USA: „Militäraktion gegen den Iran ist vorbereitet“

gesehen beim honigmann – Danke an Steffen

Diese Aussage, die Botschafter Daniel Shapiro auf einer Klausurtagung in Tel Aviv machte, wurde in einer Nachrichtensendung des Channel 2 verbreitet.

von Michal Shmulovich und Greg Tepper
THE TIMES OF ISRAEL, 16.05.12

 

Auf einer Klausurtagung in Tel Aviv teilte Daniel Shapiro, der US-Botschafter in Israel, mit, die USA hätten ihre Planungen für einen Militärschlag gegen den Iran abgeschlossen; seine Äußerung gelangte am Mittwoch über eine israelischen TV-Sendung in die Öffentlichkeit.

“Wir würden es vorziehen das (Problem) auf diplomatischen Wege oder durch (wirtschaftlichen) Druck statt mit militärischer Gewalt zu lösen,” sagte Shapiro am Dienstag, wie am Mittwoch bekannt wurde. “Das bedeutet aber nicht, dass die (militärische) Option nicht verfügbar oder vorbereitet wäre. Die dazu notwendige Planung ist abgeschlossen, und alle Vorbereitungen sind getroffen.”

Nach einem Bericht des israelischen TV-Senders Channel 2 hat (Botschafter) Shapiro auf einer in Tel Aviv stattfindenden Klausurtagung der Israel Bar Association (einer israelischen Anwaltsvereinigung, Infos dazu s. http://www.israelbar.org.il) eine Rede gehalten, und ein Journalist hat seine Äußerungen mitgeschnitten.

In dem Fernsehbericht wurde auch festgestellt, dass die Äußerungen des Botschafters offensichtlich nicht in die Öffentlichkeit dringen sollten.

Die Shapiro-Aussage wurde einen Tag nach einem Bericht in Israel TV verbreitet, aus dem hervorging, dass die israelische Luftwaffe/IAF bald an einem gemeinsamen Luftmanöver in den USA teilnehmen wird. Die IAF hat seit mehreren Jahren nicht mehr in den USA trainiert.

Nach dem TV-Bericht soll die Übung in den kommenden Monaten stattfinden und die Beziehung zwischen der IAF und der US-Air Force stärken; dabei sollen gemeinsame Operationen trainiert werden.
Noch im Sommer dieses Jahres soll außerdem in einem weiteren gemeinsamen Manöver, zu dem Tausende von US-Soldaten nach Israel kommen, die Abwehr eines massiven Angriffs auf Israel simuliert werden.

Diese Meldungen werden in einer Zeit verbreitet, in der in Israel und in den USA die Sorge über ein iranisches Atomwaffenprogramm wächst. Die israelische Führung besteht darauf, dass der Iran keine Atomwaffen haben darf, und droht mit einer Militäraktion, falls alle andere Bemühungen, den Iran zum Einlenken zu bewegen, scheitern sollten. Auch US-Präsident Barack Obama hat gesagt, dass der Iran nicht über Atombomben verfügen darf und ein Nachgeben ausgeschlossen; er hat zwar Geduld gefordert, damit die Wirtschaftssanktionen und der ausgeübte Druck wirken können, die militärische Option aber ausdrücklich “auf dem Tisch” belassen.

Am Dienstag haben die US-Nationalgarde und israelische Heimatschutzkräfte in Israel eine gemeinsame Such- und Rettungsübung durchgeführt. Nach offiziellen Angaben wollte man sich damit auf ein Erdbeben oder einen Raketenangriff vorbereiten. Bei einem größeren Raketenangriff auf Israel oder einem schlimmen Erdbeben würden auch Such- und Rettungskräfte aus den USA zum Einsatz kommen.

(Wir haben den Artikel aus der Times of Israel komplett übersetzt und mit Ergänzungen
und einem Link in Klammern und Hervorhebungen versehen. Er belegt, dass die USA und
Israel trotz aller abwiegelnden Statements auch weiterhin einen gemeinsamen Überfall auf
den Iran vorbereiten.[….])

Quellen: honigmann, luftpost

Ein Gedanke zu „USA: „Militäraktion gegen den Iran ist vorbereitet“

  1. Bei aller Friedensliebe, sollten dennoch alle Länder dieser Erde ein großes Interesse daran hegen, dass fundamentalistische Regime, deren höchste Erfüllung im Märthyrertum zu sehen ist, keinerlei Massenvernichtungswaffen in die Hände bekommen. Der oft vorgebrachte Einwand, Israel verfüge schließlich auch über ein Atomwaffenarsenal, hinkt gewaltig. Diese Waffen besitzt es schon lange, ohne damit mit der kompletten Ausrottung anderer Staaten und Völker zu drohen und ohne dabei Terrorgruppen wie Hamas und Al Aksa zu unterstützen. Israelis sprengen sich auch nicht in Diskotheken, Bahnen und Bussen selbst in die Luft, unter wahlloser Mitnahme von Opfern. Wir sollten endlich mit der ewig selben und nicht minder heuchlerischen Litanei aufhören, in den Arabern nur die leidgeprüften Opfer zu sehen und damit lediglich den neu aufkeimenden Antisemitismus zu kaschieren, der aktuell offenbar wieder sehr on vogue ist.

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