Karlspreisverleihung 2012: „Herausragende Dienste!“

von H.-P. Schröder

Dr. Wolfgang Schäuble erhält am 17. Mai den Karlspreis der Stadt Aachen

E Pluribus Unum

*

„Sie bleiben unter gleich Gesinnten,
die sich in Hinterzimmern winden.
Wer braucht schon Miteinander, Du?
Zuerst das Ich, dann du,
dann noch zweidrei,
der Rest darf sich von selber finden.
Heut` darf die Gattin mal dabei.

Die Pläne sind längst abgemacht:
Unnützes hängt man unter Brücken.

Dort schaukelt es im Takt ganz sacht`.
WIR wollen nicht daran ersticken.
„Ob der was ahnt, ob der was weiß ?“

Egal, wir stopfen ihm den Preis,
zwischen Leber und den Steiß,
soll er sich still verdrücken.

Und wenn er dann zur Grube fährt,
ganz steif vom Dauerbücken,
dann sehen Sie es ohne Weh`,
mit einer Spur Verbalentzücken:
„Der Alte ist jetzt endgeklärt.“

Das sagen Sie, die Erzkumpane,
mit denen man am Ding gedreht,
hinter deinem krummen Rücken,
wo ihr hämisch Grinsen steht.
Wie jeder, den die Macht verrät,
auf eines Lebens krummer Bahn,
verfielst auch du dem alten Wahn,
der hinter jedem Wahnwitz geht.

„Sollt` ihm“, so reden sie beflissen,
„der Stand der Ruhe nicht behagen,
bevor die Sense trennt den Kragen,
sollt` gar auf  Provisionen klagen,
so wird das einig` Band zerrissen.“

Zur Lehre sei`s nochmal gebracht:
„Fällt auf ihn nur ein Scheinverdacht,
so baumelt er, und das ist abgemacht,
vertraglich klar, aus freiem Stücke,
ganz öffentlich an Themsebrücke,
oder fährt beschwingt, doch leise
an einem festen Kälberstricke,
in frischer Luft, in trautem Kreise,
unter die Atlantikbrücke,
oder macht die letzte Reise
auf  Digitalis vorzugsweise.“

Aus „Laudatio für Dergleichen“

Die Blackfriars Brücke in London. Am 18. Juni 1982 hing dort der Bankier Gottes Roberto Calvi, die Taschen voller Steine und mit den Fußspitzen das Wasser berührend......

Cui bono belohno?  oder Begründung des Karlspreiskomitees

„In Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas und seiner Rolle als Ideengeber und wichtiger Akteur bei nahezu allen Integrationsfortschritten in den vergangenen drei Jahrzehnten und in Anerkennung seiner bedeutenden Beiträge zur Stabilisierung der Währungsunion und zur Vertiefung des Einigungsprozesses ehrt das Direktorium der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen im Jahre 2012 den Bundesminister der Finanzen Dr. Wolfgang Schäuble.“

http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/aachen_profil/preise_auszeichnungen/karlspreis/karlspreis_2012.html

Der Karlspreis wird seit 1950 an Personen verliehen, die sich um die Einheit Europas, also um die Kleinheit Europas, verdient gemacht haben. Daß Aachen in einem Text, der im Rathaus aushängt, als zur ersten von den Alliierten „befreiten“ deutschen Stadt erklärt wird, passt zur Verleihung des Karlspreises an Churchill 1955, an Kissinger 1987, Blair 1999, Clinton 2000 sowie an Frau Doktor Merkel 2008. Dazwischen bunt eingestreut eine illustre Horde von EG-Hofschranzen von Delors (1992) bis Juncker (2006). 2002 hat „man“ den Karlspreis dem Euro verliehen (!), 2011 Trichet, für „seine Verdienste um die Stabilität des Euro“……. .

Mit seiner Vita befindet sich Herr Dr. Schäuble, Kohls Kronprinz, das Attentatsopfer eines „Geistesgestörten“, in bester Gesellschaft. In der bleiernen Republik werden alle guten Geister gestört. Das ist Alltag, im Feiermeierroboterdeutschland.

Klartext: In Aachen treffen sich, die aus der Beute bezahlten Diener der USA, um ein Europa unter amerikanischer Vormundschaft zu feiern. In Aachen treffen sich Feinde der Vielfalt, zu einem Fest der Einheit.
Und damit die ausgesuchte Jugend nicht zu kurz kommt, gibt es zwei Tage vorher  den Jugendkarlspreis, eine Art Schaufensterdekoration für verdiente 40-jährige Young leader auf dem Weg in`s Sondereinsatzkommando,  mit Sicherheit von denselben Haifischen erfunden, die jeden Umzug in ein undurchsichtigeres Goldfischglas als Befreiung verkaufen und besonnenen Stimmen „nationale Engstirnigkeit“ vorwerfen, was immer das sein soll. Wahrscheinlich soll der Vorwurf „nationale Engstirnigkeit“ auf diejenigen zielen, die dem Tagesbefehl:
„Seid großzügig, gebt, gebt mit vollen Händen, nehmt es den kleinen Fischen ab und gebt!
Gebt! Gebt! Und den Rest gibt Euch DER Herr im Schlaf!“, Widerstand leisten.

Die Farbe Rosa oder Herr Schäuble sammelt unter der Jugend Europas (Künstlerisch verfremdet aus dem Programmheft:http://www1.wi-paper.de/book/read/id/0000729295BB3DD9)

Was steckt dahinter? Wer steckt dahinter? Anders formuliert: Wer sahnt ab? Im Begleitprogramm und im Direktorium tummeln sich Berufspolitiker, Klerikale, Gewerkschaftler, Parteifunktionäre und Bonzen aus Banketagen und der Versicherungsbranche.

Für die Ausgesuchten, die sich in Aachen zur Selbstbeweihräucherung treffen, ist Europa bereits vereinigt, die machen das unter sich aus, das ist alles dieselbe Sorte, ob Franzos´, Pole, Italiener, Türke oder Amerikaner. Sie heißen alle Meier. Sie sind Funktionäre. Ihr Credo heißt: Multikulti oben, Multikuli unten.

Dazu passt die Geschichtsfälschung zur Gründung. Ausgerechnet einen blutigen Karl als friedlichen Einiger Europas zu feiern, zeugt von besonders  provinziellem Wahnsinn. In den Statuten heißt es großsprecherisch  und nicht ganz wahrheitsgemäß „Die Verleihung des Karlspreises…zielt auf den nicht erzwungenen, freiwilligen Zusammenschluß der europäischen Völker…“ Was fehlt ist der Text des geheimen Zusatzprotokolles: „zielt auf die Schaffung eines einheitlichen, mit höchster Effektivität steuerbaren Wirtschaftsraumes,  ob die Völker das  wollen oder nicht. Um diesen Prozess zu fördern, werden Maßnahmen in die Wege geleitet, die den Traumzustand der Völker vertiefen und Personen vorgeschickt, die den Traumzustand als alternativlos propagieren. Zur Erreichung des Zieles ist jedes Mittel Recht.“

Der  Hühnerhabicht führt die Hühner in`s gelobte Land. Ganz bestimmt! Es versteht sich von selbst, daß die geheuchelte „Strategie der Freiwilligkeit“ nicht auf das Praktizieren und das beispielhafte Vorleben von Freiwilligkeit setzt und keine Bewusstmachungsprozesse zur Geburt sich ihrer Fähigkeiten, Möglichkeiten und Verantwortung bewussten Völker = reife Menschen vorsieht, sondern Erpressungs-, Manipulations- und Lohn- und Strafmassnahmen bevorzugt.

Für das Volk gibt`s nach dem Akt Bratwurst mit Musike auf dem Domplatz. Wo sich der Kreis schliesst. Der Dompropst sitzt im Direktorium, die Verleihung erfolgt am Himmelfahrtstag. Eine Aufarbeitung von Sinn, Nutzen, Ziel und Zweck der Veranstaltung ist nicht geplant.

5 Gedanken zu „Karlspreisverleihung 2012: „Herausragende Dienste!“

  1. Wenn ich mir das ständige nervöse Zucken seiner Oberlippe ansehe,weiß ich,wem die Stunde geschlagen hat:

    dem Geist der wahren Einheit und Freiheit Deutschlands!

    Unser Bundesaußenoberrolli pflügt sich durch fiskalische Feldversuche am lebenden EU-Sklaven und erhält den Preis der Verdammnis zum Untergang des Abendlandes.

    Wer reicht ihm endlich den güldenen Schierlingsbecher der Erkenntnis,daß wir Deutschen seinen Plan zur nationalen Zerstörung nicht wollen. Lassen wir ihn samt Preis im politischen Nirvana einer vergangenen hedonistischen Epoche verschwinden.Dann kann er von mir aus auch weiterhin seinem nervösen Zucken frönen,mit dem er seinen politischen Gegner abzusägen versucht…

    Aus Liebe zu Deutschland

  2. Scheint ernst zu werden
    Herr Scheuble erhielt heut den Karlspreis . Er träumt weiter
    [quote]Von der Währungs- zur politischen Union: „Euro-Fighter“ und Karlspreisträger Wolfgang Schäuble plädiert als Heilmittel gegen die Eurokrise für scheibchenweise mehr Europa – und einen vom Volk gewählten Präsidenten.

    Karlspreis-Verleihung: Wolfgang Schäuble will für Einheits-Europa stehen – weiter lesen auf FOCUS Online: [url]http://www.focus.de/politik/deutschland/karlspreis-verleihung-wolfgang-schaeuble-will-fuer-einheits-europa-stehen_aid_754375.html[/url][/quote]
    [url]http://www.focus.de/politik/deutschland/karlspreis-verleihung-wolfgang-schaeuble-will-fuer-einheits-europa-stehen_aid_754375.html[/url]

    Nun gönnen wir ihm den letzten Sirtaki
    [url]http://www.youtube.com/watch?v=x6cW779sBF8&feature=related[/url]

    Denn die EU geht dem Ende entgegen .
    [quote]Ein Kontinent wankt – Die Angst vor der Euro-Dämmerung

    Was kommt nach Griechenland? Menschenräumen ihre Konten leer, Italien will das Militär gegen die Bürger einsetzen, und die Investoren fürchten um ihr Geld. In Europa dominiert die Ungewissheit. Von Günther Lachmann [/quote]
    [url]http://www.welt.de/politik/ausland/article106324120/Ein-Kontinent-wankt-Die-Angst-vor-der-Euro-Daemmerung.html[/url]

    In Brüssel hängen Plakate
    [url]http://german.ruvr.ru/2012_05_03/73701507/[/url] :whistling:

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