Archiv für den Monat: Juni 2012

Breaking: „Miss Holocaust-Survivor“-Wahl

von Habakuk Grimm

Hava Hershkovitz zur Schönsten Holocaust Überlebenden der Welt gewählt


Freudestrahlend nahm sie am Donnerstag in Haifa ihren ersten Preis, einen Schönheitskoffer, entgegen. Von der Weltpresse fast vollständig unbemerkt, konnte sich Hava Hershkovitz (Alter unbestimmt)  schlußendlich gegen 13 Mitkonkurrentinen, alle in den 70ern und 80ern, erfolgreich behaupten und erklomm sinnbildlich  als Siegerin das Treppchen.


In dem, von einer Wohltätigkeitsorganisation organisierten Wettbewerb, wählte eine hochkarätig jugendbesetzte Jury Frau Hershkovitz zur ersten „Miss Holocaust Survivor“ der Welt. 300 Damen hatten sich um den Titel beworben, die Gruppe war nach Auswahlentscheidungen, wie bei einem richtigen Wettbewerb, auf die 14 in Haifa angetreten Kandidatinnen geschrumpft.

600 glänzend aufgelegte Zuschauer im Saal wurden Zeugen einer gelungenen, wenn auch nicht ganz unumstrittenen Premiere.

Quellen:
Miss Holocaust Survivor Competition in Haifa 28. June 2012

http://english.cntv.cn/program/asiatoday/20120629/116928.shtml

http://english.cntv.cn/program/asiatoday/20120629/116797.shtml

http://www.youtube.com/watch?v=PEtDiXqYNiM&feature=related

Syrien: aus der Sicht eines Augenzeugen

erschienen bei Stimme Russlands

Danke an Steffen

Wjatscheslaw Krasjko, Reisender und unabhängiger Journalist, der unlängst aus Syrien zurückgekehrt war, erzählte in einem Exklusivinterview für die „Stimme Russlands“ vom Leben des Landes, das die angespannte Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich lenkt. Drei Wochen lang konnte er die Ereignisse von innen her verfolgen —  bemüht zu begreifen, was sich in Syrien wirklich abspielt.

Nach Damaskus begab sich Wjatscheslaw Krasjko am 29. April. An jenem Tag gaben die Regierungstruppen und die Oppositionellen in Übereinstimmung mit dem Plan des Sondergesandten der UNO und der LAS, Kofi Annan, die Feuereinstellung bekannt. In Syrien reiste er über Libyen ein. In den drei Wochen hielt er sich im Süden dieses Landes, in der Stadt Dera, auf, in der die Unruhen im März 2011 ausbrachen, besuchte Bosra, das einstige Touristikzentrum, das heute von Aufständischen praktisch vollständig blockiert worden ist, Tartous, in dem sich der russischen Stützpunkt befindet und die größte syrische Hafenstadt Latakia. Wjatscheslaw Krasjko hatte vor, die wichtigste Sehenswürdigkeit Syriens, Palmira, sowie Homs zu besichtigen. Aber die dortigen Einwohner rieten ihm das nachdrücklich ab, weil es dort zu gefährlich sei:

„Als ich mich in Damaskus aufhielt, gab es dort mehrere Dutzend Personen aus Homs. Das waren Flüchtlinge. Unter ihnen waren Frauen, Kinder, Männer und Greise. Und alle, selbst die kräftigen Männer rieten mir nachdrücklich ab, mich nach Homs zu begeben, denn es sei zu gefährlich. Das heißt, die Menschen verlassen die Territorien, in denen es Aufständische gibt, weil es gefährlich ist, und fahren nach Damaskus, das von Regierungstruppen kontrolliert wird. Ich hatte Gelegenheit, auch kritische Einschätzungen, an die bestehende Macht adressiert, zu hören. Insbesondere wurde meine Aufmerksamkeit auf das große Problem der Korruption gelenkt. Es gibt Fälle von Einmischung der Vertreter der herrschenden Klasse in das Business. Doch nicht das ist die Ursache für die Ereignisse, die sich jetzt im Lande abspielen. Denn die Situation, die durch die Terroristen herbeigeführt wird, ist für die Menschen bedeutend gefährlicher. In dieser Situation ziehen die meisten Menschen die legitime Macht vor.“

Im Großen und Ganzen spiele sich in den größeren Städten Syriens, die von der bestehenden Macht kontrolliert werden, ein absolut normales Leben ab, fährt Wjatscheslaw Krasjko fort:

„Militärs sieht man in den Straßen keine. Selbst im benachbarten Libanon bekommt man Militärs viel häufiger zu sehen. Das Problem besteht gerade nicht in den Städten, sondern über deren Grenzen hinaus. Das heißt, dass alle Unruhen sich in den Vororten und in kleineren Ortschaften abspielen, in denen sich vorwiegend Sunniten befinden, der Konflikt entwickelt sich auf dem zwischenkonfessionellen Boden. Dort wo Sunniten sind, veranstalten fundamentale Islamisten Unruhen, eben dort besteht das Problem. Dort, wo die Macht ist, ist alles absolut ruhig, spielt sich das gleichmäßige Leben ab, gehen Menschen zur Arbeit, sitzen in Gaststätten, trinken Kaffe, entspannen sich die Jugendlichen.“

Einst ist Syrien eines der Touristikzentren im Nahen Osten gewesen. Die Geschichte der syrischen Zivilisation reicht in das vierte Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurück. Die dortigen Sehenswürdigkeiten wurden von Hunderttausenden Touristen besucht. Leider seien jetzt die schönsten Gegenden unzugänglich, sagt Wjatscheslaw Krasjko:

„Zum Beispiel das weltberühmte Palmira. Dorthin zu fahren, ist gefährlich, denn die Straße wird von den Rebellen kontrolliert. Das bekannte Denkmal, Krak de Chevaliers, eine von Kreuzrittern erbaute Festung in der Nähe des nunmehr unrühmlichen Homs, ist heute ein Terroristennest. Das heißt sie kontrollieren die Burg und schießen aus Scharfschützengewehren durch die Schießscharten auf vorbeifahrende Fahrzeuge.“

Wjatscheslaw Krasjko verweist darauf, dass er sich während seiner ganzen Reise in Sicherheit gefühlt habe. Die Haltung der Syrier den Bürgern Russlands gegenüber sei sehr positiv, wenn die Militärs an den Kontrollposten den russischen Pass sahen, grüßten sie freundlich und sagten „Welcome to Syria“. Aber es habe auch eine sehr unangenehme Episode gegeben, erzählt Wjatscheslaw Krasjko:

„Bei der Einfahrt nach Bosra wurde ich von bärtigen Männern in Zivilkleidern mit Maschinenpistolen angehalten. In diesem Augenblick empfand ich das Gefühl einer Gefahr, denn es war nicht klar, ob es die Regierungskräfte oder die Aufständischen waren. Aber sie ließen mich weiter fahren, und so erreichte ich Basra, das Amphitheater aus der Römerzeit, die wichtigste dortige Sehenswürdigkeit. Alles blieb ohne irgendwelche reale Bedrohung. Erst als ich im Amphitheater war, fiel zunächst ein Schuss, Menschen liefen davon, und ich wurde festgenommen.“

Diejenigen, die Wjatscheslaw Krasjko festgenommen hatten, erwiesen sich als Vertreter der regierungstreuen Geheimdienste. Sie erklärten dem russischen Reisenden, dass er von Aufständischen beinahe entführt worden sei. Wenn das geschehen wäre, so könnte der Ausgang auch dramatisch ausfallen: man könnte ihn als Geisel nehmen, aber man könnte ihn auch töten. Das beweise ein weiteres Mal mehr, dass in den Reihen der Oppositionellen regelrechte Banditen tätig seien. Überhaupt dienten die politischen Losungen gegen den bestehenden Präsidenten, Bashar al Assad, die von den Oppositionellen herausgegeben werden, den Worten von Wjatscheslaw Krasjko zufolge lediglich als Deckmantel:

„Ich bin mir dessen sicher, dass die Konfrontation einen religiösen Charakter aufzuweisen hat. Es geht um Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten, Sunniten und Alawiten oder Christen. Eben hier verläuft die Frontlinie, nicht aber in den politischen Aufrufen oder Verletzungen von Rechten und Freiheiten. Ich sage Ihnen sogar mehr: Einfache Menschen meinen, Bashar al Assads Problem sei, dass er nicht hart genug sei. Er sei außerstande, die Macht so zu halten, wie das sein Vater getan hat. Eben deshalb habe er zu viel Demokratie zugelassen, und die Situation sei jetzt ins Wanken geraten. Das Volk unterstützt ihn nicht einfach, sondern vertritt den Standpunkt, dass die einzig mögliche Macht im Nahen Osten nur die harte Macht sein könne, und dass der Weg zur Demokratie evolutionär sein müsse. Deshalb weist das Problem kein politisches Motiv auf, das ist kein Kampf um Freiheit und Demokratie. Das Problem besteht im Schüren des zwischenkonfessionellen Haders.“

Nach Zeugnissen der dortigen Einwohner sind die Aufständischen nicht dazu geneigt, sich auf Verhandlungen einzulassen. So haben Vertreter der so genannten Opposition an der Parlamentswahl, die Mitte Mai stattgefunden hat, nicht teilgenommen. Denn sie sind sich dessen sehr wohl bewusst, dass sie keine Unterstützung der Bevölkerung bekommen werden. Für sie gäbe es nur einen einzigen Weg, an die Macht zu gelangen, der Militärumsturz, stellt Wjatscheslaw Krasjko fest. Wie lange noch der Konflikt, den bereits die offiziellen Behörden als einen Krieg bezeichnen, fortdauern wird, weiß niemand. Aber die Syrier seien verängstigt und befürchten eine negative Entwicklung der Ereignisse.

Quelle: Stimme Russlands

ESM und Fiskalpakt sind durch!

von John Schacher

Machen wir´s kurz: der ESM und der Fiskalpakt wurden noch am Freitagabend von den ebenso ahnungs- wie rückgratlosen Mandatsträgern im Deutschen Bundestag und Bundesrat mit schmissiger Mehrheit genehmigt und somit durchgewunken.

Nach der Bitte des Bundesverfassungsgerichtes um Zeit in Sachen ESM & Fiskalpakt haben es sich die Politiker einfach gemacht und den „schwarzen Peter“ mal eben einfach an die obersten Bundesrichter weitergeschoben, anstatt diesen durch eigene Standhaftigkeit und Erfüllung des Wählerwillens den Rücken zu stärken. Die Wahlergebnisse sind erschreckend klar:

Bundestag:

  • ESM: 604 abgegebene Stimmen, 493 für ESM, 106 dagegen, 5 Enthaltungen
  • Fiskalpakt: 608 abgegebene Stimmen, 491  für Fiskalpakt, 111 dagegen, 6 Enthaltungen

Bundesrat:

  • 15 von 16 Ländern stimmten für den ESM und Fiskalpakt

Das von SPD und Linken regierte Brandenburg stimmte im Bundesrat als einziges Bundesland gegen die Schandverträge, wie auch die gesamte Linksfraktion im Bundestag nebst einzelnen Ausreissern anderer Fraktionen. Wir danken Euch!

Bundespräsident Gauck wartet nun mit gezückter Feder auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, von dem nun Wohl und Wehe des Deutschen Volksvermögens und die Zukunft unserer Heimat abhängen.

Nebel zieht auf…

Quelle: ard

 

Wladimir Putin, schmeissen Sie endlich Sergej Lawrow raus und beenden Sie den Syrien-Krieg

2010 traf auch Vladimir Putin den Märtyrer Abu Bakr YounisJaber (rechts gegenüber)

erschienen bei RADIO-UTOPIE

von Daniel Neun

Die Schwachmacht Russland ist kurz davor, die Welt in einen Abgrund zu reißen.

Herr Präsident, ich schreibe Ihnen hier öffentlich, weil ich nach langen Jahren begriffen habe, daß nur die Öffentlichkeit in der Lage ist Kriege zu beginnen und sie zu beenden. Eine mutierte, eine debile, eine psychisch deformierte Öffentlichkeit, Ergebnis der Interaktion hilf- und ahnungsloser Untertanen, wird alles dulden, wird alles bejubeln, wird jede Grausamkeit abnicken, zu denen Menschen fähig sind.

Sie wissen es. Die Deutschen haben es den Russen angetan.

Aber das war eine andere Zeit. Das waren andere Menschen. Herr Präsident, als ein neuer Mensch im Verhältnis der Zeiten, der Geschichte, sage ich Ihnen: wenn Sie jetzt nicht handeln, wenn Sie diesen Pfad des Versagens, des Zurückweichens, den Pfad des moralischen, politischen, historischen und nicht zuletzt geistigen Bankrotts weitergehen, den Russland seit dem Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums beschritten hat, dann werden Sie wieder – wieder – alles nur noch schlimmer machen als es ist. Auch für Russland, aber vor allem für diese Welt in der wir uns befinden, ohne ihr entfliehen zu können und zu jeder Sekunde unseres Lebens nur 20 Kilometer vom Weltraum entfernt.

Das Existenzrecht jedes einzelnen Staates des Planeten ist derzeit gefährdet. Dieser Angriff auf die Kernstrukturen jeder gesellschaftlichen Organisierung, jeder Ordnung, wird auf allen Ebenen und mit verschiedenen Mitteln exekutiert. Dieser Angriff dient nichts anderem als die gesamte derzeit auf dem Planeten existierende Ordnung zu zerschlagen, die düstersten und finstersten Seiten des Menschen zu wecken und ein Schlachten loszutreten, das wahnsinnige Messianiker, die in Jahrzehnten weltweit systematisch in Schlüsselpositionen gehoben wurden, als Teil eines vorher bestimmten Schicksal ansehen. Was in über 10 Jahren auf diesem Planeten passiert ist, der Krieg, der seither geführt wird, ist Teil davon. Und der Syrien-Krieg, die derzeit laufende Invasion Syriens durch geübte, völlig enthemmte Söldner-Truppen und Todesschwadronen, trainiert und finanziert im Nebel der asiatischen und afrikanischen Besatzungszonen der westlichen Militärmächte und deren verbündeten totalitären asiatischen Kirchenstaaten wie Saudi-Arabien, ist Teil dieses zehnjährigen Krieges. Eines Krieges, der nie erklärt worden ist, nicht wirklich.

Bis jetzt.

WEITERLESEN bei RADIO-UTOPIE