Behauptung, dass nicht mal die NATO sich lächerlich machen wollte. Und so geriet das Meeting zur Scheinheiligkeits-Sitzung für die dummen Völker. Jedermann in NATO und NATO-Medien weiß natürlich, dass die Türken den Auftrag hatten, die Syrer zu testen. Nur ging das schief.
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Die Wut und Aggressivität hat hinter der Clownsmaske also einen triftigen Grund. Die NATO hat auf die Pfoten bekommen. Über die Hintergründe berichtet Andrej Areschew u.a.

Syrische Luftverteidigung hält NATO-Test stand
Am 22. Juni 2012 verschwand eine türkische RF-4E Phantom. Anderthalb Stunden nach dem Start von der  Erhach-Luftwaffenbasis. Das ist in der Nähe des Ortes des “Raketenschirms” gegen Russland und Iran. Indem die Türkei Syrien vorwarf, die Maschine nicht gewarnt zu haben, bestätigte sie die Luftraumverletzung. Wenn die Türkei von „unabsichtlich“ spricht, ist dies völlig unglaubwürdig. Gemäß den vorliegenden Daten drehte das Aufklärungsflugzeug zwei Runden über der syrischen Küste. Sehr tief fliegend hatte es den Auftrag, die syrische Luftverteidigung zu testen. Nach dem Flug über Latakia versuchte es, ungeschoren über die syrischen Territorialgewässer davon zu kommen. Ein zweites türkisches Flugzeug operierte in der Nähe und koordinierte den Flug. Laut NATO-Quellen war es ein Test der syrischen Luftverteidigung. Die NATO muss genau wissen, ob die syrische Luftverteidigung an der Küste den Befehl hat, ausländische Jets ohne Zögern herunterzuholen, im Falle sie verletzen den nationalen Luftraum oder ob man erst nach Damaskus berichtet und Zeit verliert.

Paraguay: Obamas zweiter Staatsstreich in Lateinamerika

erschienen bei einartysken

Der jüngste Coup gegen Paraguays demokratisch gewählten Präsidenten ist nicht nur ein Schlag gegen die Demokratie, sondern auch ein Angriff gegen die arbeitende und arme Bevölkerung, die Präsident Fernando Lugo unterstützte und wählte, den sie als Bollwerk gegen die reiche Elite ansehen, die das Land seit Jahrzehnten beherrscht.

Die US-Mainstreammedien und Politiker nennen die Ereignisse in Paraguay nicht einen Coup, da der Präsident durch den von der Elite dominierten Kongress „legal wegen Amtsvergehen angeklagt“ ist.

„Der Kongress von Paraguay versucht, unseren Präsidenten Fernando Lugo abzusetzen vermittels eines Amtsenthebungsverfahrens, für das ihm weniger als 24 Stunden zur Vorbereitung gegeben wurden und nur zwei Stunden, um seine Verteidigung darzulegen. Es scheint, dass eine Entscheidung zu seiner Verurteilung schon vorliegt … Der Hauptauslöser für das Verfahren ist ein bewaffneter Zusammenstoss zwischen Bauern, die für ihre Landrechte kämpfen, und der Polizei … Aber dieser gewaltsame Zusammenstoss ist nur ein Vorwand, da es klar ist, dass der Präsident dafür keine Verantwortung trägt. Auch haben Lugos Gegner keine Beweise für ihre Anklagen beim heutigen ‚Prozess‘ vorgelegt. Präsident Lugo schlug eine Untersuchung des Vorfalls vor, aber die Opposition war nicht interessiert und zog ein abgekartetes Rechtsverfahren vor.“

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BRD-Urteil: religiöse Beschneidung von Kindern ein Verbrechen

von John Schacher

Ein deutsches Gericht hat entschieden, dass Eltern kein Recht haben, ihre Söhne aus religiösen Gründen beschneiden zu lassen, was muslimische und jüdische Gruppen im Land tief verärgert hat.

Das Gericht in Köln entschied, dass den Erziehungsberechtigten das Sorgerecht für ein Kind nicht erlaubt, dieses dem Beschneidungs-Verfahren zu unterziehen, welches das Gericht als Körperverletzung bezeichnet, berichtet die Financial Times Deutschland. Genausowenig erlaubt dies die Religionsfreiheit, die in Deutschland zwar gesetzlich geschützt sei, aber keinen Grund für solche Entscheidungen gegen die Kinder gebe, sagt das Urteil weiter.

Das Gericht bezog sich auf einen Fall gegen einen muslimischen Arzt, der die Beschneidung an einem vier-jährigen Jungen auf Wunsch seiner Eltern durchgeführt hatte. Zwei Tage nach dem Eingriff kam es zu Blutungen, woraufhin der Junge ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Deutsche Behörden erfuhren von dem Vorfall und leiteten ein Ermittlungsverfahren gegen den Arzt ein. Die erste Gerichtsverhandlung schloss, dass es keine Verletzung des Gesetzes gegeben habe, doch die Staatsanwaltschaft brachte den Fall vor das Landgericht Köln.

Die Entscheidung stellt einen Präzedenzfall dar, der die medizinische Praxis im ganzen Land betreffen wird.

Das mögliche Verbot der Beschneidung provozierte Empörung bei jüdischen und muslimischen Organisationen in Deutschland, wo jedes Jahr Tausende von Jungen in ihren frühen Jahren auf Antrag der Eltern beschnitten werden. Sie betrachten das Verbot als „schweren Eingriff in das Recht auf Religionsfreiheit.“ Aber keine der Organisationen hat bislang das Urteil kommentiert, sondern es wurde nur erklärt, daß man zunächst die Argumentation der Richter gründlich zu studieren hätte.

Einige Experten schliessen jedoch nicht aus, dass das Recht für religiös motivierte Beschneidung durch das Bundesverfassungsgericht nochmals behandelt werden muss.

Quelle: rt, FAZ