Libyen: Kurzmeldungen vom 20.5.2012

von John Schacher

Der schwerkranke ehemalige libysche Premierminister Baghdadi Mahmoudi steht in Tunis unter strengster Bewachung, nachdem von den Sicherheitsbehörden ein Mordplan gegen ihn aufgedeckt wurde.

Gemäß den Aussagen eines tunesischen Sicherheitsbeamten, der anonym bleiben möchte, gegenüber einem Lokalreporter haben die Behörden einen Plan der Amazigh (Berber) aus Zwara aufgedeckt, Mahmoudi noch im Gefängnis zu töten. Der Beamte berichtete, dass die Amazigh-Ältesten einen Betrag von 2 Mio. lybischen Dinar für die Mörder auslobte.
Der vorgebliche Lockerbie-Attentäter Abdelbaset Ali Mohmed Ali Megrahi starb heute im Alter von 60 Jahren an Krebs. Viele werden den Skandal kennen, der als größtes Justizversagen seiner Zeit gilt. Megrani wurde im Januar 2001 für den Mord an den 270 Lockerbie-Opfern verurteilt, ein Umstand, der von den Vereinten Nationen als „unverständlich“ beurteilt wurde. Megrani starb in Tripolis, nachdem eine erneute Auslieferung an Großbritannien von den neuen libyschen Machthaber abgelehnt worden war.
"Scharia, Du spinnst wohl! Wo sind unsere Frauenrechte?"

In Benghazi  haben sich 216.000 Menschen für die Wahl registriert. Doch Benghazi-Stadt verfügt über eine Bevölkerung von 650.000 Leuten! Die Unterstützer der Autonomiewegegung für die Kyrenaica – der Ost-Provinz, die Benghazi mit einschliesst – sind in der Wahl zum neuen Stadtrat mit aufgestellt.
Der Kyrenaica-Kongress hat zum Boykott der für den 19. Juni geplanten Wahlen aufgerufen. Die Begründung lautet, dass der Osten hier nicht ausreichend repräsentiert sein wird.
Libyens drittgrößte Stadt Misrata hat bereits im Februar einen neuen Stadtrat gewählt.

Quelle: LibyaSOS

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